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Forum: Offtopic Induktionsherd Kochgeschirr ;-)


Autor: hoschi (Gast)
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Hallo,

in kürze werde ich auf einem Induktionsherd kochen.

Dazu habe ich eine Frage. Weshalb kann man nur Ferromagnetisches 
Geschirr verwenden ?

Man kann ja schließlich in jedem Leier Spannung induzieren. In Alu oder 
Kupfer doch sogar besser als in Eisen.

viele Grüße
Mario

: Verschoben durch Moderator
Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Autor: Jens G. (jensig)
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Al/Cu wird auch warm, aber sicherlich nicht SO warm, wegen der doch 
recht bescheidenen Leistungsübertragung bzw. -umsetzung. Es werden 
schließlich nur noch die Wirbelströme aktiv, nicht aber die 
Ummagnetisierungsverluste, welche einen großen Teil der Wärme erzeugen. 
Auserdem bündeln Al/Cu die Feldlinien nicht in sich selbst, womit also 
vieles am Topf vorbei geht. Wenn Du aber einen Eisenklotz mit in den 
Topf legst, gehts wieder ;-)

Autor: Gerry E. (micky01)
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Bevor ich das wertvolle Kochgeschirr wegwerfe, bleibe ich lieber beim 
Ceranfeld. Das hat den Vorteil dass man darauf prima Toasten kann.

Was ist eigentlich der wesentliche Vorteil des Induktionsfeldes?
Also außer dass man neues Geschirr braucht...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Was ist eigentlich der wesentliche Vorteil des Induktionsfeldes?

Die Hysterese ist kleiner, d.h. eine Änderung am Einstellknopf für die 
Temperatur wird schneller im Topf bemerkbar.

Ein Topf mit sprudelnd-kochendem Wasser hört binnen weniger Sekunden mit 
dem Sprudeln auf, wenn die Energiezufuhr reduziert wird; bei anderen 
E-Herden muss der Topf dafür von der Kochstelle entfernt werden.

Ein Induktionsherd hat ein ähnlich schnelles Reaktionsvermögen wie ein 
Gasherd und ist daher in gaslosen Haushalten die einzig wahre 
Alternative.

Cerankochfelder sind träger, aber richtig mies sind einfache E-Herde mit 
Kochplatten.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Wikipedia:

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Da bei Induktionskochfeldern aufgrund ihrer Funktionsweise nicht nur der 
Boden des Kochgefäßes, sondern auch die Seitenwände erhitzt werden, 
kommt es zu besserer Wärmeverteilung und das Kochgut wird schneller 
erwärmt. Darüber hinaus sind die Reaktionszeiten sehr kurz. Auch dadurch 
ist ein rasches Erhitzen des Kochgutes möglich. Weiterhin lassen sich 
durch die kurze Reaktionszeit Kochvorgänge genauer dosieren als bei 
herkömmlichen Elektroherden.

Die Kochfläche bleibt neben dem Topf kühl, da sie sich nicht selbst 
erwärmt und die Wärme nicht leitet, sondern nur sekundär durch den 
Kontakt mit dem Topf erwärmt wird (thermische Rückstrahlung des Topfes). 
Aus diesem Grund können Lebensmittelreste nicht auf dem Kochfeld neben 
dem Topfboden einbrennen, sodass es sich besser reinigen lässt. Die 
sichere Handhabung ergibt sich daraus, dass Energie nur gezielt an 
magnetisierbares Metall abgegeben wird: versehentlich (oder von kleinen 
Kindern) eingeschaltete Induktionskochflächen heizen nur, wenn ein 
Kochgefäß darauf steht.

Die Streuverluste durch das elektromagnetische Feld sind sehr klein. Die 
Streuverluste durch Konvektion, Wärmestrahlung und Wärmeleitung sind 
sehr gering. Im Gegensatz zum Gasherd geht keine Energie aus dem Kochgas 
durch Konvektion verloren. Bei kurzen Kochzeiten kann Energie gespart 
werden, da nur eine relativ geringe Masse erwärmt wird und weder, wie 
beim Gas- oder konventionellen Elektroherd, Teile der Energie durch 
Strahlung und Konvektion verloren gehen, noch (wie v.a. beim Elektroherd 
herkömmlicher Bauart) wesentliche Mengen an Energie in einer heißen 
Platte gespeichert bleiben.

Die Wärmeerzeugung erfolgt fast ausschließlich im Topf – auch bei 
abweichenden Topfdurchmessern: ist der Topf klein, erwärmt er sich 
ebenso zügig wie ein größerer Topf; die ihn umgebende Fläche des 
Kochfeldes bleibt kalt. Die Verlustenergie in der Elektronik ist sehr 
gering, allerdings werden die verwendeten elektronischen Schalter und 
deren Kühlkörper meist belüftet, was Nebengeräusche verursacht, auch 
durch das Nachlaufen der Lüfter nach dem Ausschalten.
-------

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Die Induktionsherde finde ich eigentlich ganz gut, nur bin ich ein 
Hosenscheisser und mir geben die enormen Magnetfelder zu denken.
Wahrschienlich ist es gesundheitlich schon kein Problem, aber 
unsympatisch ist mir das ganze trotzdem ein wenig.

Autor: Andreas R. (rebirama)
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> Da bei Induktionskochfeldern aufgrund ihrer Funktionsweise nicht nur der
> Boden des Kochgefäßes, sondern auch die Seitenwände erhitzt werden,

Wird bei den verbreiteten Edelstahltöpfen wohl eher nicht der Fall sein, 
da (falls überhaupt induktion-geeignet) nur der Sandwich-Boden geheizt 
wird.

> Die Verlustenergie in der Elektronik ist sehr
> gering, allerdings werden die verwendeten elektronischen Schalter und
> deren Kühlkörper meist belüftet, was Nebengeräusche verursacht, auch
> durch das Nachlaufen der Lüfter nach dem Ausschalten.

Kann ich bestätigen :-(

Was die Hersteller von Kochgeschirr sicher nicht freuen dürfte:

Billige Emailtöpfe (Blech!) gehen hervorragend.
Verzogene Topfböden sind kein Thema, im Gegensatz zu 
Ceran/Einfach-E-Herd.

-> Man braucht keine neuen Töpfe, sondern kann die alten Email-Teile 
wieder aus dem Keller holen ;-)

Bleibt aber noch abzuwarten, welche Lebensdauer die Leistungselektronik 
in den Induktionskochfeldern im Vergleich zur alten Technik hat.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn man kein Gas hat, muss man sich halt Mühe geben ...

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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"Emailtöpfe" Kann man damit Emails verschicken?

Heißt doch Emaille-Töpfe oder nicht?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nö, eingedeutscht wird das tatsächlich "Email" geschrieben.

Wicki und die starken Pedianer schreiben:

> Das Email oder die Emaille (aus dem altfränkischen: Smalt
> (auch Schmalt) = Schmelz und daraus französisch émail) bezeichnet ...

Autor: K. Laus (trollen) Benutzerseite
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Frag mal bei Bekannten, Eltern, Großeltern, usw. die haben sicher noch 
altes Eisengeschirr irgendwo im Küchenschrank. Kostet nichts und 
funktioniert perfekt.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Meine Induktionskochplatte arbeitet mit etwa 25 kHz, hab mal den 
Oszilloskop-Tastkopf danebengehalten.
Ich sorge mich vor allem um meine DCF77-Armbanduhr, die empfängt ja etwa 
die dreifache Frequenz, und könnte durch das starke Feld zuviel Spannung 
am Eingang oder magnetische Sättigung der Antenne abbekommen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)

>die dreifache Frequenz, und könnte durch das starke Feld zuviel Spannung
>am Eingang oder magnetische Sättigung der Antenne abbekommen.

Wickle sie doch in Alufolie ein ;-)

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wenn schon, dann in eine Weißblechdose.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Travel Rec. (travelrec) Benutzerseite

>Wenn schon, dann in eine Weißblechdose.

Warum? Bei 25kHz hat auch Alufolie wie jeder ander Leiter auch genug 
Abschirmwirkung. Wir reden hier über Wechselmagnetfelder!

MfG
Falk

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