Gast
#1438515
Wenn ich bei einer fehlangepassten Schaltung mit kurzen Leitungen (insgesamt ~30cm), ein 10 MHz Signal einspeise kommt es zu Reflexion. Nun besteht die Leitung aus: Quelle (50 Ohm), SMA-Kabel, Transformer, SMA-Kabel, Koppelkondensator, Spannungsteiler, ZL(nicht 50 Ohm) Reflektiert die Welle erst an ZL, wenn sie sieht "oh ist gar nicht angepasst" oder reflektiert sie schon vorher z.B. am Transformer, weil von da Zin nicht 50 Ohm ist? Es kommt zu stehenden Wellen, bestehend aus der Hinlaufenden und der Rücklaufenden Welle. Die Leitungslänge der Kabel ist insgesamt jedoch "elektrisch kurz" (beta*L<<1). Heißt das, ich kann die ganze Schaltung ab Transformer nach rechts als ZL ungleich 50 Ohm ansehen, und die reflektierte Welle läuft nicht wirklich zurück (wie man sich das auf einer langen Leitung vorstellt), sondern ist unmittelbar da, weil ich quasi am Ende der (kurzen) Leitung bin? Wie tragisch ist das bei dieser noch nicht allzuhohen Frequenz? Ich habe die Möglichkeit vor dem Koppelkondensator den Schaltungsteil nach links anzupassen. Gut. Die Welle sieht, bevor sie diese Anpassung passiert 50 Ohm. Nach dem Anpassungswiderstand gegen Masse durchläuft sie jedoch immernoch den Spannungsteiler und ZL, also wieder Fehlanpassung. Mir fehlt etwas die praktische Erfahrung diese Situation und die Frequenz einzuschätzen.