Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler eine 250
GB-Festplatte von Seagate bestellt. Die ist heute angekommen, allerdings
steht auf dem Etikett drauf: "Seagate - Certified Repaired HD".
Taugt so eine rundumerneuerte Platte was oder sollte ich sie besser
umtauschen ?
(es handelt sich um eine Seagate DB35 Serie 250GB CE ST3250824ACE)
Die Platte kenne ich jetzt nicht. Wenn es die aber noch neu auf dem
Markt gibt, würde ich die auf jeden Fall umtauschen.
Stand denn in der Beschreibung etwas von "Certified Repaired"? Der
Händler muss soetwas IMHO angeben und darf eine solche Platte dann auch
nicht als Neuware, sondern z.B. als "Generalüberholt" verkaufen.
Jetzt starte ich wahrscheinlich gleich einen Kleinkrieg, aber: Geld
zurückbuchen lassen und eine Samsung kaufen ;-)
Matthias schrieb:
[..]
> Taugt so eine rundumerneuerte Platte was oder sollte ich sie besser> umtauschen ?
Vor einiger Zeit habe ich eine Seagate IDE Festplatte im Online Store
eines bekannte Händlers "gezackt". Das war damals aber eine ST3400832A.
Als die Platte ankam, war die Überraschung groß, da die Platte irgendwie
gebraucht aussah. Mit den SeaTools habe ich dann herausgefunden, dass
die Platte schon fast 20.000h(!) hinter sich hatte. So einer Platte
vertraue ich natürlich keine Daten mehr an. Das Ding ist dann zurück
gegangen und ich habe neben der Erstattung des Kaufpreises auch auf die
Rücküberweisung der Versandkosten bestanden. Nach anfänglicher Meckerei
hat man mir diese dann auch vollständig erstattet.
Daher ist mein Rat ganz klar: Lass das Ding zurückgehen und Dir Dein
Geld zurück überweisen. Einen eventuellen Datenverlust kann man nie mit
ein paar gesparten Euro wieder reinholen.
Viele Grüße,
Stefan
"Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler"
welcher? Warum werden nie Namen genannt? Ich wundere mich immer über
diesen C**rad, P***in, und sonstigen Quatsch. OK, Du warst wenigstens
konsequent und hast dann gar keinen Namen genannt ;-)
Mit "recht bekannten Händler" wollte ich eigentlich nur verdeutlichen,
daß es nicht der Kistenschieber um die Ecke gewesen ist, sondern ein
eigentlich als seriös angesehener Händler.
Also wenn Seagate eine Platte als certified repaired bezeichnet ist sie
sicher fast wie neu. Etwas guenstiger wie eine neue aber was solls.
Wenn's eben guenstig sein soll. Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue
Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?
Optimistische Version: Vor einiger Zeit hatte Seagate mal Firmware Bugs
in seinen Festplatten. Die Evtl. hat der Händler seine neuen Platten zu
Seagate geschickt und dann mit "Certified Repair" Aufkleber
zurückbekommen.
Nebliger Tag schrieb:
> Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue> Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?
20000 Stunden sind 833 Tage Dauerbetrieb. So eine Platte würdest du als
"neu" kaufen, bezahlen und ihr wichtige Daten anvertrauen?
Nebliger Tag schrieb:
[..]
> Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue> Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?
Hast Du Dich schon einmal damit befasst, was MTBF bedeutet? Ich kann
dazu den Artikel auf Wikipedia empfehlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/MTBF
Die von mir oben erwähnte Platte hat eine MTBF von 600.000h. Wenn ich
beabsichtige, die Platte noch weitere 20.000h zu betreiben, liegt die
Ausfahlwahrscheinlichkeit nach dieser Zeit bereits bei 6,4%. Kein Grund
zur Aufregung? Deine Nerven möchte ich haben...
Gruß,
Stefan
Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen
Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige
Daten sollte man eh auf einem Raid haben.
Nebliger Tag schrieb:
> [..] Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. [..]
Da bin ich mir aber gar nicht mal so sicher. Bestimmt stellt jeder Start
der Festplatte eine erhöhte Belastung dar, aber alle namhaften
Hersteller bieten neben den "normalen" Festplatten für den Gebrauch an
einem Arbeitsplatz auch noch Varianten an, die speziell für den
Dauerbetrieb bestimmt sind. Das tun sie sicher nicht ohne Grund. Der
höhere Preis deutet auch darauf hin, dass man hier wahrscheinlich in
Zuverlässigkeit inverstiert hat.
Gruß,
Stefan
Nebliger Tag schrieb:
Moin Moin,
> Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen> Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige> Daten sollte man eh auf einem Raid haben.
welche Heimanwender-Festplatte hat eine MTBF von 5000000h?
Abgesehen von einer Intel-SSD ist mir so eine Zahl noch nie
untergekommen und SSDs sind fuer mich jetzt nicht so alltaeglich
das man die mit allen Festplatten gleichsetzen kann.
Gruesse,
Michael
Nebliger Tag schrieb:
> Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen> Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige> Daten sollte man eh auf einem Raid haben.
Anscheinend hast du dich noch immer nicht informiert, was die MTBF
ueberhaupt ist.
Ausserdem zeig mir eine HDD, die mit einer MTBF von % Mio. Std.
spezifiziert ist.
Selbst teure Serverplatten haben eine angegebene MTBF im Bereich von 1,2
Mio. Std.
Ausserdem ersetzt ein RAID keinesfalls die Datensicherung!
Wie WK, dass waehrend ein "degraded" RAID5 rebuilded eine weitere Platte
ausfaellt, ist nicht zu unterschaetzen!
"Also wenn Seagate eine Platte als certified repaired bezeichnet ist sie
sicher fast wie neu."
Das kann ich aus leidiger Erfahrung verneinen. Wenn man eine defekte
Platte während der Garantiezeit zu Seagate einschickt, dann erhält man
zum Austausch auch nur "certified repaired"-Ware zurück. Mehr als die
Hälfte dieser Austauschplatten wiesen bei mir jedoch schon nach relativ
kurzer Zeit wieder Defekte auf (bin gewerblicher EDVler). Angesichts der
Dumping-Preise für neue Festplatten kann ich mir nicht vorstellen, daß
Seagate bei defekten Platten zeit- und kostenintensive Reparaturen
unternimmt. Ich VERMUTE (nicht "ich weiß"), daß Platten mit defekten
Sektoren lediglich Lowlevel-formatiert werden und ohne weiteres
Brimborium mit dem "certified"-Kuckuck versehen als Austauschware zum
Kunden zurückgehen. Dann könnte man sich allerdings die Reklamation
sparen, denn das Lowlevelformat läßt sich mit den Seatools auch selbst
erledigen. Ich habe das in der Vergangenheit auch mehrmals probiert, nur
eben mit der gleichen Symptomatik, daß die Platten ziemlich schnell
wieder defekte Sektoren aufweisen. Daher fliegen die Teile bei mir
sofort in die Schrottkiste...
Nebliger Tag schrieb:
> [..] Diese 30 euro kann man nun der reduzierten Sicherheit> gegenueberstellen. Nein ?
Realistisch muss man die gesparten € 30,- mit den eventuellen Kosten
eines Plattentausches gegenüber stellen und da ist die Ersparnis ganz
schnell wieder weg.
Nehmen wir einmal an, dass die Platte im Rahmen der Gewährleistung
kostenfrei getauscht wird, so kommen immer noch die Kosten für den
Versand und/oder die Fahrtzeit/-kosten zur Post oder zum Händler dazu.
Zusätzlich muss man noch die Zeit für den Aus- und Wiedereinbau der
Platte und die Reorganisation berücksichtigen. Rechne mir bitte mal vor,
wie Du das für € 30,- machen willst.
Gruß,
Stefan
Meine Glaskugel sagt: es gibt solche und solche.
Woher soll ein Reparateur die Zeit haben, alle VERSTECKTEN Mängel zu
finden??? Es gibt HDs die sind mausetot. Da ist z.B. die
Elektronik-Repartur sichtbar erfolgreich möglich.
Aber ich habe bei einer bunten Mischung von >100 HDs ca. 40% HDs mit
schleichenden Softerrors gefunden. Wenn diese "repariert" würden, wäre
die Hälfte davon SCHEINBAR ok, nur nicht lange!
Nun frage ich obige Statistiker welche Sorte Matthias bekommen hat!
>Rechne mir bitte mal vor, wie Du das für € 30,- machen willst.
Wie schon gesagt, es gibt Leute, die haben einen inneren oder auch
aeusseren Zwang, immer nur das Guenstigste zu kaufen und ueberall den
Preis zu druecken. Ich habe kein Problem eine Serverplatte mit 1.2Mio
Stunden MTBF einzubauen auch wenn die jetzt 60 oder 100 euro kostet. Die
Umtriebe bei einem Plattencrash sind eh viel hoeher.
Matthias schrieb:
> Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler eine 250> GB-Festplatte von Seagate bestellt. Die ist heute angekommen, allerdings> steht auf dem Etikett drauf: "Seagate - Certified Repaired HD".
Das dürften die als Ersatz für reklamierte HDDs an den Händler
gelieferten Festplatten sein. Der Händler wird den betroffenen Kunden
schon Ersatzlieferungen zugestellt haben und sitzt nun auf der
Ersatzware des Festplattenherstellers.
Da die Hersteller nur bis zu einem bestimmten Alter der Festplatten
(Frühausfälle) Neuware als Ersatz liefern, würde es dann auch zu
Problemen mit der Garantiedauer kommen. Der Händler dürfte die Ware also
nur als gebraucht mit Restgarantie anbieten. Das Ganze ist also nicht
korrekt vom Händler. Welcher war es denn? Würde mich auch interessieren.
Seagate läßt, wie es ausschaut, seine Festplatten in Rumänien "Certified
Repaired". Jedenfalls kam eine Ersatzlieferung für eine reklamierte dort
her (Packetverfolgung).
Oje, da habe ich ja mit meiner Frage `was angerichtet g
1. Eine Überprüfung der Seriennummer auf der Seagate-Homepage zeigte an,
daß die Garantie Mitte September 2013 abläuft. Davon ausgehend, daß
normalerweise 5 Jahre Garantie gewährt werden, ist die Platte also schon
über ein Jahr alt und ich bezweifle, daß sie in dieser Zeit still in der
Ecke ruhte.
2. Mit den "SeaTools" läßt sich wohl die bisherige gesamte Betriebsdauer
ermitteln. Da dies nur in eingebautem Zustand möglich ist, ich die
Platte aber nicht aus der Blistierverpackung herausnehmen wollte, war
mir eine solche Überprüfung nicht möglich.
3. Daß reparierte ("erneuerte") Geräte, Restposten u.ä. im Ausverkauf
("Clearance") zu günstigen Preisen angeboten werden, ist mir bekannt. In
diesem Fall wurde die Platte jedoch ganz normal bestellt, ich ging also
davon aus, Neuware zu erhalten.
4. Falls es denn wirklich von Interesse ist: Bei dem Händler handelt es
sich um Atelco. Wobei ich mit Atelco bislang nur positive Erfahrungen
gemacht habe (u.a. Komplett-PC und mehrer interne HDDs gekauft).
Ich habe mal eine 100GB-HDD von WD (genauen Typ weiß ich nicht mehr) zur
Reparatur eingeschickt und dafür eine ähnlich alte "reparierte" Platte
des gleichen Typs bekommen. Soweit ok. Die ausgetauschte Platte hatte
von Anfang an unerklärliche sporadische Probleme beim Schreiben größerer
Dateien. Erst vermutete ich das externe Gehäuse als Ursache, doch Tests
im PC ergaben, das es wirklich die Platte war.
Offenbar müssen die Hersteller extrem sparen (ihren Gewinn maximieren),
sonst würden sie Festplatten nicht reparieren. Niemand weiß, was die
empfindliche Mechanik und Plattenoberfläche so alles mitgemacht hat.
Jedenfalls würde ich einer reparierten Festplatte keine Daten mehr
anvertrauen, das Mißtrauen ist zu groß.
Schick die Platte zurück und verlange dein Geld inkl. deiner Auslagen
zurück. Stand es eigentlich irgendwo im Online-Shop? Wenn nicht und der
Händler motzt rum, dann Strafanzeige wegen Betruges.
Naja, wenn ich mir die Atelco-Läden anschaue, wundert es mich nicht,
dass die gebrauchte Platten verticken...
> 1. Eine Überprüfung der Seriennummer auf der Seagate-Homepage zeigte an,> daß die Garantie Mitte September 2013 abläuft. Davon ausgehend, daß> normalerweise 5 Jahre Garantie gewährt werden, ist die Platte also schon> über ein Jahr alt und ich bezweifle, daß sie in dieser Zeit still in der> Ecke ruhte.
Bereits von den Eckdaten her kann man erahnen, daß die Platte sogar
erheblich älter sein muss als ein Jahr - das ist eine 3.5"-Platte mit
nur 250 GB Kapazität, soetwas wird bereits seit etlichen Jahren nicht
mehr produziert.
Der weiter oben verlinkte c't-Beitrag aus dem August beschreibt den
Verkauf gebrauchter 400 GB-Platten, die 2005 hergestellt wurden.
Betrachtet man den Preisverlauf dieser Festplatte
http://www.heise.de/preisvergleich/?phist=187676&age=2000
so sind die ältesten Einträge dort von Anfang 2006.
Wenn überhaupt, dann wird auch Deine Platte nicht sehr viel neuer sein.
Das eine Jahr, das Du aufgrund der Garantie ermittelt hast, dürfte die
Platte nach ihrer "Rezertifizierung" herumgelegen haben - was kein
Wunder ist, denn wer kauft heutzutage noch so winzige Festplatten?
Das ändert nichts daran, daß der Vorgang zumindest gefühlter Beschiss
ist.
>>Rechne mir bitte mal vor, wie Du das für € 30,- machen willst.>Wie schon gesagt, es gibt Leute, die haben einen inneren oder auch>aeusseren Zwang, immer nur das Guenstigste zu kaufen und ueberall den>Preis zu druecken. Ich habe kein Problem eine Serverplatte mit 1.2Mio>Stunden MTBF einzubauen auch wenn die jetzt 60 oder 100 euro kostet. Die>Umtriebe bei einem Plattencrash sind eh viel hoeher.
Naja, ich war auf der BOS und habe danach Informatik studiert und musste
leider ständig auf's Geld schauen.
Für Berufstätige, die normal verdienen ist das wohl kein großer
Unterschied ... Da kann man es mit dem Geiz auch übertreiben.
Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist, so vielfältig sind
auch die Umstände der Kunden, die eben teure oder billige Festplatten
kaufen wollen oder müssen.
> Bereits von den Eckdaten her kann man erahnen, daß die Platte sogar> erheblich älter sein muss als ein Jahr - das ist eine 3.5"-Platte mit> nur 250 GB Kapazität, soetwas wird bereits seit etlichen Jahren nicht> mehr produziert.
Mmh, ich will die Festplatte in ein vorhandenes externes Gehäuse
einbauen, das so eine Art IDE-to-USB-Adapter enthält. Sind solche
`Adapter` mittlerweile auch für S-ATA-Platten erhältlich ?
> Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist,
Naja, die Anzahl der Hersteller lichtet sich allmählich...
Hallo
Matthias schrieb:
> Mmh, ich will die Festplatte in ein vorhandenes externes Gehäuse> einbauen, das so eine Art IDE-to-USB-Adapter enthält. Sind solche> `Adapter` mittlerweile auch für S-ATA-Platten erhältlich ?
Das Problem ist eher, daß so gut wie keine externen USB-Gehäuse mehr
aufzutreiben sind, die nicht SATA sind...
>> Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist,> Naja, die Anzahl der Hersteller lichtet sich allmählich...
Den Werdegang der Platte beim Händler würde ich so deuten:
Kunde kauft vor xx Monaten HD, reklamiert diese nach kurzer Zeit,
Händler macht Soforttausch und schickt die defekte ein.
Platte kommt zurück und landet im Regal und liegt dort, bis Du sie
kaufst.
Erfahrungsgemäß steht es zwar auf dem Lieferschein, daß es eine
Certified Repaired HD ist, das liest aber der Lagermensch wohl kaum.
IBM hat da zum Ende der Garantie mir der DTLA-Serie nur noch so gemacht,
von den Versicherungen, daß die Platten wie neue sind, wußten diese aber
nicht viel und fielen gleich wieder aus...
Ich denke mal, auch Seagte wird diese konkrete Serie längst nicht mehr
fertigen, dann wird Garantie eben so gelöst.
Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus
obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen, problematisch ist es, daß
man sie nicht sinnvoll testen kann. Sie kann genausogut ewig halten wie
nach 3 Wochen ausfallen.
Gruß aus Berlin
Michael
> Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus> obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen,
Wenn er sie als neu verkauft, muß sie auch neu sein.
> Das Problem ist eher, daß so gut wie keine externen USB-Gehäuse mehr> aufzutreiben sind, die nicht SATA sind...
Okay, so oft kaufe ich keine externen Festplatten g
Hallo,
Rolf Magnus schrieb:
>> Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus>> obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen,>> Wenn er sie als neu verkauft, muß sie auch neu sein.
Deshalb würde ich zum Händler gehen, sie gegen eine neue tauschen oder
mir mein Geld wieder geben lassen oder einen Nachlaß aushandeln usw.
usw.
Dem Händler würde ich trotzdem keine Absicht unterstellen, er dürfte
genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte vom
Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.
Ich habe diese Verfahren weder erfunden noch finde ich sie gut.
Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller
und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als
defekt herausstellt.
Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn
der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.
Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.
Meine Meinung (und Erfahrung).
Gruß aus Berlin
Michael
"certified repaired......"
Urks, meine Erfahrung:
Als Privatanwender, ok, aber wichtige daten würde ich ihr nie
anvertrauen.
Beruflich, weg damit, ignorieren oder was weiß ich, bei uns fallen knapp
80% von den dingern nach spätestens einem Monat wieder aus.
(Wir haben uns die frage auch mal gestellt und alle die wir finden
konnten zusammengekratzt und in einer testweisen Datenbankumgebung
betrieben. Fazit: Unternehmenkritisch gesehen sind die Dinger Treibsand,
weil die Raidcontroller mit dem rebuilden nicht mehr hinterherkommen ehe
die nächte stirbt.)
>Raidcontroller mit dem rebuilden nicht hinterherkommt
Stimmt, Rebuild großer, voller HDs braucht Taaage, während das gleiche
System bein leeren HDs bereits in 20 Minuten fertig wäre.
@Hannes:
Das unterschreibe ich dir!
Du darfst das nicht mit HDDs im Desktopthomekrückenbereich vergleichen
wo
alle paar jahre mal ein Zugriff stattfindet.
Im Storagebereich laufen die dinger ab ihrer ersten Lebensminute unter
Vollast, eben das was sie hergibt, schwächstets Glied der Kette und
so.....
Kannst dir sicher denken das man die Teile irgendwann nicht mehr sehen
kann/will.
> Dem Händler würde ich trotzdem keine Absicht unterstellen,
Das tue ich auch nicht.
> er dürfte genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte> vom Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.
Naja, wenn er einen Garantiefall einschickt, sollte er aber nicht ganz
selbstverständlich davon ausgehen, daß er ein neues Ersatzgerät bekommt
und nicht etwa das reparierte alte. Das wird doch bestimmt auch im
Lieferschein gestanden haben. Ist es üblich, daß Händler den ungesehen
wegwerfen und die gelieferten Sachen, ohne sie weiter anzusehen, ins
Regal werfen?
> Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller> und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als> defekt herausstellt.
In diesem Fall ist über das Alter der Platte ja nichts bekannt, aber im
Thread kam auch schon eine mit 20.000 Stunden Betriebsdauer auf dem
Buckel. Da kann von "bei Einbau sofort als defekt" keine Rede sein.
> Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn> der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.
Warum sollte er das müssen?
> Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.
Wenn er dem Kunden sofort ein Austauschgerät mitgibt, ja. Mich hat das
zwar auch schon mal genervt, als ein Händler das nicht getan hat, aber
ich kann's durchaus verstehen.
Hallo,
Rolf Magnus schrieb:
>> er dürfte genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte>> vom Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.>> Naja, wenn er einen Garantiefall einschickt, sollte er aber nicht ganz> selbstverständlich davon ausgehen, daß er ein neues Ersatzgerät bekommt> und nicht etwa das reparierte alte. Das wird doch bestimmt auch im> Lieferschein gestanden haben. Ist es üblich, daß Händler den ungesehen> wegwerfen und die gelieferten Sachen, ohne sie weiter anzusehen, ins> Regal werfen?
Üblich sollte es nicht sein, für ausgeschlossen würde ich es aber nicht
gerade halten, in fast keiner Firma.
>> Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller>> und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als>> defekt herausstellt.>> In diesem Fall ist über das Alter der Platte ja nichts bekannt, aber im> Thread kam auch schon eine mit 20.000 Stunden Betriebsdauer auf dem> Buckel. Da kann von "bei Einbau sofort als defekt" keine Rede sein.
Das betraf die reparierte Platte, das ist mit Sicherheit nicht die, die
eingeschickt wurde. Auch beim Hersteller wird da nur ausgetauscht.
>> Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn>> der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.>> Warum sollte er das müssen?
Ja, müssen muß er eigentlich nicht, aber:
als Kunde würde ich wohl den Händler wechseln oder auf Rückabwicklung
bestehen, wenn ich eine Stunde nach Kauf wieder im Laden stände und mir
mindestens 14 Tage für die Rekla eröffnet werden.
Alternative für mich als Kunden wäre ja nur, noch eine zukaufen, ich
habe die ja zum Benutzen für mich gekauft, nicht zur Umsatzerhöhung des
Händlers.
Genau da liegt doch das Problem: ist es ein kleiner Händler kann er es
sich eigentlich nicht leisteun, einen Soforttausch zu machen, den Kunden
zu verlieren kann er sich aber meist auch nicht leisten...
Ist es ein großer Händler tauscht er eben und geht das Risiko ein.
Kunde kommt wieder, weil "die sind wenigstens unproblematisch bei
Reklas".
Der große steckt es weg. Die Marge stimmt trotzdem, weil er bei 2000
Stück eben einen besseren EK bekommt als der kleine bei 1 Stück.
>> Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.>> Wenn er dem Kunden sofort ein Austauschgerät mitgibt, ja. Mich hat das> zwar auch schon mal genervt, als ein Händler das nicht getan hat, aber> ich kann's durchaus verstehen.
Ich verstehe es auch, hätte ich aber das konkrete Problem, was sollte
ich dann machen???
Unwichtiges Beispiel: meine DVB-T-Box geht nach 3 Jahren kaputt.
Also schnell in den xxxxx-Markt und Ersatz geholt.
Nur ein Gerät auffindbar, das meinen Vorstellungen entsprach, also
gekauft.
Am nächsten Tag zurück, da defekt.
Austausch ging nicht, war nicht mehr vorrätig, also Geld zurück und
woanders Ersatz gekauft.
Ob ich bei einem kleinen Händler jetzt bereit gewesen wäre, 14 Tage auf
eine Rücksendung an den Lieferanten/Hersteller zu wäre?
14 Tage ohne TV hätte mich zumindest gestört, 14 Tage ohne TV hätte aber
des häuslichen Frienden eher in einen "Kleinkrieg" verwandelt... ;-(
Ob ich mir das angetan hätte?
Hätte ich dann eine zweite kaufen sollen, um nach 14 Tagen gleich
Reserve zu haben?
Hätte ein kleiner Händler mir das Geld zurückgegeben und hätte das Teil
dann als repariert zurückbekommen, müßte er es als gebraucht mit Verlust
verkaufen und hoffen, daß ich weiterhin soviel bei ihm kaufe, daß sich
das letztlich doch rentiert. Auch keine wirkliche Lösung.
Gruß aus Berlin
Michael
Habe auch mal vor 6 Jahren eine Seagate - Certified Repaired HD gekauft.
War ein Sonderposten und beim Kauf hatte ich es nicht gesehen. Diese
Platte läuft seitdem einwandfrei. Nur im Winter will die Platte nicht
sofort anlaufen, wenn es im Zimmer unter so 15° hat. Das heißt, PC
einmal zusätzlich aus und wieder einschalten damit die Platte anläuft.
FAZIT: nie wieder.
Jürgen W. schrieb:
> Nur im Winter will die Platte nicht> sofort anlaufen, wenn es im Zimmer unter so 15° hat. Das heißt, PC> einmal zusätzlich aus und wieder einschalten damit die Platte anläuft.
Kann aber auch am Mobo oder Netzteil liegen (ist sogar eher
warscheinlich).
Kurze Rückmeldung: Platte ging am 22.12. per Post an Atelco zurück, am
29.12. stand der Postbote mit einer Ersatz-Platte vor der Tür. Da kann
man wirklich nicht klagen, ein perfekter Service.
Die neue HD ist von Western Digital mit Produktionsdatum vom 09.11.2009,
die scheinen also noch IDE-Platten herzustellen.
Vielen Dank für die Tips und ein gutes neues Jahr !