Insert Beschaltung Problem

Gast #1496042
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Hallo,

vielleicht kann mir jemand bei einem Problem helfen, komme selber nicht 
auf eine ordentliche Lösung:

Für Bühnenanwendungen habe ich eine Splitbox, 1x XLR Eingang, 2x XLR 
Ausgang. Alles durchverdrahtet Pin 1 auf 1, 2 auf 2, 3 auf 3. So weit so 
gut. Jetzt fragte mich ein Kollege, ob man da nicht eine 6,3mm 
Klinkenbuchse einbauen könnte zwecks Insertanwendungen. OK, kurz 
Schaltplan gezeichnet (siehe Anhang) und da ist das Problem. Wenn ich 
das so verdrahte, ist bei eingestecktem Insert Gerät alles richtig 
bezüglich Polarität (wobei das Audiosignal natürlich unsymmetrisch 
wird). Ohne eingestecktem Insert habe ich zwar weiterhin mein 
symmetrisches Signal, allerdings ist hierbei die Polarität invertiert!

Hat vielleicht jemand eine Idee wie ich das lösen kann, um mit oder ohne 
Insert symmetrische Signale mit richtiger Polarität verwenden kann. 
Unsymmetrisch arbeiten auch ohne Insert kommt nicht in Frage, da 
verzichte ich eher auf die Insertmöglichkeit.

Danke schonmal!
Angehängte Dateien:
#1496233
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Mal eine ganz andere Frage:

Dass der Insert im Gegensatz zu den anderen Buchsen Asymmetrisch 
beschaltet ist, ist dir aufgefallen?

Also entweder, du nimmst 2 Klinkenbuchsen, um Send und Return mit 
symmetrischer Belegung einzusetzen oder du musst das Signal vor/nach der 
Klinkenbuchse zwischen Symmterisch/Asymmetrisch umsetzen. Zum Beispiel 
ginge das passiv mit 2 DI-Box-Trafos oder aktiv mit ein paar Opamps.

_.-=: MFG :=-._
Gast #1496297
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Ja, das ist so :-) Inserts werden meist nur über kurze Wege direkt am 
Mischpult eingeschliffen und deshalb wird die Symmetrie vernachlässigt.

2 Klinkenbuchsen ist in der Praxis ein Problem, weil es gibt viele 
Insert Geräte die auf "normale" unsymmetrische Insertkabel angewiesen 
sind. Da wäre der Aufwand der Symmetrischen Beschaltung im Eimer wenn 
das Insert Gerät eh unsymmetrisch arbeitet.
Gast #1496363
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Ich weiß was du mir sagen willst: "vertausch doch einfach pin2 und pin3 
am Eingang". Dann habe ich zwar das Problem das die Polarität richtig 
ist wenn KEIN Insert gesteckt ist. So bald aber ein Insert Gerät 
eingeschliffen wird, ist dann die Polarität invertiert.
Wie ich es dreh und wende - in einem der beiden Fälle hab ich immer die 
Polarität invertiert....
Gast #1496443
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>Ja, das ist so :-) Inserts werden meist nur über kurze Wege direkt am
>Mischpult eingeschliffen und deshalb wird die Symmetrie vernachlässigt.

Das Problem bei deiner Schaltung ist, dass du versuchst, ein 
symmetrisches Signal in ein asymmetrisches zu wandeln. Das ist Unfug.
In einem Mischpult wird das Signal auch erst asymmetriert und dann auf 
auf die Insert-Buchse gegeben.
Die gesamte interne Mischpult-Verdrahtung ist asymmetrisch, um den 
Schaltungsaufwand gering zu halten.

>Jetzt fragte mich ein Kollege, ob man da nicht eine 6,3mm
>Klinkenbuchse einbauen könnte zwecks Insertanwendungen.

Guck dir mal die Schaltung von Neutrik-Patchpanels an.
Die sind durchgängig symmetrisch (mit Klinkenbuchsen) aufgebaut.

Da gibt es aber auch die Möglichkeit, den normalen Signalweg zu 
durchtrennen.
Dafür haben sie aber auch 4 Buchsen:
2 Buchsen sind direkt miteinander verbunden.
Eine weitere ist so geschaltet, dass das Signal zur vierten 
durchgeschliffen wird, wenn kein Stecker gesteckt ist.
Ist er gesteckt, dann wird der Signalweg von der ersten zur vierten 
unterbrochen und das Signal der dritten Buchse an die vierte 
weitergeleitet.
Wenn man dann also ein Effekt-Gerät einschleifen will, braucht man nur 
den Eingang des Effekt-Gerätes an die 2. Buchse anschliessen (an der 
ersten hängt der Ausgang des Gerätes, dessen Signal man verändern will).
An die 3. Buchse kommt dann der Ausgang des Effekt-Gerätes.
An der 4. Buchse wird dann die Senke angeschlossen, zu der das Signal 
geführt werden soll.
Wenn man den Stecker der 3. Buchse herauszieht, wird das originale 
Signal an den Ausgang weitergereicht...
Man kann an der 2. Buchse dann auch einen Recorder anschliessen, ohne 
ein anderes Signal einzuspeisen.

Ich hoffe, dich jetzt nich zu sehr verwirrt zu haben.

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