Hallo allerseits,
ich würde gerne eure Meinung zu Stecker-Schaltnetzeilen an Geräten mit
Metall-Gehäuse hören. Das Gerät, dass ich mit dem 12V Netzteil versorge,
hat ein Alu Gehäuse welches mit "GND" verbunden ist. Wenn man
gleichzeitig das Gehäuse und einen Wasserhahn berührt, bricht die
Spannung auf unter 100Vpp zusammen, man spürt es doch aber schon ganz
ordentlich.
Anbei ein Bild von einem 12V Netzteil von Pollin. Das ist "GND" und
"+12V" gemessen gegen Schutzleiter. Glatte 320Vpp - Ich habe ein sehr
ähnliches Bild bei allen mir verfügbaren Stecker-SNT feststellen müssen.
Gruß.
Soll heißen ich muss und kann damit leben? Besteht dabei Gefahr?
Immerhin trägt das Netzeil ein CE und TÜV Zeichen!
Oder sollte man elektronische Geräte mit Metall-Gehäuse generell nicht
mit einem Stecker-Schaltnetzteil betreiben?
Für solche Sachen bevorzuge ich (wenn die Leistung reicht) normale
Trafonetzteile. Wenn es ein Stand-Alone Gerät ist, besteht die
Notwendigkeit das Gehäuse an GND zu legen? Wenn nicht - trennen.
Hmmm... ich benötige 1A @ 12V ... ein Trafo-Netzteil wird da schwierig
unter Kostengesichtspunkten und Effizienz.
Trennen von Gehäuse und "GND" ist leider nicht möglich, da das Display
einen Metallrahmen hat, welcher platinenseitig mit "GND" verbunden ist.
C2 und C3 werden dein Problem sein, in anderen Netzteilen (Infineon
AppNote) sind die nicht vorhanden.
So wie ich das sehe schlucken die unnötig Strom.
Bei passiver PFC gibt es eine Spule (meist um die 50mH) im
Gleichstromkreis gleich hinter dem Gleichrichter, das hält die HF vom
50Hz Netzt fern.
Die Frage wäre für mich jetzt, ob das nach CE überhaupt rechtens ist,
dass mein Gehäuse 320Vpp - zwar nur sehr schwach, aber eindeutig mess
und fühlbar - aufweißt.
Gruß.
die frage kannst du wohl gericom stellen, die hatten einige
notebookserien welche bei gleichzeitiger berührung der erde deutliche
stromschläge verpasst hatten.
war super toll wenn man aus versehen mit den unterarmen am gehäuse ankam
beim tippen.
seither frage ich mich auch was nicht so alles erlaubt ist...
Was ich nicht verstehe, ist, warum bei diesem Netzteil das Gehäuse auf
GND liegt.
Warum wird es nicht mit dem Schutzleiter verbunden? Dann wäre auch die
Berührproblematik vorbei.
Vorausgesetzt, der Wasserhahn ist auch mit dem PE verbunden (man weiß ja
nie... ;-)
Also wenn Du mich fragst: Laß von solchen Netzteilen lieber die Finger
weg (im wahrsten Sinne des Wortes)!
Allein schon wenn ich "Pollin" in Verbindung mit solchen Erzählungen
höre, denk ich gleich irgendwie an Chinaschrott...
...ein ähnliches Verhalten habe ich z.B. mit meinem Medion DVD-Player
gehabt.
Er war netzseitig nur zweipolig (ohne Schutzleiter) angeschlossen, was
bei diesen Geräten ja auch eigentlich Standard ist. Das Gehäuse stand
eindeutig auch unter Spannung, wenn man z.B. mit der Abschirmung des
Scartsteckers vom Fernseher rangekommen ist, hat es immer schön
gebrizzelt, und gewischt hatte ich auch mal eine bekommen...
Wurde mir aber auch auf Nachfrage in d.s.e als normal bestätigt.
Ciao...
Markus
Direckt berührbare kleinspannungen z.B. bei handyladegeräten (stecker)
müssten wenn man es genau nimmt schutztrennung aufweisen (4kVAC 50Hz für
X sec), die durch luftspalt kriechstrecken oder ebenbürtige maßnahmen
zustande kommt.
Aber es gibt da noch eine ausnahme, denn beim bestimmungsgemäßen
gebrauch des ladegerätes (nach anleitung) wird der stecker nicht
berührt...
In ordnung finde ich das nicht, aber rechtens scheint es irgendwo doch
zu sein...
Durch ein offene wicklung aus kupferfolie in der wicklung, die Pri/Sec
trennt und mit PE verbunden ist wäre schon alles gut. Aber das kostet ja
geld aleine schon durch 3 adriges kabel/stecker am NT.
Entwickler schrieb:
> ob das nach CE überhaupt rechtens ist,
Wieso? CE ist doch keine Vorschrift die irgend etwas über die
Verschaltung ect. aussagt.
Der Aufkleber CE besagt nur, dass der Hersteller dieses Gerätes eine
Konfirmationserklärung abgegeben hat, dass dieses Gerät nach gültigen
Bestimmungen (VDE etc.) gefertigt ist und diese ein hält.
Entwickler schrieb:
> und TÜV Zeichen
Das Zeichen ist einzig und allein eine Werbemaßnahme des Herstellers und
hat überhaupt keine rechtliche Bedeutung.
@ Entwickler
Entferne die beiden Kondensatoren und mess noch mal.
C1 in der oben geposteten Schaltung reicht zur Unterdrückung
(LC-Tiefpass) der HF Signale aus dem Netzteil.
C2 und C3 sind 1. Stromverschwendung und 2. fließt dadurch ja ein
kleiner Strom über den Schutzleiter.
Wenn du jetzt genügend dieser Netzteile an dein Haus-Netz hängst kommt
irgendwann die fi-Schutzsicherung (wenn du eine hast) da genügend Strom
nach Erde Läuft (Fehlstrom) was eigentlich nur der Fall ist wenn z.B.
ein Fön in die Badewanne gefallen ist.
In dem Fall fließt der Strom nicht mehr nur zwischen den beiden Phasen
sondern auch zwischen Phase und Erde.
>@ Entwickler>Entferne die beiden Kondensatoren und mess noch mal.
@Entwickler: wundere Dich aber nicht wenn du dann die Funkstörspannungen
nicht mehr einhälst und dein Fernseher komische Streifen hat.
Die Kondensatoren haben schon eine Aufgabe. Die Ströme sind allerdings
begrenzt auf 0,75mA oder 3,5mA maximal (je nach Gerätekategorie).
Eine Modifikation des Netzteils kommt nicht in Frage. Eigentlich hatte
ich damit gerechnet, mich auf den Hersteller verlassen zu können.
Immerhin handelt es sich um SAGEM Netzteile. Wie im ersten Post
geschrieben musste ich das selbe Verhalten bei allen anderen
Stecker-Schaltnetzteilen (die übrigends alle nur den 2-Poligen Stecker
ohne Schutzleiter haben) feststellen. Selbst Nokia und Sony machen das
so.
Die Frage ist doch eher, ob man mit einem solchen Netzteil nur Geräte in
Kunsstoffgehäuse betreiben darf/sollte. Mein Gerät mit Alu-Gehäuse also
immer einen Kontakt zu PE haben muss/sollte !?
Gruß.