Relais Datenblatt Schaltzeiten

Gast #1469303
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Hallo zusammen

Kann mir jemand helfen bei diesem Relais wie die Schaltzeiten genau 
sind:

http://www.stpi.net/pdf/326_404GB.pdf

Auf Seite 1 gefunden:

Zum anziehen = ≤ 10ms
Zum lösen    = ≤ 10ms

Oder sind es andere Schaltzeiten? Sprich was sind das für Zeiten vom 
Verhältnis L/R (Seite 1) ?

Besten dank für einen hilfreichen tipp.

gruss david
Gast #1469336
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Anzugs- und Abfallzeiten (10ms) können bei einem Kontaktsatz mit 4 
Kontakten auch ein wenig differieren.

1.Die Kontakte untereinander ganz wenig
2.Allgemein die Abfallzeiten je nach Beschaltung mit Schutzdiode
Gast #1469386
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Ja. Oder entsprechend der Kurven abschätzen, wieviel Strom über den 
Kontakt geschaltet werden darf.

> 2.Allgemein die Abfallzeiten je nach Beschaltung mit Schutzdiode

Nein. Ohne Schutzdiode! Mit Schutzdiode kommst du ganz schnell auf 
Zeiten bis zu 500 ms (Bei Relais mit hoher Spuleninduktivität, z.B. 
"Mittleres Rundrelais" oder "Flachrelais 48".
Die Paralleldiode wurde früher (TM) gerne zur Abfallverzögerung 
eingesetzt,
wenn man die kupferne Kurzschlusswicklung sparen wollte.
Eine Paralleldiode in Reihe mit einem Poti ergibt dann eine einstellbare 
Abfallverzögerung. Weiter sage ich nichts, sonst schließt hier jemand 
auf mein Geburtsdatum.
Gast #1469560
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Im Zweifelsfall nimm eins (und markiere es dann als Versuchsobjekt, 
sollte nicht mehr in Produktion danach!), verschalte es als Wagnerhammer 
und beobachte das alles mit dem Oszilloskop.

Manche Reedrelais schaffen es in den Ultraschallbereich, werden dadurch 
natuerlich auch entsprechend verschlissen....
Gast #1469607
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Warum sollte eine Paralleldiode das Abfallen eines Relais verzögern?
Es beschleunigt vielmehr, da die Diode in Flußrichtung betrieben wird 
und da ist sie niederohmig.
Zum Abfallverzögern reicht ein Parallelwiderstand.
#1469616
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Hehe, mach mal - dann bekommst Du wirklich neue Erkenntnisse.

Die Anmerkung, dass die Diode beim Ausschalten in Flußrichtung liegt und 
niederohmig wird ist auch richtig. Die Konsequenz ist leider genau 
gegenteilig - eine leitende Diode hält den Strom durch die Spule 
aufrecht. Damit hält sich das Magnetfeld in der Spule (welches die 
Ursache für die entgegengestze Spannung ist) und das Relais bleibt 
länger an.

Hättest Du keine Diode, dann würde die Spannung theoretisch ins 
unendliche steigen und der Strom abrupt abreißen. Leider folgt dir der 
ansteuernde Transistor dann in die ewigen Jagdgründe.

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