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Forum: Offtopic Autofocus: nachträglich?


Autor: Martin (Gast)
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Ist es möglich Bilder, die ohne Autofocus aufgenommen wurden (hier Texte 
aus einer Zeitung), nachträglich zu "fokussieren"? Hat jemand einen Link 
auf Techniken mit denen dies möglich isr?

: Verschoben durch Moderator
Autor: Alex22 (Gast)
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Es gibt in vielen Bildbearbeitungsprogrammen die Option "Unscharf 
maskieren". Das ist eine Art der nachträglichen Schärfung (~ 
fokussieren) eines Bildes. Es wird dabei, m. W. n., nach stetigen 
Farbgradienten gesucht (=unscharfe Kanten) und diese werden dann 
diskretisiert, wodurch der Eindruck einer schärferen Kante vermittelt 
wird.

Autor: Martin (Gast)
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... "Unscharf maskieren" ...

Danke Alex - genau das Stichwort, das ich brauche. :)

Autor: Oliver (Gast)
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Auch wenn das für die Jungs und Mädels bei CSI gar kein Problem 
darstellt, geht das in der Praxis nicht, wenn die Buchstaben ernsthaft 
unscharf sind.

Was an Informationen nicht im Foto drinsteckt, lässt sich auch nicht 
reinrechnen. Die Buchstaben sind vermutlich nur wenige Pixel groß, und 
da ist nichts mehr mit "Kanten finden" oder Farbgradienten suchen. 
Vergrößer die Buchstaben mal mit einem Grafikprogramm, und schau dir an, 
was da tatsächlich erkennbar ist.

Erscheint der Text dagegen noch einigermassen lesbar, und ist nur leicht 
unscharf, könnte ein gutes OCR-Programm mit manueller Nacharbeit was 
bringen.

Oliver

Autor: Mirko Horstmann (m1rk0)
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Was ist denn das Ziel, OCR? Es kann natürlich sein, dass eine OCR mit 
unscharfen Bildern besser zurecht kommt, wenn sie erst geschärft werden, 
aber man sollte meinen, dass die OCR-Software das dann schon selber 
macht.

Oliver hat recht, es kann keine Information dazukommen. Unscharf 
maskieren "fokussiert" auch in keiner Weise, sondern erhöht an Kanten im 
Bild lokal den Kontrast, wodurch das Bild subjektiv schärfer wirkt. 
Eigentlich ist das nur für Menschen gedacht, die sich die Bilder 
ansehen.

Mirko

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Mensch, das ging doch schon vor vielen vielen Jahren mit Dias.
Da musste man an Fotoapparat auch nicht scharf stellen, das ging ja noch 
nachträglich am Diaprojektor!

SCNR.

Autor: Martin (Gast)
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Auf einem Flohmarkt habe ich ein paar Datenblätter mit einer Handykamera 
"fotokopiert". War bis jetzt der Meinung, Handykameras haben einen 
Autofocus der auf einer reinen Softwarelösung basiert - und die läßt 
sich gegebenenfalls auch nachträglich anwenden. Dies ist aber wohl nicht 
der Fall. Ansonsten werde ich einfach versuchen die Bilder mit 
PhotoFiltre (eventuell Gimp) zu rekonstruieren.

Autor: Oliver (Gast)
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Meine Erfahrung mit so etwas ist, daß das menschliche Auge unübertroffen 
ist. Wenn du bei einer Schwarz-Weiß-Schrift wegen Unschärfe nichts mehr 
lesen kannst, hilft auch keine noch so intelligente Software.

Anders ist es, wenn die Informationen zwar da sind, aber wegen zu 
kleinem Kontrast oder geringem Farbkontrast für das Auge schlecht 
erkennbar sind. Da lässt ich die Lesbarkeit durch Nachbearbeitung 
erhöhen.

Oliver

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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> War bis jetzt der Meinung, Handykameras haben einen
> Autofocus der auf einer reinen Softwarelösung basiert - und die läßt
> sich gegebenenfalls auch nachträglich anwenden.

Nein, das geht definitiv nicht. Wie bereits geschrieben wurde, ist die 
Information nicht mehr vorhanden, nachträgliches Fokussieren deshalb 
unmöglich; das Bild würde noch unschärfer werden.
Überlege Dir mal den Strahlengang vom Objekt zum Auge bzw. zum 
Bildsensor.
Solange das Foto noch nicht geschossen wurde und der Fokus nicht stimmt, 
kannst Du mit Korrekturlinsen den Fokus trotzdem wieder herstellen, da 
die gesamte Information noch vorhanden ist, bzw. der Strahlengang 
entsprechend korrigiert werden kann, damit das Objekt wieder scharf auf 
dem Bildsensor abgebildet wird.
Sobald das Foto jedoch geschossen ist, hast Du das Abbild des Objektes 
mittels dem aktuellen Strahlengang gespeichert und daran kann nichts 
mehr geändert werden.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Martin schrieb:
> Auf einem Flohmarkt habe ich ein paar Datenblätter mit einer Handykamera
> "fotokopiert". War bis jetzt der Meinung, Handykameras haben einen
> Autofocus der auf einer reinen Softwarelösung basiert - und die läßt
> sich gegebenenfalls auch nachträglich anwenden. Dies ist aber wohl nicht
> der Fall. Ansonsten werde ich einfach versuchen die Bilder mit
> PhotoFiltre (eventuell Gimp) zu rekonstruieren.

Ich stelle mal in den Raum, daß die überwiegende Mehrheit der Dinger ein 
FixFocus-Objektiv hat, das eben von z.B. 80cm bis unendlich scharf 
zeichnet.
Evtl. gibt es noch eine Macro-Einstellung, die dann eben von z.B. 10cm 
bis 1m Scharf ist.
Ich denke, die wenigsten Handys werden einen echtes Zoomobjektiv mit 
Motorzoom haben.

Der Rest wurde ja schon gesagt: was unscharf ist, ist unscharf.
Wenn es also so nicht lesbar ist, bleibt es das.
Wenn es sehr schwer lesbar ist, kann man das per Software sicher etwas 
aufbessern.

Auch Irfanview bietet Schärfen an, macht er sogar ganz brauchbar wie 
etliches andere auch.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Ich stelle mal in den Raum, daß die überwiegende Mehrheit der Dinger ein
> FixFocus-Objektiv hat, das eben von z.B. 80cm bis unendlich scharf
> zeichnet.

So ist das.

> Evtl. gibt es noch eine Macro-Einstellung, die dann eben von z.B. 10cm
> bis 1m Scharf ist.

Das ist mit einem Fixfocus-Objektiv ohne mechanischen Eingriff nicht 
realisierbar.

> Ich denke, die wenigsten Handys werden einen echtes Zoomobjektiv mit
> Motorzoom haben.

Sogar so etwas gibt es, aber das ist ja noch mal eine Steigerungsform 
des in manchen Telephonen verbauten Autofocus. Das iPhone 3GS hat (im 
Gegensatz zu seinen Vorgängern) beispielsweise ein AF-Objektiv.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Im Prinzip lassen sich Unschärfen in Grenzen rausrechnen, wenn man die 
Art der Verzeichnung genau kennt.

Das wurde seinerzeit mit den ersten Hubble-Fotos gemacht, als dessen 
Teleskop noch diesen Linsenfehler hatte.

Autor: David ... (volatile)
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Lad doch mal ein Foto hoch, dann kann jeder selber sehen...

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Es gibt auch Programme, die verwackelte Fotos zurückrechnen können.
War in der c't mal ein Artikel.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Halbwegs brauchbare Handykameras haben einen Autofokus, Fixfokus dürften 
nur die aller billigsten (Typ 640x480) haben.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nun, das ist natürlich eine Definitionsfrage, aber zum Beispiel die 
Kamera in den ersten beiden iPhone-Modellen ist eine Fixfocus-Kamera, 
und so irrwitzig mies* ist diese Kamera auch nicht.
Einen Autofocus hat erst die im 3GS.
Der Fixfocus ist bei dieser Kameraklasse auch gar nicht so schlimm, wie 
er sich anhört, aufgrund der durch die winzigen Sensoren bedingten sehr 
kleinen Brennweiten bei gleichzeitig geringer Lichtstärke ist die 
Tiefenschärfe so ausgeprägt, daß ein Autofocus schlichtweg unnötig ist. 
Einziges Manko ist die recht große minimale Focusdistanz.


*) Das Bild im Anhang ist mit einem iPhone der ersten Generation 
aufgenommen

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