Einstiegsgehalt Ingenieur

OP #1484591
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Hallo, ich werde Ende dieses Jahres mein Studium beenden.

Jetzt stellt sich die Frage, in welcher Höhe die Einstiegsgehälter für 
Elektrotechnik-Ing. liegen.

Ich habe vorher auch schon eine Ausbildung zum Energielektroniker 
gemacht. Während meines Praktikums war ich ein halbes Jahr in England.
Mein Diplom werde ich vorraussichtlich mit 1,9 abschließen.

Inwiefern wirken sich diese Fakten auf das Einstiegsgehalt aus und in 
welchen Bereich sollte ich verhandeln?

Danke schon mal für euere Beiträge.
Gast #1484621
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Spielt alles 'ne Rolle. Ebenso wie die Region, Dein Alter, Hochschule, 
Vertiefungsrichtung, Branche, Firmengröße, allgemeine konjunkturelle 
Lage, usw. Dazu hast Du keine Angaben gemacht,
Und nicht zuletzt, wie gut Du Dich verkaufen kannst. Unter Umständen 
wiegt das mehr als alles andere.

Aber eine Ausbildung, ein Auslandspraktikum und ein guter Abschluss sind 
schonmal ein Plus.
Gast #1484627
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Natürlich wirkt Auslandserfahrung und eine Ausbildung im allgemeinen 
gehaltssteigernd, wobei das ganze natürlich auch noch davon aghängt, was 
du später machst. Einem Verdrahtungsplaner für öffentliche Gebäude in 
Deutschland wird Auslandserfaghrung sicher weniger helfen, als einem 
Vertriebsingenieur. Das wissen die Firmen auch und vergüten 
entsprechend. Aber im Moment sollte man froh sein, überhaupt eingestellt 
zu werden.
Das Einstiegsgehalt hängt auch vom Bundesland ab.

Sepp
Gast #1484681
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>"Mit € 70000 p.a. bist du im unteren Mittelfeld."

>^^ Ist das ein Witz ?
Wieso? Ingenieur-Fachkräfte sind rar und werden vezweifelt gesucht, hört 
man doch an allen Ecken und Enden. Das spiegelt sich natürlich auch in 
den Einstiegsgehältern voll wider. Der Mangel ist wirklich eklatant.
Fragt den VDI/VDE und die deutschen Personaler:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/mangel-an-fachkraeften-steigt-eklatant;1426305

http://www.focus.de/karriere/perspektiven/fachkraeftemangel-ingenieure-verzweifelt-gesucht_aid_415583.html

Der eklatante Mangel existiert schon seit 2002:
http://www.focus.de/auto/ratgeber/zubehoer/forschung-und-technik-eklatanter-ingenieurmangel_aid_204588.html

Der Ingenieurmangel ist von der Krise völlig unbeindruckt:
http://www.elektroniknet.de/home/beruf-und-karriere/unternehmensfuehrung/b/d/druck-trotz-krise-ingenieurmangel-reloaded/

http://www.gate4engineers.de/blog-von-gate4engineers.html?tx_wecdiscussion[single]=34


70.000 € pro Jahr sind bei diesen Verhältnissen mehr als gerechtfertigt.
Gast #1485151
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Also dein Auslandssemester und die Abschlussnote werden sich sicherlich 
nicht auf dein Gehalt auswirken, denn das haben andere auch und 
sicherlich sogar in noch umfangreicherem Maße. Deine Ausbildung könnte 
da schon eher als zusätzlicher, gehaltsteigernder Faktor ziehen.
Gast #1485202
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Auslandssemester und Abschlussnote helfen dir, die erste Hürde zu 
nehemen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Von da an zählt fast nur noch der gute Eindruck, den Du hoffentlich bei 
deinen Gegenübern machst.
Gehaltsverhandlungen sind bei Berufsanfängern eher unüblich. In den 
meisten Firmen gibt es eine feste Summe x, die an Frischlinge gezahlt 
wird. Zumindest wars bei mir und bei den meisten meiner Bekannten so.

Ich würde mir bei der ersten Stelle sowieso nicht zuviele Gedanken um 
das Gehalt machen. Viel wichtiger ist, wieviel Spass du an der Arbeit 
hast und was du in der Firma lernen kannst.
Ums Geld gehts dann eher später bei den ersten Jobwechseln, und hier 
stehen die Chancen um so besser je mehr man an Expertise vorweisen kann. 
Also lieber einen schlecht bezahlten ersten Job annehmen, bei dem man 
mit Spass viel lernt und so die Chancen für Später verbessern!
Gast #1486162
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Da haben einige aber ein geringes Nervenkostüm, wenn man scherzhaft 
sagt, € 70000 Euro seit das untere Mittelfeld und man daraufhin 
"gesperrt" wird.

Der deutsche Arbeitsmarkt sollte sowieso über seine überbordenen 
Traditionen über Bord werfen und Arbeitsverträge sollten rationaler 
betrachtet werden. Da wäre z. B. der Unsinn, dass jemand 
überqualifiziert wäre. Man verlangt vom Arbeitnehmer, dass er bis zum 
Renteneintrittsalter dem Unternehmen treu ist, aber die Treue ist 
sowieso nicht gegenseitig. Also was soll der Blödsinn? Warum gibt man 
dann intelligenten, prädistenierten Leuten nicht einfach die Chance, 
drei Jahre dort zu arbeiten? Und warum wird der Bewerber im 
Vorstellungsgespräch mit Nonsensfragen durchlöchert, warum er sich 
beworben habe, was er über die Produkte weiß usw. usf. Gerade im 
Ingenieurs- und IT-Bereich weiß man als Endanwender wenig über Produkte, 
weil die meisten Maschinen und die meiste Software für Firmen erstellt 
werden. Man verlangt eine Identifikation mit dem Unternehmen, nicht mit 
der eigenen Arbeit. Obwohl erstes ganz automatisch erfolgt, wenn 
letzterem nichts im Wege steht.
Gast #1486226
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>Weiss irgendjmd inwiefern sich vorherige Ausbildung oder
>Auslandspraktikum auf das Einstiegsgehalt auswirken?

Ja, ein Bekannter hat in Dublin 9 Monate gearbeitet, das hat ihm die 
Türe zu einem Vertriebsbüro geöffnet, die stark nach GB verkaufen. Der 
hat in dem Job 10% mehr bekommen, als im zweitbesten Angebot.

Meistens bringt das aber wenig.

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