Gast
#1487983
Hallo, ich bin großer Fußballfan und ich möchte mal folgenden Vergleich anstellen. Fußballprofis stehen auf dem Platz, schießen Tore, verhindern Tore, gewinnen Zweikämpfe, ruinieren ihre Gesundheit und sind mit Mitte dreißig aus dem Geschäft. Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz und dementsprechend verdienen die Fußballprofis eine Menge Geld. Mehr Geld als der Manager, als der Sportdirektor, als der Trainer usw., sofern es sich um Stammspieler handelt. Ingenieure stehen im Labor, entwickeln die Produkte, testen die Produkte, verbessern die Produkte, ruinieren mit ihren Überstunden ihre Gesundheit und gehören mit 40 auch schon zum alten Eisen. Das Kerngeschäft der High-Tech-Firmen findet in den Laboren statt. Aber der Ingenieur verdient in der Regel weniger als die Leute mit "Verantwortung", irgendwelche BWL-Absolventen. Fragen: 1. Welcher Markt funktioniert richtig? 2. Auf welchem Markt herrscht Transparenz? 3. Welcher Markt wächst und verzeichnet Wachstum? 4. Auf welchem Markt funktioniert die Nachwuchsarbeit? 5. Auf welchem Markt hat der Nachwuchs eher eine Chance, den Fuß in die Tür zu bekommen? 6. Auf welchem Markt ist "Überqualifizierung" ein Fremdwort? 7. Auf welchem Markt sind Gehaltseinbußen/Statuseinbußen kein Problem aus Sicht der Personalabteilung? Ich wünsche mir, dass der Arbeitsmarkt für Ingenieure und Informatiker so ähnlich wird wie der Arbeitsmarkt für Profifußballer. Die Vereine, die Arbeitgeber sind auch realistischer als die Arbeitgeber im Ingenieurssektor/IT-Sektor.