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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Versorgung der Regel-Elektronik in einem SNT


Autor: erna (Gast)
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Hallo,

vielleicht ist meine Frage zu Schaltnetzteilen etwas naiv: Woher bekommt 
die Regel-Elektronik für den Schalter im Primärkreis eigentlich ihren 
Strom? Die kann ja sicher nicht direkt mit beispielsweise 230 V versorgt 
werden und aus dem Netzteil könnte sie erst nach einigen Schaltzyklen 
genügend Spannung erhalten.
Muss da stets so etwas wie ein Kondensatornetzteil oder Ähnliches 
zusätzlich aufgebaut geben?


Gruß
erna (den diese Frage schon lange plagt)

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Da sich das Netzteils nach einigen Takten selbst versorgt, wie du schon 
schreibst, muss nur für die ersten paar Takte Energie vorhanden sein. 
Dazu reicht es aus, einen kleinen Elko über einen hochohmigen Widerstand 
(ein paar 100k bis MOhm) aufzuladen. Sobald dieser rund 15V erreicht 
hat, startet das Netzteil. Bis der Elko sich auf <10V entladen hat, muss 
das Netzteil laufen und sich seine eigene Hilfsspannung erzeugen.

Autor: Peter R. (pnu)
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Gerade das wird gemacht: Die Versorgung des Regel-IC erfolgt zunächst 
aus den 325V des Netzgleichrichters.

Das Steuer-IC benötigt zuerst sehr wenig Strom weil es noch nicht 
arbeitet. In dieser Zeit wird aus den 325V des Gleichrichters ein 100 
uF-Kondensator so auf 12V aufgeladen. Das erfolgt über einen Widerstand 
so von 56kOhm bis 560kOhm.

Sind die 12V ereicht, springt das IC an und während der ersten paar 
Takte liefert der 100uF-Kondensator den Strom für das arbeitende IC. 
Danach wird über die Hilfswicklung  das Steuer-IC weiter versorgt.

Dass der 100uF-Kondensator eingetrocknet ist, und den Aufbau der 
Spannung nicht mehr schafft, ist übrigens ein sehr häufiger Defekt in 
solchen Netzteilen.

Autor: Jens G. (jensig)
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oder bei selbstschwingenden SNT's wird auch gerne via hochohmigem R 
und/oder kleinem C direkt von der 230V-Wechselspannung oder auch von der 
gleichgerichteten Spannung eine "Anschubfinanzierung" auf die Basis der 
Endstufentransistoren gegeben - diese kleine "Reizung" reicht aus, um 
den Oszillator anschwingen zu lassen (falls er es nicht freiwillig 
macht, was bei schaltenden Transistoren, die normalerweise nicht im 
analogen Bereich arbeiten, evtl. so zu erwarten ist)

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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gibt auch ICs die ohne externe komponenten für ihre 
start-stromversorgung auskommen. die TOPswitch reihe und die viper ICs 
glaube auch haben alles nötige dafür schon drin.

achja. sollte das regel-IC wie beispielsweise PC-netzteilen auf der 
sekundärseite sitzen muß der primärteil von selber anschwingen können 
(AT-netzteil) oder das IC bekommt seine spannung aus einem extra 
wandler. bei ATX netzteilen wird das oft so gemacht, der wandler für die 
5V standby ist sowieso schon drin, der erzeugt dann eine 12V 
hilffspannung für das regel-IC mit.

Autor: erna (Gast)
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Aha, vielen Dank für die Aufklärung! Aber muss der 100 µF Elko nicht 
irgendwie später von der hohen gleichgerichteten Spannung getrennt 
werden? (Also wie verhindert man, dass die Spannung an ihm weiter 
ansteigt?)

Autor: Jens G. (jensig)
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wenn der IC angesprungen ist, zieht er ja mehr Strom, was aber über den 
Lade-R nicht mehr bereitgestellt werden kann - die Spannung würde also 
wieder absacken. Damit die aber nicht absackt, wird diese Spannung dann 
über den SNT-Trafo mitversorgt.

Autor: erna (Gast)
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Das stimmt natürlich. Dann sollte der Lade-R wohl möglichst groß gewählt 
werden aufgrund der Verlustleistung, die bei solch hoher Spannung 
entsteht.
Ja, vielen Dank noch einmal an alle!

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