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Forum: Offtopic Mini Reinraum


Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Hallo,

kann mir jemand sagen, wie man einen Mini Rein"raum" nennt, wobei ich 
eher so eine Tisch-Box aus Glas meine. Ähnlilches Produkt für Homo 
sapiens sapiens:

http://www.charite.de/neonat-ccm/neonat/gif/Neo1Sc...

Also bevor man die empfindliche Elektronik aufschraubt, packt man das 
Gerät und Werkzeug in die Box rein und stellt ein entsprechendes Klima 
her. Dann greift man mit Handschuhen rein und arbeitet in der Box. Ist 
man fertig, schraubt man wieder alles zusammen und holt alles wieder 
raus.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> kann mir jemand sagen, wie man einen Mini Rein"raum" nennt, wobei ich
> eher so eine Tisch-Box aus Glas meine.

Hallo, Reinraum-Werkbank ist eine übliche Bezeichnung. Ob es die 
allerdings zum Zusammenklappen gibt, weiss ich nicht, die Dinger 
brauchen schon auch eine geeignete Umgebung. Wenn du so eine Box in der 
Sahara zusammenschraubst, wirst du sie schon ziemlich lange laufen 
lassen müssen...

Ich denke, wenn man länger was davon haben will, schliesst man nach 
Gebrauch sofort ab.

Gruss Reinhard

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Soweit ich weiß, reicht es aus, über dem Arbeitsbereich ein paar Lüfter 
anzubringen, die (über Filter) staubfreie Luft auf den Arbeitsbereich 
blasen. Dieser Luftstrom reicht wohl aus, um zu verhindern dass sich 
Staub auf dem Tisch und darauf liegenden Dingen absetzt.
Der ganze Raum muss natürlich auch halbwegs staubfrei sein, damit es 
funktioniert.

Das habe ich zumindest mal in einer Beschreibung über ein 
Datenrettungslabor gelesen, wo angeblich auf einem solchen Tisch 
mechanische Teile (z.B. Schreib/Lese-Köpfe) von Festplatten ausgetauscht 
werden.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Das mit den Lueftern und Filtern nennt sich Flow-Box. Gibt's fertig.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Ich habe mal nach Bildern der Flow-Boxen und einer Reinraum-Werkbank 
gegoogelt, das Ergebnis waren aber keine abgeschlossenen Systeme (wo man 
auch in der abgeschlossenen Umgebung arbeitet). Die Dinger hatten stets 
eine Öffnung (Klappe/Tür), wo man immer sofort Kontakt zur Außenwelt 
hat. Die Preise i.H. von 5k€ waren dagegen recht human.

Wie Markus F. schon sagte, funktioniert es nur, wenn der umgebene Raum 
halbwegs staubfrei ist. Aber wie sorge ich für eine staubfreie Umgebung?


Jetzt mal Unabhängig von dem Reinraum Thema: Seit dem ich in Karlsruhe 
wohne, merke ich, dass die Staubbelastung meiner Wohnung deutlich 
zugenommen hat, im vergleich zu einem etwas abseits gelegenen 
Wohngebiet, wo vielleicht 200 Personen pro km² leben.

Vor einem Jahr habe ich mir den Venta Luftwäscher gekauft (weil der 
Hersteller ein Testprogramm hatte, dass man das Gerät innerhalb von 30 
Tagen zurückschicken kann. Wirkung ging da gegen NULL. Viel mehr war die 
Raumluft sehr feucht und kondensierte an den kalten Stellen der Wand. 
Von Reinigern mit HEPA Filter wurde mir leider auch abgeraten, da sie 
recht hohe Betriebskosten haben (Strom und Filter) und an die Reinigung 
mit Ionen glaube ich persönlich auch nicht. Was macht man denn da?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ein HEPA Filter fuer privaten Einsatz ist auch etwas uebertrieben. Sowas 
benutzt man um sich massiven technischen Aerger vom Leib zu halten. zB 
beim Zusammenbau von Lasern, wo man sonst im Stundenrhytmus die Linsen 
putzen muesste, oder bei der Halbleiterherstellung, wo sonst Dreck auf 
die Masken uns Stukturen kommen wuerde. Der Betrieb einer Flowbox 
bedingt natuerlich bauliche Anpassungen des Raumes. Die Leute mit einer 
Flowbox tragen natuerlich Kittel, Papierhaube, Gesichtsmaske, und treten 
ueber einen Klebstreifen in dieses Gebiet. Der Klebstreifen ist zum 
Binden der Staubparikel an den Schuhen. Der gelueftete Bereich muss 
natuerlich selbst schon staubarm sein. Am Besten unter Ueberdruck.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Glovebox ist eine andere Bezeichnung. Gibt es auch Anleitungen zum 
Selbstbau (DIY).

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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http://www.ctlindau.de/Glovebox.pdf

Also den Kurs finde ich mehr als Fair.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Dimitri Roschkowski schrieb:

> http://www.ctlindau.de/Glovebox.pdf

Ja, so kann eine Glovebox aussehen.

> Also den Kurs finde ich mehr als Fair.

Das verstehe ich nicht. Zu teuer? Ich komme aus einem Land, dessen 
Lebensmotto lautet: Das kann man auch selber bauen...

Du brauchst noch zusätzlich die 
Filterung/Thermostatisierung/Feuchteregulierung der Zuluft.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Stefan B. schrieb:
>> Also den Kurs finde ich mehr als Fair.
>
> Das verstehe ich nicht. Zu teuer? Ich komme aus einem Land, dessen
> Lebensmotto lautet: Das kann man auch selber bauen...

Nee, ganz im Gegenteil. Ich hätte eigentlich mehr erwartet. Klar dass 
ich noch die Klimatisierung dazu benötige, aber das sind eher lösbare 
Probleme.

Mich würde aber auch noch interessieren, wie ich Staub aus der Umgebung 
rausschaffe, in dem die Box stehen wird. Den Raum, in dem man arbeitet, 
muss man Lüften und von Außen kommt immer wieder Staub herein. Und ganz 
ehrlich, ich wollte eigentlich keine großen und lauten Filteranlagen 
aufstellen. Kann man da evtl. etwas machen? Würde ich auch privat für 
meine Wohnung interessieren.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Mich würde aber auch noch interessieren, wie ich Staub aus der Umgebung
> rausschaffe, in dem die Box stehen wird. ...

Als erstes legst du mal den Fussboden 0,5 bis 1 m höher und die Decke 
ebenso niedriger, da kannst du dann Zu- und Abluft und die Filter 
einbauen...

Ernst beiseite, einen Raum staubarm zu machen (staubfrei geht in 
Wirklichkeit garnicht) ist ein sehr teures Projekt für Profis und nur 
bei der Planung eines Neubaus sinnvoll. Wenn du in einer staubreichen 
Umgebung wohnst (vielbefahrene Bundesstrasse in der Nähe o.ä.), hilft 
nur ein Umzug.

Man könnte einen Raum schon weitgehend abdichten, aber dann ist der 
Aufenthalt von Meschen nicht mehr erlaubt. Luft zum Atmen = Staub. 
Raucher müssen übrigens mindestens 12 Stunden vor Betreten eines 
Reinraums aufhören zu rauchen, sonst versauen sie alles.

Gruss Reinhard

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Jetzt mal Unabhängig von dem Reinraum Thema: Seit dem ich in Karlsruhe
> wohne, merke ich, dass die Staubbelastung meiner Wohnung deutlich
> zugenommen hat, im vergleich zu einem etwas abseits gelegenen
> Wohngebiet, wo vielleicht 200 Personen pro km² leben.

Wohnst du im Erdgeschoß mit Fenstern direkt zu einer Straße? Dann ist es 
der Dreck, der von den Autos aufgewirbelt wird.

Diese Staubbelastung nimmt in höheren Stockwerken ab, aber geht 
natürlich nicht auf Null.

Ich öffne deswegen meine Fenster zur Straße nicht mehr, sondern nur noch 
die zum Hof hin.

Autor: M. Köhler (sylaina)
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>Raucher müssen übrigens mindestens 12 Stunden vor Betreten eines
>Reinraums aufhören zu rauchen, sonst versauen sie alles.

Das kann man nicht so verallgemeinert sagen, das gilt, wenn überhaupt, 
nur für bestimmte Reinräume.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sieh dir mal in der Körperweltenausstellung die Raucherlunge an...

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