Hallo, ich brauche einen Widerstandsdraht mit einer Länge con 210 cm
(linear) den ich auf min 300 Grad mit "Schwachstrom" erhitzen mit.
Welchen Widerstandsdraht nehme ich .. Ohm/Legierung etc. und welchen
Trafo? Ich habe eine Maschine zum Kunststoff kanten, jedoch mit IR
Strahlern und Wasserkühlung. Da die Kühlung in der Breite zuviel Platz
einnimmt möchte ich "Heizdraht"-schienen einsetzten um somit die
Schienen enger setzen zu können. Anmerkung: Ich habe die habe selber
gebaut, habe aber von Widerstandberechnung, bzw. welchen Draht, welchen
Trafo nun wirklich keine Ahnung mehr. Wäre nett wenn mir einer weiter
helfen könnte. Danke
Fuer einfache Anwendungen verwendet man Konstantandraht. Fuer erhoehte
Anforderungen sucht man auf Gurgel nach Widerstandsdraht und findet zb
Kanthal : http://www.kanthal.com/ da gibt es Draehte bis 2000 Grad.
Schoener Tag heute schrieb:
> Das Problem ist die Waerme vom Draht runter zu bekommen und> gleichzeiting die isolation zu gewaehrleisten...
Tja, aber dader TE Kunststoff kanten will, ist Letzteres wohl kein
primäres Problem.
Das Problem bleibt, die Waerme vom Draht runter zu bekommen. Der Draht
soll ja irgend welche Schienen zu erwaermen. die Schienen scheinen aus
Metall zu sein. Dh man benoetigt eine Isolation zwischen Draht und
Schiene.
Schoener Tag heute schrieb:
> Das Problem bleibt, die Waerme vom Draht runter zu bekommen. Der Draht> soll ja irgend welche Schienen zu erwaermen. die Schienen scheinen aus> Metall zu sein. Dh man benoetigt eine Isolation zwischen Draht und> Schiene.
Nö. Die Schienen einer Biegebank halten die Kunststoffteile. Die
Widerstandsheizung erwärmt das Material direkt.
Zumindest funktioneren die gängigen Geräte so, die ich gewartet habe.
> Fuer einfache Anwendungen verwendet man Konstantandraht. Fuer erhoehte> Anforderungen sucht man auf Gurgel nach Widerstandsdraht und findet zb> Kanthal
Unsinn, der Mann will keinen auch bei Temperaturschwankungen präzisen
Widerstand bauen, sondern heizen.
Da tut es billigster Eisendraht, und falls Rost ein Thema sein sollte
vernickelter Draht bzw. Edelstahldraht.
Bei einer Länge von 2,10m wird die Längenausdehnung ein Problem, der
Draht muss an einer Seite mit einer Feder gezogen werden. Als Schiene
wird man wohl ein Alu-U-Profil verwenden, da es aber um Schwachstrom
geht, wäre auch ein Kurzschluss kein Problem.
Ein 2,1m langer Draht von 0.2mm2 Querschnitt wird so 1 (Eisen) bis 10
(Edelstahl) Ohm haben, also fliesst 0.1 bis 1 A pro Volt, bei 10V kann
man mit bis zu 100 Watt rechnen. Da der Wärmewiderstand zur Umgebung
unbekannt ist (er könnte ja in Vakuum sein :-) wird man ein regelbares
Netzteil brauchen, z.B. ein Modelleisenbahnnetzteil. Wenn er nicht nur
den Draht, sondern auch die Schiene bis 300 GradC erwärmen will, wird er
mehr Leistung brauchen.
Hallo,
ersteinmal Dank an alle für die Antorten
@ Andrew
Richtig, die Schienen heizen nicht sondern kühlen bzw. grenzen die Hitze
ein.
@ MaWin
Du bist mein Mann :-) Ich will einfach nur heizen! Aber Deine Berechnung
.. für mich Bahnhof.. :-(
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich will mit einem Draht
heizen.
Länge 200 cm, Temperatur ca. 300 Grad ( Bei einem Abstand von 15 - 20 mm
sollten bein Material schon 200 Grad ankommen). Das ich Konstantandraht
nehmen sollte hab ich schon gelesen, aber welchen und welchen Trafo?
Schachstrom ist ein muß, da der Draht frei in der Maschine liegt. Ferner
sollte die Sache auch halten, will ja nicht alle naselang den Draht
austausch müssen.
Danke und Gruß Andreas
Thomas Strauß schrieb:
> Autor: Thomas Strauß (Gast)>> Datum: 17.11.2009 11:39>> Angehängte Dateien:>>>>>> 421201-da-01-de-WIDERSTANDSDRAHT_ISACHROM_60_10_METER.pdf>> 171 KB, 48 Downloads>>>>>> Hallo Andreas,>>>> ich kann den Draht ISACHROM 60 empfehlen. Den gibt es bei conrad. Die>> Rolle hat 10m und kostet 3,49€.
HEy ich hab ne frage zu dem draht. Was is wenn ich den mit 24V betreiben
will und ihn nur auf ca 30° max 50° aufheizen will. Wie rechnet man sich
das mit dem Datenblatt aus ??? ich blick da nicht ganz durch.
Danke schon mal
Die Temperatur kannste Dir kaum ausrechnen anhand von Datenblattangaben,
sondern höchstens die umgesetzte Leistung für ein konkretes Stück Draht.
Mit dem spezifischen Widerstand (siehe Wiki), Durchmesser, Länge wird
der konkrete Widerstand einen konkreten Stück Drahts ausgerechnet. Damit
kannste dann bei gegebener Spannung den Strom oder die Leistung
ausrechnen, oder bei gegebener Leistung die nötige Spannung bzw nötigen
Strom. Wie hoch die Temperatur dabei wird, kannste nicht einfach
ausrechnen, weil die Temperatur soweit ansteigen wird, bis zugeführte
elektrische Leistung gleich abgeführte Wärmeleistung ist. Die zugeführte
Leistung ist zwar bekannt, aber die abgeführte Leistung ist schwerer zu
ermitteln (man bräuchte den thermischen Widerstand von Draht zur
Umgebung wie bei IC's, um da was zu berechnen).
Am besten empirisch die nötige Leistung ermitteln.
Bei 24V musst Du schon recht dünnen Draht nehmen, wenn die Stromstärke
im erträglichen Rahmen bleiben soll.
Wir haben damals (auch für Kunststofferhitzung) einfach einen dünnen
Draht mehrfach hin und her geführt. Dann hat man den erforderlichen
Widerstand und kann halbwegs normale (ungefährliche) 24V-Netzteile ohne
"Monsterströme" verwenden - bei uns war es ein einfacher Trafo ohne
Gleichrichtung :-)
Als Abstandhalter kann man eventuell Keramikperlen auffädeln. Oder man
spannt straff genug (so wie wir ;-)
Für solche Temperaturen tut es noch normaler Edelstahldraht. Den gibt es
für ein paar Cent von der Rolle.
Um die Wärmeausdehnung auszugleichen, sollte eine Seite mit einer
ordentlichen Feder gespannt werden.
Regelung erfolgt über ein paar Temperatursensoren und
Schwingungspaketsteuerung (ich meine mich an MOC3063 zu erinnern).
Das läuft bei einem unserer Kunden schon seit Jahren ohne irgendwelche
Probleme.
Chris D.