Komischer Stromanschluss

OP (Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #1539202
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Hallo Leute,

ich war heute bei einem Kumpel zu Hause und habe dort etwas komisches in 
dem Haus entdeckt. Eine der Wohnungen des hauses benutzt er selbst, die 
anderen 5 werden vermietet. In dem Haus gibt es einen allgemeinen 
Stromanschluss und für jede Wohnung jeweils einen.

Die Kellerräume hängen alle an dem allgemeinen Stromanschluss, sind aber 
einzeln abgesichert. Außerdem gibt es von jeder Wohnung des Hauses und 
von jedem Kellerraum eine Steckdose in dem "Haupt"-Sicherungskasten. 
Jetzt kommt das Abenteuerliche an der ganze Geschichte:

Damit die Kellerräume über die Zähler der Mieter laufen, wird die 
Sicherung über den allgemeinen Zähler ausgeschaltet und die zwei 
Steckdosen über ein Doppelstecker-Kabel miteinander verbunden. Gibt es 
an so einer abenteuerlichen Installation etwas auszusetzen?
Gast #1539315
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Rufus t. Firefly schrieb:
> "Welcher Wahnsinnige hat das
> verbrochen?"

Der kam sicher aus der Netzwerktechnik. Das ist ein 220V-Patchbay.
Man hat 2 von 3 Möglichkeiten, sich beim Stecken umzubringen. :/
OP (Firma: port29 GmbH) Persönliche Seite #1540479
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Also das Haus wurde genau so vor 25 Jahren so erbaut. Vor 5 Jahren bevor 
das Haus den Besitzer gewechselt hat, wurden dort die Elektro- und 
Sanitäranlagen von Fachfirmen auf den neusten Stand gebracht. Ich würde 
da lieber dem Elektriker mal auf die Mütze geben.

Hmm... aber ich frage mich auch gerade, was denn da passieren kann. Das 
Haus hat es ja schon 25 Jahre überlebt. Und die Uralten Leitungen habe 
ich auf dem Dachboden noch gesehen. Die Leitungen sind so dünn.... kaum 
zu glauben, dass da Elektronen durchpassen ^^
#1540594
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Patrick Dohmen schrieb:
> Ja, aber der EVU schaltet das, mit an Sicherheit grenzender
> Wahrscheinlichkeit, sofort ab! :-D

Dazu besteht kein Grund...
Die Instalation ist der Beschreibung sicherlich regelkonform, nur die 
Nutzung der "Bätschkabel" :-) ist verboten...
Würden die Bewohner diese nicht nutzen, ist die Welt in Ordnung...

nitraM
Gast #1540624
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>Oder kennt einer eine
>Vorschrift, die es verbietet Steckdosen zu verbauen???

Steckdosen dürfen nicht zur Einspeisung verwendet werden.
Schuko Stecker müssen im gezogenen Zustand IMMER Stromlos sein.

>Ja, aber der EVU schaltet das, mit an Sicherheit grenzender
>Wahrscheinlichkeit, sofort ab!

Das Netz der EVU endet am Zähler, was hinter dem Zähler vermurkst wurde, 
interessiert nicht.

Lustig finde ich ja auch, das Mieter A theoretisch in der Dose von 
Mieter B stecken könnte, und somit deine 5 Kühltruhen auf fremde kosten 
versorgt.

Ich sehe da nur eine Lösung, lass dir einen ECHTEN Elektriker kommen !
Gast #1540626
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Die Steckdosen selbst sind wohl schon Regelkonform. Man könnte sie 
benutzen, um eine Fremdeinspeisung in den Kellern feststellen zu können 
(Sicherung 'raus und an der Steckdose danach messen).

Nur die Kabel sind extrem gefährlich.
Jeder Elektriker, der die sieht, muss mindestens einen Stecker 
abzwicken, sonst ist er mit im Boot!
#1540640
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Martin L. schrieb:
> Vlad Tepesch schrieb:
>> also ich finde das grob fahrleässig.
>
> Grob Fahrlässig sind die Kabel mit zwei Steckern,
genau das meinte ich ja.

Ich habe das so verstanden, dass die eigendliche Leitung der 
Mehrfachsteckdose durch Entfernen der Sicherung getrennt ist.

dann ist von einer angeschlossenen Steckdose ein Doppelsteckerkabel zu 
dieser Mehrfachsteckdose geführt über das der Strom eingespeist wird.

diese Mehrfachsteckdose ist doch aber dem Mieter zugänglich, oder nicht?
Das heißt, dass wenn der Mieter diesen Stecker aus seiner Steckdose 
zieht, er sich einer nicht unbeträchtlichen Gefahr aussetzt.

> aber die sind so oder
> so verboten, die Instalation an sich ist i.O. Oder kennt einer eine
> Vorschrift, die es verbietet Steckdosen zu verbauen???
>
>
> nitraM
Gast #1540657
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Gerry E. schrieb:
> Zumindest bei den IEE-Verbindern gibt es Stecker für den Wandanbau.
> Es soll sogar Wohnmobile damit geben.

Die sind für Geräte (Verbraucher) gedacht, gibt's auch in Schuko, 
Rasenmäher z.B.

Wie ist eigentlich die Steckdose vor der Sicherung abgesichert? Etwa gar 
nicht? :-/
#1540812
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Unvertändlich ist mir eigentlich nur, warum der Typ, der das gebastelt 
hat, nicht einfach jedem Kellerraum ein fest montiertes Patchkabel 
spendiert hat. Dann hätte er sich pro Raum einen Stecker und eine 
Steckdose gespart und die Chose wäre sicher.

Das hat bestimmt ein promovierter Physiker gebaut ;-)
#1540818
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Die Leitungen sind so dünn.... kaum
> zu glauben, dass da Elektronen durchpassen ^^

man könnte die SchuKo-Stecker einfach abzwicken und durch eine 
Abzweigdose und Dosenklemmen ersetzen, ABER: wenn die Leitungen wirklich 
so dünn sind, dann sollte man die Installation eh nochmals etwas genauer 
anschauen!
Vor 25 Jahren wurden i.d.R. Leitungsschutzautomaten mit 16A verbaut (Ich 
gehe jetzt mal davon aus, dass der Rest der Installation sachgemäß 
korrekt und dem Standard entsprechend verlegt wurde) und 16A müssen mit 
1,5mm² angeschlossen werden.

Also hast du entweder eine 16A Sicherung und ein 1,5mm² Kabel oder ein 
dünneres Kabel und eine entsprechend kleinere Sicherung!

Das kleinest Installationskabel (NYM) welches ich bisher gesehen habe 
war 0,75mm² - das müsste entsprechend mit 6A abgesichert sein!

Du solltest das mal zwingend Überprüfen - wenn da nur eine Gefriertruhe 
mit 150 Watt dran hängt ist das kein Problem. Aber eine 
Schlagbohrmaschine oder ein Wäschetrockner können hier schon zu 
Problemen führen.
Wenn Leitungsquerschnitt und Leitungsschutzschalter nicht zueinander 
passen wird die Versicherungen bei einem Kabelbrand (Gebäudebrand!!!) 
vermutlich nicht den ganzen Schaden bezahlen!



Edit:
ich sehe gerade, mein Wissen ist auch nicht mehr auf dem aktuellsten 
Stand: Laut ABB dürfen 1,5mm² Leitungen mit direkter Verlegeart bis zu 
19,5A belastet werden, entsprechen haben kleinere Leitungen (die dort 
leider nicht mehr aufgelistet sind) auch eine höhere Belastbarkeit. Wenn 
meine Vermutung aber stimmt und das dünne "Patchkabel" aber an einer 
"gewöhnlich abgesicherten" Schoko hängt, ist es vermutlich dennoch 
falsch (zu hoch) abgesichert!
#1541562
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Ich hab jetzt nur die ersten paar Beiträge gelesen, vielleicht kam die 
Idee ja schon:

Ich steh ja auch auf solche Frickellösungen, weil die meißtens besser 
funzen als viele glauben, aber DAS ist ja pervers Leichtsinnig!
Wenn ich als Laie vor der aufgabe gestanden hätte dann hätte ich es FAST 
genauso gemacht aber:
Ich hätte am "Einspeisepunkt" der einzelnen Kellerräume Stecker und 
Buchse vertauscht, ist auch Quick&Dirty aber SICHER und nicht 
Lebensgefährlich....

Aber ich glaube das ist heute normal das nur noch von 12 bis Mittag 
nachgedacht wird :-(
#1541838
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> Ich hätte am "Einspeisepunkt" der einzelnen Kellerräume Stecker und
> Buchse vertauscht, ist auch Quick&Dirty aber SICHER und nicht
> Lebensgefährlich....

Das ist solange Sicher, bis niemand die Sicherung für die Kelleräume 
wieder reindreht, danach ist's der selbe Pfusch.

Interessant wird die vorgestellte Lösung auch, wenn beide Kreise auf 
unterschiedlichen Phasen liegen und mal die Sicherung des 
"Herkunftkreises" fliegt. Ich glaub ein Zettel auf den auf beiden Seiten 
"bitte wenden" steht, in den Händen einer Blondine dürfte ähnlich 
interessant sein ;-)

Ich frag mich, warum man das ganze nicht einfach kurz und schmerzlos im 
Sicherungskasten umgefrickelt hat...
#1543438
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>Das ist solange Sicher, bis niemand die Sicherung für die Kelleräume
>wieder reindreht, danach ist's der selbe Pfusch.

Oha, das habe ich ja ganz übersehen, die Leitung existiert ja weiterhin.
grml Jetzt weiß ich warum ich mich persönlich nicht an 230V rantraue, 
zu gefährlich eben.
Gast #1543463
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Was mich grundsätzlich interessiert:
warum sind die Kellersteckdosen nicht direkt am Automat hinter dem 
zugehörigen Wohnungszähler angeschlossen? Sind die Kellerabteile offen 
und die Mieter klauen sich gegenseitig Strom?

Irgend einen Grund muss es ja für diese seltsame Schaltung gegeben 
haben, das wurde sicher  nicht vom Elektriker so installiert. ;)
#1543487
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Ich werde bei gelegenheit mal bei uns im Keller nachsehen wie das ist.
Ich wohne nämlich auch in einem Mehrparteienhaus mit Kellerräumen, und 
die sind den Wohnungen nicht fest elektrisch zugeordnet, bedeutet das 
ich schon mal den Keller gewechselt habe aber immernoch alles über 
meinen Zähler läuft.
K, unser Haus ist auch noch relativ jung (1998), aber ich frage den 
"Facility Manager" das nächste mal wie die das machen, weil bei uns im 
Haus hab ich noch nie ein Kabel gesehen was nicht supersauber verlegt 
ist.

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