Gast
#1534173
Hallo, ich versuche gerade, meine Gedanken zu einer Schutzbeschaltung für einen RS485-Treiber in geordnete Bahnen zu lenken :-/ Hintergrund: DMX-Protokoll (also 250kBaud) über SN75176. Der Baustein verkraftet nominell +-15V am Eingang. Da im Einsatzgebiet auf gleichen Steckern noch eine sog. Phantomspeisung von +-48V (wenig bis garkein Strom, wird i.d.R. genutzt, um Elektretmikros zu polarisieren), wollte ich die Treiber gegen denkbare Missgeschicke absichern. Mir kam nach einiger Überlegung folgende Idee: * Beide Eingänge jeweils gegen Masse und gegeneinander mit einer Suppressordiode (Vz etwa 10V) schützen; * Vor beide Eingänge eine Polymersicherung (selbstrückstellend) mit genügend kleinem Auslösestrom (~40mA) setzen. Im Fehlerfall würde mindestens eine der Suppressordioden leitend werden und bei anhaltender Fehlbedingung die Sicherung auslösen. Nun hat man mich aber auf den Trichter mit der parasitären Kapazität der Dioden gebracht: Die liegt beim angepeilten Typ bei schlimmstenfalls 2nF. Pro Ausgang wären das dann 4nF (eine Diode gegen Masse und eine zwischen den Ausgängen) -- optimistische 250kHz angenommen wären das pimaldaumen 1/(zweipi 250e3 4e-9) = 160 Ohm parasitär, also zu viel (bzw. zu wenig..) Was wäre denn ansonsten noch denkbar oder überhaupt vonnöten? Die Treiber sind natürlich gesockelt, aber das hilft im Ernstfall logischerweise nichts. Vielen Dank, MfG Kama