Hallo Sam,
von Yamaichi und Plastronics gibt es Sockel mit "Heat Slug" (das
entspricht deinem Kupferdraht). Deine Methode ist also richtig.
siehe hier
http://www.locknest.com/newsite/products/QFN_Fast_Facts_2009.pdf
Thomas Klima schrieb:
> man muss sich wahrscheinlich genauer ansehen, ob der Wärmewiderstand
> über die IC-Anschlüsse nicht doch kleiner ist als durchs Gehäuse durch,
> das würde dann Masseflächen als "Kühl-Patschen" nahelegen.
Die Metallfläche auf der Unterseite des Chipgehäuses (wird oft Exposed
Pad genannnt) ist als Heat Sink gedacht. Es ist also nicht davon
auszugehen, dass mehr Wärme über die Gehäuseoberfläche abgeführt
wird/werden soll.
Natütlich gibt es auch den Fall das ein Hersteller ein thermisch
unkritisches Device in ein Gehäuse mit Exposed Pad klebt um
Markanforderungen zu genügen.
Falk Brunner schrieb:
> Overkill. Mach es wie der Hersteller empfiehlt. Ein grosses Pad unter
> dem IC und einige grössere Vias zur Wärmeübertragung auf die andere
> Seite, dort halt auch etwas Kupferfläche. Durch die thermischen Vias
> kann man auch mit ein dicken Lötkolben Zinn reinbringen und von unten
> manuell löten.
Kann sein dass es ein Overkill ist, da Sam aber den Chip und den
Hersteller nicht erwähnt hat können wir uns leider auch nicht auf seine
Aussage berufen (sorry für den Oberlehrerton).
Andere Herstellerempfehlungen entsprechen Sams Methode bzw. Deiner
(Lötzinn in Via).
Bei (v)QFN Gehäusen (als Beispiel) hat man nicht nicht die Möglichkeit
die Kupferfläche größer zu machen als das Gehäuse. Hier muss man dann
mit heat slugs und Kupferflächen auf der Rückseite (oder bei nicht
Eigenbau: in einem anderen Platinenlayer, bzw. mit Inlays) arbeiten.
MaWin schrieb:
> Ob du nun einen Draht (3 Drähte) drauflötest oder das Pad gleich
> auf die Platine lötest, kommt hitzetechnisch für den Chip wohl
> aus dasselbe hinaus.
Nein, für thermische Betrachtung gilt : viel Kupfer hilft viel (solange
bis der Overkill kommt).
Gruß
Gast_AS