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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wer Lötet mit Mikroskop?


Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Meine Frage ist lötet ihr so ganz feine Strukturen mit Stereomikrosop?
Ich meine z.B. TQFP144 oder mehr oder so?
Nicht jeder hat doch so super Augen. Ich kann es jedemfall fast nicht
sehen.
Oder wie macht ihr das?
Wo bekommt mann vielleicht ein gutes Stereomikroskop?

Gruss

Weihnachtsmann

Autor: Benedikt (Gast)
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Platine vorverzinnen, eventuell noch Flussmittel drauf, und dann einfach
das IC drauflegen und die Pins in das Lötzinn drücken, oder ganz grob
mit Lötkolben und Lötzinn drüber gehen. Wenn das Flussmittel und
Lötzinn gut ist, gibt es dabei keine Kurzschlüsse. Falls doch kann man
die mit Entlötlitze beseitigen.
Mit Lupe habe ich bisher nur einmal LEDs gelötet, aber die waren auch
nur etwa 2mm² groß und mussten seitlich stehend angelötet werden, auf
einer Platine für ein Mini Handy...

Autor: Florian (Gast)
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Zu dem Thema kann ich nur auf den Artikel SMD-Löten im Wiki verweisen.
Die Methode von Benedikt is praktisch das selbe.
mfg Flo

Autor: Johannes M. Richter (Gast)
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Ich glaub das Stereo-Mikroskop waere mir zu schade, um daran mit
Loetkolben und dem ganzen Dreck herumzufuchteln ;)
Ich denke so eine grosse, beleuchtete Arbeitsplatzlupe sollte reichen.

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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Ich mache es im Prinzip wie Benedikt:

Ich nehme eine Lötspitze mit einer Mulde für das Zinn (gibt es für
ERSA- und Weller-Lötkolben):

* Flussmittel über die Pins (ganz ganz wichtig!)
* Zinn in die Mulde
* über eine Seite zügig den Lötkolben ziehen
* dasselbe mit den anderen 3 Seiten wiederholen

Ich lasse meine Platinen fertigen, verzinnen o.ä. muss ich also nicht,
und Lötstoplack ist auch vorhanden. Das macht es sicher einfacher. Aber
unter diesen Bedingungen ist das Löten wirklich super einfach. Durch die
Oberflächenspannung des Löttropfens und das Flussmittel entstehen sehr
selten Brücken, wenn doch: nochmal kurz über alle Pins drüberfahren.

Stefan

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Fast alle hier geben Techniken an und gehen davon aus dass Sie in der
Nähe auch so gut sehen. Ich z.B. habe starke Kontaktlinsen für die
Weite somit sieht man sehr schlecht in die Nähe.
Hat auch jemand so ein Problem?


Gruss

Weihnachtsmann

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Wenn du Kontaktlinsen für die Weite brauchst, dann bist du doch
wahrscheinlich kurzsichtig und solltest OHNE Kontaktlinsen im
Nahbereich doch gut sehen, oder?
Aber vorsicht: Nicht die Nase anlöten!

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Ohne kontaktlinsen kann ich es allerdings besser in der Nähe sehen
allerdings ohne Kontaktlinesen kann ich sonst nichts sehen.
Ich habe mir eine Lesebrille gekauft aber das ist auch nicht alles

Gruss

Der Weihnachtsmann

Autor: Peter Löschnig (Gast)
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hallo

ich habe bin stark kurzsichtig (10 dioptrin)
ist aber super beim Nahsehen (ohne Brille oder Linse natürlich)
eine Lupe bringt wenig (kein Stereosehen) und ein Mikroskop ist
schweineteuer

Autor: Stefan Kleinwort (Gast)
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Hmm - zum Glück habe ich das Problem nicht ...
So wie ich löte, ergeben sich meistens entweder ganz fette Brücken oder
aber überhaupt keine.
Wie wäre es mit einer Digitalkamera mit gutem Makro-Bereich? Die
fraglichen Stellen ablichten und auf dem Monitor nochmal vergrößern.

Eine Lupe bringt auch Gut-Sehenden nicht wirklich viel (finde ich).

Stefan

Autor: Joern (Gast)
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Ich löte unter einem wunderbaren Leica GZ4 Stereomikroskop (ebay), habe
mir 2  Luxeon als Kaltlichquelle rangebaut (eine an einem
Mikrofonschwanenhals) und habe damit auch schon PQ208 problemlos
gelötet, ging vermutlich auch ohne, dann aber mit Augenkneifen und
Anstrengung verbunden, das macht man nicht lange.
Am Mikroskop kann man problemlos auch Stunden arbeiten ohne
Kopfschmerzen oder so.

Erstaunlich finde ich immer wieder, wie das optische Feedback über die
Augen die Hand führt, wenn man ganz genau sieht wo die Spitze des
Lötkolbens ist, gibt es keinerlei Unsicherheiten oder Zittern.

Wer nicht nur selten mal was bastelt, dem kann ich nur nur dazu raten.
Vor allem Fehlersuche und Kontrolle ist damit natürlich problemlos.

cu joern

Autor: Joern (Gast)
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Ach so deine Frage woher bekommen ist noch unbeantwortet: ich hatte
meins (über ebay) von dem hier bekommen:
http://www.promicron.de
Da gibt es Mikroskope von ein paar hundert bis zu einigen 10.000 EUR.
Auch Gebrauchte, über ebay war es aber billiger, als direkt über die
Webseite.... ;-)

cu joern

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Darf ich fragen, was du für Dein Mikroskop bezahl hast?

(Im Falle einer positiven Antwort ist dies auch wirklich als Frage zu
deuten g)

Autor: harry (Gast)
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hi,

was auch gut geht: videokamera mit irrem zoom und monitor, is
gewöhnungsbedürftig aber man sieht echt alles.

gruss, harry

Autor: martin.m. (Gast)
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ich kann mich harry nur anschließen, ich seh zwar noch gut, aber wenn
ich feine platinen überprüfe, mache ich das mit so einer mini-billigcam
und monitor, das schont die augen und eröffnet neue 3dimensionale
bauteilwelten :-)
wenn man an der linse rumkurbelt, erkennt man sogar haarrisse und
ähnliches, der fokusbereich wird nur relativ eng.

Autor: Thomas Kropf (Gast)
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mit so einer gaaanz billigen s/w kamera vom Conrad??

Autor: Ratber (Gast)
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?????

Warum nen Mikroskop zum Löten für TQFP ?

Das kann ich auch blind machen.

Methode bekannt:


Chip Positionieren und mit etwas Lot anner Spitze über 2 Ecken
"ankleben"

Dann Etwas Lot auftragen,Fluxer hinterher und mit ner Hohlspitze die
Seiten ablaufen.
Eventuellen Überschuß mit der Holspitze abnehmen (Gegebenenfalls mit
Lötlitze "Leeren" )

Danach mit ner ausreichend starken Lupe (Ich hab ne 10x Taschenlupe)auf
evtl. übriggeblibene Brücken nachkontrollieren und gegebenenfalls
letzten Schritt wiederholen.


Danach die Üblichen Reinigungsarbeiten.


Fertig.


Eine Starke Lupe oder ein Stereoskop brauche ich nur für die
Fehlersuche.

Privat hab ich kein Stereoskop aber auffer Arbeit stehen 3 Stück rum.

Dort wechseln wir auch nach obiger Methode den ganzen Tag Controller
wenn nötig und die Stereoskope werden auch nur für die Fehlersuche
genutzt.

Einzig bei Empfindlichen Bauteilen wie 0402er LED's (Wegen Linse) oder
Bauteile im Glasgehäuse,die Mechanisch Spannungsfrei gelötet werden
müssen, wird da schonmal unterm Stereoskop gelötet aber das ist eher
selten.



Wie gesagt,erstmal verbindung herstellen und dann erst überschuß
abräumen

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Danke für eure Tippss


Gruss

Der Weihnachtsmann

Autor: Benedikt (Gast)
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Die Conrad Cams sind entweder scheiße (tut mir leid, dass ich das jetzt
so auspreche, aber es ist leider so...) und/oder sauteuer.
Wenn man eine TV Karte hat, die NTSC kann dann ist das Webmeeting Set
von Pollin gut. Besteht aus einer NTSC Kamera mit 1cm-1m
Fokuseinstelltung (es geht auch weiter, aber dann wird es leicht
unscharf). Solange genügend Licht da ist, ist auch Qualiät des Bildes
OK.
Die ISDN Karte und die Audio/Video Karte (beide mit Kabel und Treiber
CD) kann man ja bei Ebay wieder loswerden. Das ganze kostet nur 30€...

Autor: Joern (Gast)
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> Eine Starke Lupe oder ein Stereoskop brauche
> ich nur für die Fehlersuche.

Eben.

> mini-billigcam und monitor, das schont die augen und eröffnet
> neue 3dimensionale bauteilwelten :-)

Mit 3-D hat das nichts zu tun, oder hast du 2 Kameras. Genau aber das
3D ist ja der Vorteil eines Steromikroskopes.

jörn

Autor: Ronny Schulz (Gast)
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Auf arbeite löte ich ab und an mal mit einem Stereomikroskop. Das möchte
ich auch nicht missen, weil man doch alles besser sieht und die Lötung
im Endeffekt wesentllich besser aussieht.

Allerdings ist durch meine Augen bedingt stereoskopisches sehen nicht
möglich. Somit schaue ich eigentlich wirklich nur durch eins der beiden
Mikroskope durch.

Autor: chrigu (Gast)
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Ich brauche sowohl Mikroskop wie auch eine Kamera welche über den
Monitor das Bild anzeigt. Ich bevorzuge jedoch das Mikroskop, weil es
hantlicher ist, und vorallem auch weil es "echter" aussieht. Mit der
Kamera habe ich oft Probleme mit dem richtigen Licht, so werden zum
Beispiel die Lötstellen rötlich. Ausserdem kann ich mit dem Mikroskop
viel schärfer einstellen. Wie auch immer, in beiden Fällen benutze ich
immer ein Ventilator, weil der aufsteigende Rauch vom löten sonst die
Linse verschmutzen könnte.
Gruss
chrigu

Autor: Weihnachtsmann (Gast)
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Hallo

Arbeitet vielleicht jemand mit einem Normalen Mikroskop?
Geht das überhaupt?


Gruss

Der Weihnachtsmann

Autor: Jörn (Gast)
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Ist doch im allgemeinen die Vergößerung viel zu groß und vor allem der
Platz viel zu gering. Und der Vorteil des stereokopischen Sehens hat
man da auch nicht, obwohl doch gerade das einer der Gründe ist.

joern

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