Die Reihenfolge fuses-software-firmware ist gefährlich!
Bootloader müssen meistens zuerst (per ISP)auf den Kontroller geflasht
werden.
Da Ihr Zweck auch oft der ist, Leitungen vom ISP-Betrieb zu befreien,
dürfen die fuses erst danach geändert werden, sonst legt man u.U. ISP
still, bevor der Bootloader drauf ist.
Um vielleicht etwas zu klären, ein Fall, wie ich ihn beim AVR-Lab hatte
:
Zuerst wurde per ISP-Schnittstelle der Bootloader auf den atmega8
geflasht, danach wurden die fuses auf den Bootloader angepasst.
Von da an war der atmega 8 ein IC,das die Firmware per USB aufnehmen
konnte. Aber nur mithilfe der auf dem PC installierten Software
"AVR-Tools", die den Bootloader bedient, nicht aber über Pony oder
AVR-Studio.
Wenn man dann dem atmega8 die Firmware für einen STK500 schenkt, verhält
sich der mit der Firmware programmierte atmega wie ein STK 500, kann
also vom AVR Studio her als USB-Programmiergerät benutzt werden.
Fuses lassen sich bein AVR folgendermaßen ändern :
generell mit einem HV-Programmer, auch wenn irgend ein Blödsinn
hineingeraten ist, auch wenn man sich sozusagen ausgesperrt hat.
Mit ISP geht es eben nur dann , wenn einige kritische fuses in ruhe
gelassen wurden.
"mit Software" (innerhalb eines Programms ?) geht es nicht, da die
Fuses vom Programm im Kontroller her nicht zugänglich sind.