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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 2 Dallas ds18s20 haben 3 Grad Unterschied


Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Hallo,
habe zwei ds18s20 an meinem Board angeschlossen und stecke abwechselnd
aus Testgründen an dem gleichen Pin, der auf 1wire konfiguriert ist,
den Datenein-ausgang der beiden Dallas Sensoren rein. Die beiden
Sensoren liegen dicht beieinander, so dass theoretisch der gleiche
Temperaturwert angezeigt werden müsste. Aber Hustepiepen, der eine
zeigt eine um 3 Grad! geringere Temperatur an. Zu bemerken ist dazu,
dass der mit den 3 Grad weniger an einer ca. 4m langen Leitung hängt.

Es läuft der gleiche Code. Daran kann es nicht liegen. Ich denke, die
Dinger sind ohne Kalibrierung hoch genau? Habe ich da einen defekten
oder was ist da los. Gibt es ähnliche Erfahrungen.

Wenn es an der langen Leitung liegen sollte, wäre das auch
unbefriedigend...

ansonsten möchte ich anmerken, dass es großen Spaß macht, sich mit
dieser Mikro-Welt zu beschäftigen. Habe damit quasi nach 20 Jahren
Elektronik-Pause dieses Hobby wiederentdeckt. Das Programmieren ist das
Salz in der Suppe. Das habe ich nämlich in den letzten 10 Jahren
gemacht.

Danke für alle antworten und Erfahrungen

Wolfgang Tewes

Autor: Benedikt (Gast)
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Eine Möglichkeit wäre beide Sensoren mal zu isolieren und in Eiswasser
zu halten.
Dann müssten beide 0,0° (+/-0,5°) anzeigen.

Ich dachte eigentlich auch immer, dass die genau sind. Ich hatte bisher
die Erfahrung mit zu langen Leitungen, Wasser an den Leitungen o.ä.,
dass es entweder was richtiges anzeigt, oder kompletten Mist z.B. -2,1°
oder sowas waren das immer, eben das was ohne Sensor angeszeigt wird.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich habe auch einige DS1820, die es deutlich kälter anzeigen.

Habe aber in Erinnerung, daß sie beim Kauf o.k. gewesen sein sollten.

Vielleicht haben sie die Temperatur nicht vertragen, als ich sie in
Schrumpfschlauch eingeschweißt habe.


Peter

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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auf jeden Fall ist das nicht erbaulich, wenn man erst ein paar von denen
haben muss, um welche zu finden, die das Gleiche anzeigen. Ich hatte
erst den Pullup-Widerstand am Sensor direkt angelötet - also am Ende
der 4m Leitung. Dachte, vielleicht hat das was damit zu tun,
Spannungsabfall oder so. Jetzt ist der Widerstand direkt am Board:
keine Änderung.

Ich kann es drehen und wenden wie ich will, es bleiben einfach 3 Grad
zu wenig. Der andere Sensor, der in diesem Fall als Referenz dient,
zeigt den genauen Wert an (Vergleich mit mehreren anderen
Thermometer).

Werde morgen mal das mit den 0 Grad ausprobieren. ansonsten werde ich
eine Mail an die Deutsche Vertretung von Maxim schicken. Mal gucken,
was dann passiert.

Wolfgang

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Sensor 1 zeigt bei Zimmertemperatur den richtigen Wert: ca 24°
Sensor 2 zeigt bei Zimmertemperatur ca 21 Grad.

Die Kommastellen habe ich weggelassen.

bei Messung im Eiswasser bestätigt sich der Unterschied

Sensor 1: 2 Grad
Sensor 2: -0.8 Grad

Wat nun? Der Code läuft übringens übers CRC Byte. Sollte also
eigentlich kein Auslesefehler sein. Das hatte ich übrigens vergessen:
Betrieben werden die Sensoren nicht über diesen Parasitär Mode - eine
hübsche Bezeichnung - sondern mit Pullup-Widerstand

Wolfgang

Autor: Sebastian (Gast)
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Ist zwar keine Lösung für dein Problem, aber ein Workaround: Benutz den
TMP100 von TI. Der ist auch ein I2C-Chip und bei mir ziemlich genau:
Mehrere Sensoren immer fast gleich, maximal um 0,1°C abweichend.

Autor: Benedikt (Gast)
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@Wolfgang Tewes
Ein Versuch wäre jetzt noche eine Versorgung mit 5V. Vielleicht passen
ja dann die Werte...

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Hallo Benedikt,

wie meinst du das, 5v? Sie werden doch mit 5v versorgt. Ohne Pullup?
Das wäre ganz gegen die vielen Application Notes von Maxim. Die kenn
ich schon fast auswendig.

Wolfgang

Autor: Benedikt (Gast)
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Du schreibst doch:
"Betrieben werden die Sensoren nicht über diesen Parasitär Mode - eine
hübsche Bezeichnung - sondern mit Pullup-Widerstand"

Die ICs haben 3 Anschlüsse: Vcc, GND, Daten
Verbinde mal Vcc direkt mit der Betriebsspannung.

Autor: emil (Gast)
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sind die von der neuen dallas-serie? die alten (ds1820) hatten
irgenetwas mit dem scratch-pad eeprom, bei mir hatten zwei davon
dauernd probleme beim ansprechen, bis sie letzendlich gestorben sind;
nun habe ich einige ds1822, die unter den selben bedingungen schon seit
2 monaten robust funktionieren...

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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angeschlossen sind die forlgendermaßen:
+ ---> vcc
+ ---> 4,7KOhm --> i/0 --> Port-Pin
GND --> GND

Ich musste gerade feststellen - nach aufwändiger Suche nach einer Lupe
-, dass ich gar keine ds 18s20 habe, wie ich bei Reichelt bestellt
habe, sondern die ganz normalen(alten) 1820. Werde mal bei Reichelt
nachfragen, was das soll. Es hieß immer, die 1820 sind nicht mehr
lieferbar, es gibt nur noch die s Typen, wären die Nachfolger von 1820.
Jetzt habe ich doch die alten bekommen(vor ein paar Tagen)

Es ist schon komisch. Die Dinger sind doch viel verbaut worden wie ich
in stundenlangem Lesen auf dieser Seite feststellen konnte. Hat denn
keiner mal die gemessenen Werte verglichen? Vielleicht gibts die alten
deshalb gar nicht mehr, weil es darüber so viel Klagen gab?

so kann ich die nicht gebrauchen, höchstens den einen. Werde jetzt mal
die 1821 testen. Die sind gerade von Maxim gekommen. Sind zwar mehr für
Thermostate gedacht, kann ich aber auch ganz gut gebrauchen.

Im Prinzip bin ich aber von dieser Technik begeistert. Einfacher kanns
man kaum noch haben. Außerdem lerne ich dabei ungeheuer viel. Ich mache
das ja erst seit ca. 3 Wochen. Übrigens mit einem RN-Control 1.4, das
einfach Spitze ist, wie ich finde.

Wolfgang

Autor: StephanW (Gast)
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Hallo Wolfgang,

genau diese Erfahrungen habe ich mit 2 I2C-Bausteinen der Firma
National Semiconductor gemacht; Bezeichnung lautet LM75.
Werden beide über den selben Treiber abgefragt und haben immer 3 C
differenz. Ich werde meine Firmware so umschreiben, das ich einen
Abweichungswert für die beiden Sensoren einstellen kann, mit dem dann
eine Korrektur vorgenommen wird.

Grüße Stephan

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich habe den Eindruck, der Fehler ist annähernd linear.
Ich habe daher einen Korrekturwert in die beiden EEPROM-Bytes
reingebrannt, der dann einfach mit addiert wird.

Ich habe einige neuere DS18B20 und da sind keine Ausreißer mehr dabei.


Peter

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Hallo an Alle,

Danke für eure Beiträge. Es lichtet sich langsam das Dunkel. Ich kann
das so zusammenfassen:

Es gibt Ausreißer. Ist eben nicht alles so perfekt, wie uns die Werbung
vorgaukelt. Die alten 1820 taugen nichts. Lasst euch die nicht
andrehen...

Auch die anderen Firmen haben Probleme.

Wenn sie ungenau sind, steckt wahrscheinlich irgendeine Gesetzmäßigkeit
dahinter, wie z.B eine Linearität. Die kann man natürlich nur
rauskriegen, wenn man mindestens zwei Exemplare hat. Ist bei mir der
Fall.

Ich werde jetzt versuchen, softwaremäßig einen Korrekturfaktor
einzubauen und schauen, ob das so klappt.

Übrigens, versucht einmal auf der Maxim-Seite die berühmte AN 105, die
Abhandlung über das Rauskitzeln der Kommawerte (High Resolution), zu
finden. Sie ist dort weg! Ich kann nur vermuten, dass das so alles auch
nicht so stimmt, wie es darin steht, und diese Seite deshalb
klammheimlich entfernt wurde.

Nochmals Dank an alle

Wolfgang

Autor: Profi (Gast)
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Als alter Thermohase kann ich sagen, dass solche Temperaturunterschiede
eher selten sind, +/- 1 ° ist noch im Rahmen, aber 3°?
Was hast Du mit dem angestellt? Zu lange mit dem Lötkolben schmoren
lassen?

Das mit dem hires-Mode funktíoniert bei mir sehr gut, bei einem DS1620
0,007° Auflösung (Counst per °C liegt zwischen 120 und 150, je nach
Temperatur), was will man mehr?

Du mußt auch bedenken, dass selbst der Stromverbrauch nach dem
Mess-Befehl den Chip erwärmt. Bei diesen Auflösungen merkst Du das
sofort. Also zwischen zwei Wandlungen warten und wieder abkühlen
lassen.

Bei den Neuentwicklungen dieser Chips mit Bandgap-Referenz gibt des den
Hires-Mode nicht mehr in DER Form, er wird simuliert, damit man
kompatibel bleibt.
Der Count-per-°C ist fix auf 16 eingestellt und die Auflösung somit
0,0625°.

Der DS1624 hat als Einziger standardmäßig 13bit (8 für die Vorkomma und
5 für die Nachkomma), also 1/32° = 0.03125°.

Dass Dallas Probleme mit der Genauigkeit (vor allem über längere Zeit
und über den gesamten Temp-Bereich) hat, geben sie offen zu, aber sie
sind bestimmt nicht die einzigen.

Die TMP100 / TMP101 von TI sind wirklich eine gute Alternative, halt
mit i2c.

Hab ich alles schonmal hier beschrieben:
Hier ein später Nachtrag:
Es ist tatsächlich so wie Du gelesen hast:
Hab's gestern selbst mit einem DS1620 ausprobiert:
Bei 20°C ist die Auflösung 0,0071°C also 1/130°, also 8 Vorkomma + 7
Nachkomma = 15 bit!!
Die Auflösung ist temperaturabhängig!
bei   0°C ist sie 1/125°
bei 125°C ist sie 1/195°


Das hängt mit dem Temperaturverhalten der beiden temperaturabhängigen
Oszillatoren zusammen.

Die neueren Varianten verwenden eine andere Methode mit einer
Bandgap-Referenz.
Um abwärtskompatibel zu sein, bieten sie auch die Möglichkeit, die
beiden Register auszulesen, nur dass dann in CountPerC immer 16 steht.
Dann ist die Auflösung auch nur 1/16° = 0.0625°. Schade.

Bei der hohen Auflösung merkt man wirklich alles, jeden Luftzug, selbst
die Eigenerwärmung durch den höheren Stromverbrauch nach mehreren
Convert-Commandos  und die Strahlungswärme der Hand aus 10cm
Entfernung.

Siehe AppliNote Application Note App Note 068: Increasing Temperature
Resolution on the DS1620.htm (behauptet nur 0,1°):
http://www.maxim-ic.com.cn/appnote/APPNOWEB/DS1620...

und APP105 (High Resolution for all DS-Thermochips)!
Zur APP105 gibt es auch Software, die aber mit meiner Parallelen nur
mit Modifikationen lief (Ausgang wurde als Eingang verwendet)

Der DS1624 hat als Einziger standardmäßig 13bit (8 für die Vorkomma und
5 für die Nachkomma), also 1/32° = 0.03125°.

Bei weiteren Fragen hier posten.

Autor: Edi.Edi (Gast)
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hi,

fuer mich hat ein DS1620 0.5°aufloesung und ist absolut
unproblematisch.

Ed

Autor: Profi (Gast)
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nochmal ich,
Wenn Du ihn schon in Eiswasser gelegt hast, kannst Du ihn auch noch in
kochendes Wasser legen und schauen, wie dann die Temp-Diff ist.

Wenn Du die beiden Punkte im EEProm abspeicherst, kannst Du die
Korrektur duch Interpolieren leicht berechnen.

Tatsächlich ist die APP105 nicht mehr im Katalog.
aber google +app105 +dallas  bringt 8 Treffer, darunter
http://www.cyberreefguru.com/electronics/app105.pdf
auf dem MAXIM-Server liegt sie noch:
http://pdfserv.maxim-ic.com/en/an/app105.pdf

Hier hab ich noch was interessantes zum Thema gefunden:
http://www.wolfgang-back.com/PDF/Messen%20von%20Te...

Man sieht, der Mann hat sich schon mit allem möglichen beschäftigt:
http://www.wolfgang-back.com/PDF/

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Hallo,

sehr interessant und informativ, was du so schreibst. Kann ich ne Menge
mit anfangen. Ein paar Fragen/Bemerkungen habe ich:

ich bin eigentlich ein sehr vorsichtiger Mensch, auch beim Löten, wenn
was nicht klappt, setz ich lieber ab und warte eine Weile. Auch habe
ich immer noch eine gewisse Ehrfurcht vor dem Geld. Je teurer, desto
vorsichtiger.

erstmal werde ich mit Reichelt klären, warum ich denn keine S-Typen
bekommen habe und wenn ich Glück habe, kann ich damit neue Tests
machen. Im Prinzip bin ich begeistert von diesen Sensoren, einmal
anhauchen und schwupps steigt die Temperatur. Gefällt mir. Denke, ich
habe mit diesem Exemplar einfach Pech gehabt.

Was ist denn ein passender Zeitraum nach convertt zum Abkühlen? Bisher
habe ich einen Messzyklus von 5 sec. Da kann ich mir schon vorstellen,
dass das zu einer spürbaren Erwärmung führt.

wie und wo speichert man in dem Eeprom. Ist das der Befehl write
scratchpad? Dann ist da ne Zahldrin, meinetwegen der Korr.Faktor und
den kann ich ich später immer wieder auslesen und softwaremäßig
verarbeiten?

Tolle Links hast du da. Ich lese solche Dinge mein Leben gern. Vor
allen Dingen lese ich die solange, bis ich das auch kapiert habe. Den
Wolfgang Back kenn ich vom Fernsehen. Das ist der aus dem legendären
Computerclub im WDR. Da habe ich früher jede Sendung gesehen. Ich
erinnere mich noch an eine Elekronik-Schaltung, mit der man aus der
oberen, nicht sichbaren Zeile des Fernsehers, sich die
Computerprogramme mit dem Tonbandgerät! auslesen und auf den
Schneider/Commodore übertragen konnte. Ein toller Tüftler.

Wolfgang

Autor: Profi (Gast)
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ja genau, zuerst ins Scratchpad schreiben, dann evtl. nochmal zur
Verifikation lesen, und wenns stimmt copy to eeprom.

lesen: read eeprom to scratchpad, und dann übertragen.

Vom WDR-Computerclub habe ich auch mal gehört, aber ich wusste nicht,
dass der Wolfgang Back das machte. Ich habe den Namen noch nie gehört
(troztdemich ein alter Hase bin, aber kein TV habe) , offensichtlich
eine große Bildungslücke.

Solche Leute braucht das Land!

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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interessante Neuigkeiten: Ich habe Nachricht von Reichelt bekommen. Ich
gib sie einfach mal so wieder. Ich bin einfach nur baff...

die gelieferte Ware ist richtig. Der Hersteller hat das S aus
Platzgründen, auf dem Bauteil, weg lassen müssen.

Mit freundlichen Gr|ssen
REICHELT ELEKTRONIK

Autor: Axel (Gast)
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hihihihohohoo...
gibs ja wohl nich, oder?!?

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Das kann schon stimmen, die haben ja das gleiche Kennbyte.

Das S steht warscheinlich für small, die alten DS1820 hatten ein langes
Transistorgehäuse (~9mm).


Peter

Autor: Johannes M. Richter (Gast)
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Die DS18S20, die ich von Maxim bekommen habe, haben auch nur DS1820
draufstehen, ja.

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Alles klar. Nachdem ich die erste Wut hab abklingen lassen und jetzt
diese Beiträge lese, werde ich das akzeptieren.

Es ist immer gut, nicht sofort aus dem Bauch heraus loszuschlagen bzw.
loszubrüllen und damit jemanden zu Unrecht zu verletzen und Stress zu
bereiten, sondern erst einmal zur Besinnung kommen , sich informieren
und dann erst weitergehende Schritte unternehmen.

Wolfgang

Autor: Olaf (Gast)
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Ich habe seit mehreren Jahren mittlerweile ein paar hundert der DS1820
laufen und zwar in seiner sehr kritischen Messtechnikanwendung. Eine
Abweichung von drei Grad wuerde dort einen schaden von einigen tausend
Euro verursachen.
Und die Teile laufen gut! Sowohl die alten, wie auch die neuen.

Es gibt aber eines was die Sensoren nicht abkoennen. Sie duerfen nicht
nass werden. Wer sie in Wasser taucht runiert sie. Bei mir haben die
Sensoren immer eine Temperatur von 5Grad. Schuetzt man sie dann nicht
gegen Luftfeuchtigkeit gehen sie nach etwa einen Monat in der Tat so
etwa um 2-3Grad falsch.
Also besser mit den Anschlusskabeln vergiessen bevor man sie benutzt.
Das Gehaeues ist NICHT wasserdicht!

Olaf

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Du beziehst dich sicherlich auf das Eiswasser-Tauchen, das ich
veranstaltet habe. Ne, ich habe die schon vorher schön geschützt mit
einem Plastikbeutel versehen.

Aber guter Tipp mit der Feuchtigkeitsempfindlichkeit. Ich hätte die
sonst in Schrumpflauch verpackt. Aber das hatte ich eigentlich auch
nicht so Ende gedacht. Dann müsste ich ja kurzzeitig erheblich erhitzen
müssen. Was nimmt man dann zum Gießen. Ganz normales Gießharz? Irgendwie
muss ja trotzdem die Wäremleitfähigkeit erhalten bleiben, denk ich.

Wolfgang

Autor: Olaf (Gast)
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Ich vergiesse mit Silikon. Aber speziellem Silikon fuer die Elektronik
weil normales beim fest werden Essigsaeure freisetzt. Kann man bei R&S
kaufen.

Bei mir stecken sie ausserdem in einer engen Bohrung wo sie gerade so
eben reinpassen. Ich muss dann nur das Loch wo das Kabel rauskommt mit
dem Silikon verschliessen.

Giessharz oder 2k-Kleber ist vermutlich auchnicht so gut. Jedenfalls
dann nicht wenn sich die Temperatur haeufig an der Messstelle aendert
weil es dann winzige Risse bekommt. Bedenke das der Sensor selber ja
auch aus Plastik besteht und trotzdem schafft es die Feuchtigkeit an
winzigen Rissen um die IC-Beine ins innere zu kriechen.

Ich glaub uebrigens nicht das einmaliges eintauchen in Wasser gleich
den Sensor schlachtet wenn man ihn hinterher abtrocknet. Der hat ja
kein dickes Loch wo er sofort volllaeuft. Es macht da wirklich die
Dauer.

Olaf

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Hallo Olaf,

Mit der Feuchtigkeit habe ich gestern in irgendeiner englischen
Newsgroups auch etwas gelesen. Da war einer, der hatte das auch
beobachtet. Nach anfänglichen exakten Werten wurden die Werte durch
Feuchtigkeit um 3 Grad falsch. Man glaubt es kaum, aber der hat die bei
100 Grad mehrere Stunden gebacken (gebraten). Dann war wieder alles O.K
mit der Genauigkeit. Sagt er...

Ich traue meinem Defekten sowieso nicht mehr, auch wenn er mit
Korrektur annähernd syncron mit dem "guten" läuft - +- 0,1 Grad.
Vielleicht sollte ich das einfach aus Neugierde heraus auch mal
machen.

Ich werde jetzt mal irgendein kleines Alu-Röhrchen suchen und nach
diesem Gieß-Silikon Ausschau halten.

Wolfgang

Autor: Olaf (Gast)
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Das mit dem backen koennte ich bei gelegenheit auch mal ausprobieren.
ICh muss irgendwo noch ein paar Testexemplare rumliegen haben die
damals zu feucht wurden.
Ich vermute mal das die Sensoren ueber einen Temperaturabhaengigen
Kondensator funktionieren und dann das Dielekrikum feucht wird. Dann
sollte wohl 1-2h im Trockenofen ausreichen. Vielleicht reichts es auch
aus in ein paar Tage in einer kleinen Dose mit frischem Silicagel zu
packen.

BTW: Man koennte auf den Gedanken kommen den Sensor ordentlich in
Waermeleitpaste zu packen in der Annahme das dann dort keine
Feuchtigkeit durchkommt. Dann dauert es sechs Monate bis sie falsch
laufen. .-)

Olaf

Autor: Benedikt (Gast)
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Ich habe gerade mal mit einem DS18(S)20 der seit zwei Jahren aus meinem
Fenster hängt und nur mit einem Schrumpfschlauch geschützt ist, den
Eiswassertest gemacht. Wenn man den Sensor ungeschützt ins Wasser legt
dauert es etwa 10-20s und die Temperatur ist weg, da der Sensor nass
wird. Also Wasserdicht ist er nicht, nur Spritzwassergeschützt.
Ergebnis nach 5 Minuten in Frischhaltefolie eingepackt im Eiswasser:
0,1°C

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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Das mit dem Silicagel scheint nicht so abwegig zu sein, denn in dem
besagten englischen Beitrag stand irgendwie was in der Art, dass Maxim
auf Anfrage des Autors vorgeschlagen hat, den Sensor in irgendein Gas
zu legen, war ein Spezialausdruck, den ich nicht verstanden habe. Ich
muss mir den Beitrag mal wieder raussuchen, vielleicht heute Abend.

Wämeleitpaste: dann müsste man eine Notiz in den Terminkalender machen,
denn nach einiger Zeit weiß kein Mensch mehr, wann denn die letzte
Trockenlegung erfolgte. Im Alltag klappt das nicht...

Wolfgang

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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hier die besagte Passage:


nbg@appsig.com wrote:
>
> I am interfacing a DS1821 (Dallas Semiconductor) digital temperature
> sensor to a PIC 16C74 microcontroller. After writing the software
driver
> and sucessfully reading back temperature values, I noticed horrible
> accuracy. The sensor measures in Centigrade, but I converted all
measured
> values with a calculator to Farenheit. I was in a room that was about
68
> degrees F (measured with a Radio Shack digital thermometer). I also
had
> an LM34 set up very close to the DS1821 that registered 70 degrees F
(.7
> VDC). The DS1821 was measuring 60 degrees F. I also tried another
DS1821,
> still the same problem. The DS1821 is my only choice since it is a
TO-220
> package and easily mounts to a heatsink, with a good thermal
connection.
> I am quite sure my software protocol is correct. When using my finger
to
> heat the sensor, the measured temperature rises smoothly. Has anyone
else
> noticed accuracy problems with this sensor or Dallas
Semiconductor's
> other temperature sensors? They claim .5 degree C accuracy for the
> DS1821. I would appreciate any advice.
>
> Neil Gandler
>
> -------------------==== Posted via Deja News
====-----------------------
>       http://www.dejanews.com/     Search, Read, Post to Usenet

You may or may nt have the same problem that I experienced but it
sounds familair. I did some work with the 1820 and had a similair
problem where the sensor read two degree C lower than the actual
temperature. It turns out that the device package adsorbs moisture,
and in doing some causes the device to read inaccurately. I
tried baking them for a couple of hours at ~100 degrees C after
which they started reading reasonably accurately. After a while
they adsorbed more moisture and went back to being inaccurate.
My employer at the time contacted Dallas and they suggested housing
the sensor in an sealed environment with an inert gas.
Yeah right thats really practical. In the end I just used a
correction offest. This was o.k. since the measured temperature was
always around the 4 degree mark, This would not work in were the
temperature swing was wide since the sensor would 'dry out' and the
offset would change (unless you build a table or derive a correction
function which would seem to be a lot of work for what is supposed to
be a easy and simple device to use).

Autor: Peter (Gast)
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"inert gas" heißt auf deutsch inertes Gas, also z.B. Argon und Helium.
Halt Gase die mit nichts chemische reagieren. Beim schweißen (MIG, WIG)
verwendet man Argon als Schutzgas um die Umgebungsluft (O2) von der
Schweißnaht fern zu halten.

Autor: Benedikt (Gast)
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Wie verpackt man einen DS1820 mit haushaltsüblichen Mitteln luftdicht in
ein Schutzgas ??

Autor: Peter (Gast)
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Ganz einfach ;) Man nehme eine "Alu-Töpfch" - stellt diese auf den
Kopf so das die Öffnung nach oben zeigt - steckt den DS rein - füllt
das Schutzgas rein (schwere als Luft) - versiegelt das ganze mit
Silikon - fertisch...

Ganz einfach, oder nicht? ;) Spass bei Seite, das hat sich der Author
des englischen Artikels auch gefragt, ob diese Vorgehensweise
praktikabel ist.

Autor: Peter Enke (Gast)
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Wurde als Alternative schon mal der DS1920 verwendet?

Wir setzen ihn seit Jahren erfolgreich ein.
Ob Wasser, hohe Luftfeuchtigkeit, Eis, Schnee - sogar mit einer Leitung
von ca. 30 m erzielen wir absolut korrekte Werte.
Über die gleiche Leitung wird ein DS1996L mit Daten beschrieben und
ausgelesen.

Autor: Benedikt (Gast)
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Haben die fehlerhaften DS1820 einen konstanten Fehler von x°C der sich
über den gesamten Bereich nicht ändert, oder ist der Fehler z.B. bei 0°
anderst als bei 50°C ?

Ich habe hier einen DS1820 der zeigt im Eiswasser 0,2°C an, im
Luftstrom von meinem PC aber 34,5°, während andere Thermometer 36,5°C
anzeigen.
Oder könnte das auch am schwarzen Gehäuse liegen, dass eine bessere
Wärmeabstrahlung hat und sich so selbst kühlt ?

Autor: Elektrikser (Gast)
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In einem Alurohr mit Epoxidharz eingiessen, müsste doch auch gehen oder?
 Die normalen Schaltungen kann man doch auch damit ausgiessen. Der
Sensor muss halt auch am Rohr sauber anliegen. Es gibt ja
schrumpffreien Epoxidharz. Wieso also Silikon?


Gruß Elektrikser

Autor: Olaf (Gast)
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Ob die Differenz bei verschiedenen Temperaturen unterschiedlich ist kann
ich nicht sagen da ich meine Sensoren nur bei 5 Grad benutze. Da waren
es halt so 3 Grad Abweichung. Wobei die aber nicht von einem Tag zum
anderen kommen, die wachsen halt langsam an.

Die Abweichung zu ignorieren und einfach als Offset mit einzuberechnen
halte ich fuer ueblen Pfusch. Der Sensor veraendert sich ja
schliesslich weil Wasser da eingedrungen ist und man darf sich dann
schon fragen wie es um seine Zuverlaessigkeit bestellt ist.

Epoxydharz halte ich deshalb fuer keine gute Loesung weil er hart ist
und einen anderen Ausdehnungkoeffizienten hat wie die Anschlussleitung.
 Es koennten dann also dort Risse entstehen an dehnen wieder Wasser
reinkommt. Es dauert dann bloss vielleicht nicht einen Monat sondern
ein Jahr bis er falsch misst. Ausserdem wird es auch davon abhaengen
welchen Temperaturaenderung der Sensor ausgesetzt ist. Es mag Leute
geben die damit gluecklich werden koennen, aber dieses Silikon ist
einfach die bessere Loesung. Ausserdem gibt es das auch in kleinen
Tuben, aehnlich Zahnpasta und die war garnicht so teuer.

Wie empfindlich andere Sensoren sind wird davon abhaengen nach welchem
Messprinzip sie arbeiten und was fuer ein Gehaeuse der Hersteller
verwendet. Aber habt ihr euch schonmal die Sensoren an eurem Auto
angeschaut? Der wird ein immenser Aufwand getrieben um die  gegen
Umwelteinfluesse abzuschirmen. Trotzdem fallen die noch hin und wieder
aus oder veraendern ihr Ausgangssignal.

Die Verwendung von inertem Gas halte ich uebrigen auch fuer ziemlichen
Unsinn, ueberhaubt passt die ganze Begrifflichkeit hier garnicht.

Auch z.B normale Luft waere trotz 21% Sauerstoff ziemlich inert wenn
der Sensor in einem verschlossenen Gehaeuse ist. Wenn dort naemlich
etwas ist was der angreifen kann dann wird er das tun und sich dabei
aufbrauchen und das wars dann. Ausserdem haben wir kein Problem mit
Sauerstoff sondern mit Wasserdampf und das befindet sich durchaus auch
in Gasflaschen. Es gibt z.B Anwendungen da muss man das Gas aus so
einer Flasche erst noch trocknen. Allerdings ist das so wenig das ich
mir da keine Gedanken machen wuerde sonst waer der Sensor schon kaputt
wenn er beim Haendler drei Wochen im einer Schublade rumliegt.

Ausserdem ist Argon ein sehr guter Isolator gegen Waerme. Damit wuerde
man seine Messeigenschaften vermutlich deutlich verschlechtern.


Olaf

Autor: Sebastian (Gast)
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Hi,

das Feuchtigkeitsprobem kann ich bestätigen. Weiter oben habe ich ja
mal den TMP100 von TI erwähnt (quasi dasselbe wie der Dallas, auch I2C,
ähnlicher Temperaturbereich). Ich hatte den vor ein paar Monaten
zusammen mit ein paar anderen Bauteilen bestellt und mich schon
gewundert, warum alle Bauteile im normalen Anti-Static-Bag kamen, nur
der TMP100 verschweisst und mit Silica Gel dabei. Als
"Packungsbeilage" stand noch eine kleine Appnote von TI dabei, welche
besagte, dass man den TMP100 vor dem Einlöten in seine Schaltung
soundsoviele Minuten bei soundsoviel Grad backen soll!
(I2C)-Temperatursensoren scheinen also in der Tat irgendwie sehr
feuchtigkeitsempfindliche Bauteile zu sein ...

Autor: Ratber (Gast)
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Yep,auch mir ist das Problem bekannt aber ich habe es gleich vermeiden
können da ich wußte das diese Gehäuse eben nicht an den Anschlüssen
dicht sind.

Ergo hab ich dann damals vor ein paar Jahren,als ich mit diesen
Sensoren angefangen habe ,etwas rumprobiert wie man die Anschlüsse gut
und preisgünstig dichten könnte.

Schrumpfschlauch scheidet aus da die maximal zulässige Wärmemenge für
das Teil überschritten wird.

Es gibt S-Schl. der bei niedrigeren Temperaturen schon reagiert aber
der wird leicht rissig und altert schnell.
Is also auch nicht brauchbar.

Kurzum:

Einen hab ich einfach am Anschluß mit 2K-Kleber versiegelt,einen
anderen mit Silikon versehen und nen Gummischlauch drübergezogen (Is ne
kleine Schweinerei da das Silikon überall rausquillt).

Beide laufen noch heute gut und sind Temperaturstabil wie Vergleiche
mit geeichten Termomentern zeigen.


Wenn man den Dallas nur als Raumluftsensor inner Wohnung ewinsetzt dann
geht das Offen aber im Bereich unter ca. 5° oder bei der Möglichkeit von
hoher Feuchtigkeit sollte man ihn "einpacken" oder auf ein
entsprechend geschütztes Modell zurückgreifen.

Die DS1820&Co sind zwar recht bequem i nder Anwendung aber manchmal ist
ein "klassischer" Sensor mit Meßverstärker doch noch besser ;)

Autor: olaf (Gast)
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Ob ein klassischer Sensor besser ist als ein 1820 habe ich mich auch
schon gefragt. Der 1820 hat bei mir einen KTY81 ersetzt. In der alten
Schaltung war es natuerlich so das es einen Abgleichpunkt gab.
Und wenn dann ein Servicetechniker alle paar Monate mal die Temperatur
geprueft hat dann hat er auch wenn notwendig neu abgeglichen.

Jetzt stellt sich natuerlich die Frage, aenderte sich dann die analoge
Schaltung oder auch der Sensor. Oder wenn sich ein herkoemmlicher
Sensor nicht aendert, wird er vielleicht unzuverlaessiger wenn da
Feuchtigkeit eindringt?
Also muss man seinen Sensor immer vor Feuchtigkeit schuetzen wenn die
Gefahr besteht das er nass werden kann.

Olaf

Autor: Wolfgang Tewes (Gast)
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nach all dem, was ist hier lese, wird immer deutlicher, dass diese
Sensoren eigentlich nicht für draußen geeignet sind. Es scheint so,
dass der Hersteller uns ein Bauteil liefert, dessen Innenleben klasse
Elektronik zur Verfügung stellt, dessen Umhüllung aber eher wenig
durchdacht ist.

Das komplette Umhüllen möchte ich nicht anwenden, weil ich denke, dass
gerade dann die sagenhafte schnelle Reaktion auf Temperatureränderung
dabei verloren geht. Aber genau darauf lege ich Wert. Ich tendiere
deshalb zur Löung mit dem Kleber auf die Anschlussstellen und dann mit
einem engen, elastischen Überzug - aber nur bis höchstens einem Drittel
des Gehäuses. Das Gehäuse selbst bietet hoffentlich ausreichend Schutz
vor Feuchtigkeit.

Wolfgang

Autor: Tassilo (Gast)
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Hi @All,

das Problem mit der Feuchte in IC-Gehäusen ist ein alt bekanntes!!

Gerade bei SMD können hier große Probleme auftreten!
Jeder vernünftige Hersteller tut Backen, das ganze Problem ist eben auf
die Bedrahtung der IC's zu schieben, dort entstehen durch mechanisch
und termische Belastung Risse im Gehäuse. Beim Löten in der Fertigung
kann es u.U. sogar zum Sprängen des Gehäuses kommen!
Beim Backen wird die Temperatur langsam angefahren und einige Stunden
gehalten (ca. 110°C), dann kann die Feuchte langsam entweichen und beim
Löten passiert nichts!

Wie gesagt es ist ein altes Problem, bei einem uC oder so Tritt dieses
halt oft nicht nach außen.

Liebe Grüße
Tassilo

Autor: Tassilo (Gast)
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Nochmal ich!!

Wir tauchen die Teile in Lötstopplack und der Käs is bissn!!!

Autor: Ratber (Gast)
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@Wolfgang Tewes


""nach all dem, was ist hier lese, wird immer deutlicher, dass diese
Sensoren eigentlich nicht für draußen geeignet sind. Es scheint so,
dass der Hersteller uns ein Bauteil liefert, dessen Innenleben klasse
Elektronik zur Verfügung stellt, dessen Umhüllung aber eher wenig
durchdacht ist""

Das kann man so einfach nicht sehen.

Es gibt derartige Sensoren auch für bestimmte Anwendungen aber leider
passiert es meist so das das Bastlerherz nur die leichterhältlichen und
Preisgünstigen Grundversionen verwendet die eben nicht besonders
geschützt sind.

Dabei bekommt man natürlich schnell den Eindruck das das Produkt nicht
besonders gut verarbeitet ist.

Nimm mal als Beispiel nur die hier häufig verwendeten Controller.

Die gibt es eben nicht nur in der oft verwendeten Version sondern auch
mit erweitertem Temperaturbereich oder mit Gehäusen die Mechanisch
besser sind.

zb. sind Millitäriche Versionen oft in Stabilen und besonders
geschützten Gehäusen erhältlich die die Teile fast unzerstörbar
erscheinen lassen.

Aber diese sind meist schwer bis garnicht zu bekommen und in den
meisten Fällen auch wesentlich Teurer so das se für den normalen Bedarf
nicht interessant sind und damit auch kaum von einem normalen Händer ins
Sortiment genommen werden.


Es ist ja so das die meistverwendeten Temperaturfühler einfache
Siliziumfühler sind die irgendwo zwischen -50 und 1xx Grad vertragen ,
dabei eine nur eine bestimmte Genauigkeit bzw. Serienstreuung haben und
auch eine mäßige Reaktionszeit besitzen.

Für das richtige Geld bekommste Eng tollerierte und Langzeitstabile
Fühler von -5xx -weit über 3xxx° bei den richtigen Händlern.

Wie geagt,das Angebot richtet sich nach der Nachfrage.


Für ein Sekundenhtermometer mit entsprechendem Schutz würde ich doch
besser auf massearme Einzelsensoren im Stahlgehäuse und passenden
Schaltungen zurückgreifen wie es bei den gehobenen Meßgeräten gemacht
wird oder man überlegt was einem wichtiger ist bzw. was man wirklich
braucht.

Autor: Ratber (Gast)
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Nachtrag weil zu schnell geklickt:


Das sollte nur ein Hinweis sein und keine Meckerei.

Autor: Tassilo (Gast)
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Hi Rather,

>Es gibt derartige Sensoren auch für bestimmte Anwendungen aber leider
>passiert es meist so das das Bastlerherz nur die leichterhältlichen
>und
>Preisgünstigen Grundversionen verwendet die eben nicht besonders
>geschützt sind.

Jetzt mach mir doch den DS1820 nich so schlecht! lol

Du hast total Recht! - wer was gescheites messen will muß auch den
nötigen Aufwand treiben!!

@All

Aber wo ist das Problem!? Sensor anlöten, hinhängen  - an seinem
Bestimmungsort, Dose Lack drüber und fertig!!!

LG
Tassilo

Autor: Stefan (Gast)
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Das mit dem Lack hab ich mir auch schon mal überlegt, z.B. mit den
überall erhältlichen Plastiksprays. Bei den Eigenschaften steht:
"Besitzt ausgezeichnete elektrische Eigenschaften und schützt vor
Feuchtigkeit und vor anorganischen, sauren und alkalischen Dämpfen.
Bleibt auch nach langer Zeit hochtransparent, flexibel und
UV-Lichtbeständig."
Stellt sich mir dabei die Frage, wie es mit der Wärmeleitfähigkeit
aussieht. Hat jemand damit schon Erfahrungen gesammelt?

Autor: Benedikt (Gast)
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Wie sieht es mit Wärmeleitkleber aus ?
Isoliert der auch gut ?
Oder as IC erst ankleben und dann die Anschlüsse mit Plastikspray
versiegeln, dann sollte es keine Probleme geben...

Autor: Ratber (Gast)
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@Tassilo


>Jetzt mach mir doch den DS1820 nich so schlecht! *lol*


Doch mache ich aber.

Der DS1820 is absoluter Müll und ich verbaue ihn nur so oft weil ich
ihn vernichten will wo ich kann grins

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Also ich habe einen DS1820 aufm Balkon liegen, da wird er auch schon mal
naß. Der ist nur in Schrumpfschlauch eingepackt und läuft super.


Der DS1820, der zu wenig anzeigt, wird bestimmt der sein den ich mal in
ein Glas Wasser gehalten habe (ohne Schrumpfschlauch).

Werde ihn mal jetzt bei 120° ausheizen (Keramikwiderstand ranpappen und
den dann mit einem AVR ein-/ausschalten. Thermostat habe ich nicht,
deshalb muß der DS1820 selber sein Ausheizen steuern.


Ich denke mal, mit Plastikspray einsprühen und dann Einschrumpfen
sollte in den meisten Fällen ausreichen.

Der I-Button DS1920 ist jedenfalls nicht das ware, viel zu groß und
dann braucht man noch ne extra Klemmfassung dafür.


Am besten wäre, wenn Maxim die DS1820 so lieferte, wie normale
Temperatursensoren: Einen fertig vergossenen Gnubbel mit 2m Schnur
dran


Peter

Autor: Ratber (Gast)
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Yep,genau diese hab ich oben gemeint.

Sowas hab ich auch schon gesehen aber frag mich bitte nicht nach
Hersteller und Typ.Ich weiß es nicht mehr.
Nur fast doppelt so Teuer war er aber das ist ja auch zu erwarten denn
die zusätzlichen Produktionsschritte kosten eben.

Ich bin auch der Meinung das ein einfaches Isolieren für die meisten
Geschichten reichen sollte.

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