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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher Bus ist für das hier der beste?


Autor: Telefisch (Gast)
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Hallo Forum...
ich möchte auf meiner Eisenbahnanlage einige Steueraufgaben im 
Beleuchtungskreis automatisieren.
Da die Anlage vollständig aufgebaut ist, kann ich nicht alle Kabel neu 
ziehen.
Deswegen beabsichtige ich einen Bus, ähnlich wie den der Central Station 
dafür zu verwenden.
Die Voraussetzungen sind also folgende:
Busspannung/Versorgungsspannung ca 20V AC, Sternverkabelung, Polung der 
einzelnen Teilnehmer unbekannt.

Ich möchte natürlich so wenig wie möglich auseinander bauen, also 
keinesfalls die Verkabelung erneuern.

Welcher Bus-Typ wäre hierfür geeignet und wie kann ich das mit der 
AC-Spannung realisieren?

Gruss Tele

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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> wie kann ich das mit der AC-Spannung realisieren?
gar nicht.

Autor: Telefisch (Gast)
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Hmm...
Dann kann Märklin wohl was, was unmöglich ist?
Das glaube ich nicht...

Autor: michl (Gast)
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Hallo,

ist deine Anlage digital oder analog?
Falls sie digital ist welches Protokoll verwendest du?
Steuerst du nur die Loks digital oder auch die Weichen?

MfG
Michael

Autor: Ich (Gast)
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Du könntest Dich am EIB protokoll anlehnen.
Schau mal unter www.freebus.org

Gruß

Autor: ... (Gast)
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es gibt noch das HART-Protokoll.

Autor: Telefisch (Gast)
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Hallihallo...
Die Anlage ist Digital, wird aber manchmal auch noch analog mit alten 
Trafos gefahren.
Ich möchte die Beleuchtung getrennt von der Steuerung machen, da die 
Anzahl an Adressen ja doch sehr begrenzt ist.

Zu Euren Tipps mit den EIB und HART-Bussen/Protokollen werde ich mal 
weiter recherchieren.
Wenn jemand weitere Tipps bezüglich Hardware und Protokolle hat, immer 
her damit.

Gruss und danke
Tele

Autor: Jens PICler (picler)
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Vielleicht ein I2C-Bus. Die meisten Mikrocontroller haben ein 
Hardwaremodul dafür und es gibt preiswerte Portexpander, die digitale 
I/Os liefern. Wenn man die Frequenz nicht zu hoch wählt, dürften auch 
keine Störungen auftreten. 10-20 kHz sollten funktionieren. Allerdings 
sollte die Buslänge nicht zu groß sein, ich denke mal bei 10kHz max. 
10m.

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Er will die Kommunikation über 20V-AC machen/aufmodulieren. So hab ich 
das jedenfalls verstanden. Von daher fallen Standard-Bussysteme wie I²C 
wohl weg.

Autor: ich (Gast)
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für was wurde RS485 erfunden?

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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RS485 geht ebenfalls nicht mit 20V AC.

Ich denke er muss was eigenes entwickeln, was sich aber schlussendlich 
doch nicht lohnt...

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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warum eigendlich 20V AC? weil ein trafo und extra signalleitungen 
gespart werden soll?

das geeignetste wäre wahrscheinlich rsrs485.

man könnte auch allen zu steuernden Geräten einen tiny(13 o. 25) 
spendieren und eine (software) uart draufbringen. ein rx-Leitung mit 
niedriger geschwindigkeit, auf der alle lauschen.
eine kleine adressierung am anfang jedes Kommandos und gut ist.
Wird ein Rückkanal benötigt wirds dann aber natürlich komplizerter, aber 
rein zum Steuern müsste das doch reichen.

Autor: Telefisch (Gast)
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Also...
20V AC weil es eine fertige Anlage ist, auf der auch einige Antriebe am 
Lichtnetz laufen. Denen kann ich nicht einfach den Saft abdrehen.
Neu verdrahten ist aus genannten Gründen auch nicht ganz 
unproblematisch.
Und weil Märlin es ja offensichtlich auch geschafft hat ihr Digital 
Signal auf die Wackelspannung zu modulieren, hatte ich gehofft einen 
ähnlichen Weg zu finden.

Ich werde mir jetzt erst mal ein Oszi besorgen und mir das 
Märklin-Signal mal anschauen.

Gruss Tele

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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>Und weil Märlin es ja offensichtlich auch geschafft hat ihr Digital
>Signal auf die Wackelspannung zu modulieren, hatte ich gehofft einen
>ähnlichen Weg zu finden.
Sicher, aber du wirst halt nichts fertiges finden. D.h. komplette 
Eigenentwicklung.

Autor: Martin (Gast)
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@Autor: Ben _ (burning_silicon)

... gar nicht. ...

Du mußt schreiben, daß du das nicht kannst. Andere können das schon.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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glaube nicht, dass sich der Aufwand lohnt.
Es wird wahrscheinlich sehr viel teurer und aufwändiger, als unter der 
Anlage noch ein zusätzliches 5VDC Netz + Signalleitung zu verlegen.

Autor: Marcus W. (Gast)
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@ Vlad Tepesch
Welches Hobby ist schon unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten 
vertretbar? :)

Autor: Telefisch (Gast)
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lool
genau!
wer will wirtschaftlich.
Wenn alle so denken würden gäbe es keine Innovationen ;-)

Ne, mal Spass beiseite.
Es scheint ja ursprünglich von Motorola entsprechende Chips gegeben zu 
haben, die auch Märklin genutzt hat. Wenn ich nicht total daneben liege 
haben auch die bereits direkt an der AC-Spannung gehangen.
Ich werde wohl mal in die Richtung weiter suchen...
Aber es muss doch auch möglich sein eine art AM-Modulation auf die 
AC-Spannung zu legen oder meinetwegen auch FM, wobei ich mir das etwas 
schwieriger vorstelle.

Autor: André H. (andrekr)
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Bei X10 werden die Daten schnell im Nulldurchgang gesendet.

Autor: Helmut (Gast)
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Hallo Telefisch,

Du musst unter den richtigen Stichpunkten suchen:
DCC, Codierung, Decodierung, Selbstbau
Google spuckt dann interessante Ergebnisse aus, z.B.
http://www.opendcc.de

20V AC ist auch kein Problem sein, einfach mal Google heisslaufen 
lassen.

Gruß
Helmut

Autor: Telefisch (Gast)
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Hallo Helmut,
vielen Dank für diesen wertvollen Tipp.
Ich denke das geht schon genau in die richtige Richtung.

Gruss Tele

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Mal eine Idee:
Die Antriebe am 20V-AC-Netz sind doch sicherlich Elektromagnete. Denen 
sollte es nicht stören, wenn mal einzelne Halbwellen fehlen (wenn es 
nicht zu viele sind).

Wenn ein Beleuchtungsaktor (ich nenne es mal so), nun aus einem 
Brückengleichrichter, einem dickeren Elko einer kleinen Stabilisierung 
für einen µP, etc besteht, sollten auch einzelne fehlende Halbwellen 
(der µP muss diese aber erkennen können) nicht stören.

Genau diese fehlenden Halbwellen sind nun das Signal. Zwar ist die 
Bitrate nicht so berauschend, könnte aber für einfache 
Beleuchtungsbefehle ausreichen.

Irgend etwas in dieser Richtung....

Da musst Du kein kompliziertes aufmodulieren und späteres demodulieren 
durchführen.

Autor: Klaus (Gast)
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Oder eine Art Phasenmodulation:
1: Phase 0
0: Phase 180°

und die Bitlänge genau eine halbe Persiodendauer. Das heisst, wenn du 
eine 1 senden willst, dann bleibt alles, wenn du eine null senden 
willst, dann änderst du die Polarität der Spannung (also die Halbwelle 
an der Nullachse spiegeln).
Dabei ist zu beachten, dass nicht zu viele 101010 folgen kommen, denn 
dann hast du einen grossen gleichanteil auf dem Signal, welches evtl 
einen Trafo oder so in Sättigung treiben könnte. Wie sieht denn der 
Antrieb einer Lok aus?

Autor: Frank B. (frank501)
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>Da die Anlage vollständig aufgebaut ist, kann ich nicht alle Kabel neu
>ziehen.

Ist denn nicht das ständige Umbauen essentieller Teil des 
Modellbahnhobbys und eine fertige Anlage auf Dauer nur noch langweilig? 
;-)

Im Ernst: versuch doch mal die Chips zu evaluieren, die auch für D-Lan 
verwendet werden. Denn die machen doch genau das, was Du vor hast.

Frank

Autor: bubi.. (Gast)
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Von Sender Seite, eine "positive Halbwelle" wegschneiden, mit einer 
kurzen negativen Flanke die übertragung starten (muss man dann 
hardwaremäßig erkennen können!) und auf der positiven Seite Takten...

Der Empfänger muss dann Nulldurchgang erkennen, auf negative Flanke 
checken und dann eine definierte Bitlänge eintakten...

Autor: Giga Bert (gigabert)
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Bau nen Powerlan Adapter um von 230 auf 20 VAC !?
Dann hast nen waschechtes Ethernet mit unendlich vielen Möglichkeiten!

Autor: Giga Bert (gigabert)
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Oh Frank hats auch schon erwähnt, D-Lan ist doch das Powerlan von 
D-Link?

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ich verstand es so, dass die Anlage mehrere unabhängige Stromkreise 
besitzt.
Über die 20V-AC wird die Beleuchtung und teilweise einige Antriebe 
(welche sind nicht bekannt) versorgt. Hat also mit den Loks nichts zu 
tun, oder?

Mit Powerlan benötigt man dann pro Aktor (beispielsweise Licht in einem 
Haus) einen Powerlan-Adapter. Bei 100 Häusern...

Wie ist die Anlage denn aktuell verdrahtet?

Autor: Telefisch (Gast)
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Also, nochmal zur Anlage im Ist-Zustand...
Das Fahrgleis hat einen vollständig eigenen Stromkreis, digital über 
Central Station gesteuert.
Die Beleuchtung ist bisher nur ein 20VAC Stromkreis. D.h. einmal ein, 
alles leuchtet. Und das ist doof...
Es handelt sich um die Anlage von einem Freund. Der hat da auch noch 
irgendwelche Antriebe drauf wie ne Seilbahn oder sowas.
Da ich weiß, dass die ursprünglich analogen Loks von Märklin tatsächlich 
wechselstrom-Antriebe haben, gehe ich auch davon aus, dass das bei den 
Antrieben im Lichtkreis der Fall ist.
Deswegen möchte ich von vorn herein die 20VAC beibehalten, sofern der 
Aufwand das rechtfertigt.
Mit Aufwand meine ich den Kostenaufwand.
Ich denke man wird nicht dümmer, wenn man ein wenig mehr Zeit in die 
evaluation verschiedener Möglichkeiten steckt.
Sicher kann man einige Teilbereiche zusammen fassen, sodass man nicht 
jedes Haus einzeln beleuchten muss aber eben nur einzelne Teilbereiche.
Die aktuelle Verdrahtung ist mehr ein Ratespiel als sinnvoll verlegt. 
Man kennt das ja, wenn eine Anlage wächst. Da holt man sich die 
Versorgung von da, wo es am nächsten ist ;)

Gruss Carsten

Autor: Peter H. (hardwaredoc)
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vieleicht wäre auch diseqc ein ansatz,
wird in der Satellitentechnik benutzt da nimmt
man zum schalten 22khz impulse.

Gruß Peter

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Da ich weiß, dass die ursprünglich analogen Loks von Märklin tatsächlich
>wechselstrom-Antriebe haben, gehe ich auch davon aus, dass das bei den
>Antrieben im Lichtkreis der Fall ist.

Märklin hat Gleichstrom-Motoren? Das ist mir neu.
Naja, inzwischen werden sie zu anderen System kompatibel sein, und 
Gleichstrom-Loks vertreiben. Original hat Märklin immer schon 
Wechselstrom-Loks gehabt.

Eigentlich funkrionieren doch alle digitalen Modellbahnen mit 
Wechselstrom, wobei dieser im seltensten Fall sinusförmig ist.

Ich würde auch zum RS485-Bus tendieren, und diesen als linearen Bus über 
die Anlage verteilen. An Knotenpunkten könnte man dann einen Empfänger 
einsetzen, der mehrere Verbraucher schalten kann. Dieser Knoten wird 
über die sowieso vorhandenen 20VAC versorgt (Gleichrichterschaltung, 
Spannungsstabilisierung...) er besitzt dann auch entsprechenende 
Schaltausgänge.
Für den Bus muss man dann nur eine 3-adrige Leitung von einem Knoten um 
nächsten verglegen.
Dann denkt man sich noch ein Protokoll aus, und alles ist gut.
Die Knoten braucht man sich auch nur ein Mal "ausdenken" und als Platine 
herstellen lassen, wenn man dabei auch an mögliche neue Funktionen denkt 
(z.B. Ausgang für Blinker o.dergl.).
Bei Beleuchtungsartikeln dürfte es auch noch egal sein, ob sie mit 
Wechsel- oder Gleichstrom betrieben werden...

Autor: Carsten F. (telefisch)
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Boah STK, Du bist echt eine Leuchte !!!

Wenn Du nix zu sagen hast, dann lass es oder lies mal erst, was schon 
geschrieben wurde.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Wenn Du nix zu sagen hast, dann lass es oder lies mal erst, was schon
>geschrieben wurde.

War nur ein Vorschlag, aber scheinbar nicht so, wie du es wünscht.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Übrigens bietet Conrad Bausätze zu dem Thema an.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Das Signal bei Maerklin nennt sich zwar AC-Signal ist es in wirklichkeit 
aber nicht. Es ist ein Rechtecksignal das gleichzeitig zur 
Signaluebermittelung dient. Also quasi ein RS232 Signal mit 
Leistungsuebertragung. Dessen Pegel gehen von -20V .. +20V. Die 
einzelnen Decoder bei Maerklin haben am Eingang einen 
Brueckengleichrichter so das aus diesem Signal erstmal eine 
Gleichspannung gewonnen wird die zur Versorgung der Elektronik und der 
Last dient. Vor dem Gleichrichter wird noch das Signal abgegriffen und 
an den Eingang einer speziellen Decoderschaltung gelegt. Das war zu 
Anfang ein Chip von Motorola daher auch der Name Motorola Protokoll. In 
der heutigen Form ist das meistens ein kleiner Mikrocontroller. Auch 
wurde von der Fa. Maerklin im laufe der Jahre Funktionen erweitert die 
der urspruengliche Chip nicht konnte und es entstand das 
Maerklin-Motorola Format 2. Was du tun kannst ist dir fertige Decoder zu 
kaufen (die Trivial-Loesung) oder auf dieser Basis was eigenes zu 
entwicklen. Allerdings laufen auf diesem Bus dann keine reinen 
Wechselstromantriebe wie die von Windmuehlen oder so. Also alles was 
sich mit Gleichspannung zu frieden gibt (Lampen , Magnetantriebe von 
Signalen und Weichen). Wechselspannungsantriebe koennte man eventuelle 
noch aus der Gleichspannung versorgen mittels DC/AC Konnverter.

Gruss Helmi

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Wechselspannungsantriebe koennte man eventuelle
>noch aus der Gleichspannung versorgen mittels DC/AC Konnverter.

Oder man behält die sowieso vorhandene 20VAC-Leitung bei und legt ein 
paar Leitungen für den Bus dazu. Wenn das allerdings zu viel Aufwand 
ist, muss man die Lösung von Helmut in Angriff nehmen.

Autor: Anja (Gast)
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Hallo,

bei Elektor findest Du einige Bauanleitungen zum Thema:

http://www.elektor.de/suchen.7172.lynkx?searchValu...

Autor: Carsten F. (telefisch)
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@Helmut:
Das es sich um ein Rechteck-Signal handelt wusste ich nicht. Soll das 
denn heißen, dass der Takt der vermeintlichen AC-Spannung dem 
RS232-Signal entspricht?
Hmm... damit wären alle "normalen" AC-Antriebe natürlich tatsächlich 
hinfällig.
Allerdings laufen analoge Lokomotiven mit reduzierter Geschwindigkeit 
auf dem digitalen Netz, natürlich nicht steuerbar. Das wiederum deutet 
M.E. darauf hin, dass es nach wie vor AC-Spannung ist.
Wäre mal zu analysieren, wie die Geschwindigkeitsregelung bei den 
analogen Anlagen funktionieren. Wenn also tatsächlich reinrassige 
AC-Antriebe in den Loks sitzen, müsste nach meinem Verständnis die 
Frequenz der AC-Spannung für die Geschwindigkeit verantwortlich sein. Da 
spricht wiederum gegen, dass die Beleuchtung auch dunkler wird, wenn die 
Lok langsamer fährt.
Also resümierend komme ich wieder darauf, dass doch die Spannung für die 
Geschwindigkeit verantwortlich ist. Das würde auch die reduzierte 
Geschwindigkeit auf dem Digitalen Gleis erklären, da wir hier ja nur 40V 
AC und nicht 50V AC, wie im analogen Betrieb haben.
Oben wurde ja schon mal beschrieben, dass das digital-Signal im 
Nulldurchgang gesendet wird.

@Anja:
Vielen Dank für den Link...
Da hab ich erst mal einiges zu lesen.

Gruss Carsten

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Wäre mal zu analysieren, wie die Geschwindigkeitsregelung bei den
>analogen Anlagen funktionieren. Wenn also tatsächlich reinrassige
>AC-Antriebe in den Loks sitzen, müsste nach meinem Verständnis die
>Frequenz der AC-Spannung für die Geschwindigkeit verantwortlich sein.

Nein, man "regelt" die Spannung. Besorg dir ein AC-Messgerät und miss 
die Spannung bei einer analogen Anlage.

>Also resümierend komme ich wieder darauf, dass doch die Spannung für die
>Geschwindigkeit verantwortlich ist. Das würde auch die reduzierte
>Geschwindigkeit auf dem Digitalen Gleis erklären, da wir hier ja nur 40V
>AC und nicht 50V AC, wie im analogen Betrieb haben.

Ja, da hat er es wohl...

>Oben wurde ja schon mal beschrieben, dass das digital-Signal im
>Nulldurchgang gesendet wird.

Die Information des digitalen Signals ist im Spannungsverlauf vorhanden.
Guckt dir das hier mal an:
http://www.heise.de/ct/Redaktion/cm/buch/digit_1.html

Autor: Sven (Gast)
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Schon mal was davon gehört, dass bestimmte Wechselstrommotoren auch am 
Gleichstromnetz laufen. Nennt sich auch Allstrommotor.

Der Witz bei Märklin im "Wechselstromsystem" ist, dass statt des 
Permanentmagneten eine Statorspule verwendet wird. Bei 50Hz wird die 
umgepolt und Stator und Rotor sehen den gleichen Magnetfeldsinn. Bei 
Gleichspannung wird sie halt nicht umgepolt, trotzdem gleicher 
Magnetfeldsinn. Die Fahrtrichtung wird durch ein Relais geschalten, das 
die Motorwicklungen tauscht.

Beim Märlin digital wird eine Gleichspannung verwendet (20V), auf die 
wird durch kurzzeitiges Umpolen das Datensignal aufmoduliert. Das Format 
nennt sich Märlin-Motorola, weil es ursprünglich auf den 
Fernbedingungs-Dekodern und Encodern von Motorola basierte. Der Motor 
sieht bei digital eine Gleichspannung, die in Höhe und Richtung geändert 
wird, üblicherweise mittels Transistor-H-Brücke.

Nimm eine Steuereinheit von Märklin und setz Schaltdekoder ein, wenn zu 
teuer, halt selbstbauen. Kann sein, dass einige reine 
Wechselstrom-"Motoren" dann nicht mehr laufen.

Autor: Marvin M. (Gast)
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Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Wenn also tatsächlich reinrassige
>AC-Antriebe in den Loks sitzen, müsste nach meinem Verständnis die
>Frequenz der AC-Spannung für die Geschwindigkeit verantwortlich sein.

Nein da sitzen keine Asynchronmaschinen drin. Das sind 
Reihenschlussmaschinen deren Wicklung fuer Wechselspannung ausgelegt 
ist.


>Soll das denn heißen, dass der Takt der vermeintlichen AC-Spannung dem
>RS232-Signal entspricht?

Nein nicht ganz. Das Signal hat nur wie bei RS232 positive und negative 
Anteile. Du kannst aber jetzt nicht ein RS232 Signal vom PC nehmen und 
damit deine Anlage speissen. Das Timing des Signales ist ein ganz 
anderes als bei asynchroner Datenuebertragung.

>da wir hier ja nur 40V AC und nicht 50V AC, wie im analogen Betrieb haben.

du meinst eher 40Vss. Das sind dann immer noch 20Vs.
40V direkt am gleich ist nach VDE nicht erlaubt maximal 24V.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Hallo?
Hat hier irgendjemand gelesen, dass es sich hierbei nicht um die 
Steuerung der Lokomototiven handelt? Es ist zwar eine Eisenbahnanlage, 
es geht aber um einen komplett eigenen Stromkreis. Denkt Euch doch 
einfach mal die ganze Anlage weg.

Es ist ein Stromkreis, an dem mehrere Lampen und ggf Motoren parallel 
dran hängen - jedoch keine Lok, Weiche, Signal...

Dieser Stromkreis sollte also (wie ich es verstehe) am besten nicht groß 
modifiziert werden (sprich komplette Neuverdrahtung).

Es ist für's weitere aber wirklich mal zu klären, ob es Gleichspannung 
oder Wechselspannung ist.

Ideal ist es, wenn man jede Lampe (oder Lampengruppe) über eine kleine 
Steuerschaltung mit der zentralen Versorgung verbindet. Auf die 
Versorgung ist irgend ein Steuersignal aufgeschaltet, welches die 
Steuerschaltung auswertet.

Ethernet macht hier keinen Sinn, da zu kompliziert/aufwändig.

RS232 und Konsorten(!) benötigen immer eine zusätzliche Verdrahtung.

Also: Es ist zu überlegen, wie man Steuersignale auf den vorhandenen 
Stromkreis aufschaltet und diese einfachst durch die Aktoren auswertet.

Entweder ein Signal HF-mäßig aufmodulieren => Powerlan, oder ähnliches
Oder das Signal durch kurze Unterbrechungen der Spannungsversorgung 
(oder weglassen einzelner Halbwellen) zu übertragen.

Letzteres ist sicherlich einfacher zu realisieren.

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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>Hat hier irgendjemand gelesen, dass es sich hierbei nicht um die
>Steuerung der Lokomototiven handelt?

Jaha.

Allerdings ist das Datenprotokoll zur uebertragung der 
Steuerinformationen fuer Weichen und Signale das gleiche. Beim 
Maerklinprotokoll kann man die Steuersignale fuer Weichen aus der 
Zugstromversorgung mit versorgen.
Der einzige Unterschied besteht in einem etwas anderen Timing der 
Datentelegramme. Und nur an diesem Timing wird erkannt ob es sich um 
Daten fuer eine Lok oder was anderes handelt.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Also: Es ist zu überlegen, wie man Steuersignale auf den vorhandenen
>Stromkreis aufschaltet und diese einfachst durch die Aktoren auswertet.

Wenn die Anlage nicht schon in der Größe des MiWuLa vorhanden ist, 
sollte es doch eigenlich kein besonders großes Problem sein, noch ein 
paar Leitungen mehr zu ziehen. Unter die Anlage kriechen muss man eh, um 
die Decoder einzubauen.
Ich hatte ja schon vorgeschlagen, Satelliten-Platinen unter der Anlage 
zu verteilen, die per RS485 verdrahtet werden und mehrere Verbraucher 
schaltet können.
Die 20VAC-"Ringleitung" könnte man dann weiter verwenden...
Natürlich kann man aber auch auf diese Leitung noch Signale 
aufmodulieren...

Autor: Carsten F. (telefisch)
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Hallo Christian, Du bist genau auf dem richtigen Weg...
So hatte ich es mir vorgestellt.
Am liebsten einen "Sender" in die Leitung geschliffen und an jeder 
Lampengruppe einen Empfänger.
STK, Du hast es immer noch nicht begriffen.
Wenn ich überall neue Leitungen hinziehen muss, kann ich gleich alles 
zentral verdrahten. Genau das will ich aber vermeiden.
Mir ist völlig bewusst, dass diese Anforderung allein wegen der 
Entwicklung unlukrativ ist aber es ist auch eine Aufgabe, die durchaus 
interessant ist.

Also gut, angenommen man unterbricht die Spannung kurzfristig.
Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass die Kabel nicht geschirmt sind und 
keinerlei Bustopologie folgen, was käme jetzt in Frage?
Die Empfänger müssten dann im Grunde mit der "Austastlücke syncronisiert 
werden, oder?
Was würde passieren, wenn die 50Hz Sinus am Empfänger-Chip anliegen? Das 
sollte ihn doch eigentlich auch nicht weiter tangieren, solange nix 
lesbares dabei ist.
Oder bin ich völlig auf dem Holzweg?

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Wenn ich überall neue Leitungen hinziehen muss, kann ich gleich alles
>zentral verdrahten. Genau das will ich aber vermeiden.

Naja, das eine sind 3 Leitungen, das andere ein paar mehr...
Weiterhin wäre es auch kein Problem, Sachen an der 20VAC-Leitung zu 
betrein, die mit anderen Spannung nicht unbedingt zurecht kommen.

>aber es ist auch eine Aufgabe, die durchaus interessant ist.

Ja, schon gelöst wurde, und nun kaufbar ist...


>Also gut, angenommen man unterbricht die Spannung kurzfristig.
Schöne EMV-Probleme in deiner Nachbarschaft...

Aber ich habe keine Ahnung und halte mich einfach mal raus.

Autor: Carsten F. (telefisch)
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...kein Kommentar !

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Hey Fisch; wenn verdrahten nicht geht, dann mach es doch einfach 
Wireless!
z.B. mit den neuen CC430 von TI, die vereinen den MSP430 Mikrocontroller 
mit einem RF chip: http://www.ti.com/corp/docs/landing/cc430/index.htm

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