Es ist fast immer sinnvoll, in einer Schaltung mit einem Bezugspunkt (=>
Masse/Ground oder wie auch immer) zu arbeiten. Der Unterschied sind
relative Spannungen. Generell gilt immer: Spannungen
(Potentialdifferenzen) sind immer relativ; und zwar zum gerade
gemessenen Bezugspunkt. Ändert man den Bezugspunkt, ändert sich auch die
Spannung (sofern der Bezugspunkt natürlich ein anderes Potential hat).
Bei 2 getrennten Massen kann jede Schaltung für sich (gegen seine eigene
Masse) z.B. 5V erzeugen (relative Spannung). Gegen die Masse der anderen
Schaltung kann das aber irgendeine andere Spannung sein, weil die ja
einen anderen Bezugspunkt (Masse) hat bzw. haben kann. Verbindest Du nun
irgendwann z.B. Deine 5 V über einen Verbraucher mit der Masse der
anderen Schaltung, können das aber schon z.B. 8 V sein! Und kaputt ist
die Folge.
Das alles muß natürlich nicht sein, kann aber. Und wird durch Verbinden
der Masse verhindert. Wenn Du noch nix verbunden hast, kannst Du ja mal
spaßeshalber z.B. Masse gegen Masse mit einem Voltmeter messen und
sehen, ob beide Massen das gleiche Potential haben.
Frag ich jeden Lehrling im ersten Lehrjahr, "weil Trenntrafos ja die
ultimative Sicherheit sind und nix passieren kann":
Was passiert, wenn ihr hinter dem Trenntrafo eine Hand an der Erde
habt und eine an der Phase? => (Euch) vermutlich nix, richtig.
Was passiert, wenn ihr hinter dem Trenntrafo eine Hand am Nullleiter
habt und eine an der Phase? => Zum Glück wissen vorher schon fast
alle, daß es dann eine geschossen gibt. Das ist das Thema
Potientialdifferenz/Bezugspunkt.