Hallo an alle!
Ich suche nach einem Stepdown der mit einer Eingangsspannung von 15 bis
22 Volt arbeiten kann und dabei einen Ausgangsstrom von 10 Amper
liefert.
Das ganze brauch ich um meine selbstgebaute Standheizung (12 Volt) mit
zwei 18 Volt Bohrmaschinenakkus (parallel geschaltet) zu betreiben.
Hab schon im Internet gesucht, hab aber bis jetzt keine kostengünstige
Variante gefunden.
Kann mir jemand helfen?
mmh, die üblichen 18V Bohrmaschinen-Akkus haben 2Ah Kapazität. 2 davon
parallel ergibt 4Ah.
Rechnen wir mal:
Deine Standheizung braucht 12V/10A also 120W. Ein guter StepDown-Regler
hat einen Wirkungsgrad von ca. 90%. Deine Aufnahmeleistung beträgt also
ca. 133W.
Bei 18V wären das rund 7,4A Aufnahmestrom. Das heißt, deine Standheizung
läuft, wenn es hoch kommt, vielleicht eine halbe Stunde.
Das Konzept solltest du dir vielleicht noch mal überlegen.
Von Statron gibt es diese Stepdown Wandler fertig aufgebaut. Eigentlich
für 24 nach 12Volt.
Was die bei 18Volt noch am Ausgang bringen, weiss ich nicht. Lässt sich
sicherlich einstellen. 10 Ampère macht das Teil, wenn ich mich recht
erinnere. Aber mit 50-70 Euro musst Du wahrscheinlich rechnen, soviel
wird das Teil kosten.
http://www.statron.de/details/3
Gruß Axel
Und selbst wenn die Standheizung nur 10 Minuten läuft:
Es war nach einen StepDown gefragt - nicht nach der Laufzeit der
Akkus...
edit:
habe gerade gekramt - habe nch eins. Für 50 Euro kannst Du es haben.
Heyho!
Erstens mal danke an alle die so schnell zurück geschrieben haben.
Ja das das ganze nur ca. eine halbe Stunde läuft ist mir klar, ich will
ja auch nur mein Auto in der früh ein bisschen aufheizen, damit ich bei
der Scheibe rausseh und es ein bisschen wärmer ist.
Habs auch schon mit einem Bleiakku (12V, 7AH) probiert, nur das
Ergebniss war nicht gerade befriedigend, bei Zimmertemperatur hat die
Standheizung ca. 35 Minuten funktioniert, draußen im Auto warens nicht
mal 10 Minuten, also will ich jetzt auf NICD Akkus umsteigen.
Hab mir auch überlegt, dass ich einfach die beiden Akkus zerlege und
daraus einen großen Akkublock mit 12 Volt mache...
Aber dann müsste ich um die Akkus aufzuladen immer wieder auf 18 Volt
umbauen, damit ich das Originalladegerät verwenden kann. Deshalb der
Stepdown.
@Axel: Hast du die Möglichkeit mal auszuprobieren, was dein Stepdown bei
18 Volt Eingang macht?
lg styx
>Das ganze brauch ich um meine selbstgebaute Standheizung (12 Volt)...
Dann baue sie doch so, daß sie mit höherer Spannung klar kommt. Es
dürfte doch kein Problem sein, per PWM an einem Heizwiderstand die
Leistung zu regulieren. Oder aber man nimmt gleich Transistoren, um
Strom in Wärme zu wandeln.
Naja wenn ein Bleiakku mit 12 V / 7Ah (Nennenergie 84Wh)nicht reicht, um
lange genug zu heizen, glaub ich nicht dass zwei Akkus mit insgesamt 18V
/ 4 Ah (Nennenergie 72Wh), die max. mit 90% arbeiten (Step-down)
wirklich mehr bringen.
Eher kaufste dir nochmal einen Bleiakku, schließt ihn parallel zum
anderen, dann haste 12 V / 14 Ah, müsste dann etwa für 20 min reichen
und du musst keinen Step-down-regler für 10 A aufbauen.
> die max. mit 90% arbeiten (Step-down)
der Wirkungsgrad das Step-Down Wandler ist egal - selbst wenn er nur 10%
hätte werden halt 90% in Wärme umgewandlet und das will man ja bei einer
Heizung. Wenn nicht gerade noch eine LED dran ist dürfte dir
Wirklunggrad insgesammt gegen 100% gehen.
> ja auch nur mein Auto in der früh ein bisschen aufheizen, damit ich bei> der Scheibe rausseh und es ein bisschen wärmer ist.
Ähmmm... Mit 120 Watt ist da aber garantiert nicht viel zu sehen.
Als Fallbeispiel: Lothar M. klemmt in seinem freistehend draussen
geparkten Auto einen Heizlüfter mit knapp 2kW zwischen die Vordersitze
und lässt den Morgens während des Zeitungdurchblätterns 15 min. laufen.
Dann sind bei -10°C die Scheiben vorn herum gerade mal so frei. Bei
-20°C ist die Heizung eine gute "Kratzunterstützung".
Das nur mal als grobe Information zur nötigen Leistung... :-o
Vor allem reichts doch das Auto während des Kratzens erstmal tuckern zu
lassen. Wird im Handbuch sogar empfohlen. Wenns richtig warm werden soll
legt man halt noch nen Backstein aufs Gaspedal :)
Reinhard S. schrieb:
> Vor allem reichts doch das Auto während des Kratzens erstmal tuckern zu> lassen. Wird im Handbuch sogar empfohlen.
Kann mir nicht vorstellen, das dass tuckern lassen im Handbuch steht,
mal davon abgesehen ist das warm laufen lassen in D verboten.
Gruß
Rainer
> mal davon abgesehen ist das warm laufen lassen in D verboten.
Eine Story aus unserem Nachbarland F:
Morgens auf Montage im Hotel aufgewacht, weil draussen mindestens 10
Autos liefen. Dann zum Frühstück runtergegangen und was seh ich: da
saßen die Herren Fahrer und ließen es sich schmecken. Die ließen nicht
während des Kratzens der Motor laufen, sondern statt des Kratzens...
:-o
Mir scheint, der Sprit ist noch nicht teuer genug.
> Mir scheint, der Sprit ist noch nicht teuer genug.
was glaubst du denn wie eine Standheizung geht? Sie verbrennt auch bloss
den Sprit.
Leider finden man im netzt keine Info wieviel Liter ein auto im Leerlauf
pro Stunde verbraucht.
Ich habe so ein kleines Heizlüfterchen 12V/120 Watt mit seinem Saugfuß
auf dem Armaturenbrett. Der Kollege hält mir die Frontscheibe in den
ersten Fahrminuten von innen eisfrei. Das ist das Schlimmste, wenn
die Scheiben von innen vereisen. Dann kann man nur noch nach Gehör
fahren.
MfG Paul
ca. 0,7 - 1 Liter je Stunde braucht die Standheizung auch.
Warum sollte es auch wesentlich anders sein, es wird ja in etwa die
gleiche Waermemenge gebraucht, um Motor und Kuehlwasser aufzuheizen.
Gast
> Das ganze brauch ich um meine selbstgebaute Standheizung (12 Volt) mit> zwei 18 Volt Bohrmaschinenakkus (parallel geschaltet) zu betreiben.
Man braucht keine Glättung der zerhackten Ausgangsspannung bei einer
ohm'schen Last, es tut einfach PWM (schnelles ein- und ausschalten) mit
einem MOSFET (z.B. BUZ11) an einem NE555 (Tastverhältnis ca. 50%, durch
das Tastverhältnis regelst du die Leistung). Wenn man debn BUZ direkt an
dem mit 18V verosrgten NE555 anschliesst, solte die Schaltfreuenz nicht
zu hoch liegen, unter 1kHz. Leider ist der NE555 nur 16V gebaut. Der
ICM7555 geht gerade bis 18V, der MIC1555 auch, der IR2151 enthät eine
Z-Diode die auf 15.4V begrenzt, das Konzept kann man natürlich beim
NE555 auch übernehmen.
Es gäbe natürlich auch genug Schaltregler, aber es muss ja wie immer
möglichst billig sein, die wären also rausgeschmissenes Geld: LT1270A
oder L4970.
Frage - welche Spannung verträgt denn die Standheizung. Wenn das so
kleiner Heizlüfter für die Bordsteckdose (Zigarettenanzünder) ist so
muss der auf jeden Fall die Reglerspannung also 14,4V aushalten.
Kann mir nicht vorstellen dass das Teil dann bei 18V die Flügel
streckt.
Rainer M. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:>> Vor allem reichts doch das Auto während des Kratzens erstmal tuckern zu>> lassen. Wird im Handbuch sogar empfohlen.>> Kann mir nicht vorstellen, das dass tuckern lassen im Handbuch steht,> mal davon abgesehen ist das warm laufen lassen in D verboten.
Nach dem Starten bei Kälte ca. 30sek. im Leerlaufen laufen lassen.
Baujahr 1997.
Ok, ist jetzt noch lange nicht "warmlaufen lassen", aber wenn ich fertig
bin mit Kratzen ist das Auto auch noch lange nicht warm.
portside schrieb:
> Kann mir nicht vorstellen dass das Teil dann bei 18V die Flügel> streckt.
Das kann ich mir auch nicht, hab das ganze schon mal probiert, nur das
Problem ist, dass das Kabel das zum Heizlüfter geht sehr heiß wird, aber
das kann man ja tauschen.
Hab dann auch nachgerechnet, somit hat der Heizlüfter dann 270 statt 120
Watt ist ja auch nett, dann bringts wenigstens was^^
Aja und das ganze läuft mit beiden Akkus bei Zimmertemperatur ca. 13
Minunten, also sollts bei Minusgraden auch noch 10 Minuten verkraften
(NICD-Akkus sind eh für tiefe Temperaturen geeignet, zumindest besser
als Bleiakkus)
Und ich muss sagen das Ding blässt jetzt schon ganz schön warm ;-)
lg styx
Wenn das Ding nicht komplett illegal aus dem pakistanischen Hochland
ist, dann ist eine Übertemperaturschsicherung dirin, und alles was unser
Held bekommt, ist eine Heizung die ein mal kurz warm wird, und dann nie
wieder.
Aber irgendwie muss er ja mal Lernerfahrung sammeln.
Bei den Elektroradlern habe ich die interessante Aussage untermauert
gefunden, das bei höherer Spannung un geringerem entnommenen Strom die
Akkukapazität eher die vom Hersteller angegebenen Werte erreicht.
So würde eine Reihenschaltung beider Packs auf 36V und dann ein StepDown
etwas mehr bringen.
Ich hatte mir seinerzeit aus einem alten Haartrockner (um nicht Fön zu
sagen und hier wieder belehrt zu werden) schon einmal selbst ein
Standheizung gebaut. Dazu habe ich die Heizspiralen abgewickelt und
wieder parallelgeschaltet aufgewickelt. Der Lüftermotor lief sowieso mit
12 Volt (wattn Glück).
Zog aus meinem "dicken" Netzteil gut 20 Ampère und ich dachte Wunder was
ich da jetzt für eine tolle Heizung hätte.
Da ist nichts passiert!! Ich habe das Teil auf das Armaturenbrett
verbaut, um die Scheibe frei zu bekommen - nada ;( lauwarme Luft kam
vorn raus. Insofern ärgelich, das ich einen heiden Aufwand mit der
Verkabelung getrieben hatte, weil ich es eben ordentlich machen wollte.
Mit 10mm² und spezieller "dicker" Car-Hifi Sicherung direkt an die
Batterieklemmen.
Pustekuchen. Ich war froh, das das Auto noch ansprang, weil die Batterie
arg litt.
Das ist jetzt allerding fast 20 Jahre (1992)her - bei meinem jetzigen
Auto stellen sich oben genannte Probleme nicht.
Also Fazit:
ich denke unter 1000 (eintausend) Watt braucht man nicht anfangen.
Wenn hier gesagt wird, das die 300Watt Keramikheizer was bringen, würde
ich es evtl. versuchen, von 36V auf 13-14Volt runter zu regeln, wenn
ich müsste. Würde ich als Sereinresonanzwandler bauen (wie PC Netzteil)
oder als Gegentaktflusswandler (wie die Car.Hifi Endstufen).
Als Kern evtl. aus solch einer defekten Auto-Endstufe rückwärts. Sind
zumeist gegentaktFlusswandler mit einem Mittelabgriff auf der 12Volt und
einem Mittelabgriff auf der anderen Seite. Könnte vom
Übersetzungsverhältnis fast passen. Ist aber nicht soo einfach,
leider...
Zum Statron 2218.2
Den Statron habe ich mal drann gehabt. Regelt sauber bis etwa 17,5Volt
am Eingang; danach geht er aus. Ich hatte einne H7 als Last drann.
Viel Spass noch ;))
Axelr.
> Bei den Elektroradlern habe ich die interessante Aussage untermauert> gefunden, das bei höherer Spannung un geringerem entnommenen Strom die> Akkukapazität eher die vom Hersteller angegebenen Werte erreicht.
Laien halt.
Die Akkukapazität wird bei einem bestimmten Strmm gemessen,
z.B. 2A.
Entnimmt man mehr Strom, z.B. 4A,
wird die angegebene Kapazität nicht erreicht.
Schaltet man nun 2 Akkus parallel, teilt sichh der Strom auf 2A pro
Akku,
und man bekommt wieder den versprochenen Inhalt.
Nimmt man einen Motor derselben Leistung (sagen wir 48W)
aber doppelten Spannung (24V statt 12V) ist dessen Stromaufnahme
halbiert, also 2A statt 4A.
Die beiden dann in Reihe zu schaltenden Akkus werden wieder mit
nur 2A belastet, und alles ist in Ordnung.
Du siehst, es ist gleichgültig, ob hohe Spannung und 2 Akkus in Reihe,
oder niedrige Spannung und 2 Akkus parallel,
in beiden Fällen halbiert sich der Strom und die Kapazität
entspricht wieder den Datenblatangaben.
Radfahrer halt.
> Nein, genau das stimmt nicht.
Ah ja, ein Rechthaber.
> Peukert effekt nennt sich das> die entnehmbare Kapazität sinkt tatsächlich.
Denk noch mal in einer ruhigen Stunde über das, was ich AUSFÜHRLICH
beschrieben habe, nach, und überlege was der Satz
"in terms of the rate at which it is discharged"
zu bedeuten hat und warum die Radfahrer falsch liegen.
(hint: Es hat nie jemand behauptet, dass man mit 1 Akku genau so weit
kommt wie mit 2, aber die entnehmbare Kapazität von 2 ist gleich, egal
ob die in Reihe oder parallel geschaltet werden).
Lothar Miller schrieb:
>> mal davon abgesehen ist das warm laufen lassen in D verboten.> Eine Story aus unserem Nachbarland F:> Morgens auf Montage im Hotel aufgewacht, weil draussen mindestens 10> Autos liefen. Dann zum Frühstück runtergegangen und was seh ich: da> saßen die Herren Fahrer und ließen es sich schmecken. Die ließen nicht> während des Kratzens der Motor laufen, sondern statt des Kratzens...> :-o> Mir scheint, der Sprit ist noch nicht teuer genug.
Standard in Amerika :(
In Spanien liefen die Autos fuer die Klimaanlage, waehrend der Fahrer
drinnen schlief...
> Standard in Amerika :(
Da wird der abgeschlossene Wagen mit der Fernbedienung gestartet. So 30
Minuten vor Aufbruch.
Deshalb sind Restaurants abends mit Qualmwolken eingehüllt.
Andere Standards halt...
>>> Mir scheint, der Sprit ist noch nicht teuer genug.>> was glaubst du denn wie eine Standheizung geht?>> Sie verbrennt auch bloss den Sprit.
Mir scheint, der Sprit ist noch nicht teuer genug. QED :-/
Wenn man andererseits ueberlegt: Selbst wenn der Wagen 1 Euro an Sprit
verbraucht, waehrend er 'idlet', sind das nur 6 Minuten, die eine
10Euro-Kraft haette, um den Wagen freizukratzen, und warm ist er dann
auch noch nicht. Wenn man selber also laenger als 6 Minuten oder mehr
als 10 Euro/h verdient, kostet es mehr als den Wagen laufen zu lassen.
Doof find ichs trotzdem...
Paul Baumann schrieb:
> @Volatile> Hast Du Betriebswirtschaft studiert? ;-))>> MfG Paul
Hehe. Nein, habe ich nicht, das sind so Gedankengaenge, die ich beim
Zaehneputzen etc kriege ;)
http://en.wikipedia.org/wiki/Peukert%27s_law
Ja - genau, vielen Dank. Ich kam nicht drauf.
Ich finds schlüssig, obgleich ich kein Radler bin.
Also wie auch immmer, hohe Spannung und geringer Strom sind mir
irgentwie sympatischer.
Läuft der Toyota Prius nicht auch mit 500Volt?
MfG
Axelr.