abstimmbarer UKW Notch

Gast #1551706
Lesenswert?

Hallo,

einen Notch kann man ja dadurch bauen dass man einen Serienschwingkreis 
an die 50 Ohm-Leitung hängt. Aber wie dimensioniert man sowas? 
Notchfilter sind im Netz weit weniger verbreitet als 
Bandpass-Anleitungen. Die Schaltung soll auf eine Platine und starke 
UKW-Stationen nur abgeschwächt an einen Empfänger lassen (20-30dB 
reicht). Und auf jeden Fall elektrisch abstimmbar sein -> 
Kapazitätsdiode?
Ich habe schon bemerkt dass ich eine relativ hohe Induktivität und eine 
niedrige Kapazität brauche dass der Notch schmal wird (im Beispiel: 
X=500 Ohm bei der Resonanzfrequenz).
Gibt es eine Methode mehrere Abschnitte zu koppeln ohne als 
Impedanzinverter zwischen den Serienkreisen Lamda/4 Leitungen zu 
brauchen? Die üblichen Impedanzinverter haben ja negative Elemente die 
im Bandpass-Fall mit positiven Elementen der Shunt-Parallelkreise 
verschmelzen können (siehe zweiter Screenshot), aber bei Serienkreisen 
siehts nicht so gut aus.

Vielen Dank
Randy
Angehängte Dateien:
Moderator Persönliche Seite #1552494
Lesenswert?

Axel Rühl schrieb:
> "Interdigitalfilter" ist auch noch so ein Suchbegriff. Ist sehr schmal,
> leider nicht elektronisch abstimmbar...

Wobei der Sinn eines Interdigitalfilters ist, dass man nicht nur
einen einzigen schmalbandigen Kreis hat, sondern mehrere miteinander
koppelt, um eine bestimmte Bandbreite zu erzielen und trotzdem eine
gute Flankensteilheit beim Übergang vom Durchlass- in den Sperr-
bereich zu erreichen.

Insofern ist ein einzelner Topfkreis sicher die erste Wahl für ein
reines notch filter.
Gast #1554181
Lesenswert?

Hallo,

ich habe jetzt statt einem Notch-Filter eine "echte" Bandsperre gebaut. 
Die muß man nur einmal abstimmen und nicht auch noch während des 
Betriebs auf die stärksten Stationen einstellen. Auch wenn das starke 
Stationen am Rand des UKW-Bandes nicht allzu stark dämpft.
Vielen Dank für die Tipps hier im Forum.

Randy
Angehängte Dateien:
Gast #1555044
Lesenswert?

Vielleicht doch lieber ein Interdigitalfilter? Auch wenn er auf FR4 
Material etwas größer wird. Ansonsten bei der Simulation bitte mal 
Verluste der Spulen und deren Verkopplung mit berücksichtigen. Und dann 
eine Monte-Carlo Analyse. Ich glaube mehr als 40dB Dämpfung wird nicht 
ganz einfach.

Viele Grüße,
 Martin L.
Gast #1555378
Lesenswert?

Tatsächlich - hatte ich ganz übersehen. Aber mit den 40dB Dämpfung habe 
ich doch gut geschätzt :)
Was mich aber verwundert ist der niedrige S11/S22 Wert im Sperrbereich 
des Filters. Denn irgendwo muss die Leistung ja hin. Im Filter umgesetzt 
werden sollte sie nicht - dagegen sprechen auch die guten S21 Werte im 
Durchlassbereich.

Martin L.
Gast #1555928
Lesenswert?

> Was mich aber verwundert ist der niedrige S11/S22 Wert im Sperrbereich

Der Nullpunkt der S11 und S22 Plots ist in der Mitte (bei 5div), der 
Nullpunkt der S21 Plots bei 9div. Im Sperrbereich wird also durchaus 
reflektiert.

> Bestellnummer für den Keramik-C  16,37078 pF ist mir gerade
> entfallen ...

http://search.digikey.com/scripts/DkSearch/dksus.dll?Detail&name=490-2004-1-ND
Die Spulen haben eh 5%, abgleichen muß man also sowieso.

Randy
Gast #1556536
Lesenswert?

BTW:
> Ansonsten bei der Simulation bitte mal
> Verluste der Spulen und deren Verkopplung mit berücksichtigen

Wie würdest du das machen? AADE simuliert (angeblich) den Spulen-Q mit, 
aber wirklich Ähnlichkeit mit der Realität hat das alles nicht. Mit RF99 
kann ich auch ein Spulenmodell mit Q angeben. Mit was simuliert man 
Filter wenns kein hobbygebastel bzw. try/error werden soll?

Randy

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren