Woran kann es liegen, dass meine Leuchstofflampe/röhre in letzter Zeit
ziemlich spät angeht. Also das sind schon ein paar Sekunden bis das
Schaltgerät zündet. Kann man da irgend was machen? Irgend einen
Kondensator evtl defekt?
Mit der Alterung der Röhre ändert sich sowohl der Hg-Gasdruck in der
Röhre als auch das Emissionsvermögen der Glühwendeln.
Das führt dazu, dass sich die Zündspannung der Röhren noch oben
verschiebt.
Irgendwann zündet sie zu schwer und das Ende der Lebensdauer ist
erreicht.
Die vernünftige Reaktion ist es, eine neue Röhre einzusetzen.
Die häufigen Zündversuche killen übrigens dann auch noch den Starter,
sodass auch da der Neutausch sinnvoll sein kann.
Eventuell hilft auch der Wechsel des Starters, wenn er der Schuldige
ist.
Eventuell ist auch die Zündspannung so hoch, weil die Röhre zu kalt ist,
es wird ja schließlich langsam Winter.
gast schrieb:
> Woran kann es liegen, dass meine Leuchstofflampe/röhre in letzter Zeit> ziemlich spät angeht.
Neben dem bereits geposteten zu Lebensdauer, Alterung, Starter noch eine
Möglichkeit:
Deine Lampe ist nicht zufällig im Außenbereich, wo es jetzt kälter ist
als vor etlichen Wochen?
Das konventionelle Vorschaltgerät durch ein elektronisches, d.h. EVG
ersetzen. Die Vorteile sind dann:
- schnelle Zündung (je nach Typ z.B. unter 200 ms)
- längere Lebensdauer der Röhre
- angenehmeres Licht, da kein Flimmern mehr wahrnehmbar ist
Ich selbst habe bei mir fast alle Leuchten umgerüstet, ging ohne
Probleme.
> Ja,Ja, Zünder:> http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5...
Das Ding heißt nicht Zünder!
Es ist ein elektronischer Starter. In der Tat, die gehen als mal hops.
Dann braucht die gute Leuchstofflampe ein Weilchen und brummt auch
ziemlich.
Also, einfach auswechseln und gut is...
Wie schon kurz beschrieben, ist es sinnvoll, die Leuchte auf EVG (=
Elektronisches Vorschalt-Gerät) umzustellen.
Damit entfällt die schwere 50Hz Eisendrossel und der Bimetall-Starter.
Auf die Zwischenstufe "elektronischer Starter" (Ersatz für
Bimetall-Starter) kann man damit getrost verzichten.
In Baumärkten gibt es komplette Leuchten 36 Watt (auch 58 Watt), die so
ein EVG drinhaben. Das sind Leuchten für den Innenbereich, die besonders
flach sind oder durch ihr leichtes Gewicht (=fehlende Eisendrossel)
identifiziert werden können.
Die 36 Watt Leuchten sind extrem preiswert ( < EUR 5.-) und man hat
neben dem EVG noch eine 36-Watt-Röhre.
Die dortdrin enthaltene Schaltung kann man ausbauen und i.d.R.
problemlos in bereits montierte Leuchten (auch im Aussenbereich -IP54)
übernehmen. Denn normalerweise ist genug Bauraum vorhanden, man braucht
nichtmal die alte Drossel und den alten Starter herausbauen, sondern die
neue Schaltung passt mitsamt umgebenden Gehäuse innen rein.
Alte Drähte abzwicken, neue Schaltung dran, über Lüsterklemmen zu den
beiden Lampensockeln verbinden.
Natürlich kann man auch komplette EVG-Vorschaltgeräte kaufen, die ca. 12
bis 20.- Euro/Stück kosten (für 1x36W oder 1x54W, Standardversionen ohne
Dimmbarkeit).
Die EVGs arbeiten mit ca. 35 kHz und haben damit kein 50Hz Flackern
mehr. Der Start erfolgt ohne "herumblitzen" innerhalb 1/2 Sekunde, da
sich die Zündung durch Hochspannungs-Resonanz der internen 35kHz Drossel
mit der Röhre ergibt (L-C). Selbst alte und schon an den Enden
angeschwärzte Röhren zünden und brennen wieder zuverlässig, selbst im
Aussenbereich bei Minusgraden!
Der Umbau ist empfehlenswert!
> Hinz&Kunz (Gast)>Das Ding heißt nicht Zünder!
Gut Herr Prof. Krümelkacker!
Ich werde im Auto aber weiterhin Gas geben, obwohl es mit "Flüssigen
Energieträger " fährt. Wenn es defekt ist, repariere ich es mit dem
Schraubenzieher, messe die Länge mit der Schmieche (Zollstock) oder der
Schublehre ....
verwendest du auch noch neonröhren oder glühbirnen? oder fliegt schon
mal die (schmelz)sicherung raus wenn dein drehstrommotor nach ampere
riecht? und AC/DC macht gute mucke! SCNR ;)
In Ergänzung meines Beitrags vom 04.12.2009 12:36 möchte ich hier ein
Bild des EVGs präsentieren.
Das hat -wie schon geschrieben- nichts mit der "Zwischenlösung"
"elektronischer Schnellstarter" zu tun, die ich auch nicht für sinnvoll
halte.
elektronische schnellstarter sollte man nur da einsetzen wo es
erforderlich ist, daß die lampe möglichst schnell leuchtet. ansonsten
führen die ständigen kaltstarts auch zu einer vorzeitigen alterung der
röhre. die glühwendeln sind ja schließlich nicht umsonst da drin.
Hallo
@ Klaus
Die Leuchte für 5 € mit EVG möchte ich sehen
Im Übrigen gibt es beim EVG Sehr hohe Qualitätsunterschiede.
Das geht von sehr hohem Blindstrom über Haltbarkeit zum Brennbaren EVG
Ein vernünftiges EVG fängt einzeln bei ca. 20 € an.
Gruss Bernd
@Klaus Deine Variante ist interessant, aber gefährlicher für Laien.
Einen weißen Starter gegen einen grünen tauschen sollte auch die
gebildete Hausfrau schaffen.
@Ben:
Ich würde immer wieder die alten, langsamen Bimetallstarter gegen obige
elektronische tauschen.
Leider gab es im Baumarkt auch weniger gut funktionierende elektronische
"Schnellstarter" die ich wieder zurückbringen mußte, da "schnell" ca.
20 Sekunden dauerte und die Röhren quälte. Daher muß ich auch Deine
Meinung akzeptieren.
die optimale zündung für so eine röhre ist immer noch zwei sekunden
heizen und danach den stromfluß (durch den starter) im maximum des
stromes unterbrechen, letzters ggf. wiederholen.
Bernd schrieb:
> Hallo>> @ Klaus> Die Leuchte für 5 € mit EVG möchte ich sehen
Obi, 3,89 Euro.
Komplettleuchte mit EVG und Röhre.
Tadellos und startet sofort. 14 Exemplare hier vor Ort und keine
Probleme, seit 2 Jahren im Einsatz.
Schon erstaunlich bei dem Preis.
>> Im Übrigen gibt es beim EVG Sehr hohe Qualitätsunterschiede.> Das geht von sehr hohem Blindstrom über Haltbarkeit zum Brennbaren EVG> Ein vernünftiges EVG fängt einzeln bei ca. 20 € an.
Bei 3,89 Euro Komplettpreis lohnt der Einzelkauf wohl kaum.
Ich habe die OBI-Dinger (36 Watt, 3,89 €) auch besorgt - vor 2 Wochen,
also keine Langzeit-Erfahrung möglich. Die einzelne Leuchtstoffröhre
kostet beim gleichen Baumarkt nicht weniger als dieses Komplett-Gerät.
Bernhard
Ein kleiner Tip meinerseits, solltest du auf deinem Stand der Technik
bleiben.
Drehe die Röhre alle halbe Jahre um eine halbe Umdrehung, dann werden
die Elektroden gleichmäßiger verbraucht.
EVG sind zwar sehr sparsam und schonend, erreichen aber im Außenbereich
oft nicht die Lebensdauer eines VVG bzw. Ultra-low-loss Ballast.
Im Innenbereich aber durchaus sinnvoll.
Gruß
s2k