Ich habe hier einen KFZ-Anlasser zum Testen.
Intern werkelt ein Gleichstrommotor mit Permanentmagneten, den
Einrückmagnetschalter habe ich zum Testen abgebaut.
Ans regelbare Netzteil mit 5A Strombegrenzung und langsam Spannung
erhöhen ...
Bereits unter 1V geht das Netzteil in Schutzabschaltung.
Defekt oder kann das einen anderen Grund haben ?
Wenn Defekt, müsste der Fall im KFZ nicht auch irgendwo abgesichert sein
? Habe nichts dergleichen finden können. Oder regelt das bereits der
Einrückmagnetschalter, der, wenn die Spannung bei Kurzschluss
zusammenbricht, den Kontakt zum Gleichstrommotor unterbrechen würde ?
100nx schrieb:
> Ans regelbare Netzteil mit 5A Strombegrenzung und langsam Spannung> erhöhen ...>> Bereits unter 1V geht das Netzteil in Schutzabschaltung.>> Defekt oder kann das einen anderen Grund haben ?
Das Netzteil ist mindestens Fakor 10 zu schwach.
Selbst mein 10V 100A Netzteil geht bei geringer Belastung des Anlassers
in die Begrenzung. Unter 30-50A tut sich garnichts. Um einen Motor
anzuwerfen zieht so ein Anlasser locker mal ein paar 100A.
Habe ihn mal aufgeschraubt. Die Kontaktflächen, an den die Kohlebürsten
laufen, haben alle untereinander Durchgang. Das dürfte aber nun wirklich
nicht sein !? Nicht Sichtbar die Spulen verbrannt ?
>Dein Anlasser hat sicherlich eine Sicherung die im Fall eines>Kurzschluss durchbrennt. Was macht dein Anlasser wenn du die Zündung>betätigt?
Zumindest vor dem Ausbau: gar nichts.
Vorher schon seit einiger Zeit ein Nachlaufen ...
Sicherung für den Anlasser eines Golf III Variant Diesel war 80A träge
:-)
Da ist kurzzeitig sicher mehr geflossen.
Hatte mal nen Golf II Diesel, 55PS, da ist mit ein billiges 10mm2
Brückenkabel an den Kontaktschuhen geschmolzen, bei dem Versuch, die
Karre anzuwerfen :-)
VG,
/th.
>Den Wiederstand kannst du nicht mit einem Multimeter messen.
Hast ja recht, was mache ich jetzt. Erstmal KFZ sowiet wie nötig wieder
zusammensetzen und schauen , ob am nicht mehr vohandenen Anlasser
Spannung ankommt ?
Mal überschlagsmässig:
So ein Anlasser saugt eine Batterie innerhalb von geschätzten 5 Minuten
Daueranlassen leer. Nehmen wir mal an die Batterie habe so 70Ah
70Ah * 60 = 4200Am / 5 = 840A
(Am .. Ampere-Minuten)
Nicht schlecht! Da wirst du mit deinen 5A nicht weit kommen. Der
Anlasser ist damit schon fast ein Kurzschluss :-)
naja, relativ zum innenwiderstand des netzteils ist es ein absoluter
kurzschluss :)
manchmal muss man einsehen, das 5A doch verdammt wenig sind. daher
lieber atmels, der raucht mit 5A schon ordentlich. :)
Klaus.
Karl heinz Buchegger schrieb:
> So ein Anlasser saugt eine Batterie innerhalb von geschätzten 5 Minuten> Daueranlassen leer. Nehmen wir mal an die Batterie habe so 70Ah>> 70Ah * 60 = 4200Am / 5 = 840A>> (Am .. Ampere-Minuten)
Die Rechnung enthält einen großen Fehler:
Die Ah Angaben sind meist auf eine 20 stündige Entladung bezogen: Entläd
man den Akku aber in nur wenigen Minuten bekommt man nur einen Bruchteil
davon (ich würde mal auf 1/5 tippen, wodurch 100-200A bei obiger
Rechnung rauskommen, was eher im üblichen Bereich liegt. 840A dürfte
eher im Bereich des Stroms bei blockiertem Motor liegen).
Das andere Problem dabei ist, dass kaum ein Anlasser 5 Minuten überlebt:
Sagen wir mal der Anlasser hat 80% Wirkungsgrad (keine Ahnung wie hoch
der in der Praxis ist, vermutlich aber deutlich weniger), dann verheizt
er selbst bei 100A rund 200W. Da ein Anlasser keine Belüftungsöffnungen
hat, wird er innerhalb kürzester Zeit durchgebrannt sein.
Hallo,
ein Anlasser unter Last (Abhängig von der Größe des Motors) kann
durchaus Spitzenströme bis 1000A ziehen... bei kleineren Motoren können
es auch 300 - 500 A sein. Ergo wird das Netzteil auch bei einem
unbelasteten Anlasser mt 5A zu gering ausgelegt sein, das wurde aber ja
auch schon mehrfach bestätigt.
Eine Sicherung existiert dafür m.W. auch nicht. Der Anlasser ist direkt
an die Batterie angeschlossen, lediglich der Magnetschalter wird separat
abgesichert sein.
Wenn der Anlasser im eingebauten Zustand nix gemacht hat, würde ich
zunächst die Fahrzeugbatterie prüfen... es macht sich aber auch meist
durch das vollkommene Zusammenbrechen des Bordnetzes während des
Startvorganges bemerkbar. Viel eher würde ich den Fehler beim
Magnetschalter bzw. dem Ausrücklager suchen. Am Besten mal diese Sachen
öffnen, ordentlich reinigen und die beweglichen Teile auch fetten... und
das ganze an der Fahrzeugbatterie selbst testen.
Viel Erfolg bei der Fehlersuche
Nur um sicher zu gehen:
> Einrückmagnetschalter habe ich zum Testen abgebaut
...
> ob am nicht mehr vohandenen Anlasser Spannung ankommt
Du weißt wie ein Anlasser funktionier?
Da liegt immer Spannung an und der Magnetschalter schaltet ihn zum Motor
durch.
Und in 90% der Fälle ist der Magnetschalter kaputt, nicht der Motor.
Hast du den schon getestet?
Ja, habe Dauerplus und Steuerleitung gemessen, stimmt soweit alles.
Manuell betätigt funktioniert auch der Magnetschalter. Leider komme ich
an den Schaltkontakt nicht heran, um den mal näher zu untersuchen.
Ich versteh nicht wo dein problem bei der fehlersuche ist!
Schließ den Anlasser wieder an wie er gehört.
Dauerplus + Masse liegt an?
Ja, dann
Spannung liegt an Steuerleitung an wenn gestartet wird?
Ja, dann
Magnetschalter wird betätigt?
Ja, dann
Spannung liegt am Motor an? (meistens ist die Leitung von außen
zugänglich)
Ja,
Dann is der Motor hin.
Austausch im Zubehör holen und gut ist.
Moin!
Random...
Die Sicherung ist nicht für den Anlasser, die ist für die Glühkerzen.
Ein Anlasser von 1000W, für einen kleinen! Motor zieht locker 315A
bei einer Betriebsspannung von 6,5V.
Stefan