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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik ESB Synchronmaschine


Autor: Martin Sche (Gast)
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Hallo Leute!

Ich bin hier gerade mit einer Synchronmschine beschäftigt und möcht bei 
bekannter Spannung, Strom und cos(phi), den Polradwinkel ausrechnen.
Ich belaste also meine Maschine und möchte den Polradwinkel berechnen.
Vom Motorhersteller hab ich folgende Daten:

R1u-v=0,271Ohm
Lgesu-v=4,3mH

Um das berechnen zu können, brauch ich das Ersatzschaltbild der 
Synchronmaschine.(Ich hoffe allgemein bekannt)
Ich hab dabei R1 und Lges halbiert, da ich ja nur einen Strang brauche 
und diese Werte wohl über 2 Stränge gemessen wurden (daher das u-v).
Ich berechne dann meine synchrone Reaktanz (Netzfrequenz ist 50Hz) 
mittles
Xd=Lges/2*2pi*50Hz.
Da die errechnetet Polradwinkel nicht so richtig passen, ist nun meine 
Frage, ob ich R und L mittels Wurzel 3 noch auf ein einphasiges ESB 
umrechnen muss, oder ob ich sonst noch wo ein Fehler gemacht habe.


Vielen Dank!

Autor: ftl (Gast)
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Eigentlich brauchst Du doch nur den cos phi zur Berechnung des 
Polradwinkels.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Nein, der Polradwinkel hat nichts mit dem Cosphi zu tun. Der 
Polradwinkel ist der mechanische Versatz zwischen dem rotorfeld und dem 
Statorfeld. Er ist mit dem Drehmoment zusammenhaengend. Nicht unbedingt 
linear. Voreilend ist generatorisch und nacheilend motorisch. Der Cosphi 
ist die Blindleistung und die kann mit der Erregung eingestellt werden.

Autor: ftl (Gast)
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Aua. Natürlich.
Manchmal sollte man erst zweimal lesen vor dem Schreiben.

Autor: Benni Nori (benninori)
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den poradwinkel siehst du auch zwischen U1 und Up.

und es gibt ne formel mit cos(phi) und dem polradwinkel:

Xs  I1  cos(phi) = -Up * sin (PRW)

ich weiß aber grad aber nicht ob deine annahme von anfang mit halber L 
und halben R so richtig ist.

Autor: Martin Sche (Gast)
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Diese Annahme ist unter anderem der springende Punkt....

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Den Polradwinkel kann man mit einem Stroboskop auf der welle anschauen. 
Einfach synchron triggern.

Autor: Martin Sche (Gast)
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Ja das ist richtig. Aber in meinem fall recht unpraktisch, da die 
Maschine verbaut ist.
Ich hab ein System gebaut, dass den polradwinkel messen soll und wollte 
per rechung die ergebnisse überprüfen

Autor: Martin Sche (Gast)
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Ja das ist richtig. Aber in meinem fall recht unpraktisch, da die 
Maschine verbaut ist.
Ich hab ein System gebaut, dass den Polradwinkel messen soll und wollte 
per Rechung die Rrgebnisse überprüfen

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ich wuerd per Messung ueberpruefen.

Autor: Martin Sche (Gast)
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Welche Messung meinst du denn? Bzw. wie?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Also. Man wickelt etwas Klebband auf die Welle und mach willkuerlich 
einen Strich. Dann nimmt man ein Stroboskop, das man auf einen 
Spannungsnulldurchgang triggert. Jetzt kann man sich um die Welle 
rumbewegen, oder die Phasen fuer den Trigger wechseln, bis der Strich im 
Sichtfeld ist. Ohne Last ist die Strichposition dann Polradwinkel Null. 
Wenn man nun motorisch, oder generatorisch Drehmoment auf die Welle 
gibt, so aendert sich die Position des Striches. Das ist die Messung des 
Polradwinkels. Diesen Winkel kann man nun mit einem beliebigen anderen 
Messwert, oder gerechneten Wert, vergleichen.

Autor: Benni Nori (benninori)
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ja, aber wenn die maschine jetzt irgendwo fest im system verbaut ist, 
dann ist es schwer den leerlauf zu bekommen.

>Ja das ist richtig. Aber in meinem fall recht unpraktisch, da die
>Maschine verbaut ist.
>Ich hab ein System gebaut, dass den polradwinkel messen soll und wollte
>per rechung die ergebnisse überprüfen

ich denke aber, dass man per rechnung auch ganz brauchbare ergebnisse 
erziehlen kann, so lange die maschinenwerte (R, L) richtig vorhanden 
sind.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Den Leerlauf ?
Sicherung der Synchronmaschine rausnehmen ?
Kabel an der Synchronmaschine abhaengen ?

Sicher kann man die Werte rechnen. Und denen dann aufs erste Mal glauben 
?

Autor: Benni Nori (benninori)
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Ja, das meine ich ja auch. lieber rechnen als das ding ausbauen und ne 
messung starten.


@martin: hast du nochmal versucht zu rechnen?

Autor: Martin Sche (Gast)
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Ich hab versucht zu rechnen ja...die Werte sind nur dann plausibel, wenn 
ich ein Wurzel 3 auf den Strom multipliziere...
Die Maschine ist in Sternschaltung...also ist das Wurzel 3 eigentlich 
nicht gerechtfertigt!????

Autor: Benni Nori (benninori)
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ja, sind deine werte oben für R und L im Stern oder im Dreieck gemessen?

Autor: Martin Sche (Gast)
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der hersteller gibt die daten ( r und l) in stern an  und ich brauch sie 
für das einphasenersatzschaltbild und teile deshalb durch 2 . Somit 
müsste ich die werte für genau einen strang haben

Autor: ftl (Gast)
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Also für L dürfte Teilen durch 2 nicht funktionieren. War da nicht was 
mit dem Quadrat der Windungszahl?

Autor: Martin Sche (Gast)
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das hast du allerdinsg recht. werd das morgen mal nachrechnen. vielen 
dank!

Autor: Martin Sche (Gast)
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kommando zurück: hab mal in meiner Physik formelsammlung nachgeguckt: 
bei spulen in reihe werden die induktivitäten addiert

Autor: ftl (Gast)
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Die Wicklungen befinden sich aber in einem gemeinsamen Blechpaket. Also 
für die Messung ist das ein Kern mit mehreren Teilpulen in 
Reihenschaltung.

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