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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik AVR-Betriebsspannung mit Tiny26L messen


Autor: uboot-stocki (Gast)
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Hi,

bevor Ihr mich jetzt erschlagt: Ich weis, dass es dazu schon mindestens
einen Thread gibt - Ich konnte ihn aber nicht finden .. :-(

Meine Frage:

Wie kann ich mit dem ADC des Tiny26(L) die Betriebsspannung des Chips
selbst messen? Die Referenzspannung für den ADC wäre ja auch die
Betiebsspannung ?! Hintergrund: Der AVR soll mit der Messspannung
betrieben werden ...

Einzige Idee: Mit einer Z-Diode z.B. 2,7 Volt Referenzspannung erzeugen
und die Betriebsspannung über einen Spannungsteiler runterteilen und in
Bezug zur Z-Dioden-Spannung messen.

Geht das? Ist das elegant? Welche Möglichkeiten gibt es noch ?

Gruß

UBoot-Stocki

Autor: Tobi (Gast)
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du hast die möglichkeit doch schon selber genannt. die ist doch
problemlos umzusetzten und braucht kaum teile.

andere aber teurere möglichkeit: externer dac aber das wäre denk ich
mal overkill

Autor: Peter Dannegger (peda)
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VCC als Referenz nehmen und dann die Band-Gap-Spannung messen.
Damit hast Du dann das Verhältnis zwischen beiden.

Ändert sich VCC, ändert sich auch dieser Wert, da die Band-Gap ja
konstant bleibt.


Peter

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Ja, das hab ich kürzlich auch so gemacht, wie Peter das beschreibt.
Funktioniert gut, ergibt aber einen nichtlinearen Zusammenhang zwischen
Spannung und Meßwert (siehe Bild).
Die X-Achse ist die Spannung, die Y-Achse der vom ADC gelieferte Wert,
in diesem Fall nur 8-Bit, genauer brauchte ich es für mein Problem
nicht.

Gruß
Ingo

Autor: mthomas (Gast)
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Kenne den Tiny26 nicht, falls diese aber eine interne Referenzspannung
zur Verfuegung stellt, koennte man diese nutzen. Also "gegen" die
interne Vref messen. Hat beim ATmega169 funktioniert, um die "eigene"
Batterieversorgungsspannung zu messen.

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Das geht natürlich auch, als AREF die internen 2,56 V nehmen, und mit
einem 1:1 Spannungsteiler am ADC-Eingang die Betriebsspannung ran.

Nachteil dabei ist, das man nicht weniger als die interne AREF messen
kann, also wenn die Betriebsspannung z.B. nur noch 2V beträgt klappt
das nicht mehr. Und eine zusätzliche externe Beschaltung ist notwendig,
bei Peters Methode geht das ganz ohne :-)

Gruß
Ingo

Autor: uboot-stocki (Gast)
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Hmmm....

"VCC als Referenz nehmen und dann die Band-Gap-Spannung messen.
Damit hast Du dann das Verhältnis zwischen beiden."

VCC als Referenz verstehe ich. "Band-Gap-Spannung" sagt mir aber
nichts. Ist jemand so nett und erklärt mir das mal genauer ?

Wie verhält sich das mit der internen Referenz? Ist die bei
schwankender Betriebsspannung konstant ?

Gruß

UBoot-Stocki

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Ja, die interne Referenz (nominell 2,56V) ist konstant, natürlich nur,
solange auch die Betriebsspannung größer als diese ist (plus etwa 100
mV).
Die interne Referenzspannung wird aus einer auch intern vorhanden,
sogenannten Band-Gap-Spannunsquelle gewonnen, deren Wert bei nominell
1,18V liegt.

Man kann den ADC nun so konfigurieren, das als Eingangspannung diese
Band-Gap-Spannung genommen wird (anstelle eines "echten" Eingangs des
Analog-Multiplexers), mit ADMUX Bit 4..0 = 11110.
Wenn man nun AVCC als Referenz konfiguriert (ADMUX Bit 7,6 = 00), mißt
man die konstante Eingangspannung (1,18V) gegenüber der veränderlichen
Betriebsspannung als AREF.
Dadurch ergibt sich auch der nichtlineare Zusammenhang wie oben
beschrieben.

Gruß
Ingo

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