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Forum: Platinen Verzinnen von Platinen


Autor: Bernd (Gast)
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Hallo,

habe bei conrad ein pulver zum verzinnen der Platinen gesehen. Leider 
muß man das zeug bei 90 grad mischen also nicht ganz unproblematisch. 
Hat das schon mal jemand verwendet und kann seine erfahrungen zu besten 
geben. gibt es noch irgendwelche alternativen.

Habt ihr schon mal irgend wie selber den lötstoplack aufgebracht. hatte 
mal was gelesen wie man das mittels siebdruck selber machen kann. Wer 
hat hier erfahrungen ?

Bernd

Autor: Sascha Weitkunat (Gast)
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Verzinnen kann ich nur galvanisch empfehlen. Bei Leiterplatten 
allerdings nicht ganz umproblematisch da ja nicht alle Leiterbahnen 
untereinander verbunden sind. Über das Pulver kann ich nichts konkretes 
sagen, aber dass zwei Metalle eine dauerhafte Verbindung bei 90°C und 
keinerlei anderer Einwirkung eingehen, halte ich für mehr als 
unwahrscheinlich.

Lötstopplack selbst aufzubringen halte ich für ebenso problematisch, 
außer Du bist im Besitz des passenden Equipments.

Alles in allem lieber günstig Leiterplatten anfertigen lassen, da gibts 
Stopplack und Verzinnung standardmäßig für ein paar Euros mehr. Lohnen 
tut sich das alle mal.

Autor: Stefan_h (Gast)
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Hi,

In der schule geben wir die Platinen immer in Silbersulfat. Leiterbahnen 
werden dann schön versilbert und oxitieren dann acuh nicht mehr.
Problem is nur, ohne Giftschein krigt bans nicht:-(

lg,

Stefan

Autor: Holger (Gast)
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Hallo,

das Verzinnen mit der oben genannten Chemikalie (Conrad) klappt ohne 
Probleme rasch und effizient. Ich hatte manchmal kleine Stellen, an 
denen das Zinn nicht abgelagert wurde (Fingerabdruck am Platinenrand). 
Durch Reiben auf der Stelle mit einem gebogenen Kupferdraht in der 
Lösung lies sich dies jedoch leicht beheben. Meine Platinen habe ich 
auch nicht direkt in die ganze Gülle gehängt, sondern nur eine 
Entwicklerwanne soweit gefüllt, dass die Platine bedeckt war. Das hat 
trotzdem noch für 4 Platinen gereicht. Man brauch ja auch keine 'fette' 
Zinnschicht. Danach hab ich noch Lötlack draufgesprüht und fertig 
wars....

Autor: Frankl (Gast)
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Vielleicht kannst Du ja etwas aus dem Reicheltkatalog 09/2002 oder 
www.reichelt.de anfangen:
Lötlack SK 10 und "No-clean" SMD Lötpaste

Autor: Eric (Gast)
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Also das Zinnmittel von Conrad habe ich auch probiert,
habe aber sehr schlechte erfahrungen damit gemacht, weil
sich die Boards danach extrem schlecht löten lassen.
Lass einfach den Photolack drauf, sieht gut aus, lässt sich optimal 
löten, und schützt die Kupferschicht vor Oxidation.

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Cöllen (Gast)
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Hallo
Ich arbeite seit mehreren Jahren mit dem Seno Glanzzinnbad, das ist 
genau das Zeug, was man bei Conrad kaufen kann.
Meine Erfahrungen in Kürze:
Glanzzinnbad immer im Dunklen bei Raumtemperatur aufbewahren.
Nur soviel Lösung aus der Flasche nehmen wie für die Platine benötigt 
wird
Verbrauchte Lösung nicht zurück in die Flasche schütten
Platinen unmittelbar vor dem Verzinnen mit Seno Polyblock trocken 
reinigen, Staub abklopfen und sofort in das Bad geben. Platine nach dem 
Reinigen nicht mit den Fingern berühren.
Die Cu-Fläche muß mindestens 2 mm unter der Flüssigkeitsoberfläche 
liegen
Das Bad darf nur gelegentlich bewegt werden, nicht schütteln
Tauchzeiten > 5-6 Std vermeiden, sonst schlechte Haftung der Zinnschicht 
und schlechte Lötbarkeit
Platinen nach dem Herausnehmen erst kalt, dann warm abspülen.
Platinen nicht in verbrauchte Lösung eintauchen (vorher mit Reststück 
testen)
Beachtet man diese Punkte, dann funktioniert die Verzinnung optimal und 
ist "steckverbinderfest".

Dirk

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