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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ausgänge in Abhängigkeit der Rotationsposition schalten


Autor: Redegle (Gast)
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Hallo,

der Titel sagt schon einiges über mein Vorhaben, aber ich möchte zuerst 
mein Vorhaben erleutern.

Hab hier schon ein paar mal bezüglich des selben Projekts gepostet.
Ich möchte mir gerne einen LED-Globus bauen, siehe Links

Youtube-Video "3D led display globe"
Youtube-Video "Led Globus Maturski rad / Led Globe project"

Bin zwar noch am mechanischen Aufbaue. Möchte jedoch schonmal mit dem 
planen der Ansteuerung beginnen.



Mein Problem ist folgendes. Ich muss die LED in Abhängigkeit der 
Position ein bzw. ausschalten. Dies erfolgt mit einem Mikrocontroller.


Meine erste Idee war es, einen Näherungssensor anzubringen, der mir jede 
Umdrehung einen Impuls sendet. Durch diesen hätte ich die 
Umfangsgeschwindigkeit und somit die Position in Abhängigkeit der Zeit.

Kontra
Vielleicht viel Rechenarbeit des Controllers. (Mangelnde Erfahrung)
Es wird ein schneller Sensor benötigt. (80µs Flanke)
Sensor verursacht Fliegkräfte.


Meine 2te Idee währe es, eine Schaltung zu bauen, die mir ein analoges 
Signal in Abhängigkeit der Position ausgibt. Dieses könnte ich direkt 
mit dem Controller erfassen und in Abhängigkeit der höhe des Signals die 
LEDs schalten.

Pro
Weniger Rechenarbeit

Kontra
Keine Erfahrung zur Umsetzung des "Positons-Spannung-Wandlers"


Ich würde nun von euch gerne Wissen ob ihr ggf. anderen Ideen habt und 
was ihr von der Programmierung als einfacher erachtet. In dem 
Softwarebereich habe ich leider sehr wenig Erfahrung.

Autor: Joan P. (joan)
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Fang erstmal mit ner Propeller Clock die mit Batterie/Akku laeuft und 
versuch die zu synchronisieren..
Danach kannste dich an den Globe wagen..

Wenn du schon Probleme mit der Rotationssynchronisierung hast kannste 
den Rest erst recht vergessen..

Nimm dir ne LED.. deinen mikroC.. ne Batterie.. papp das ganze auf nen 
DC Motor und regel dass so, dass die LED immer an der gleichen Stelle 
aufblitzt.
Damit wirst Du schon alle Haende voll zu tun haben.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Viel zu kompliziert.
Gabellichtschranke. An den Rotor kommt ein Unterbrecher.
Der µC misst die Zeit für eine Umdrehung und mit der Annahme, dass sich 
die Rotationsgeschwindigkeit von einer Umdrehung zur nächsten nicht 
wesentlich verändern wird, teilt er diese Zeit in soviele Zeiteinheiten 
auf, wie du Spaltenpositionen für eine Umdrehung haben möchtest. Und 
schon hast du den Takt, in dem die LED aufblitzen oder nicht aufblitzen.
Das ganze ist rein zeitgesteuert, mit einer fixen Nullpunktsposition.

Autor: Michael Steinbauer (Firma: Steinbauer Electronics GmbH) (captain-stone)
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Hallo Redegle,


> Sensor verursacht Fliegkräfte.

abgesehen davon, dass es keine Fliegkräfte gibt, würde ich an der Achse 
einen Drehgeber montieren, dann weißt Du jederzeit wo Du gerade bist.

Michael

Autor: Redegle (Gast)
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@ Karl heinz Buchegger,

genau das war meine erste Idee nur mit einem Näherungssensor.



@ Michael Steinbauer
Da gibt es ein paar Probleme.
1. Der Preis
2. Die Befestigung, denn der Drehgeber müsste sich auf dem beweglichem 
Teil befinden.
3. Es sollte möglichst leise sein.
4. Die meisten Drehgeber gehen bis 500U/min maximal hab ich etwas um 
3000U/min gesehen.

@  Joan P.

von Problemen redet keiner. Ich hab noch gar nichts aufgebaut und 
ertestet. Ich fragte lediglich, mit welcher Planung ich am ehesten 
zurecktkomme.

Autor: Joan P. (joan)
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Redegle schrieb:
> @  Joan P.
> von Problemen redet keiner. Ich hab noch gar nichts aufgebaut und
> ertestet. Ich fragte lediglich, mit welcher Planung ich am ehesten
> zurecktkomme.

Deine Planung klingt halt ziemlich konfus und blauaeugig..
Aus den anderen Posts wo du nach Energieuebertragung fuer die Geschichte 
gefragt hast, kam auch nicht gerade rueber dass du schon ein paar 
Projekte durchgezogen hast. Allein deine Fragen da oben, bezueglich 
Messungen von Rotationen mit nem Controller, zeigen dass sehr deutlich..

Drehen wir den Spiess doch mal um:

Was hast Du bisher schon alles mit Mikrokontrollern gemacht?

Autor: Joan P. (joan)
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..um hier nicht komplett 'destruktiv' rueberzukommen..

Ideal waere es, wenn du den Antriebsmotor drehzahlgeregelt laufen lassen 
keonntest und dann halt ne simple Lichtschranke die eine fixe Lochblende 
abfaehrt und so jede Umdrehung ein Synchronistationssignal fuer den 
Mikrokontroller erzeugt. Du wirst schlecht fuer jede Spalte(?) die du 
anzeigen moechtest einen Impuls zur Auswertung erzeugen koennen..

Ueberschlagsmaessig wuerde ich pers. auf 50 Hz hinaus wollen.. dh, 50 
Umdrehungen pro Sekunde .. wenn du am Aequator mit rechteckigen Pixeln 
rechnest (deine LEDs), dann wird dein kugelfoermiger Screen bei einer 
'vertikalen' Aufloesung von X eine 2 mal so hohe horizontale Aufloesung 
benoetigen..

Wieviele LEDs wolltest du denn rotieren lassen?

Daraus bestimmt sich dann die Frequenz mit der Du die LEDs schalten 
musst.

Wenn du diese Frequenz und die Drehfrequenz nicht genau aufeinander 
abstimmst dreht sich der Screen.. Schwebung nennt sich dass dann..
Je nach Frequenzunterschied dreht sich der Screen dann schnell oder 
langsam nach rechts oder links..
Sauber beherrschen kann man das nur mit Drehzahlregelung und 
Synchronisation.

Autor: Redegle (Gast)
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Vielleicht war meine Beschreibung wirklich etwas schwammig. Deswegen 
werde ich versuchen meinen Gedankengang etwas verständlicher zu 
presentieren. Hierbei werde ich mir auch etwas mehr Zeit nehmen.

Ich habe Mikrocontroller noch nichts programmiert. Jedoch habe ich mir 
schonmal die Grundlagen angeschaut. Also einfachste Sachen wie einen Pin 
als Ausgangs zu definieren etc.

Jedoch denke ich ca. zu wissen, was softwaretechnisch realisierbar sein 
sollte.


Mein Vorhaben lässt sich auf 5 Punkten reduzieren, die ich nacheinander 
oder simultan durchführen möchte. Je nachdem, was Praktikabler ist.

-Motor extern auf eine konstante Geschwindigkeit regeln.
-Mechanische Halterung
-Hardware: LEDs, Sensor, Mikrocontroller
-Software
-Energieübertragung von extern auf intern

Extern entspricht hierbau allem, was nicht rotiert. Intern entspricht 
allem in dem rotierendem Ring.


1. Motor extern auf eine konstante Geschwindigkeit regeln.
Ist bereits geschehen.

2. Mechanische Halterung
Ist gerade in der Entwicklung.

3. Energieübertragung von extern auf intern
Ist im Moment irrelvant, da zum Testen eine Batterie eingesetzt werden 
soll.

Als nächstes werde ich meine erstes Vorhaben presentieren.

4. Hardware: LEDs, Sensor, Mikrocontroller

Ich wollte einen Sensor verwenden, der jede Umdrehung ein Signal an 
meinen Mikrocontroller sendet. Dies sollte zur Geschwindigkeitserfassung 
genügen.
Die Ausgänge werden mit einem Transistor verstärkt und schalten dann die 
LEDs.
Als Mikrocontroller wollte ich einen Atmega2560 verwenden.
Die Anzahl der LEDs ist noch unbekannt. Ich rechne mal mit ca. 60 Stück.
Da das Projekt bereits von anderen erfolgreich durchgeführt wurde dachte 
ich, dass ich auf der Hardwareseite nicht mehr benötige. Der Rest währe 
somit nur noch auf der Softwareseite zu erledigen.
Bitte berichtige mich, wenn ich Falsch liege.

5. Software

Ich gehe davon aus, dass die Geschwindigkeit des Motors kleinen 
Schwankungen unterliegt. Diese sollen durch den Mikrocontroller 
ausgeglichen werden.
Ich würde nun eine Tabelle erstellen, bezogen auf 360° des Globes. Diese 
sähe wie folgt aus.

1. LED 1/360 an; 100/360 aus; 200/360 an; 59/360aus
2. LED 10/360 an; 90/360 aus; 200/360 an; 60/360aus
.
.
.

Anschließend würde ich die Anzahl der Takte erfassen, die während einer 
Umdrehung vergangen sind und diese Zahl mit den einzelnen Werten 
Multiplizieren.

Also bei z.B. 1000Takten hätte ich nun folgende Werte.

1. LED 1000/360Takte an; 100000/360Takte aus; 200000/360Takte an; 
59000/360Takte aus
2. LED 10000/360Takte an; 90000/360Takte aus; 200000/360Takte an; 
60000/360Takte aus
.
.
.

Anhand dieser Tabelle könnte ich dann die Ausgänge ein -und ausschalten.




Meine eigendliche Frage ist nun, ob da Projekt auf diese Art 
realisierbar ist, oder ob es bessere Verianten gibt.

Autor: Joan P. (joan)
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- wenn dein Motor ne ordentliche Drehzahlregelung hat braucht dein MC 
die nicht mehr ausgleichen.. (Punkt 1 und 5 bei dir)

- der MC kann seine Pins gegen Masse ziehen und damit einen Strom durch 
die LED fliessen lassen, Transistoren brauchst du also nicht, allerdings 
sollte dann die Betriebsspannung stabil sein + die LED einen 
Vorwiderstand haben

- bau dir mal ne Propeller Clock auf als Testobjekt.. daran kannst du 
sehr viel fuer deinen Globus wiederverwenden an Code + Wissen

http://www.bobblick.com/techref/projects/propclock...

http://www.luberth.com/help/propeller_clocks_backu...

http://www3.sympatico.ca/surfin.dude/creative/cloc...

Viel Erfolg.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Redegle (Gast)

>Ich habe Mikrocontroller noch nichts programmiert.

Musst du dann aber.

>-Motor extern auf eine konstante Geschwindigkeit regeln.

Brauchst du nicht. Einfach konstante Spannung dran, fertig. Der läuft 
konstant genug.

>-Energieübertragung von extern auf intern

Fang mit einer Batterie oder Schleifkontakten an. Wenn alles mal läuft 
kannst du über einen Rotationstrafo oder aufgebohrte Motorwellen 
nachdenken. Kugellager sind ein Geheimtipp.

>Ich wollte einen Sensor verwenden, der jede Umdrehung ein Signal an
>meinen Mikrocontroller sendet. Dies sollte zur Geschwindigkeitserfassung
>genügen.

Ein einfacher Hallsensor oder eine Lichtschranke reichen.

>Die Ausgänge werden mit einem Transistor verstärkt und schalten dann die
>LEDs.

Brauchst du nicht, normale oder superhelle LEDs mit 20mA direkt an den 
Controller, fertig.

>Als Mikrocontroller wollte ich einen Atmega2560 verwenden.

Gibts keinen grösseren? Für dein erstes Exemplar reicht ein Tiny2313!

>Die Anzahl der LEDs ist noch unbekannt. Ich rechne mal mit ca. 60 Stück.

Fang KLEIN an und nimm 8 (ACHT) direkt an einen Port.

>ich, dass ich auf der Hardwareseite nicht mehr benötige. Der Rest währe
>somit nur noch auf der Softwareseite zu erledigen.
>Bitte berichtige mich, wenn ich Falsch liege.

Du liegst falsch. Siehe oben.

>Ich gehe davon aus, dass die Geschwindigkeit des Motors kleinen
>Schwankungen unterliegt.

Ja.

> Diese sollen durch den Mikrocontroller ausgeglichen werden.

Relativ einfach.

>Ich würde nun eine Tabelle erstellen, bezogen auf 360° des Globes. Diese
>sähe wie folgt aus.

Brauchst du nicht. Du misst per Input Capture Funktion die Zeit einer 
Umdrehung. Diese teilst du durch 256, das ist SEHR einfach (achtmal 
rechts schieben). Schon hast du dein Timing.

>Anschließend würde ich die Anzahl der Takte erfassen, die während einer
>Umdrehung vergangen sind und diese Zahl mit den einzelnen Werten
>Multiplizieren.

Viel zu kompliziert.

>Meine eigendliche Frage ist nun, ob da Projekt auf diese Art
>realisierbar ist, oder ob es bessere Verianten gibt.

Fang klein an, wenn es gut läuft bau es grösser.

MFG
Falk

Autor: Redegle (Gast)
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@ Joan P.

Die Geschwindigkeit ist zwar konstant aber unbekannt.
Sie könnte konstant 2000U/min sein oder konstant 3000U/min das möchte 
ich zuerst ermitteln. Die Drehzahl wird sich auch mehrmals während dem 
Testen ändern.


Dem Datenblatt des Atmega habe ich entnommen, dass er keine 20mA pro 
Ausgang bereitstellen kann. Könnte jedoch auch sein das ich mich irre.

http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...
S.370
Current Vcc and GND Pins maximal 200mA
Bei 60Leds währe das etwas mehr.
Deswegen wollte ich jeden Ausgang mit max. 2mA belasten.

@Falk Brunner

>>Ich habe Mikrocontroller noch nichts programmiert.

>Musst du dann aber.

Wollte ich schon seit knapp 2 Jahren mit beginnen.


>>-Motor extern auf eine konstante Geschwindigkeit regeln.

>Brauchst du nicht. Einfach konstante Spannung dran, fertig. Der läuft
>konstant genug.

Ich verwende einen Brushlessmotor also war eine Ansteuerelektronik 
unumgänglich.

>>-Energieübertragung von extern auf intern

>Fang mit einer Batterie oder Schleifkontakten an. Wenn alles mal läuft
>kannst du über einen Rotationstrafo oder aufgebohrte Motorwellen
>nachdenken. Kugellager sind ein Geheimtipp.

Eine vorzeitige Lösung war beabsichtigt (Batterie).
Kugellager müssten Heute noch kommen, waren schon bestellt.^^
Aber Danke für den Tipp.
Mir fällt gerade ein das ich den Ring oben und unten mit 2 unabhänigen 
Metallstangen verbinde.
Ggf. Könnte ich diese mit 2 verschiedenen Potentialen verbinden und 
somit meine Stromversorgung realisieren. Wobei ich hierdurch ungewollte 
Schleifgeräusche erzeuge.

>>Als Mikrocontroller wollte ich einen Atmega2560 verwenden.

>Gibts keinen grösseren? Für dein erstes Exemplar reicht ein Tiny2313!

Den Atmega2560 habe ich zu Hause und könnte ihn auch testweise mit 
kleinen Programmen programmieren. Muss noch ein bisschen 
Programmiererfahrung sammeln.
Er hätte auch die gewünschte Anzahl an Ausgängen.

>>Ich wollte einen Sensor verwenden, der jede Umdrehung ein Signal an
>>meinen Mikrocontroller sendet. Dies sollte zur Geschwindigkeitserfassung
>>genügen.

>Ein einfacher Hallsensor oder eine Lichtschranke reichen.

Ist eine Lichtschranke kein optischer Sensor?
Aber werde mir mal Gedanken mache ob ich eine Lichtschranke oder einen 
Hallsensor verwenden kann. Vielleicht schalten diese schneller als ein 
konventioneller Näherungssensor.


>Brauchst du nicht. Du misst per Input Capture Funktion die Zeit einer
>Umdrehung. Diese teilst du durch 256, das ist SEHR einfach (achtmal
>rechts schieben). Schon hast du dein Timing.

Das Stichwort Input Capture Funktion höhrt sich sehr vielversprechend 
an.


Vielen Dank an euch.

Autor: Gast (Gast)
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Zum Encoder-Problem: Google mal nach "HEDS Encoder". Solche Encoder 
sitzen manchmal hinten auf Servomotoren drauf, die schon ordentliche 
Drehzahlen erreichen.

Falls du also zu jeder Zeit eine Positionsmessung haben willst, ohne auf 
Zeitmessungen zurückgreifen zu müssen - nimm das Ding.
Selbst wenn du den Rotor langsam mit der Hand drehst, schaltet der 
Encoder Drehzahl-Unabhängig weiter und die Ausgabe sollte korrekt 
erfolgen.

Falls dir da die Auswertung zu kompliziert oder der Encoder zu teuer 
ist: Es gibt Gabellichtschranken, die zusammen mit einer geschlitzten 
Scheibe geliefert werden. Vom Prinzip her vergleichbar mit dem obigen 
Encoder, allerdings günstiger und einfacher auszuwerten (1 Schlitz -> 1 
Signal).

Schau dir auf jeden Fall mal fertige Projekte an. Bei so vielen LEDs 
würde ich an deiner Stelle Schieberegister mit integrierten Treibern 
verwenden.
Das würde auch gut zu deiner Idee mit dem Array passen: Das Bild liegt 
in einem zweidimensionalen Array, die Encoder-Position gibt die Spalte 
an. Die Zeile kannst du dann komplett ins Schieberegister ausgeben.

Gedanken würde ich mir vor allem um den mechanischen Aufbau machen. 3000 
upm sind schon eine Menge Holz. Wenn da die Unwucht zu groß wird, viel 
Spaß. Eine kleine Lichtschranke ist da weniger da Problem, eher sind es 
die Platinen mit den LEDs ganz am äußeren Durchmesser.

Auf jeden Fall solltest du klein Anfangen. Mein erster Aufbau war ein 
Arm aus alten Legosteinen, mit so einem Loch-Stein mit 8x 5mm LEDs drin.
Als Gegengewicht einfach einen alten Motor hinten dran, fertig.
Den Positionssensor habe ich mir aus einem Streifen Isolierband und 
einem CNY 70 gebastelt.
Während der ganzen LED-Steuerei hat der Atmega sogar noch das 
Umgebungslicht vom Sensor ausgefiltert und neue Bilder über RS232 
empfangen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Redegle schrieb:

> Dem Datenblatt des Atmega habe ich entnommen, dass er keine 20mA pro
> Ausgang bereitstellen kann. Könnte jedoch auch sein das ich mich irre.
>
> http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...
> S.370
> Current Vcc and GND Pins maximal 200mA
> Bei 60Leds währe das etwas mehr.
> Deswegen wollte ich jeden Ausgang mit max. 2mA belasten.

Das ist zeimlich irrelevant, weil du sowieso keine 60 Led an den Mega 
drannkriegst. Er hat schlicht und ergreifend nicht genug Pins.

Du wirst doch nicht ...

http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...

Doch du wirst.
Das ist doch Nonsense. Nimm ein Schieberegister.

Autor: Joan P. (joan)
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Redegle schrieb:
> Dem Datenblatt des Atmega habe ich entnommen, dass er keine 20mA pro
> Ausgang bereitstellen kann. Könnte jedoch auch sein das ich mich irre.

Nicht treiben sondern gegen Masse ziehen.
Du schaltest die LED mit ihrer Anode gegen Vcc und mit ihrer Kathode an 
einen Port des AVR (Vorwiderstand nicht vergessen).
Wenn der AVR den Pin hochzieht (Data Direction OUT) fliesst kein Strom 
in den AVR ueber die LED, da an dem Port Vcc anliegt, LED ist AUS.
Wenn du nun den Pin runterziehst liegt der praktisch auf GND und ueber 
die LED fliesst Strom in den AVR rein nach Masse.. damit hat der AVR 
relativ geringe Probleme und die LED leuchtet.

> http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...
> S.370
> Current Vcc and GND Pins maximal 200mA
> Bei 60Leds währe das etwas mehr.
> Deswegen wollte ich jeden Ausgang mit max. 2mA belasten.

Guck nochmal genau hin.. gleich ueber dieser Zeile steht:

"DC current per I/O Pin 40mA"

..als absolutes Maximum. Und dann bitte noch auf Seite 371 unter Note 3 
lesen..

"Although each I/O port can sink more than the test conditions (20mA at 
VCC = 5V, 10mA at VCC = 3V) under steady state conditions 
(non-transient), the following must be observed:
...
ATmega640/1280/2560:
1.)The sum of all IOL, for ports J0-J7, A0-A7, G2 should not exceed 200 
mA.
2.)The sum of all IOL, for ports C0-C7, G0-G1, D0-D7, L0-L7 should not 
exceed 200 mA.
3.)The sum of all IOL, for ports G3-G4, B0-B7, H0-B7 should not exceed 
200 mA.
4.)The sum of all IOL, for ports E0-E7, G5 should not exceed 100 mA.
5.)The sum of all IOL, for ports F0-F7, K0-K7 should not exceed 100 mA.
If IOL exceeds the test condition, VOL may exceed the related 
specification. Pins are not guaranteed to sink current greater
than the listed test condition"

Wenn du die Ports nicht X stunden alle mit LEDs dran laufen laesst 
brauchste dich nur an das Maximumrating halten.
Schalt mal ne Superbright LED mit nem 50/50 Tastverhaeltniss.. schon 
kannste 40mA fliessen lassen und bist trotzdem noch im obigen 
steady-state Bereich.

Insgesamt ist das ne Waermesache.. die Chips im MLF package (siehe Seite 
430) haben ne besonders gute Masseanbindung die dann kuehlt.. bei denen 
kannste die Maximumratings nehmen ;)

Trotz all dem gesagten stimme ich Karl Heinz zu..
Guck dir zum Treiben so vieler LEDs dafuer geeignete Schaltkreise an.. 
die koennen noch bisschen mehr Strom vertragen.. besonders wenn sie wie 
oben beschrieben als Stromsenke funktionieren.
Fuer Tests mit 8 LEDs oder so wirst Du allerdings keine Probleme haben 
wenn du oben gesagtes anwendest.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Joan P. schrieb:

> Trotz all dem gesagten stimme ich Karl Heinz zu..
> Guck dir zum Treiben so vieler LEDs dafuer geeignete Schaltkreise an..
> die koennen noch bisschen mehr Strom vertragen..

und zum Layouten sind sie auch besser :-)
60 LED in einer Reihe und 60 Leitungen die zu einem µC laufen muss man 
erst einmal unterbringen. Vom Chaos, die dann auch noch an die Pins 
anzuschliessen rede ich erst mal gar nicht.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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>Mir fällt gerade ein das ich den Ring oben und unten mit 2 unabhänigen
>Metallstangen verbinde.
>Ggf. Könnte ich diese mit 2 verschiedenen Potentialen verbinden und
>somit meine Stromversorgung realisieren. Wobei ich hierdurch ungewollte
>Schleifgeräusche erzeuge.

ich glaube was er meinte, war den strom über zwei Kugellager auf den 
drehenden Körper zu übertragen.

so hast du nicht mehr Schleifgeräusche als vorher.
Musst dir nur ein schmiermittel suchen, dass strom gut leitet.

Autor: Joan P. (joan)
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Vlad Tepesch schrieb:
> Musst dir nur ein schmiermittel suchen, dass strom gut leitet.

Graphit?

Autor: Redegle (Gast)
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@ Karl heinz Buchegger

Muss ich, wenn ich Schieberegister verwende nicht viel schneller 
Schalten?
Und erhöhrt das nicht auch den Programmieraufwand?
Deswegen währe mit ein Atmega mit entsprechend vielen Beinen eigendlich 
lieber. Das einzige Problem währe dann das einlöten des ICs.


@ Joan P.

>"DC current per I/O Pin 40mA"

Du hast recht theoretisch könnte ich einem Pin 40mA abverlangen.

Es steht dort aber auch,

>the following must be observed:
>1.)The sum of all IOL, for ports J0-J7, A0-A7, G2 should not exceed 200
>mA.

Das sind 17Ports. Unter worstcase, wenn ich alle LEDs leuchten lassen 
möchte fließen dort 340mA.

Werd aber mal überlegen, ob ein LED-Treiber nicht doch Sinn macht, wobei 
60 kleine Transistoren, welche rotatorisch gleich verteilt angebracht 
sind auch Vorteile haben.

@  Karl heinz Buchegger

Ich wollte mir eine Adapterplatine bauen ähnlich dieser.
http://www.mikrocontroller.net/attachment/30471/AT...
Also für jeden Port einen Anschluss.
Von dort würde ich dann mit Flachband zu den einzelnen Transistoren 
gehen.

Autor: Sebastian ... (zahlenfreak)
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Ich glaube, du unterschätzt hier total die mechanischen Anforderungen an 
so ein Projekt. Bau doch mal einen kleinen Versuchsaufbau mit 7 oder 8 
LEDs. Meine allerersten Versuche drehten sich übrigens auf nem 
Akkuschrauber...
Muss ja nicht schön aussehen, so ein Versuchsaufbau. Aber man kann doch 
einige Erfahrungen sammeln.

Sebastian

Autor: Redegle (Gast)
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Werde mal ein paar Bilder machen siehe Anhang.

Der Aufbau ist zwar noch nicht perfekt. Hab unten eine leichte Unwucht 
aber es funktioniert schon recht gut. Werd das dem nächst noch 
ausbessern.

Der Motor hat übrigens eine Leerlaufgeschwindigkeit von ca. 17000U/min.
Reale Geschwindigkeit mit Globus wurde noch nicht ermittelt.

Beachtlich ist auch, wie stark sich der Ring verbiegt. Aber so hohe 
Geschwindigkeiten sind nicht notwendig. Jedoch bekommt man von dem 
entstehendem Windstoß einen beachtlichen Respekt.

Die starke Abweichung der unteren Stange im letzten Bild ist nur dort zu 
sehen. Aber dies ist bei maximaler Geschwindigkeit und wie gesagt es 
wird noch verbessert.

Der Durchmesser beträgt 250mm.

Man sieht also, dass der mechanische Aufbau realisierbar ist.

Autor: Redegle (Gast)
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Anhang 1

Autor: Redegle (Gast)
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Scheinbar kommen die Bilder doch erst später.
Es sind leichte technische Komplikationen aufgetreten

Autor: Redegle (Gast)
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