Hallo,
ich hänge in der Bräsche.
Ich kann mich nicht richtig entscheiden ob ich lieber einen Schaltregler
als Konstantstromquelle verwenden sollte oder lieber einen speziellen
LED-Treiber.
Meine Vorgaben:
I out min. 350mA
V in ~24VDC
V out ~20V (6x WLEDs in Reihe)
Möglichst geringe Wärmeentwicklung
Betrieb 24/7h
Würde ich einen Schaltregler benutzten, dann würde ich einen LM2596
(bzw. einen TS2596 (Äquivalent von Taiwan Semi ~1€)) benutzen.
Pro: Neben dem Preis spricht für Ihn das er fast überall erhältlich ist
und auch mal etwas mehr Strom (>1A) liefern kann und aufgrund seiner
Bauform gut mit Wärme "umgehen" kann.
Kontra: Nachteilig wäre, das die Platine größer werden muss und auch ein
OP zum strommessen via Shunt von nöten ist.
Würde ich einen LED-Treiber benutzen, dann würde ich z.B. den ZXLD1350
benutzen.
Pro: Kleiner als der Schaltregler und auch eine "Single Chip Variante"
da Strommessung ohne OP möglich ist.
Kontra: Dieser ist teurer als der Schaltregler und nicht überall zu
bekommen. Auch in hinsicht auf Erwärmung ist z.B. dieser Regler durch
seinen recht schlechten RDSON nicht der beste. Auch kann man ihn nicht
so einfach auf einen anderen Stromwert umdimensionieren.
Ich kann mich somit wirklich nicht entscheiden auf was ich zurückgreifen
soll - und bitte darum um die Erfahrung von Euch.
Sabler schrieb:
> V in ~24VDC> V out ~20V (6x WLEDs in Reihe)
Ergibt linear (ggf. Widerstand) bereits einen Wirkungsgrad von 83%.
Geschaltet sind es zwar etwas über 90%, aber lohnt der Unterschied?
PS: Da der Schaltregler hier stromgeregelt arbeiten muss gehen 1,2V im
Messwiderstand drauf. Also kann man 5% von den gut 90% Wirkungsgrad
wieder abziehen...
Ein stromgeregelter Schaltregler LM2596 und eine PWM von ein paar KHz
kombinieren sich möglicherweise nicht so gut. Wenn die 24V nicht allzu
sehr schwanken scheint mir das eher auf einen gut geheizten
2W-Widerstand und einen Transistor für die PWM rauszulaufen.
Sabler schreibt:
> der ZXLD1360 ist nur leider noch schwerer für "privat" aufzutreiben,> genauso wie die niederohmigen Shunts :-(
Prema PR4101. Den gibt es u.a. bei AK Modul-Bus für Privatpersonen.
Christian.
A. K. schrieb:
> "Adjustable output current of 1A and more"
Hmm, hätte genauer schauen sollen, ich hab in das Datenblatt des Prema
4401 geschaut.....
Entschuldigung!
Sabler schrieb:
> der ZXLD1360 ist nur leider noch schwerer für "privat" aufzutreiben,> genauso wie die niederohmigen Shunts :-(http://www.segor.de
gerade gestern gekauft ;-)
Sabler schrieb:
> @ Marco L.> Und wo gibet es die passenden Shunts? Da ist der zxld1350 schon besser> (in bezug auf den Widerstand) zu dimensionieren
Warum? Arbeiten doch beide mit der gleichen Vsense. Die passende
Widerstände gibt es dort auch, SMD 1206 0,5W mit 100mOhm (1A), 150mOhm
(~700mA) oder 330mOhm (~350mA)
mist, ich glaube ich habe den gerade mit einem anderen Zetex Treiber
verwechselt... aber mit einem Ohm ist der Widerstand von dem Teil und
damit die erwärmung auch ganz schön groß...
Sabler schrieb:
> mist, ich glaube ich habe den gerade mit einem anderen Zetex Treiber> verwechselt... aber mit einem Ohm ist der Widerstand von dem Teil und> damit die erwärmung auch ganz schön groß...
Ja, deshalb werd' ich erst einmal ein paar Test mit max. 700mA machen.
Das Gehäuse ist auch nicht gerade benutzerfreundlich in Bezug auf die
abzuführende Wärme. Aber die ersten Tests stehen am Wochenende an, da
kann ich dann mal berichten (bei Bedarf).
Bisher habe ich nur die Tests mit 350mA gemacht, der ZXLD wird nur
handwarm. Hab aber leider derzeit nicht die Möglichkeit genauer zu
messen. Müsste aber in den Tagen mal klappen. Ansteuerung mit PWM über
einen NPN geht mit ~120 Hz auch, weitere Test kommen auch hier noch.
Guten morgen,
hab mal wieder geschafft, ein wenig zu experimentieren. Also:
PWM: je höher die Frequenz, desto kleiner der nutzbare Bereich für das
Dimmen, hatte ich auch erwartet. Mit 120 Hz kann ich erst ab einem
Dutycycle von 10% die LED leuchten sehen, darunter passiert gar nichts.
Temperatur: mit ~660mA Strom hab ich 15°C Temperaturerhöhung gemessen,
ist weniger als ich erwartet habe. Werde aber keine Tests mit 1A
durchführen, da das meine derzeitigen LEDs nicht durchhalten und mir ein
wenig die Zeit fehlt.
Hoffe, die Infos (wenn auch verspätet) helfen weiter.
Grüße
Super, danke :-)
Aber das mit dem dimmen... verstehe ich das richtig das ich eine Freq.
von kleiner 120Hz brauche um ein relativ weit nach unten zu dimmen?
ich denke der Strom von ~700mA sollte für mich auch dicke reichen!
Momentan kratze ich noch etwas Geld zusammen um mir eine relativ große
Menge "günstiger" LEDs zu kaufen. Namenhafter Hersteller, 1W ~90lm, Cool
White, Star, <2€ + MwSt bei abnahme >50 Stück. Bei Farbe ähnlich
günstig!
Jein. Hab gestern nochmal mit 250 Hz getestet. Wenn die LED anfängt zu
leuchten, ist sie schon deutlich heller als eine 20mA ChipLED. Bei 120
Hz ist nur ein schwaches Glimmen zu erkennen. Ich werd' aber weiter mit
250 Hz arbeiten, da die LEDs bei mir nur indirekt beleuchten und die
Mindesthelligkeit deutlich höher ist. Nur beim Fading zwischen den
Farben sieht man bei kleiner Helligkeit das plötzliche Einschalten der
LED. Und das menschliche Auge reagiert da halt logarithmisch.
P.S: interessante Preise, aber ich brauche RGB, RGBY oder RGBW auf einem
Chip oder einer Star-Platine, sonst gibt das so unschöne Farbränder ;-)
RGB`s sollen so <4€ +MwSt kosten aber mindestabnahme sind 50 Stück!
Ich habe mir mal die Preise bei http://www.ledscale.de/ (ehemals DIANA
Electronic Systems GmbH) angefragt. Die haben zwar keinen Shop im
eigentlichem Sinne, aber bei größeren Stückzahlen (eben mind. 50)
vertreiben die Ihre LEDs auch direkt. Aja, die LEDs die ich angefragt
habe waren von Ediso Opto (inspiriert von einigen anderen Schreibern aus
diesem Forum)
Ok, danke. Die Abnahmemenge ist leider recht hoch, aber der Preis ist
schon unschlagbar. Und bis zu 6 St. in Serie schafft ja meine Schaltung
ohne weiteres ;-) Ich denk mal drüber nach, hab z.Z. eine Aculed RGBY
angeschlossen, die kostet aber >20 Euro pro St. und das geht für einen
kleinen Scheinwerfer ganz schön ins Geld.