Könnte man vielleicht selber machen:
Große Glasfaserplatte nehmen, dünne Kupferfolie aufkleben, Lochraster
auf CNC-Maschine bohren (wenn man von Hand bohrt kann mans natürlich
auch nach dem Ätzen machen, (immer abwechselnd jeder 150 Löcher)),
Platte mit Photolack einstreichen, Lochrasterlötpads auf großformatigem
Tintenstrahldrucker auf Folie ausdrucken, Folie an gebohrtem Lochraster
ausrichten, Platte mit Quecksilberdampflampe aus 1.5m - 2m Entfernung 45
Minuten lang belichten, (oder im Sonnenstudio), (gegebenenfalls mehrere
kleine Folien verwenden und abschnittsweise mit Gesichtsbräuner
belichten), Entwickeln in der Duschwanne, Ätzen im selbstgebauten
Folienbecken oder in einer starren Kinderbade- bzw. Sandkastenwanne, im
Winter mit Eisen(III)-chlorid im Sommer mit Natriumpersulfat.
Klingt natürlich alles sehr überzogen, aber ein paar Bekannte aus den
neuen Bundesländern hätten das damals sicher so ähnlich gemacht, wenns
drauf angekommen wäre, abgesehen davon, dass sie vielleicht die
Glasfaserplatte nicht bekommen hätten und falls doch keine passenden
Bohrer.
Wer gute Kontakte zu Handwerk und Industrie hat, hat natürlich noch ganz
andere Möglichkeiten, Galvanikbetrieb zum Ätzen, Laser zum Belichten
oder Bohren, Roboter um ausgestanzte Kupferpads aufzukleben und
anschließend zu bohren, Siebdrucker um die Platine ätzfest zu bedrucken
...
Der realistischste Weg um an so eine Platine zu kommen führt aber ganz
sicher zu einem Lochrasterplatinenhersteller selbst, möglicherweise
haben die Lochrasterplatinenrohlinge ja schon die nötige Breite bevor
sie in handliche Stücke für den Endkunden zersägt werden.
Der zweitrealistischste Weg wäre Bungard die sind sicher in der Lage,
zumindest schon mal eine kupferbeschichtete Platine in dieser Größe
herzustellen.