Hallo Chriz Baze
und alle anderen Experten in Sachen
Leiterplatten ätzen.
Die Vorschläge die ich hier gelesen habe sind ja
ganz schön und gut aber leider mit vielen Fehlern und
Stolperfallen versehen.
Ich habe lange Jahre in der Industrie Leiterplatten geätzt
und dabei einiges an Erfahrung gesammelt.
Wenn man eine Leiterplatte haben will,braucht man erst mal
ein Leiterbild(Layout).
Das wurde früher mit mit schwarzem kreppband auf vernetzter
Polyesterfolie geklebt.
Heute stehen glücklicherweise CAD-Programme zur Verfügung
mit denen man hervorragende Vorlagen erstellen kann.
Wenn man einen laserdrucker (kann man günstig bei ebay ersteigern)hat
kann man sich auf Spezialfolie(ELV-Verlag,Leer)
gleich den Film für die Direktbelichtung anfertigen.
Um einen hohen schwärzungsgrad zu erreichen muß man aber ein bischen
tricksen.
Was man dann noch braucht ist ein beschichtetes Basismaterial
(früher gabs bei Isert-elektronik schönes positivbeschichtetes FR4
1,5mm-mateial oder bei Bungard oder Conrad)
von selber lackieren mit Positiv20 von Kontaktchemie rate ich ab da der
Erfolg von der sorgfältigen,reinraumähnlichen
Beschichtung abhängt,daher besser fertig beschichtet kaufen.
Mit einer geeigneten UV-Lampe die zwischen 2 glasplatten
gelegte Vorlage auf dem basismaterial belichten.
Dan mit einer 3%tigen Natronlauge entwickeln.
Und hier fangen dann die größten Probleme an.
In der Entwicklerschale wird das Leiterbild nur bei optimalen
Bedingungen sauber entwickelt.
Einen Moment später ist die Platte unter umständen verdorben.
Also erstmal mit einem Schnipsel Basismaterial testen bis
das Ergebniss zufriedenstellend ist.
Leider bleibt manchmal ein teil des basismaterial obwohl augenscheinlich
entwickelt mit einem unsichtbaren Rest
der Beschichtung unätzbar.
Dieses Problem kann man am besten mit einer Sprühätzanlage
vermeiden(Ähnlich dem Sprühprinzip eines Hochdruckreinigers)
Natronlauge wird auf das belichtete Basismaterial gespritzt.
Die Industrie nutzt sollje Geräte nur und es Dauert nur 7-10sek bei
optimaler einstellung des pH-Werts.
Für den Hausgebrauch aber ungeeignet und zu teuer.
Bungard bietet zwar einiges an Zubehör an ist aber trotzdem
zu teuer.
Ich selbst hab mir mal eine Idee mit einem Mauerkübel,Fasspumpe und
einer rotierenden Gartenschlauchtrommel überlegt,leider aber noch kein
Zeit gehabt dies zu verwirklichen.
Wenn vor Säuren und Laugen keine Angst hat ist es bestimmt
auch sehr interssant so etwas zu machen.
Aber wer sich die Mühe sparen will kann Leiterplatten
auch bei einem kleinen Leiterplattenhersteller sein Glück versuchen.Die
arbeiten übrigens meistens in Negativ-technik.
Die Vorlage kann dabei Positiv bleiben.
Und wenn man aufs Bohren,Siebdruck,Durchkontaktieren,und
Bestückungsdruck verzichtet,ist das Ergebniss sogar erschwinglich wenn
man denen etwas Zeit läßt.
Wenn noch jemand fragen hat bin ich gern bereit diese zu beantworten.
MfG
Michael