Informationeller Entropiegehalt des Universums

(Firma: dm2sh) #1440677
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Hallo,

als der Urknall geschah, waren ja die Anfangsbedingungen festgelegt. 
Alles was dann folgt, beinhaltet ja keine neue Information, sondern ist 
nur Verarbeitungsprodukt dieser. Wie hoch (in Bit) ist denn nun der 
Gesamte Entropiegehalt des Universums heute und zum Urknall?
Kann man darüber überhaupt eine sinnvolle Aussage treffen?
Persönliche Seite #1441940
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Nehmen wir mal die Schmetterlingstheorie: der Flügelschlag eines 
Schmetterlings beeinflusst auf lange Zeit gesehen das Gesamtsystem. 
Folglich gilt auch: wär ein Elektron zu Beginn des Universums an einer 
beliebig kleinen anderen Stelle, als es tatsächlich war, so würde das 
Universum im Vergleich zum jetzigen auseinanderdriften. Du musst 
folglich die Position (und noch einige anderen Parameter) aller Teilchen 
im Universum EXAKT speichern. Um nun (genügend Rechenleistung 
vorausgesetzt) aus den Anfangsbedingungen und den Wechselwirkungen 
zwischen den Teilchen den Verlauf des Universums zu errechnen, brauchst 
du einen unendlich großen Speicher. Anders ist es, wäre Weg, Zeit und 
überhaupt alles quantisiert. Das kann ja in einer Größenordnung der Fall 
sein, in die wir derzeit bei weitem noch nicht vordringen. Dann reicht 
ein endlicher Speicher.
#1447491
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Ist denn eine Aussage über die Entropie nur mit Materie möglich? Ich 
kann mir vorstellen, dass auch andere Formen von Energie einen 
Informationsgehalt haben.
Wenn man nun z.B. annimmt, dass es beim Urknall nur eine einzige Art von 
Energie gab und diese in einem Raum in der Größe von (fast) null 
konzentriert war, also alle Energie an einem Punkt, so bleibt nur mehr 
die Menge dieser Energie als Information übrig, eine einfache einzige 
Zahl. Wenns denn nun wirklich so war ...
Gast #1447809
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Knochen Kotzer schrieb:
> Dachte mir schon das bei meiner behinderten formulierung so ne Frage
> kommt.
> Ich meinte natürlich nicht nur Materie, sondern eher das niemand weiß
> wie sich bei solhcen extremen "verdichtungen" die Physikalischen Gesetze
> verschieben könnten.

Einige Naturkonstanten haben sich seit dem Urknall geändert.
Damals in der ersten ms nach dem Urknall war die 
Änderungsgeschwindigkeit groß, heute sind die Werte der Naturkonstanten 
nahezu konstant.

Als ich dies zum ersten Mal gehört habe, war mein erster Eindruck auch: 
"Ihr seid ja vom Affen gebissen"

Hatte neulich die Eingebung, das das alles nur Sinn macht, wenn es so 
ist(Naturkonstanten ändern sich)

Moderne Theorien fordern, das Naturkonstanten sich ändern.
BTW Möglichkeiten dies zu testen:
1. Vergleich aktueller Spektren mit Spektren aus der Anfangszeit des 
Universums
2. Vergleich verschiedener Uhren. Wenn das beobachtete 
Auseinanderdriften sich zeitlich ändert, währe dies ein Hinweis auf sich 
ändernde Naturkonstanten.
#1448157
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Johnny B. schrieb:

> in der Bibel steht, liesse sich unsere Entstehung genausogut und
> plausibel erklären.

Aber nur wenn man nicht allzugenau hinschaut und die Widersprüche 
ignoriert :-)

Aber im Grunde hast du schon recht. Der 'Urknall' ist nur ein Modell, 
welches die heute gemachten Messwerte vorhersagen kann. Wenn morgen ein 
Modell auftaucht, welches nicht nur diese sondern auch noch andere 
Messwerte, die mit 'Urknall' nicht erklärt werden können, vorhersagen 
kann, wird der Urknall über Bord geworfen. Nur leider haben wir keines.
Gast #1448307
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Die Urkanlltheorie ist nur Thermodynamik, keine Relativistische und 
Quantendynamische Betrachtung. Ursprünglich kommt die Urknalltheorie von 
einem Jesuitenpater aus dem 17-18 Jahrhundert.

Gibt da so ein Buch:"Die ersten drei Minuten. Der Ursprung des 
Universums." Ein seltem dämliches Geschreibsel. Alles wird nur aus Sicht 
der Thermodynamik betrachtet. Leider ist der Autor Steven Weinberg 
Nobelpreisträger.

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