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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Einschaltstrombegrenzung B2


Autor: Paul (Gast)
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Hallo. Einer netzbetriebenen B2 Brückenschaltung sind zur Glättung 2 
Kondensatoren zu je 10000µF nachgeschaltet. Die Brückenschaltung wird 
mit einem Steuerwinkel von alpha = ca. 85° betrieben. Die Kondensatoren 
werden auf ca. 40 V aufgeladen.


Wie komme ich denn jetzt auf den maximalen Einschaltstoßstrom?
Der wird wahrscheinlich einige kA groß sein, aber wie kann ich den denn 
rechnerisch bestimmen? Müssen nämlich passende NTCs vorgeschaltet 
werden..

Autor: mhh (Gast)
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Die Größe des NTC bestimmt den Einschaltstromstoß, auswählen mußt Du ihn 
nach dem normalen Betriebsstrom (er muß ja warm bleiben im 
Normalbetrieb).

Autor: Paul (Gast)
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Ja die Größe des NTC bestimmt den Stoßstrom. Aber wie groß wäre denn der 
Stoßstrom ohne NTC? Finde da keine Formeln für. I = C * dU / dt ?? 
Hiermit vielleicht?

Autor: Torsten W. (wirehead)
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Spannung durch netzimpedanz?

Autor: mhh (Gast)
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Innenwiderstand der Quelle (incl. Leitungen bis zur Steckdose) + 
Widerstand Deiner Verdrahtung + Innenwiderstand der Kondensatoren. Rest 
Onkel Ohm.

Autor: Paul (Gast)
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Ja klingt logisch......
Aaaber: Ich dachte, große kondensatoren verursachen große 
Einschaltströme??
Achsooo, es sind also nur die Ströme gemeint, die beim Nachladen 
entstehen?

Hmm hier steht aber im Buch: "Der Innenwiderstand der 230V Netzspannung 
ist so gering, dass bei großen Siebelkos im Einschaltmoment Ströme in 
kA-Bereich fließen können"

Autor: Paul (Gast)
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mhh schrieb:
> Innenwiderstand der Quelle (incl. Leitungen bis zur Steckdose) +
> Widerstand Deiner Verdrahtung + Innenwiderstand der Kondensatoren

Okay...ich glaub ich habs kapiert.

Xc ist ja 1/jwC

D.h. bei großen C wird der Gesamtwiderstand ja noch kleiner...und der 
Strom somit größer...

1/j2pi*50hz*20000µF ist ja nur 0.15 Ohm.


Oka Danke danke!

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Paul schrieb:
> Xc ist ja 1/jwC
Hier nicht!


Die Höhe des Impulsstroms wird ausschließlich bestimmt von:
> Innenwiderstand der Quelle (incl. Leitungen bis zur Steckdose) +
> Widerstand Deiner Verdrahtung + Innenwiderstand der Kondensatoren.
> Rest Onkel Ohm.

Der Impuls klingt dann langsam ab und die Länge des Impulses ist durch 
die Größe des Cs gegeben.

Autor: Alex (Gast)
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Die wirkliche Höhe des Einschaltstromes (ohne Vorwiderstand) lässt sich 
kaum bestimmen. Nur wenn du gerade im Spannungsmaximum einschaltest, 
kommt es einem Kurzschluss gleich.
Der NTC ist einfach zu schalten, hat aber Nachteile: 1.)Verbrät immer 
etwas Spannung, 2.) Wenn du viel Strom rausziehst rauch er vieleicht ab 
(Restwiderstand bleibt) 3.) kühlt er sich langsamer ab (nach 
Ausschalten), als die Spannung zusammen bricht und du schaltest dann 
gleich wieder ein, fließt jetzt ein viel höherer Strom!
Besser aber aufwändiger:
1.)
Einfach einen Vorwiderstand nehmen, Relais so schalten dass beim 
Einschalten
der Vorwiderstand überbrückt wird.
Das Relais steuerst du über einen Transistor an. Von deinem Ladeelko 
Spannungsteiler auf die Basis. Spannungsteiler so einstellen, dass bei 
erreichen 3/4 der Sollspannung der Transistor einschaltet.
2.)
Mit dickem P-Kanal-MOSFET (>= 80V) eine Strombegrenzerschaltung aufbauen 
und zwischen Gleichrichter und Elkos schalten.
3.)
Ähnlich wie 1.) nur Relais durch P-Kanal-MOSFET (>= 80V) ersetzen.

Alex

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Da er offensichtlich eine gesteuerte Brücke hat kann er auch gleich 
damit die Spannung begrenzen.

Autor: Paul (Gast)
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Ja das sind wirklich 3 sehr gute Vorschläge @Alex. Das mit dem 
Überbrücken werd ich danach noch in Angriff nehmen.

Alexander Schmidt schrieb:
> Da er offensichtlich eine gesteuerte Brücke hat kann er auch gleich
> damit die Spannung begrenzen.

hm also dann muss ich sozusagen nur 40V als maximale Spannung 
betrachten?

Mal noch eine Frage zum maximal zulässigen Einschaltstrom:
Beachten muss ich:
- Empfindlichkeit der Sicherungen
- Stromtragfähigkeit der Bauelemente (Thysistoren, Kondensator)

Im Datenblatt des Kondensators steht nur die Angabe Iripple,max = 4,7 A.
Steht ja eigentlich für die Stromwelligkeit. Darf der maximale Strom 
also nur 4,7 A groß sein? Die anderen Bauelemente stecken locker mehr 
weg..

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