Wenn der Thread auch schon älter sein mag, hier noch ein paar Hinweise
zum Interface der Uni-T (Unitrend) DSO's a la UTD4152c o.ä.
Die Geräte benutzen als Kommunikationsschnittstelle GPIB, LAN, USB und
manchmal auch noch Rs232.
Das Protokoll zum Datenaustausch ist dass, was auf dem GPIB gemacht
wird. Es gibt sowas wie "*IDN?" oder "*WR?". Die mitgelieferter Software
benutzt den Protokollstapel vom Labview was darauf schließen lässt, dass
man das Gerät für den GPIB-Betrieb vorbereitet hat. Ob dies nur ein
Abfallprodukt der Massenproduktion ist, oder eine gezielte
Implementation ist, kann ich nicht sagen. Es ist jedoch sehr auffällig
dass es derzeit keine IVI-Treiber für eine Labview-Einbindung gibt. Auch
die LAN-Option UT-M01 liefert keine Treiber oder Dokumentation mit. Die
LAN option scheint nur für den Betrieb der wirklich sehr hässlichen
Software vorgesehen zu sein.
Wer also automatische Messungen mit Hilfe von Schnittstellen machen
möchte, wird auf dem Trockenen sitzen bleiben, sollte die
Fernbediensoftware nicht ausreichen. Ich persönlich mag sie nicht und
automatissmen sind mit ihrer Hilfe nicht möglich.
Der USB-Port ist ein cypress-USB Chip - die LAN-Option könnte man
sniffen. Da die Kommandos an das DSO in GPIB-Style kommen, könnte man
sich beim Schnüffeln an das übder die Kommando's und dessen Funktionen
und Optionen stützen. Das solle recht gut machbar sein. Ob man sowas
auch mit dem USB anstellen kann, ist mir unbekannt.
Zum, Gerät selber kann ich eigentlich nur positives berichten. Ich
benutze ein UTD-4152C am USB und dass seit etwas über einem Jahr.
Die Menüführung ist typisch Chinesich - also nicht ganz fertig zuende
gedacht - sie lehnt sich jedoch sehr an die Bedienung von HP-DSO's an.
Ich denke dass es anbetrachts der größer werdenenden Displays und den
damit verbundenen Platzmangel für Bedienelemente, kaum anders möglich
ist, die Stellelemente auf dynamische Menü's und Mehrfachbelegte Tasten
zu legen. Da wird das Messgerätesetup schon eine Zeitraubende Sache.
Die mitgelieferte Software bietet hier keine Unterstützung denn Setup's
als Messprofil abzuspeichern sucht man vergebens. Die Software bietet
überhaupt keine andere Bediehnweise als die, die man am Gerät selber
vornehmen könnte. Ich finde sowas völlig daneben. Man gibt für die
LAN-Option ca €80.- aus, und kann eigentlich nur das gleiche Programm
benutzen, dass es für den schon eingebauten USB-Adaper auch gab. Man
mechselt nur das Medium. Welchen Sinn diese Schnittstellenoption
ergibt, öffnet sich mir nicht. Ein Labview-Treiber wie es RIGOl für
seine Geräte vorsieht, gibt es von UNI-Trend nicht, obgleich Sie den
Support von Labview in ihrer Software selber nutzen. Welche Strategie
UNI-Trend dabei verfolgt, will sich mir nicht öffnen.