Hallo Fachleute!
Ich will für meine neue Ätzküvette die Heizung mittels Reagenzglas,
Halogenbirnchen und Sand zusammenbauen.
Als Netzteil habe ich ein 19,5V 5A Schaltnetzteil zur Hand.
Gibt es da Probleme wenn ich 2 Stück 12V / 20W in Reihe betreibe.
Das beide nicht mehr "leuchten" wenn eine stirbt ist mir schon klar!
vielen Dank
klaus
Probleme bei Reihenschaltung gibt es nicht ausser das du die Lampen
nicht mit ihrer vollen Helligkeit betreibst. Wenn wir annehmen das die
Spannung gleichmässig per Lampe abfällt hast du was um die 9.7v pro
Lampe soll ist aber 12 V -> nicht volle Leistung.
ggf eine PWM bauen und Lampen parallel schalten? Oder einen dicken
Widerstand - da hast du nochmal eine zusätzliche Heizung ;))
klaus schrieb:
> Ich will für meine neue Ätzküvette die Heizung mittels Reagenzglas,> Halogenbirnchen und Sand zusammenbauen.
warum das denn, nimm doch einfach Leistungswiderstände, die halten ewig.
In deinem Herd sind doch auch keine Glühlampen (die im Ofenrohr ist
wirklich nur für das Licht).
Gruss Reinhard
> In deinem Herd sind doch auch keine Glühlampen
so gross ist der unterschied bei einem Ceranfeld zwischen einem Infrarot
Strahler und einer Halogenlampe nicht.
> warum das denn, nimm doch einfach Leistungswiderstände, die halten> ewig.
Sowohl in Leistung/Volumen und Leistung/Preis schneiden Glühbirnen
deutlich besser ab als Leistungswiderstände.
Der Zweckentfremdungsgrad ist in beiden Fällen ähnlich hoch, aber daran
muss man sich nicht stören :)
yalu schrieb:
> Sowohl in Leistung/Volumen und Leistung/Preis schneiden Glühbirnen> deutlich besser ab als Leistungswiderstände.
bei preis/leistung wär ich mir nicht so sicher. schließlich kannst du
die lastwiderstände genau passend zum netzteil auslegen.
Hat das überhaupt schon mal jemand erfolgreich versucht ohne das
auf Grund des Hitzestaus das Glas der Leuchtmittel geschmolzen ist?
Ist der Kauf einer Aquariumheizung da nicht sinnvoller?
Bei mir heitzt eine 50W halogen im Reagenzglas. Allerdings mit
Stahlwolle ausgestopft, an Stelle von Sand. Ich hatte dabei das efuehl,
die Waereme gehe besser von der Lame weg an die Reagenzglaswand (kann
hier auch falsch liegen).
Mit zwei Reagenzglaesern mit je einer Birne heize ich 1.5 Liter Suppe
ohne Probleme - und geschmolzen ist noch nichts. Allerdings wuerde ich
es auch nicht ohne "Wasserkuehlung" einschalten :-)
>> Die Lampen sind PTCs. Parallelschalten.
Womit Du dann 19,5V an einer 12V Lampe liegen hast. Da ist der PTC
Effekt sogar so groß, dass kein Strom mehr fließt.
Vorteil: Weniger Stromverbrauch :D
>> Die Lampen sind PTCs. Parallelschalten.
Womit Du dann 19,5V an einer 12V Lampe liegen hast. Da ist der PTC
Effekt sogar so groß, dass kein Strom mehr fließt.
Vorteil: Weniger Stromverbrauch :D
Weniger Stromverbrauch ist hier nicht sinnvoll ;) da weniger Hitze
Ich werde das jetzt mal testen.
4 * 20W, je zwei davon in Reihe an das Netzteil.
Das sind dann so ca. 60W "Heizleistung" und wenn ich das Wasser vorher
schon warm mache sollte das ausreichend sein.
In der Apotheke habe ich heute ein 160/16er Reagenzglas geholt für
sagenhafte 30Cent.
Jetzt muss ich die 4 Halolampen noch da reinfummeln und mit dem
Innenleben von Lüsterklemmen verdrahten. Dem Lötzinn wird es glaube ich
etwas zu warm.
Gruß
klaus
Viel Spaß mit den Reagenzglassplittern! Vermutlich haben sie Dir eines
aus Laborglas verkauft, im besten Fall Duran/Borsilikatglas. Ideal wäre
aber eines aus Quarzglas. Die sind aber teuer.
Nichts gegen die Lampen, aber einem Keramikwiderstand kann man bei
Fluessigkuehlung auch mehr zumuten. Wenn man zB das Reagenzglas mit Oel
fuellen wuerde, so koennte man einem 5W Drahtwiderstand locker 30W
zumuten.
was spricht denn gegen widerstände? ich verlier nicht 5% an licht,
kann sie wesentlich besser an meine quelle anpassen und sie halten wohl
auch länger.
größe lass ich nicht zählen. ein gekühlter 9W widerstand kann doch
sicher 20W ab...
>Viel Spaß mit den Reagenzglassplittern!
Ich rechne eigentlich nicht mit dem Bersten des Glases.
Das Glas wird homogen im Wasser warm.
Das ganze Reagenzglas ist doch "unter Wasser" und so sollten sich doch
keine so großen Spannungen bilden welche das Glas zum Bersten bringen.
Dann müsste es doch auch jeden 200W Aquariumheizstab zerreisen.
Gruß
klaus
ich hab für meine heizung 2x11W lastwiderstände genommen, die ich bei
JEWEILS 50W betreibe.
hitzefestes reagenzglas aus meiner alten schule hab ich umsonst
bekommen. feinen quarzsand ausm deko-laden zum wärmeleiten.
dicht gemacht mit silikon und darin noch eine feine kanüle aus der
apotheke, um der ausdehnenden luft raum zu verschaffen.
läuft seit jahren.
Nimm Duran-Glas. Das ist teuer und hält. Und wenn irgendwas reingefüllt
wird, dann sollte es halbwegs biokompatibel sein. Denn wenn das Glas
berstet (Warum auch immer. Bei uns meist weil irgendjemand die Lampe
mechanisch zerstört, nicht weil sie ihre Lebensdauer erreicht hätte),
dann sollte das AQ nicht biologisch kippen. Sand und Stahlwolle wären
ok. Überleg dir, was passiert, wenn Öl ins AQ kommt! Wasseroberfläche
wird dicht, Filter wohl auch! Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis
Tage und dann ist alles mausetot.
> Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis Tage und dann ist alles> mausetot.
Ja, nicht dass hinterher die Platinen mit dem Bauch nach oben in der
Ätzsuppe schwimmen, das ist kein schöner Anblick ;-)
Hallo Abdul.
> Und wenn irgendwas reingefüllt> wird, dann sollte es halbwegs biokompatibel sein. Denn wenn das Glas> berstet (Warum auch immer. Bei uns meist weil irgendjemand die Lampe> mechanisch zerstört, nicht weil sie ihre Lebensdauer erreicht hätte),> dann sollte das AQ nicht biologisch kippen. Sand und Stahlwolle wären> ok. Überleg dir, was passiert, wenn Öl ins AQ kommt! Wasseroberfläche> wird dicht, Filter wohl auch! Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis> Tage und dann ist alles mausetot.Pruuuust Typischer Fall von Thread nicht richtig durchgelesen.
Passiert mir auch gelegentlich. ;-)
Jedenfalls muss dadrin nix sein, was biokompatibler als EisenIII
chlorid, oder Persulfat oder HCl+Peroxyd ist. :-)
Als Öl könnte man gewöhnliches Speiseöl nehmen. Die Temperaturen bleiben
niedrig genug, und auch die Leitfähigkeit ist erfahrungsgemäß gering
genug, das bei seinen unter 20V noch nichts großartig zersetzt wird. Das
Öl ist vieleicht sellber etwas korrosiv, aber bei den groben Drähten die
dort zum Einsatz kämen würde das auch für Jahre reichen.
Öl macht guten Wärmeübergang.
Wenn er Zugang dazu hat: gut sauberes Prafinoel, möglichst dünnflüssig.
Motoröl würde ich nicht nehmen wollen, weil da oft deutlich korrosives
beigemischt ist.
Silikonöl könnte problematisch werden, weil schon eine Kontaminierung
des Bades damit bei einem "Schaumätzbad" dazu führt, das sich kein
Schaum mehr bildet.
Aber: Öl ist im Zweifel brennbar, dafür könnte er aber eine (zwei, eine
mit Omegafeder, reversibel, und eine mit Schmelzdraht
(irreversibel))Temperatursicherung einbauen, die bei 70 oder 80 Grad
abschaltet.
Wohlgemerkt: Notabschaltung, weil das eigentlich für das Becken selber
zu viel ist.
Desweiteren: Öl dehnt sich bei Erwärmung aus und sprengt das Rohr.
Dagegen
Hilft eine große Luftblase (trozdem Druckaufbau, was macht der Korken?)
oder ein Loch nach draussen (Rohr ist nur stehend nutzbar, aber was wäre
mit einem Schlauch?)
Wenn Du mit dem Temperaturen deutlich unter 100 Grad bleibtst, tut es
auch ein Marmeladenglas (Die Marmelade wird auch heiss eingefüllt). Die
Form mag zum Heizen etwas ungünstig sein, aber dafür kannst Du dann
zwei, drei oder vier nehmen, und in die Schraubdeckel kanst Du gut
Durchführungen basteln. Durch die großen Öffnungen bekommst du auch
große (sperrige)Widerstände oder Halogenlampen.
Die Quelle ist einfach: Einfach jemanden auf dem Weg zum
Altglascontainer ansprechen......
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Aqurienheizer und Dimmer wäre auch eine schnelle Lösung.
Man sollte nur die Leistung gegenüber dem Gefäßvolumen nicht zu hoch
wählen um Temperatursprünge in Grenzen zu halten.
Na schön wenn du was zu lachen hast, Bernd. In der heutigen Zeit
dringend notwendig, finde ich.
@faustian:
Dafür ist bei der Birne aber auch der Wärmewiderstand zwischen Draht und
Glas wesentlich höher. Es klappt tatsächlich!
Ich habe selber eine Halogenleuchtmittel-Reagenzglas-Vogelsand Heizung
in Betrieb genommen.
Meine Ätzküvette (mit 2l etwas groß geraten) kann ich damit ohne
Probleme aufheizen und auf Temperatur halten.
Ich habe mir zwei Heizungselemente mit unterschiedlicher Bestückung
gebaut. Insgesamt heize ich mit knapp 200W.
Die Reagenzgläser sind die billigsten, die ich bekommen konnte (günstig
aus der Apotheke).
Die kleinen Leuchtmittel sind mit Klingeldraht an 1.5mm² Kupferdrähte
angeschlossen. Ein kleiner Tropfen Lötzinn sorgte nur bei der Montage
dafür, dass nichts wackelt. Der dünne Klingeldraht sorgt schon für sehr
guten Kontakt zu den 1.5mm² Drähten. Nur Löten würde wahrscheinlich
nicht gehen. Andererseits habe ich die Innentemperaturen im
Normalbetrieb noch nie nachgemessen.
In das eine Glas habe ich zwei Leuchtmittel eingebaut und in das andere
drei Leuchtmittel. Mehr als drei Leuchtmittel sind auch nicht gut in
einem Glas unterzubringen.
Die Reagenzgläser habe ich mit Vogelsand bis 1cm unterhalb des Rands
aufgefüllt. Das verbleibende Restvolumen habe ich großzügig mit Silikon
aufgefüllt. Aus dem SIlikon gucken dann nur noch die zwei isolierten
Drahtenden raus.
Als Stromversorgung dienen mir zwei elektronische Halogentrafos. Für
einen Trafo alleine war die Leistungsaufnahme der Heizung dann doch zu
groß.
Zusammen mit einer Abzweigdose als Gehäuse für den Netzanschluss und die
separaten Schalter der Heizungen auf ein Brett getüdelt und einen Meter
neben dei Küvette gestellt.
Die Reagenzgläser werden auch nicht splittern, nur weil sie heiß werden.
Ein Reagenzglas wird schließlich auch in die Flamme eines Bunsenbrenners
gehalten. (Ja ich habe das oft genug auch mit stinknormalen
Reagenzgläsern und nicht mit solchen aus Duran oder Quarzglas gemacht).
Außerdem kühlt die umgebende Flüssigkeit die Gläser.
Der Sand ist sehr wichtig, sonst entweicht die Wärme nach oben aus dem
Glas und die Heizung unternimmt Schwimmversuche.
EIne spezielle Halterung braucht die Heizung ebenfalls nicht. Die
starren Anschlussdrähte klemmen das Glas oben am Küvettenrand fest.