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Forum: PC Hard- und Software ATX Netzteiltester


Autor: Lazlo Panaflex (heiliger-bimbam)
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Hi,

ich bin heute beim durchstöbern des ELV-Katalogs auf folgenden 
Netzteiltester gestoßen: 
http://www.elv.de/DeLOCK-ATX-Netzteiltester/x.aspx...

Leider finde ich - bzw Google - nichts über die genaue Funktionsweise. 
Da man ihn anscheinend nicht einschleift, sondern direkt anschließt, 
müsste er das Netzteil belasten, um ein brauchbares Messergebniss zu 
erzielen. Zum Einen, weil ATX Schaltnetzteile nur unter Last korrekt 
arbeiten und zum Anderen, weil sie ohne Last auch schonmal sterben 
können.

Sollte ich richtig liegen, würde dies bedeuten, dass ich mit solch einem 
Tester, ein ATX Netzteil stand alone (Standby auf Masse gezogen) als 
"Labornetzteil" verwenden könnte.
Die Spannungen werden mir angezeigt und bei Problemen, würde mich der 
Tester mit einem Warnton darauf aufmerksam machen. Das Warnton-Signal 
könnte man ja auch problemlos für eine EMO-Abschaltung nutzen.

Versteh ich das soweit richtig, oder spricht etwas gegen diese Idee?


Gruß,
Jakob

Autor: Flo (Gast)
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Halte das Gerät für Pfusch, da ein ATX-Netzteiltester (wie der name 
schon erwähnt) das Netzteil auf Herz und Nieren testen sollte.

So wie das Gerät aussieht, wird es an das Netzteil angeschlossen und 
gibt Auskunft über die Spannung.
Da das Gehäuse aber nicht gerade groß / gut belüftet aussieht, kann man 
davon ausgehen, dass es keine Belastungstests im oberen Leistungsdrittel 
eines ATX-Netzteils durchführen kann, daher erschließt sich mir der Sinn 
dieses Geräts nicht, ich mein n Multimeter für 3 Euro kann dir dieselben 
Daten liefern.

Zur Sache mit dem Labornetzteil:
Bedenke dass da drin ein Schaltregler ist, die Ausgangswelligkeit ist um 
ein Vielfaches höher als bei Linearreglern, außerdem ist es meiner 
Meinung nach sehr risikofreudig an nem max 30A Ausgang Geräte 
anzuschließen.
Das Gerät verzeiht nichts, falls ein Bauteil mal kurzzeitig niederohmig 
ist, is est weg.
Außerdem was willst du an dem Netzteil betreiben, dass es mindestens die 
Hälfte der Nennleistung abgibt, damit es effektiv arbeitet?

Autor: Lazlo Panaflex (heiliger-bimbam)
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Ich würde es zum Testen von DC Motoren verwenden, welche von einem 
Microkontroller (PWM, H-Brücke) angesteuert werden.

Autor: Flo (Gast)
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Was ham deine DC-Motoren denn für ne Nennleistung?
Was für ne H-Brücke verwendest du? Eine mit integrierter Logik oder 
einen diskreten TRansistor/Mosfet-Aufbau?

Autor: Lazlo Panaflex (heiliger-bimbam)
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Die Motoren stammen aus Industrierobotern und ziehen laut Datenblatt 8A. 
Allerdings werde ich die sicher nicht voll belasten.

Soll in erster Linie dazu gedacht sein, eine Locked-Antiphase Schaltung 
zu testen - also ein PWM Signal auf den Drehrichtungseingang der 
H-Brücke, mit dem ich den Motor in der Geschwindigkeit regulieren kann 
(<50% Duty Linkslauf, 50% Duty stillstand, >50% Duty Rechtslauf). Über 
den eigentlichen PWM Eingang der H-Brücke regel ich das Drehmoment. Auf 
diese Weise kann ich  Drehrichtung und Drehmoment getrennt steuern.

Die H-brücke selbst arbeitet mit IRF7862PbF MOSFETs

Die PWM Signale stammen aus einem ATMega88.

Autor: Flo (Gast)
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Ok für 8 Amps kann man das Netzteil dann schon nehmen, würde allerdings 
einen Grundlaswiderstand einbauen, damit das Netzteil richtig arbeitet.
Außerdem sollte ne Sicherung drin sein, mir ist bei so einer Schaltung 
schonmal der IC um die Ohren geflogen, weil er zuviel Strom gefressen 
hat.

Der Mosfet, den du genannt hast ist ein n-Kanal. wie schaltest du die 
High-Side, hast du da noch andere Mosfets oder benutzt du ne 
n-Kanal-High-Side-Schaltung?
Werden bei deinem Treiber 2 Mosfets gleichzeitig umgeschalten oder 
wartest du bis der eine gesperrt ist um den anderen aufzumachen?

Autor: Icke (Gast)
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Im RC-Modellbau werden PC-Netzteile gern als billige Stromversorgung für 
12V-Ladegeräte genommen. Du mußt lediglich die 5V-Schiene ebenfalls mit 
einigen Ampere belasten, da die meisten Netzteile ansonsten abschalten 
oder nicht den vollen Strom auf der 12V-Schiene liefern. Als Last eignet 
sich z.B. eine niedervoltige Halogenlampe oder auch ein starker 
Drahtwiderstand.

Autor: Lazlo Panaflex (heiliger-bimbam)
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Flo schrieb:
> Der Mosfet, den du genannt hast ist ein n-Kanal. wie schaltest du die
> High-Side, hast du da noch andere Mosfets oder benutzt du ne
> n-Kanal-High-Side-Schaltung?
> Werden bei deinem Treiber 2 Mosfets gleichzeitig umgeschalten oder
> wartest du bis der eine gesperrt ist um den anderen aufzumachen?

Um genau zu sein, sind es zwei IRF8734PBF und zwei IRF7862PBF ( 
http://www.pololu.com/catalog/product/755 )

@Icke: Danke für die Tipps

Autor: oszi40 (Gast)
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Schau noch mal nach, ob Deine Schaltung mit der Netzteil-Masse zurecht 
kommt. Die meisten PC-Netzteile haben eine Verbindung 
Masse-Schutzleiter.
Damit wäre eine Reihenschaltung dieser Netzteile ein Kurzschluss.

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