Hier ein bisschen weniger mathematisch und (hoffentlich!) anschaulicher
- ist natuerlich kein strenger Beweis, aber macht das Verhalten
plausibel:
Ich nehme dabei an, mit "Random-Signal" meinst Du ein Digitalsignal mit
zufaelliger (oder pseudo-zufaelliger) Bitfolge, aber konstanter
Datenrate f (z.B. f=1 MHz wuerde heissen eine Million Bits pro Sekunde).
Wirklich zufaellige Signale (also weisses Rauschen) hat keine
Nullstellen, sondern eine konstante Amplitude ueber das gesamte
Frequenzspektrum.
Die Bitfolge kann also folgende periodische Teilsequenzen beinhalten
(eventuell auch nur halbe Perioden davon):
(1) 01010101...
(2) 0011001100110011...
(3) 000111000111000111...
(4) 0000111100001111....
usw.
Nachdem alle diese Folgen periodisch sind, hat jede einzelne ein
diskretes Frequenzspektrum (Fourier!). Ein Rechteckssignal (oder jede
anderes Digitalsignal bei dem "0" und "1" spiegelsymmetrisch sind, z.B.
also auch Dreieck oder trapezoide Wellenform) hat nur ungeradzahlige
Oberwellen:
(1) Grundfrequenz = f/2 ==> Spektrum: f/2, 3f/2, 5f/2, 7f/2, ...
(2) Grundfrequenz = f/4 ==> Spektrum: f/4, 3f/4, 5f/4, 7f/4, ...
(3) Grundfrequenz = f/6 ==> Spektrum: f/6, 3f/6, 5f/6, 7f/6, ...
(4) Grundfrequenz = f/8 ==> Spektrum: f/8, 3f/8, 5f/8, 7f/8, ...
usw.
Wenn Du Dir das eine Weile durchsiehst, erkennst Du, dass keine dieser
Folgen jemals die Frequenzen f, 2f, 3f usw. enthaelt: Die Zaehler sind
alle ungeradzahlig, die Nenner sind alle geradzahlig, damit koennen sich
die beiden nie auf eine ganze Zahl herauskuerzen.
Die zufaellige Bitfolge ist nun eine Mischung aller dieser Beitraege. Da
kein einziger Beitrag Komponenten bei f, 2f, 3f usw. beisteuert, hat das
resultierende Spektrum also Nullstellen bei allen Frequenzen, die
Vielfache der Datenrate sind.
Wolfgang