Ich habe bei mir im Wohnzimmer einen Wlan-Router installiert, das sich
ebenfallls im Wohnzimmer befindliche Laptop kann darüber eine drahtlose
Internetverbindung herstellen.
Anders sieht es bei dem Computer im Nebenraum aus: Egal, ob WEP, WPA
oder WPA2 ich erhalte keine Verbindung. Das höchste der Gefühle ist die
Meldung "Netzwerkadresse beziehen", dann bricht die Verbindung ab, wird
versucht wieder aufzubauen usw.
Sobald ich aber keinerlei Sicherheitsoption im Router konfiguriere,
erhalte ich problemlos eine Verbindung mit besagtem Rechner.
In der Umgebung (Nachbarn usw.) gibt es noch mehrere WLANs, da aber ohne
Sicherheit eine Verbindung aufgebaut wird, schließe ich diese als
Ursache aus.
Was läuft denn hier falsch ?
Hab jetzt mal WPA-PSK mit aktiviert mit der Zeichenfolge "00000000" als
Passwort, sollte ja dezimal wie hex dasselbe herauskommen. Versuch war
leider erfolglos, keine Änderung zum bisherigen Verhalten.
Ja, Mac-Filter ist aktiv, aber die Karte vom Rechner im Nebenraum ist
mit aufgeführt. Ansonsten würde ich auch ohne Sicherheitsaktivierung
keinen Zugang erhalten, sondern der Router würde mich rausschmeißen.
> "00000000" ist hexadezimal 30 30 30 30 30 30 30 30.
?? Wie dem auch sei, im Konfigurationsprogramm des Routers gebe ich als
Kennwort "12345Berlin" ein (also meine PLZ+Stadt). Bei Verbindungsaufbau
mit dem Laptop fragt mich dieser nach dem Kennwort und ich gebe es wie
gehabt ein und es wird dangenommen. Beim anderen Computer funktioniert
das so nicht.
> Welches Betriebssystem? Welche WLAN-Hardware? Welcher Router?
Win Xp mit SP3, Router von Netgear, WLAN-Karte im Rechner von MSI,
WLAN-Karte im Laptop keine Ahnung. Genaue Bezeichnungen muß ich heute
abend heraussuchen.
Vielen Dank schonmal für die Ratschläge !
Ich meinte eigentlich die genauen Typenbezeichnungen. "Router von
Netgear" ist ungefähr wie "Auto von VW".
Apropos Netgear, deren WLAN-Router habe ich vor Jahren komplett von der
Einkaufsliste gestrichen. Unter anderem auch wegen genau solcher
Probleme. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen bekamen einige WLAN-Geräte
keine IP-Adresse zugeteilt. Die Probleme können natürlich auch an
anderer Stelle liegen. Versuche es als erstes mal mit einer festen
IP-Adresse auf dem WLAN-Adapter.
Ist bei der WLAN-Karte im Rechner nur deren Treiber installiert oder
auch noch zusätzlicher WLAN-Krempel? Falls ja, entferne den, denn der
ist unnötig. XP hat seit SP1 oder SP2 einen eigenen WLAN-Assistenten,
der ausreichend gut und zuverlässig funktioniert - Selbstbaulösungen der
Kartenhersteller sind seitdem entbehrlich bzw. oft sogar Störquellen.
>Computer im Nebenraum
-älterer Softwarestand ? als XP SP2 j/n
-andere Störer auf gleichem Kanal ??
Stell mal den Router direkt neben den Kummer-PC um herauszufinden ob es
ein Software- oder Empfangsproblem sein könnte.
So, wieder mal ein Konfigurationsproblem gelöst... ;-)
Vorweg:
Router ist Netgear WGR614GR
WLAN-Karte im Laptop ist Atheros AR928x
WLAN-Karte im Rechner ist MSI PC54G2 (von Anfang 2004!)
Rufus hatte recht, wenn ich nur den reinen Treiber ohne die
Zusatzsoftware von MSI installiere funktioniert es. Da der Treiber aus
dem Jahr 2004, und somit aus der Anfangszeit von WPA, stammt, habe ich
den aktuellen Treiber von der MSI-Homepage runtergeladen und installiert
(naja, auch der ist von Mitte 2006). Damit funktioniert sogar WPA2 !
Im Netz fand ich zudem den Lösungsvorschlag den Treiber des
Chipherstellers zu installieren, findet sich auf
http://web.ralinktech.com/ralink/Home/Support/Windows.html
Das Router von Netgear einen schlechten Ruf haben, wußte ich nicht;
hatte mich an den Bewertungen bei amazon.de orientiert, dort steht er in
der Käufergunst ganz oben.
Vielen Dank nochmal für die Ratschläge!
>Das Router von Netgear einen schlechten Ruf haben, wußte ich nicht;>hatte mich an den Bewertungen bei amazon.de orientiert, dort steht er in>der Käufergunst ganz oben.
Bewertungen, wo auch immer, muß man mit gewissem Abstand betrachten. 90%
der "Tester" sind zu objektiven Aussagen gar nicht qualifiziert, weil
sie nur alle paar Jahre mal EIN Gerät kaufen. Wenn das dann nur
irgendwie funktioniert, egal wie gut oder schlecht, und vor allem
obendrein noch BILLIG war, dann ist es "guuuuut". Aufgrund fehlender
Vergleichsmöglichkeiten können die Leute gar nicht beurteilen, welche
Qualität das Teil besitzt. Und nicht zuletzt würden 90% der 90%
keinesfalls einen Fehlkauf eingestehen, sondern trotz aller Mängel bis
aufs Messer verteidigen.
Wenn ich Bewertungen lese, dann such ich gezielt vor allem solche, wo
Mängel beschrieben werden. Sind diese Mängel sachlich begründet, dann
hat das um Größenordnungen höhere Aussagekraft als 100 Lobgesänge.
Ob Netgear nun einen schlechten Ruf hat, weiß ich nicht. Das waren
einfach meine persönlichen Erfahrungen. Jede Technik hat irgendwelche
Fehler, das läßt sich kaum vermeiden. Bei den Netgear-Routern nahmen die
Probleme jedoch überhand und ließen sich mit keiner Maßnahme beseitigen.
Kann durchaus sein, das sich der Zustand inzwischen gebessert hat, aber
"ist der Ruf erst ruiniert..."
> Bewertungen, wo auch immer, muß man mit gewissem Abstand betrachten. 90%> der "Tester" sind zu objektiven Aussagen gar nicht qualifiziert,
Das stimmt schon, aber wonach soll man sich richten ? Bewertungen von
Laien wie bei amazon sind fraglich, andererseits werden 10
professionelle PC-Magazine bei Test und Bewertung ein- und desselben
Gerätes zu 10 verschiedenen Urteilen kommen... Das ist wie beim
Zahnarzt, wenn Du da 10 verschiedene Ärzte aufsuchst, werden Dir 10
unterschiedliche Behandlungsmethoden empfohlen :-(
> Wenn ich Bewertungen lese, dann such ich gezielt vor allem solche, wo> Mängel beschrieben werden.
Ja, interesant ist zu lesen, was zwischen den Zeilen steht. Außerdem der
Vergleich der Kommentare zwischen mehreren Produkten.
Die Druckerzeugnisse, in denen Tests abgedruckt werden, unterscheiden
sich in ihrer Qualität. Das aus der norddeutschen Triefebene stammendes
Zentralorgan hat vor einigen Jahren bei WLAN-Routern deren
DNS-Unterstützung untersucht und festgestellt, daß die bei komplexen
Anfragen, wie sie z.B. bei der Nutzung von eBay auftreten, zu Fehlern
führen können.
> Das DNS-Drama>> Was ein Router-Programmierer alles falsch machen kann, zeigt> sich am scheinbar einfachen DNS-Relay, das inzwischen in fast> allen Routern steckt. Es soll die DNS-Anfragen der PCs entgegen-> nehmen, an den DNS-Server des Providers weiterleiten und die> Antworten zurückreichen. So braucht kein Client die gelegentlich> wechselnde Adresse des Provider-DNS-Servers zu kennen, was den> Wartungsaufwand bei den LAN-PCs verringert.>> Fehler im DNS-Relay führen zu kuriosen Problemen: So stürzen manche> Router beim Ansteuern bestimmter eBay-Seiten ab. Das liegt am dort> verwendeten Kundenbeobachtungssystem, das nicht wie sonst üblich> Cookies benutzt, sondern die Kundendaten in DNS-Anfragen verschlüsselt.> Es fragt dabei Namen ab, in denen einige Labels - die durch Punkte> getrennten Namensbestandteile - bis zu 63 Zeichen lang sind. Das> entspricht zwar dem DNS-Standard von 1987 (RFC 1034), aber nicht der> Erwartung mancher Router-Programmierer im Jahr 2004, die weniger> Speicherplatz für Labels vorsehen - die Folge: Buffer Overflow und> Router-Crash.>> (...)>> Von den 19 Geräten im Test warten nur acht mit einem> einwandfreien DNS-Relay auf.
(c't 23/2004)
Sicher, das ist ein alter Test, aber schon ein Zeichen dafür, daß
zumindest vor fünf Jahren in der Triefebene nicht nur Hochglanzprospekte
gewälzt wurden.
>Das stimmt schon, aber wonach soll man sich richten ? Bewertungen von>Laien wie bei amazon sind fraglich, andererseits werden 10>professionelle PC-Magazine bei Test und Bewertung ein- und desselben>Gerätes zu 10 verschiedenen Urteilen kommen...
Ja, das ist wirklich ein Disaster. Den Tests in Zeitschriften vertraue
ich schon gar nicht, denn deren Objektivität ist m.E. fragwürdig, da sie
hauptsächlich von Werbung leben. Und wer beißt schon die Hand, die einen
füttert. Einzig die c't testet noch nach halbwegs praxisnahen Aspekten,
aber auch dort stimmen die Ergebnisse nicht immer mit meinen praktischen
Erfahrungen überein.
Für Leute, die nicht in der Materie stecken, ist die
Entscheidungsfindung natürlich noch sehr viel schwieriger. Wie schon
gesagt, am besten orientiert man sich an Negativaussagen, aber nur dann,
wenn diese auch sachlich und nachvollziehbar begründet sind.