> ja zwei aber blöde Frage wie nehme ich dann auf. Ich komme doch nicht in
> das Menü des alten Recivers um die aufnahmen zu Programmieren.
Richtig. Du hast das Problem des Digitalfernsehens erkannt.
Mit analoger Aufnahmetechnik (und dazu gehört auch so ein DVD-Recorder)
ist man aufgeschmissen, wenn man automatisch zu unterschiedlichen Zeiten
unterschiedliche Sendungen aufzeichnen will.
Was geht, ist das Einstellen eines Programmes am Digitalreceiver und
das zeitgesteuerter Aufzeichnen genau dieses einen Programmes.
Wenn Digitalreceiver und Videorecorder (der DVD-Recorder ist letztlich
nichts anderes) von einem Hersteller sind und beide Geräte dafür
vorgesehen sind, dann gibt es die kleine Chance, daß der Videorecorder
den Receiver steuert und so das zu empfangende Programm vorgeben kann.
So eine Kombination hat man aber i.d.R. nicht.
Hinzu kommt, daß das analoge Aufzeichnen von digital ausgestrahltem
Fernsehmaterial ziemlich ineffizient ist.
Das digital ausgestrahlte Material wird vom Receiver in ein analoges
Videosignal konvertiert und vom DVD-Recorder wieder in ein digitales
Format konvertiert. Einerseits treten dabei Verluste bei der
Bildqualität auf, andererseits komprimiert so ein DVD-Recorder nicht
besonders gut, was an den lächerlichen Spielzeiten von mit solchen
Geräten bespielten DVDs zu erkennen ist. Hinzu kommen Formatprobleme
beim Wechsel von 16:9- auf 4:3-Material.
Sinnvoller ist es hier, einen Digitalvideorecorder zu verwenden, der das
bereits digital vorliegende Fernsehmaterial ohne große Umwandlungen
direkt aufzeichnet.
Allerdings verfügen diese Geräte i.d.R. nicht über die Möglichkeit der
Aufzeichnung auf DVDs, stattdessen werden Festplatten verwendet.
Das ist, solange man ausgestrahlte Sendungen nicht dauerhaft archivieren
will, aber kein wirklicher Nachteil.
Es werden etwa 2 GB Festplattenkapazität pro Stunde benötigt, daher
genügt bereits eine simple 160 GB-Festplatte für 80 Stunden
Videomaterial.
Solche Festplattenreceiver sind nicht mehr besonders teuer.
Gute Geräte bieten dann auch noch zusätzlichen Bedienungskomfort wie
zeitversetztes Ansehen oder auch eine Stoptastenfunktion bei "live"
angesehenem Material.
Es gibt auch die Möglichkeit, so etwas selbstzubauen; das linuxbasierte
VDR-Projekt bietet dann erweiterten Bedienkomfort, den kommerzielle
Geräte nicht bieten, wie z.B. automatisches Setzen von Schnittmarken, um
Reklame unterbinden zu können, oder die Möglichkeit des Streamings von
aufgenommenem Material an geeignete Streamingclients über ein Netzwerk.
Ich nutze seit langem die von der c't vertriebene Distribution "c't-VDR"
auf einem eigens dafür zusammengestellten sehr stromsparendem System.