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Forum: Markt [T]ipp: Testpins (Federkontakte) zum Selbstbau von Adaptern


Autor: Reinhard R. (reirawb)
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Hallo,

ich hätte mal einen heißen Einkaufstipp für euch:

Auf der Suche nach einer Kontaktiermöglichkeit für eingelötete ICs (auch 
und speziell SMDs) bin ich auf das folgende Angebot gestoßen:

Ebay 110447582732  (oder im Ebay nach 'Testpins' suchen)

Ich habe mir einige bestellt und das Ergebnis ist auf den Bildern zu 
sehen. Ist auch ein sehr netter Kontakt, antwortet auch schnell auf 
Fragen. Und der Preis ist IMO unschlagbar.

Ich weiß, das es da fertige Adapter zu kaufen gibt, nur sind die Preise 
für mich als Basteler im kleinen Kämmerlein jenseits von Gut und Böse 
:-)

Und noch der obligatorische Hinweis:
Ich bin weder verwandt mit dem Anbieter noch habe ich sonst irgendwelche 
Vorteile von dieser Werbung. Ich habe mir aber sein Einverständnis 
vorher eingeholt.

Reinhard

Autor: Hannes (Gast)
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Aber was helfen 10 Testpins, wenn es lauter verschiedene sind?

Autor: Gast (Gast)
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Hallo

Unter dem Suchbegriff Federkontakt gibt es solche auch bei Farnell und 
Distrelec. Der Preis ist etwas höher

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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@Hannes (Gast)
Du kannst aus 4 verschiedenen Versionen wählen und jeweils bestellen, 
soviele Du von jeder Sorte brauchst. Ich wollte nicht die ganze 
Lieferung fotografieren, aber nun...

@Gast (Gast)
> Der Preis ist etwas höher

'Etwas höher' ist gut, kosten dort das 10-fache und mehr.

Reinhard

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Wie kontaktiert man damit ICs? Also wie sieht die Konstruktion dazu aus?

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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Meine Vorstellung (noch nicht realisiert):

In einen Plasteklotz, ca. 4mm hoch, die gewünschte Gehäuseform ca. 1mm 
tief einfräsen, 2. Plasteklotz mit Führung senkrecht verschiebbar auf 
den ersten aufsetzen. Durch beide die entsprechenden Löcher für die 
Federkontakte bohren, diese im oberen Klotz so befestigen (einkleben), 
daß sie bei etwas auseinandergezogenem Konstrukt im unteren Klotz 
verschwunden sind.

Die Kontaktierung soll geschehen, indem das Teil auseinandergezogen auf 
das Gehäuse aufgesetzt wird und durch Eindrücken des oberen Teils der 
Kontakt hergestellt wird.

Ich will damit keinen konplett kontaktierbaren TQFP44-Adapter bauen, das 
Ganze soll mir für ein paar Gehäuseformen die 
ISP-Schittstellenkontaktierung direkt auf dem µC machen. Ich hoffe, 5 
Kontakte werde ich damit noch hinbekommen :-)

Ich möchte mir einfach nur das Herausführen der ISP-Schnittstelle auf 
jeder Platine ersparen, zum Einen aus Bequemlichkeit, bei SMD auch aus 
Platzgründen.

Reinhard

Autor: Guido (Gast)
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Ich würde die Kontaktstifte mit den entsprechenden Hülsen benutzen. Dies 
erleichtert Dir den Austausch defekter Stifte. Die Stifte "mögen" keine 
Radialkräfte.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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Danke für den Hinweis.

Reinhard

Autor: Gast (Gast)
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Im Betrieb verwenden wir Kontaktstifte von INGUN - http://www.ingun.de/

Diese sind allerdings deutlich teurer, die können pro Stück auch mal nen 
Euro kosten. Wenn ich die Stifte mit denen vom Bild rein optisch 
vergliche würde ich allerdings auch sagen das die INGUN Stifte deutlich 
hochwertiger sind.

Für Hobby-Basteleien sind die Ebay-Stifte allerdings vermutlich völlig 
ausreichend.

Autor: Michael (Gast)
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Habe beruflich sehr viel mit den Kontaktstiften zu tun. Benutzen tuen 
wir hauptsächlich die von Ingun. Habe schon andere gehabt, die aber 
Qualitativ schlechter sind. (will keine Werbung für Ingun machen, aber 
sie sind wirklich gut).

Radialkräfte sind eigentlich egal, sie vertragen sehr viel. Irgendwann 
gehen sie natürlich kaputt, aber normal kommt man da nicht heran.

Hülsen benötigt man eigentlich als Bastler nicht. Die Kontaktstifte 
halten ungefähr 60000-80000 Hübe, bei professionellen Einsatz. Bei 
Bastellösungen würde ich mindestens 10000 Hübe mal veranschlagen. Des 
reicht auf jeden Fall. Hülsen würden nur zusätzliche Kosten verursachen.

Ich sehe aber ein Problem. Die Nadeln werden es nicht schaffen 
Bauteilpins zu treffen und auch einen sicheren Kontakt zu gewährleisten. 
In der Industrie setzt man Prüfpads ein. Ich glaube die haben einen 
Durchmesser von 0,9mm.

Für Prüfpads kann ich euch empfehlen die GKS 100 291 090 2000. Diese 
sind nicht super geeignet um Prüfpads zu kontaktieren.

Autor: Guido (Gast)
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> Radialkräfte sind eigentlich egal, sie vertragen sehr viel. Irgendwann
> gehen sie natürlich kaputt, aber normal kommt man da nicht heran.

> Hülsen benötigt man eigentlich als Bastler nicht. Die Kontaktstifte
> halten ungefähr 60000-80000 Hübe, bei professionellen Einsatz.

Die maximal zulässige Anzahl an Hüben wird man im Hobby-Bereich wohl 
eher nicht erreichen. Da stimme im Michael zu. Allerdings kann ich die 
"Sache" mit der radialen Belastung nicht bestätigen. Ich benutze zwei 
Stifte für meinen differentiellen Tastkopf. Vorrangig kontaktiere ich 
damit die Anschlüsse von 0603er SMD Widerständen. Hierbei kommt es schon 
vor, dass ein Kontaktstift abbricht.

@Michael
Ich glaube nicht, dass im professionellen Einsatz wirklich große radiale 
Kräfte auf die Kontaktstifte wirken. Meistens werden sie doch senkrecht 
auf das Messobjekt heruntergefahren, oder?

Abschließend muss ich noch erwähnen, dass ich keine Kontaktstifte von 
INGUN verwende (wie Reinhard wohl auch). Vielleicht liegt darin der 
Unterschied.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

Autor: Guido (Gast)
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> Für Prüfpads kann ich euch empfehlen die GKS 100 291 090 2000. Diese
> sind nicht super geeignet um Prüfpads zu kontaktieren.

Versteh ich nicht. Kopfkratz...

Autor: Lupin (Gast)
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Hab auch recht viel mit der Thematik zu tun (und den ganzen Problemen 
mit denen man da kämpfen muss... Nadel trifft nicht, zu hohe 
Übergangswiderstände, falsche Kopfformen bestückt etc).

Die e-Bay Federkontakte werden für den Bastler wohl ausreichen denke 
ich.

Als Bastellösung wäre es vielleicht interessant das Original-Layout der 
zu prüfenden Platine zu nehmen, in dieses Layout im CAD-Programm 
Bohrungen für die Nadeln zu platzieren und das ganze dann zwei mal 
fertigen zu lassen (um die Nadeln besser führen zu können).

Dann lötet man die Nadeln einfach direkt in beide Platinen ein.

Nun braucht es nur noch eine schlaue Anpressmechanik. In Profesionellen 
Adaptern läuft das über Vakuum.

Autor: Michael (Gast)
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>> Für Prüfpads kann ich euch empfehlen die GKS 100 291 090 2000. Diese
>> sind nicht super geeignet um Prüfpads zu kontaktieren.

>Versteh ich nicht. Kopfkratz...

Sorry, mein Fehler. Wollte schreiben die GKS 100 291 090 2000 sind super 
geeignet, das "nicht" ist irgendwie dazwischengerutscht.

Wir kontaktieren nur in axialer Richtung. Ich wüsste nicht, wie man ein 
Prüfpad radial kontaktiert. Was verwendest du für einen Kopf, bei deinem 
Tastkopf? Ein Bild wäre super.

Um eine GKS 100 abzubrechen, benötigt man schon sehr viel Kraft. Kommt 
aber auch manchmal vor.

>Hab auch recht viel mit der Thematik zu tun (und den ganzen Problemen
>mit denen man da kämpfen muss... Nadel trifft nicht, zu hohe
>Übergangswiderstände, falsche Kopfformen bestückt etc).

Diese Probleme sind relativ einfach lösbar.

Nadel trifft nicht: Trefferbild unter einem Mikroskop anschauen und die 
Hülse dann mit dem Setzwerkzeug ausrichten.

Hohe Übergangswiderstände: Nimmt eine Goldleiterplatte. Fräst die Form 
der Baugruppe raus und schreibt für den Tester ein Programm, wo er nur 
ohmsche Verbindungen misst.

Falsche Kopfform: Benötigt ein bisschen Erfahrung, dann sieht man es 
aber auf den ersten Blick.

>Die e-Bay Federkontakte werden für den Bastler wohl ausreichen denke
>ich.

Ich kann mal auf Arbeit schauen, es fallen genug alte Nadeln an. Wenn 
interesse besteht, könnte ich vielleicht euch welche schicken. Sind zwar 
schon gebraucht, werden aber bestimmt noch lange halten. Wer interesse 
hat, bitte kurze Info in den Thread, kanns aber nicht versprechen.

>Nun braucht es nur noch eine schlaue Anpressmechanik. In Profesionellen
>Adaptern läuft das über Vakuum.

Ich würde sagen, mit der Hand kann man es halten. Bei 5 Nadeln ist es 
ungefähr 1 Kilo Druck.

Ich würde es wahrscheinlich so lösen: In die Leiterbahn von den 5 
benötigten Pins, einen Prüfpunkt setzen. Um den Chip 3 Löcher plazieren. 
Einen Adapter wo die Nadeln eingelötet sind, zusätzlich mit 3 kleinen 
Führungsstiften. Den Adapter drückt man dann von oben auf die Platine.

Autor: Paulo M. (paulo)
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Michael schrieb:

> Ich kann mal auf Arbeit schauen, es fallen genug alte Nadeln an. Wenn
> interesse besteht, könnte ich vielleicht euch welche schicken. Sind zwar
> schon gebraucht, werden aber bestimmt noch lange halten. Wer interesse
> hat, bitte kurze Info in den Thread, kanns aber nicht versprechen.
>

Hallo,
wenn der Preis stimmen würde hätte ich Interesse an den gebrauchten 
Nadeln.

Gruß Paulo

Autor: Martin Schneider (docmartin)
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An solchen Nadeln wäre ich auch interessiert - welche Größen fallen denn 
an?

Ahoi, Martin

Autor: Jim (Gast)
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@Michael
waere auch an den Nadeln interessiert. Hoffentlich kannst Du ein paar 
abzweigen.
Viele Gruesse,
Jim

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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@Michael
Beim Abzweigen aber immer schön Cheffe fragen (oder bist Du selbst?), 
sonst:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arb...

@Paulo M. (paulo)
> wenn der Preis stimmen

Was ist Dir jetzt an 20 Cent/Stück vom Orginal-Angebot zu teuer?
Versandt wird im Briefumschlag, kostet auch von Österreich nicht die 
Welt.

(kopfschüttel) Reinhard

Autor: Paulo M. (paulo)
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Reinhard R. schrieb:

>
> Was ist Dir jetzt an 20 Cent/Stück vom Orginal-Angebot zu teuer?
> Versandt wird im Briefumschlag, kostet auch von Österreich nicht die
> Welt.
>
> (kopfschüttel) Reinhard

Hallo,
mir geht es ums Prinzip, beim Michael haben die bewährte Profiqualität 
und wenn die sowieso in den Müll landen, dann könnte man unter Umstände 
wirklich günstig an den Nadeln kommen. Sicher sind 0,20€ das Stück nicht 
die Welt, aber, da kommen noch Versandkosten nach Deutschland dazu, im 
Brief bis 100g nochmal 1,80€ was die Sache nochmal 0,10€ pro Stück 
teurer macht.
Nicht vergessen internationaler Banktransfer kostet auch noch was.

Gruß Paulo

Autor: Michael (Gast)
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Ich sehe das interesse besteht. Ich werde mal am Montag schauen, was 
sich machen lässt. Muss aber erst Chef fragen, zur Zeit ist das Leben 
als Arbeitnehmer gefährlich.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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@Michael (Gast)

ich hätte auch gerne ein paar von den ausgemusterten Stiften

Welche Modelle von ingun sind das denn?

Autor: Michael (Gast)
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Das kann ich nicht genau sagen. Die meisten Nadeln die anfallen sind die 
GKS 100 291 090 2000. Danach kommen die GKS 075 291 064 2000. Es fallen 
aber auch andere Kopfformen an. Es kommt immer drauf an welche Adapter 
mit welchen Nadeln getauscht wurden. Es fallen aber auch, alle möglichen 
Größen an. z.B. GKS 925, 035, 135. Ich schau mal am Montag, wie viele 
wir im Moment schon gesammtelt haben und rede dann mal mit dem Chef.

Arbeite in einem großen Elektrokonzern. Geschätzt haben wir im Moment 
180.000 Nadeln im Einsatz.

Autor: Paulo M. (paulo)
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Hallo Michael,
sobald du mit deinem Chef geredet hast, gib halt bescheid. Lass dir nur 
Zeit. Nett währe ein Foto.
Schönes Wochenende.
Gruß Paulo

Autor: Michael (Gast)
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Chef ist im Moment nicht da, keine Ahnung wann er wieder kommt. Wenn er 
wieder da ist, frag ich einmal.

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