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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR per Adapter in anderem Sockel?


Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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Hallo,

ich bin erst vor ein paar Tagen auf diese Seite hier gestossen und
hätte da mal eine kleine Frage...
Ich möchte mir ein AVR-Mikrocontroller-Experimentierboard basteln. Zu
meinem Einstieg in die Welt der Mikrocontroller habe ich mir gerade
einen ATMega8 + entsprechenden IC-Sockel bestellt. Nun frage ich mich
ob es möglich wäre die Experimentierplatine etwas "universeller" zu
halten, und zwar so, dass ich das Experimentierboard später auch für
verschiedene AVRs benutzen kann - auch wenn sie in einem
unterschiedlichen Package daher kommen (40-Pin, 28-Pin etc.). Und zwar
hatte ich überlegt, dass es ja eventuell klappen könnte, dass ich das
Experimentierboard mit dem grossen, 40poligen IC-Sockel ausstatte (so,
dass ich es den ATMega16 direkt unterstützen würde) - ich jedoch z.B.
den 28poligen ATMega8 quasi über einen "Adapter" (der die Pins
entsprechend umsetzt) auf den grossen 40poligen Sockel aufstecken kann.
Dabei würden dann natürlich einige Pins nicht mehr belegt sein, aber
solange das z.B. nur weitere IO-Leitungen sind, dürfte das ja kein
Problem darstellen.
Kann mir Jemand sagen, ob dies möglich ist oder ob es (und wenn ja:
welche) da Probleme gibt, die das verhindern?

Autor: obiwan (Gast)
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Wüsste nicht , was dagegen spricht. Ich weiss jetzt aber auch nicht wie
dein EX-Board schaltungstechnisch aussieht. Evtl. würd ich bei  den
adaptern die Leitungen die nicht benutz werden mit Pull up/down
Widerständen beschalten damit es auf dem EX-Board keine offenen
eingänge gibt.

Autor: Jens Renner (Gast)
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Die Frage wäre, welcher Adapter in einen DIL-Sockel passt. Wollte mir
auch schon sowas zulegen. Normale Stiftleisten (wäre das einfachste)
passen nicht in den Sockel. Ein zweiter gleichgroßer IC-Sockel lässt
sich hineinstecken, allerdings nur in unverlöteter Form.
Es sei denn, man will den Controller ohne Platine direkt auf den
Adapter-Sockel löten.

Habe noch keine Stecker/Adapter/Stiftleisten etc. gefunden, die man auf
eine Platine löten kann und die dann noch in einen Sockel passen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Sowas gibt es doch schon, nennt sich STK500 und da sind 7 verschiedene
Sockel drauf für alle DIL-AVRs.


Peter

Autor: Rahul (Gast)
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Die Dinger, die du suchst nennen sich Leiterplattenverbinder. Damit
setzt man normalerweise eine Platine auf die andere (Sandwich).
Die gibt es auch in gedrehter Ausführung, sprich mit runden Pfosten.
Dann hast Du nur noch das Problem mit den verschiendenen Pin-Belegungen
der AVR...
STK500 ist schon was schönes...

Gruß
Rahul

Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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Schon mal vielen Dank für eure schnellen Antworten!
Das STK500 wäre zwar sehr nett, ist mir momentan aber doch etwas teuer,
daher probiere ich es erst einmal mit der Low-Budget Version. Ich habe
eben mal eine einfache Stiftleiste testweise in einen
Doppel-Feder-IC-Sockel gesteckt den ich hier noch herumfliegen hatte -
das ging eigentlich wunderbar. Mit einem gedrehten Sockel würde es das
aber wahrscheinlich nicht funktionieren.
Daher noch eine Frage:
- Gibt es triftige Gründe, gedrehte Sockel statt der billigen
Doppel-Feder-Versionen zu nehmen? (Doppelfeder wäre in dem Fall ja
offenbar praktischer)

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Hi...

Vergiss dabei nicht, dass es zwei verschiedene 40-Pin-Belegungen gibt
und inzwischen auch zwei verschiedene 20-Pin-Belegungen...

Aber wenn es so "universell" sein soll, setz doch Buchsenleisten und
spendir jedem AVR-Typ eine eigene Adapterplatine mit IC-Fassung, Elko,
Keramik-C und Pfostensteckern (nach unten). Das geht dann auch mit
SMD-Gehäusen.

Oder ein Steckbrett...

Ich bevorzuge für jedes Projekt eine eigene (einfache) Testplatine.

...HanneS...

Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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@HanneS
In etwa so hatte ich mir das auch gedacht.
Momentan tendiere ich allerdings auch dazu, von der Idee mit dem
Adapter wegzukommen, denn mir ist noch ein mögliches Problem
aufgefallen:
Die Pins der ICs besitzen ja fast immer auch alternative Belegungen,
die sich ja von Controller zu Controller unterscheiden. Macht das die
Adapter-Idee nicht von Anfang an sowieso mehr oder weniger unmöglich?
(Beispiel: Beim ATmega8 ist Pin 6 ja "(XTAL1/TOSC1) PB6", während
beim ATmega16 XTAL1, TOSC1 und PB6 ja auf drei verschiedenen Pins
liegen)

Autor: Thorsten (Gast)
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Was hältst du von einfachen Steckbrettern (Breadboards) ? Sind doch am
universellsten einsetzbar (in gewissen Grenzen) und das ohne löten.

Thorsten

Autor: Joachim Schäfer (Gast)
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Ja, im Grunde hast Du da natürlich vollkommen Recht. Aber zum einen habe
ich nur ein Steckbrett, und das will ich nicht unbedingt mit einer
Schaltung "blockieren", die ich eigentlich dauerhaft haben möchte.
Der andere, eigentlich wichtigere Grund ist, dass ich mir ein
Einsteiger-Ätzset mitbestellt habe, und mit der Experimentierplatine
will ich gleichzeitig meine ersten Schritte in Sachen
Leiterplattenlayout und Platinen ätzen machen...

Autor: ...HanneS... (Gast)
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Hi...

Hmmm... Dann ätz doch lieber deine dauerhaften Projekte. Eine echt
universelle Testplatine, die alle Eventualitäten berücksichtigt, wirst
du nicht erreichen.

...HanneS...

Autor: Benedikt (Gast)
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Das kann ich nur bestätigen.
Ich habe mir selber mal vor Jahren eine 10x16cm, große
Entwicklungsplatine für 8051 unc Co gebaut. Max 64kB EPROM, 32kB SRAM,
8 Anschlüsse an den Datenbus, einer für ein 44780 LCD, einer für ein
6963 Grafik LCD usw. Jeder Pin einzeln an Stifleisten herausgeführt,
aber trotzdem hängen da mittlerweile mindestens 2 Erweiterungsplatinen
dran (mal von den dutzdenden Umbauten abgesehen).

Da ist der Aufbbau auf Lochraster vorteilhaft, bei einer geätzen sieht
es mit Veränderungen und Erweiterungen schlecht aus.

Eine andere Möglichkeit wäre das ganze wirklich modular zu machen:
50 polige Buchsenleiste auf der Platine, in die das uC Modul gesteckt
wird. Dabei wird auf der Adapterplatine die Anschlussbelegung so
gedreht, dass Port A-D auf der Hauplatine auch immer mit Port A-B des
uC belegt sind. So kann man leicht verschiedene uC für ein Projekt
testen, ohne für jeden die Belegung ändern zu müssen.
Ein Problem ist dann aber der ISP Anschluss, der bei vielen uC an
verschiedenen Ports liegt. Ist ja auch kein Problem, dafür kann man 4
weitere Pins hernehmen, die immer mit den ISP Pins belegt werden.

Autor: Tobi (Gast)
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"So kann man leicht verschiedene uC für ein Projekt
testen, ohne für jeden die Belegung ändern zu müssen."

dann hat man wieder das problem mit den sonderfunktionen der ports. die
sind oft zu unterschiedlich und 'hüpfen' dann von uC zu uC rum. es sei
denn man führt auch die alle einzeln raus (pins doppelt rausführen (oder
3-fach)) so dass wirklich alles einzeln ist aber das wäre ziemlich
aufwand. würde auch die fehleranfälligkeit erhöhen wenn man nen anderen
uC einsetzt und nicht beachtet, dass auf einmal zwei vorher auf
getrennten pins liegende funktionen jetzt auf einen liegen

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