Darthmatch schrieb:
> Leider habe ich das mit dem Emitterverfolger noch nicht ganz
> verstanden. Ich habe mir zwar den Artikel im Wiki rausgesucht
> allerdings verstehe ich die Funktion der Wiederstände in der Schaltung
> noch nicht.
Dei beiden Widerstände R_Basis und R_Poti gehören nicht zum Emitterfol-
ger selbst, sondern erzeugen zur Demonstration der Schaltung eine vari-
able Spannung an der Basis des Transistors. Diese Spannung kommt in
deinem Fall aber vom Operationsverstärker, also brauchst du die Wider-
stände nicht.
> Außerdem kann ich mit dem Begriff UB+ bzw. UB- nichts anfangen aber
> ich denke da steh ich nur auf dem Schlauch.
UB steht überlicherweise für die Betriebsspannung. Wird der Operations-
verstärker symmetrisch, also einer betragsmäßig gleich großen positiven
und negativen Betriebsspannung, hängt man eben noch ein + bzw. - an das
Kürzel an.
> Was ist mit -Offset NULL bzw. +Offset NULL? Was das ist weiß ich zwar
> mittlerweile aber was macht man mit den Pins?
Das sind die Anschüsse für die Offsetkompensation. Du brauchst sie erst,
wenn du verstanden hast, was bei einem Operationsverstärker die Offset-
spannung ist. Für den Anfang sind diese Anschlüsse unwichtig und können
offen gelassen werden.
> Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe kriegt der Op eine
> Versorgungsspannung von 12V damit er auf diese Verstärkt?
Die Versorgungsspannung muss mindestens so hoch sein wie die maximal
gewünschte Ausgangsspannung, bei den meisten Operationsverstärkern (wie
auch dem µA741 und dem LM324) sogar noch etwa 2V höher.
Ich habe eine Schaltung in den Anhang gestellt, die von 0-5V auf etwa
0-12V verstärkt und mit dem von Klaus Ra. vorgeschlagenen Emitterfolger
für einen höheren Ausgangsstrom sorgt.
Ich habe den LM324 (von dem du ja auch ein paar gekauft hast) genommen,
weil dieser eingangs- wie ausgangsseitig ab 0V funktioniert. Beim µA741
liegt die minimale Ein- und Ausgangsspannung irgendwo bei 2V, so dass du
den Motor nicht bis 0V hinunter steuern kannst.
Parallel zum Motor liegt eine Schottky-Diode, die beim Ausschalten des
Motors die in dessenn Spulen induzierte Spannung begrenzt, die sonst für
den Operationsverstärker schädlich sein könnte.
Die Versorgungsspannung ist 15V, damit nach Abzug der o.g. 2V des Opera-
tionsverstärkers und dem Spannungssabfall der Basis-Emitter-Strecke des
Transistors von etwa 0,7V noch mindestens die gewünschten 12V Ausgangs-
spannung übrig bleiben.
Wenn der Nennstrom des Motors größer als 200mA ist, sollte der Transis-
tor auf einen Kühlkörper montiert werden. Üblicherweise werden Motoren
nicht wie hier mit einer kontnuierlich veränderbaren Spannung, sondern
per Pulsweitenmodulation (PWM) betrieben, was den Transistor deutlich
weniger aufheizt. Wenn du aber etwas über Elektronik lernen möchtest und
nicht übermorgen schon die perfekte Lüftersteuerung fertig haben musst,
würde ich das Thema jetzt nicht wechseln und erst einmal bei der Steue-
rung mit dem Operationsverstärker bleiben.
> An -Input muss dann Masse und an +Input die 0-5V des FTDI chips.
Was ist das eigentlich für ein FTDI-Chip? Ich kenne keinen, an dem man
einen Ausgang stufenlos von 0V bis 5V einstellen kann.