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Forum: Platinen SMD selbst bestücken???


Autor: Martin (Gast)
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Hallo Profis!

Ich habe jetzt schon ein paar Elektronik-Mikrocontroller-Projekte
hinter mir. Die Elektronik wurde mit Eagle gezeichnet und bei PCB-Pool
bestellt. Danach wurde die Platine von mir noch bestückt. Es handelt
sich hierbei um Prototyten. Soweit sogut.

Aber ich möchte jetzt nach und nach auf SMD-Bauteile umsteigen, da man
hier die Platine noch kleiner gestalten kann. Man hat einfach mehr
Platz.

Nun meine Frage: Die SMD-Bauteile selbst bestücken halte ich für sehr
schwierig. Gibt es in dem Bereich Firmen, die auch Prototypen
bestücken? Oder wie soll man hier vorgehen? Bitte schreibt mir eure
Erfahrungen!

Tschüss

Martin

: Verschoben durch Admin
Autor: Henrik (Gast)
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Selbstbestücken schwierig?
Siehe Wiki!

Henrik

Autor: Tobi (Gast)
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Autor: MSE (Gast)
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Selbstbestücken geht sogar ohne Spezialwerkzeug. Ich bestücke meine
SMD-Prototypen von Hand bzw. mit der Pinzette und Löte mit normalem
Lötkolben (natürlich mit recht feiner Spitze). Das Ergebnis
funktioniert, sieht aber nicht schön aus. Besser ist es, mittels einer
Lötschablone Lötpaste aufzutragen und dann im Ofen zu löten. (Ist mir
zu teuer und meine Prototypen müssen nicht gut aussehen.)

Es gibt selbstverständlich Firmen, die Prototypen bestücken. Das ist
allerdings ziemlich teuer.
Obwohl: Alles ist relativ, es kommt halt aufs Budget an.

Hier in und um Berin kenne ich zwei Firmen, die sowas machen:
Conti
bzw. Gillet-Elektronik,
findet man beide auch online, ich hab die url jetzt nur nicht parat.


Gruß, Michael

Gruß, Michael

Autor: MSE (Gast)
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Nachtrag:

Zum Kolbenlöten braucht man natürlich eine sehr ruhige Hand und gute
Augen (Manchmal auch eine Lupe). Es gibt Bauteile, die man so nicht
löten kann, da sich ihre Anschlüsse genau unter dem Gehäuse befinden.

Sorry für den Doppelgruß, dafür gibt's jetzt eben keinen!:)

Autor: Ratber (Gast)
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Is überhaupt nicht schwierig und viele Werkzeug braucht man dafür auch
nicht.

Was brauche ich an Minimumausstattung ?

eine Feine Pinzette.
Folgende Lötspitzen : Spitz,Hohl und für das Gröbere die üblichen
Meißelförmigen.
Eine Lupe wäre nichzt schlecht.
Ne Vernünftige Beleuchtung auch nicht.
Entlötlitze (Falls mal was zuviel drauf ist)
Und natürlich etwas Fluxer (Entweder als Stift oder inner kleinen
Spritzflasche)

Hab ich nochwas vergessen ?

Ach ja,  Ne ruhige Hand braucht man schon aber die gibt es nicht im
Laden ;)


Ich fange mal bei den 2-Poligen Bauteilen an (Also
Widerstände,Kondensatoren;Drosseln usw.).

Die sind recht einfach zu Löten.

Zinklecks auf ein Pad,Bauteil mit Pinzette in Position bringen und mit
dem einen anschluß an das Pad anlöten.
Danach Pad Nr. 2 Verlöten
Fertig.

Mehrpolige Bauteile lassen sich je nach Pinabstand noch einzeln
verlöten.

Andernfalls dann Folgende Vorgehensweise:

zb. Controller im TQFP-Gehäuse:

Ein Pad verzinnen.
Controller richtig Positionieren und am Verzinnten Pad Anlöten damit er
schonmal an einer Ecke "Fixiert" ist.

alternativ kann man auch den Controller direkt Positionieren und mit
der Lötspitze etwas Zinn aufnehmen was man dann einfach auf eeine
Stelle "Schmiert" damit er erstmal fest sitzt.


Danach noch an mindestens einer stelle Fixieren (Ich würde es an mind.
4 Punkten machen).

Danach geht der Spaß los indem man mit der Spitze,etwas Lot die
Beinchen schön entlang fährt und erstmal alle Pinne so verlötet.

Natürlich beleiben so reichlich Brücken übrig aber das regeln wir jetzt
mit der Hohlspitze und dem Fluxer.

Der Fluxer setzt die Fließeigenschafften des Lotes herauf so das es der
Hohlspitze bereitwillig zum Rand der Pinreihe "folgt".
Durch die Hohlkehle ist immer ein ausgleich möglich so das
überflüssigens Lot aufgenommen werden kann oder auch fehlendes
nachgereicht wird.

Wenn die spitze voll ist und noch reichlich Material auf den Pinnen ist
dann kann man die spitze bequem mit der Entlötlitze "Entleeren" und
nochmal mit Fluxer nachsetzen.

Das ganze auf allen Seiten des Chips und schon hat man am Ende auch die
kleinen Vielbeiner sauber gelötet.

Ich meine ,wenn man das geschafft hat kann man so ziemlich alles an SMD
Löten.
Schwer isses jedenfalls nicht.
Da spielt eher die Angst vor dem "Kleinen" eine Rolle als die
Machbarkeit.

Autor: Patric (Gast)
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Es gibt eigentlich nur wenig was man nicht mit Hand bestücken kann.
BGA und QFN ist eigentlich nur mit Spezialgerät möglich.
Wenn's beim Hühnerfutter nicht kleiner als 0805 sein muss, geht das
auch problemlos mit der Hand zu löten. Ich versuch nach Möglichkeit mit
1206 auszukommen.

Ich hab schon einen LQFP mit 0,5mm Pitch aufgelötet. Ziemliches
Gefrickel, aber geht. :-) TQFP ist dagegen sehr einfach.
Was man immer haben sollte ist Flussmittel. Das im Lötzinn reicht meist
nicht für solche Gehäuse.

Am Besten erstmal mit defekten Teilen üben.

Autor: Ratber (Gast)
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>Ich hab schon einen LQFP mit 0,5mm Pitch aufgelötet. Ziemliches
>Gefrickel, aber geht. :-) TQFP ist dagegen sehr einfach.


Na so dolle is der Unterschied nu auch nicht.

Genauer gesagt nur die Gesammthöhe.

Ich mache das jeden Tag mit >=80er Gehäusen

Nach 2-3 Chips kommt da Routine auf zumal bei steigender Gehäusegröße
auch das Termische Problem sehr stark in den Hintergrund rückt.


Also nen 80er Chip (TQFP oder LQFP im 0.5mm Pitch)löte ich in max 5
Minuten ein und da sind schon sämtliche Reinigungsarbeiten
inbegriffen.

Da das natürlich mit beruflicher Routine geschieht kann ich Für den
Privaten Bastler so um die 10-15 Minuten veranschlagen aber das ist
dann schon das Maximum.


Wie gesagt,keine angst vor SMD  ;-)

Autor: vize (Gast)
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pitchmaß kann auch kleiner sein, benutze eine stereo lupe dafür, 0,35
lötdraht und eine spitze wie eine nadel und zusätzliches flußmittel im
einen stift.
Lötstellen sehen dann super aus, einfach probieren!
Ich habe noch keinen gesehen der nach etwas übung keinen erfolg hat.

ciao

Autor: Ratber (Gast)
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Ähm ......035 bzw. 023er Lot is ja noch ok für Einzelstücke im Format
603 oder 402 aber wofür ne Stereolupe bein Chiplöten ?

Ne Lupe brauchste nur zum nachkontrollieren.
Zum Löten selber braucht man nicht mehr als normale Sehschärfe.


Oder hab ich das falsch verstanden ?




Ohhhjaohh,wo wir gerade dabei sind.

Einfacher Isoalkohol zum Reinigen und nen Anttistatischer Pinse bzw. ne
ESD-Bürste sind von Vorteil denn wenn man fertig ist will man ja auch ne
saubere Schaltung haben.Vorallendingen wenn man dann noch
Versilbern,Lackieren usw. will.

Alkohol löst einerseits Flußmittelreste auf und auch der weiße
Kristallstaub den der Fluxer hinterläst wird damit wirkungsvoll
aufgelöst und kann abgespült werden.

Ich benutze dafür ein Fläschen mit Pinselaufsatz dann hat man beides in
einem.

Nochwas vergessen ?

Autor: Michel (Gast)
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@Patric:
"Es gibt eigentlich nur wenig was man nicht mit Hand bestücken kann.
BGA und QFN ist eigentlich nur mit Spezialgerät möglich..."

>>QFN lässt sich auch noch von Hand bestücken. Man muss nur den
Footprint in der Bauteil-Library etwas anpassen. Die Pads nach aussen
verlängern, und man kann die QFN's (fast) so gut wie QFP's löten.
Dünne Lötspitze ist Voraussetzung...

"Wenn's beim Hühnerfutter nicht kleiner als 0805 sein muss, geht das
auch problemlos mit der Hand zu löten. Ich versuch nach Möglichkeit mit
1206 auszukommen..."

>>0603 lässt sich auch noch gut von Hand bestücken. Die Lötstellen
sehen dann bei mit nicht mehr ganz so toll aus, aber es funktioniert.
0805 ist schon fast standard.

Autor: Patric (Gast)
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"QFN lässt sich auch noch von Hand bestücken. Man muss nur den
Footprint in der Bauteil-Library etwas anpassen. Die Pads nach aussen
verlängern, und man kann die QFN's (fast) so gut wie QFP's löten.
Dünne Lötspitze ist Voraussetzung..."

Die äusseren Pads lassen sich auf die Weise löten. Wie kommst du aber
an die Massefläche in der Mitte ran?

Autor: Ratber (Gast)
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@Michel


<0603 lässt sich auch noch gut von Hand bestücken. Die Lötstellen
<sehen dann bei mit nicht mehr ganz so toll aus, aber es funktioniert.
<0805 ist schon fast standard.

Es geht auch bis 402 runter ohne hässliche Lötstellen wenn man dünnes
Lot (zb. 0.23mm) nimmt und eventuell bei bedarf nochmal mit Fluxer
nacharbeitet.

Wenne willst kann ich dir gerne Bilder dazu liefern.
Is also auch nur ne Frage der Übung und Routine.
Das dünnne Lot erleichtert dabei das Dosieren doch schon ungemein.

Autor: vize (Gast)
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>>>>>>
Autor: Ratber
Datum: 21.09.2004 20:02

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--------

Ähm ......035 bzw. 023er Lot is ja noch ok für Einzelstücke im Format
603 oder 402 aber wofür ne Stereolupe bein Chiplöten ?

Ne Lupe brauchste nur zum nachkontrollieren.
Zum Löten selber braucht man nicht mehr als normale Sehschärfe.

Oder hab ich das falsch verstanden ?
>>>>>>>>>
Natürlich meine ich das chiplöten bei 200 pins oder ähnlich viele pins,
nehme ich die Sterolupe zur hilfe, solche pitch maße lötet kein mensch
mit normalen auge. Ich nicht, warum soll ich mir auch das löten schwer
machen.

meine aussagen waren allg.

ciao

Autor: Ratber (Gast)
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@Vize

Ich verstehe das nur so das du unter der Lupe alle Pinne einzeln
lötest.

Ich verlöte erst alle und gehe dann erst ans Trennen (mit reichlich
Fluxer).


Danach wird dann mit ner Lupe kontrolliert ob sich nicht noch nde feine
Brücke irgendwo versteckt hat.

Geht für mich Sauberer und schneller.


Nen Stereoskop nutze ich nur in ganz speziellen fällen

Autor: Winfried (Gast)
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Was nehmt ihr denn für Fluxer? Aus meinen alten Elektronikzeiten habe
ich mir immer Kolophonium besorgt und das in Alkohol/Isopropylalkohol
aufgelöst. Damals gabs aber noch kein SMD. Muss es also ein spezieller
Fluxer sein oder reicht aufgelöstes Kolophonium?

Autor: Ratber (Gast)
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Heute beziehe meinen direkt vom Brötchengeber.
Das Zeug wandernt Kanisterweise (a 20l) durch die Lötanlagen also hat
auch keiner was dagegen wenn man sich gelegentlich nen fläschen
abfüllt.

Welche Marke wir haben weiß ich nicht ausser das der Schwebestoffanteil
je nach Anlage bei ca. 1.5% bzw. 3%  liegt.(Is aber nicht so wichtig)


Zu "Nicht SMD-Zeiten" hab ich es ähnlich wie du gemacht und selber
gepanscht.

Autor: Steffen (Gast)
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Nimm das Kolophonium in Spiritus.
Der meiste Mist, der als Flussmittel angeboten wird bringt meist bei
weitem nicht die Resultate wie das einfache Kolophonium.
Das was Ratber zur Verfügung hat bestimmt mal ausgenommen aber ob man
da sonst so einfach rankommt?

Ich pinsel immer die komplette Platine nach dem verzinnen ein. Zum
Säubern verwende ich erste einen Pinsel und Spiritus und dann
Leiterplattenreiniger Kontakt LR. Wenn man etgwas Übung hat sind die
Lötstellen kaum von Maschinell gelöteten zu unterscheiden.

Steffen

Autor: Olaf (Gast)
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Hier noch mal einen kleinen Tip den ich hier noch nicht gelesen habe.

Man muss die Teile beim anloeten ja festhalten. Zum einen wegen der
adhaesion des Lotes und zum anderen weil manche Teile auch magnetisch
sind. (der wahre Profi loetet nur mit WTCP :-)

Eine normale Pinzette ist dafuer viel zu fumelig. Deutlich besser sind
Vakuumpinzetten. In der einfachsten Ausfuehrung eine Art Spritze mit
einer Feder drin und einen kleinen Saugnapf vorn. Das ist schonmal
deutlich besser.
Die kommen aber an ihre Grenzen bei sehr kleinen SMD-Widerstaenden oder
runden Teilen. Das festhalten mit dem Finger kommt normalerweise nicht
in betracht da nur wenige Leute Finger haben die 370Grad aushalten.
Nun hab ich mir irgendwann mal an einer Hand mal die Fingernaegel etwas
laenger wachsen lassen weil ich das zum Gitarrespielen brauchte. Und das
habe ich immer noch an einem Finger beibehalten weil man damit die Teile
gut auf die Platine druecken kann, es andererseits aber bereits warnend
warm wird wenn man zu lange loetet.

Sozusagen die eingebaute SMD-Pinzette. :-]

Bis auf BGA kann man wirklich noch alles selber loeten und zwar in
derselben Qualitaet wie in der Industrie. Es dauert natuerlich deutlich
laenger.

Ob man allerdings mit SMD wirklich kleinere Platinen hinbekommt als mit
normalen Bauteilen da habe ich bei PRIVATLEUTEN so meine zweifel.
Schliesslich nehmen die SMD Bauteile einem haeufig die Moeglichkeit
unter ihnen Leiterbahnen lang zu fuehren, oder schraenken einen doch
deutlich ein. Bei industrieellen Platinen ist das kein Problem da man
dort einfach Multilayer nehmen kann. Privat kann man solche Platinen
aber nicht herstellen, und ich glaub auch das Zeichnen ist nicht ganz
einfach da die Billigversionen der gaengige Layoutprogramme fuer
Bastler doch nur zwei Lagen unterstuetzen oder taeusche ich mich da?


Olaf

Autor: Ratber (Gast)
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@Steffen


<Nimm das Kolophonium in Spiritus.
<Der meiste Mist, der als Flussmittel angeboten wird bringt meist bei
<weitem nicht die Resultate wie das einfache Kolophonium.
<Das was Ratber zur Verfügung hat bestimmt mal ausgenommen aber ob man
<da sonst so einfach rankommt?

Stop mal,ich glaube da reden wir aneinander vorbei.

Fluxer und irgendein Kolophoniumgemisch sind nicht zu vergleichen denn
die Wirkung ist gänzlich unterschiedlich.


Der Fluxer hat nur die aufgabe das Lot nochmal schön zu verflüssigen
und Brückenbildungen zu vermeiden.
Mehr nicht.

Das Kolophonium dagegen ist zur Entoxidation der zu lötenden Teile
zuständig was der Fluxer nu garnicht bzw. nur unzureichend kann.


Beide sind in ihrer Wirkung unterschiedlich und ersetzen sich nicht
gegenseitig.



@Olaf

Also ne Vakuumpinzette hab ich auch auffer Arbeit inne Schublade liegen
aber nutzen tu ich se nie denn wie du schon sagtest ist se für alles was
kleiner als nen Chip ist uninteressant.
Für die Chips selber eigentlich auch denn ne einhändige Pisitionierung
is da im wahrsten Sinne des Wortes ne Zitterpartie.

Ich brauch se allenfalls wenn mal wieder die Sauggummis vom
Heisluftentlöter alle sind um nen Chip auszulöten.


Zum Bestücken nutze ich für fast alles eine einfache spitze Pinzette
wie auf dem Bild im Anhang.
Damit bestücke ich bis auf 402 runter (Der Widerstand im Bild ist 603)
ohne Probleme.

Mein Standardwerkzeug ,was ich den ganzen Tag nutze" besteht nur aus
besagter Pinzette,Diversen Spitzen für die Lötstation,Taschenlupe 10x
,Entlötlitze,Bürste,Jeweils ner Pulle Alkohol und Fluxer,einem
Flachschneider (Mit dem ich meinst nur die Litze kürze.Ansonsten für
die wenigen bedrahteten Bauteile)und natürlich das passende Lot.

Alles andere ist für mich schon ein "Extra" (Ja ,ich weiß.Klingt
komisch aber is leider so) das nur selten benötigt wird.





PS: Das mit den Fingernägeln ist lustig aber ich glaube ich könnte mich
dan doch nicht an den seltsamen Geruch von verbrantem Horn gewöhnen
gg






<Ob man allerdings mit SMD wirklich kleinere Platinen hinbekommt als
<mit normalen Bauteilen da habe ich bei PRIVATLEUTEN so meine zweifel.


Doch doch,das geht eigentlich ohne Probleme.
Allerdings muß man sich auch dahintersetzen wenn man was haben will.
Gerade hier gilt "Ohne Fleiß.........usw."


<Schliesslich nehmen die SMD Bauteile einem haeufig die Moeglichkeit
<unter ihnen Leiterbahnen lang zu fuehren, oder schraenken einen doch
<deutlich ein.


Entschuldige aber da muß ich dann doch mal etwas ernster werden und
entschieden Protestieren denn das stimmt so nicht.

Auch unter SMD-Bauteilen kannste Leiterbahnen hindurchführen.

Natürlich nicht bei Gehäusen mit einem Pitch von 0.5mm aber bei den
Widerständen,Kondensatoren und ähnlich gebauten Bauteilen und Chips mit
1.27mm Pitch legt man häufig Leiterbahnen hindurch um nötige Kreuzungen
zu erledigen bevor man 0-Ohm Widerstände als Brücken nimmt.

Is also kein akt.



<.......und ich glaub auch das Zeichnen ist nicht ganz
<einfach da die Billigversionen der gaengige Layoutprogramme fuer
<Bastler doch nur zwei Lagen unterstuetzen oder taeusche ich mich da?

Gut,bei Demos und Billigproggies biste da gekniffen aber das betrifft
auch Schaltungen im althergebrachten Stil.

Wer ernsthaft Platinen herstellen will der muß früher oder später in
die Tasche greifen und eine vernünftige Soft kaufen da sie auch nur ein
Werkzeug ist wie ein Multimeter oder andere Geräte und mit (Sorry,aber
ich sags mal überspitzt) "Müll" kann man eben nur weinig
veranstallten.


Das ganze da oben soll natürlich kein angriff sein.
Nur meine freien Gedanken ;)

Autor: Olaf (Gast)
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Wenn der Fingernagel kokelt dann loetest du zu langsam. :-)

Ich hab auch nicht gesagt das es unmoeglich ist bei SMDs Leiterbahnen
unter einem IC zu fuehren, es ist nur deutlich schwerer.

Bei einem normalen IC mit 2.54mm kannst du immer eine Leiterbahn
zwischen zwei Beinen durchfuehren. Bei 1.27mm moechte ich das mal sehen
besonders wenn du deine Platinen selber machst und selber dann loetest.

Unter einem Widerstand geht es natuerlich. Andereseits hat ein normaler
Widerstand oben und unten Anschluesse. Die Verwende ich dann gleich als
Anschluss fuer meine Leiterbahnen auf beiden Seiten. So kann man sich
oft ein VIA sparen. Auch das ist fuer Bastler ein Fortschritt.

Olaf

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Also eine Leiterbahn zwischen zwei Pins bei 1.27mm ist auch für
Selbstätzer absolut kein Problem und zwischen zwei Pins bei 2.54 gehen
locker 2 Leiterbahnen durch.

Autor: Martin (Gast)
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Hallo

Das ist aber interessant, was man da alles erfährt.
Aber wo beschafft man am besten die Bauteile?
Ich habe jetzt in den Conrad-Profikatalog hineingeschaut und
die Auswahl ist nicht gerade berauschend.
Z.B. habe ich keine SMD-Elkos gefunden.
Bei Conrad werden eher weniger SMD-Bauteile angeboten.

Tschüss

Martin

Autor: MSE (Gast)
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www.segor.de

Autor: Winfried (Gast)
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Kolophonium: Es ist auch hauptsächlich Flußmittel, setzt die
Oberflächenspannung herab. Früher war die Lötzinnseele immer
Kolophonium. Nur mit Lötzinn ohne Flußmittel kann man nämlich überhaupt
nicht löten.

Kolophonium ist also ein Fluxer. Und es ist in Billig zu bekommen und
sogar ein natürliches Produkt (Harz irgendeines Nadelbaumes). Echt Öko
:-)

Autor: Ratber (Gast)
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@Olaf

christof hats mir schon virweggenommen.

Is bei 1.27mm überhaupt kein akt.


@Martin

Ich bin jetzt versucht zu sagen "Überall nur nicht bei Conrad" dennn
seit Conrad Junior am Ruder sitzt ist es mit dem ursprünglichen
Kerngeschäft ganz aus.
Es wird derzeit in großen schritten Demontiert.


@Winfried

Naja,so kann man es nicht sehen dennn Kolophonium hat seinen Beinamen
"Flußmittel" auch nur mehr aus dem Volksmund bekommen denn in erster
Linie ist es ein Antioxydationsmittel.
Mit reinem Fluxer wirste nicht Löten können denn seine
Antioxideigenschafften sind zu mager.

Das merkt man schon dannn wenn etwas angelagerte Platinen in die Welle
wandern.
Immer gibt es Probleme wenn das Kupfer oder die Chemische Verzinnung
schon was angesetzt hat.

Du kannst das gerne mal an einer alten Lötstelle probieren und dort
etwas Zinn abgreifen.
Damit versuchste dann mal auf einer etwas angelagerten
Streifenrasterplatine zu löten und nimmst nur Fluxer zu hilfe.

Wirst sehen das ein schönes Ergebnis kaum möglich ist.

Das selöbstgemachte Lötwasser aus Alkohol und Kolo. ist ja nur ne
Lösung und von der Wirkzung her nicht mit nem Fluxer zu vergleichen
denn der hinterläst im gegensatz dazu nur ein feines weißes Pulver
wärend die Lösung die gewohnten Kolop- Reste hinterläst.


Genauso könnteste Bleifreises Lot nehmen und es mit den gewohnten
Spitzen Löten da man ja rein äußerlich sagen könnte das Spitze gleich
Spitze ist.


Das Ergebnis ist aber dann ganz anders als Erhofft.

Erstens werden die Lötstellen nicht gerade schön ,zweitens vergammeln
die Spitzen rasend schnell (im Verhältnis natürlich) und zuguterletzt
ist die Lötstelle chemisch nicht in ordnung weil Spitze und Lot eine
Einheit bilden.


Is also doch nen kleiner aber feiner Unterschied der viel ausmachen
kann.

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Wo wir schon bei bleifrei sind. Kennst du eine Seite, die die
Problematik des bleifreien Lots kurz aber vollständig behandelt? So
Sachen, warum spezielle Bauteile/Spitzen gebraucht werden interessieren
mich, weiss aber nicht, wo ich mich informieren kann.

Autor: Ratber (Gast)
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@Cristoff


Yo,da wüßte ich aus dem Stand auch nix empfehlendwertes zu vermitteln.

Meine Infos hab ich über den Job wo die Umstellungsmaßnahmen natürlich
schon in vollem Gange sind.

dh. es werden längst Versuche gemacht (Lötanlagen,Auch Lötstationen mit
spitzen,Lot usw. Testen wir wie wild) und die obligatorischen Schulungen
klatschen mir derzeit auch um die Ohren so das es mir schon fast zuviel
ist denn die neuen Zahlen und Fakten müssen erstmal ins Blut übergehen
bevor man wieder voll aus dem Stand Arbeiten kann.

Die Unterlagen kann ich dir leider nicht zur Verfügung stellen (Ich
finde es auch Kappes aber ich will auch keinen Ärger deswegen) aber ich
kann dir nur Empfehlen es so zu machen wie ich es getan habe nachdem mir
die Art und weise der Lehrgänge nicht so zugesagt hat.


Einfach mal Google (und andere ) etwas Kitzeln.


Mit den folgenden Suchbegriffen habe ich recht gute Informationen
bekommen die verständlicher waren als das Gefasel auf den Lehrgängen.


"Bleifrei Löten"
"Löten ohne Blei"
und  "Bleifrei Lot neue Norm 2006"  (Is Konfus aber es geht nur um
Schlagworte)



Zusammenfassend kann ich aus den jetzigen Infos und erfahrungen nur
sagen das es eher schwerer wird als leichter.

Is so ähnlich wie seinerzeit mit dem ersatz für das FCKW



Vieleicht hilft dir das wenigstens etwas.

Autor: Ratber (Gast)
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Ups.

Es sollte natürlich "Christof" heißen und nicht "Cristoff"




PS: Ich vermisse immernoch eine Vorschaufunktion im Forum !!

Autor: Christof Krüger (Gast)
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Danke für die Hinweise & Suchhilfen!

Ich hab mich auch so schon angesprochen gefühlt =)

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,hab ich mir gedacht aber bei aller Scherzerei,Schreib-/Tippfehlern
und auch einigen Anspielungen sollte wenigstens der Name richtig sein
denn sonmst entsteht schnell ein falscher Eindruck ;)


Wie gesagt ist die Umstellung auf Bleifrei in der Industrie schon
einige Jahre am anlaufen aber so richtig heiß wirds erst im nächsten
Jahr.
Genau dann erwarte ich auch umfassende und brauchbare Anleitungen bzw.
Informationen für den Privatmann.

Was da jetzt im Umlauf ist ist meist nur Stückwerk oder in typsich
Deutscher Amtssprache abgefasst was ja für den Ottonormalverbraucher
nicht unbedingt verständlich sein muß.

Autor: Steffen (Gast)
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@Ratber

OK, das mit dem Fluxer war mir etwas neu. Das erklärt auch, warum ich
nicht so gute Ergebnisse mit Fluxer hatte wie mit der
Kolophoniumlösung. Trotz alledem bleibe ich dabei, dass man mit der
Kolophoniumlösung die besten Érgebnisse erziehlt. Nachteilig ist
natürlich, dass immer Kolophoniumreste übrigbleiben. Die kann man aber
recht einfach und schnell mit Spiritus abwaschen.

Steffen

Autor: Ratber (Gast)
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<Trotz alledem bleibe ich dabei, dass man mit der
<Kolophoniumlösung die besten Érgebnisse erziehlt.


yo,das Streitet ja keiner ab.

Mir ging es nur darum Flußmittel und Antioxydanzen voneinander zu
trennen dennn Umgangssprachlich wird gerne alles in einen Topf geworfen
(zb. Lötfett,Lötwasser,Löthonig usw.) und das gibt dan schonmal
verwirrungen bei den einzelnen Wirkungen.

Autor: Winfried (Gast)
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Hab jetzt mal etwas recherchiert, es gibt einen netten Produktkatalog
von Stannol:

http://www.stannol.de/Katalog/RZ%20Stannol%2016-Seiter.pdf

Dort sind alle möglichen Lötpasten und Flussmittel aufgeführt.
Kolophonium ist immer noch ein gängiges Flussmittel, es werden jedoch
gerade bei SMD neuere synthetische Kompositionen entwickelt, um
bestimmte Eigenschaften zu erzielen, vor allem beim automatisierten
Löten. Auch geht es oft darum, rückstandsfrei zu löten. Bei Kolphonium
ist das ja nicht der Fall.

Ehe ich aber irgendwelche besonders giftigen Sachen einatme, denke ich,
bin ich mit Kolophonium ganz gut bedient, zumal das Zeug total billig
ist.

Interessant auch der Eintrag auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolophonium

Unter anderem heist es dort: "Kolophonium ist auch als aromatisches
Räucherwerk geeignet, es wirkt dabei antiseptisch und
durchblutungsfördernd."

Jetzt weiß ich, warum ich so gerne löte...

Autor: Tobi (Gast)
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wo bekommt man das denn bellig her und mit was kann/soll man dasss
mischen und in welchem verhältnis? hat der einen einen guten link oder
tips aus der praxis?

Autor: Ratber (Gast)
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@Winfried


<Unter anderem heist es dort: "Kolophonium ist auch als aromatisches
<Räucherwerk geeignet, es wirkt dabei antiseptisch und
<durchblutungsfördernd."

Das ist altbekannt.


<Jetzt weiß ich, warum ich so gerne löte...

Ja denkste ich Löte weil mir die Elektroniklöterei Spaß macht ?
Ich mache das nur aus gesundheitlichen Gründen....*ggg*

Autor: Winfried (Gast)
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@Tobi: So Kiloweise dürfte man es im Chemikalien-Großhandel bekommen. In
Dosen zu 100g bekommt man es im Künstlerbedarf, so ca. 2 Euro. Direkt
zum Löten gibt es z.B. Conrad, in 20 g Dosen für 1,50 Euro. Das sollte
eigentlich erstmal reichen.

Du nimmst das Zeug, zerkleinerst es etwas und packst es z.B. in eine
kleine Plastik-Filmdose. Vielleicht so 1-4Gramm. Dann Isopropylalkohol
drüber, verschließen und schütteln. Mit dem Mischungsverhältnis musst
du etwas experimentieren, ich nehme aber an, das die Lösung irgendwann
gesättigt ist und dies auch der Punkt ist, wo die Mischung gut ist. Du
kannst natürlich auch Spiritus oder 90% zigen Alkohol nehmen.

Autor: Tobi (Gast)
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danke!
dann werd ich morgen mal im künstlerbedarf fragen ob die sowas haben.
ist ja auf jeden fall billiger als beim grossen c und zum chemie
grosshandel hab ich leider keine kontakte. wofür brauchen die künstler
das eigentlich?

Autor: Winfried (Gast)
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Künstler verwenden das als Farbenzusatz, z.B. als Sikkativ, damit
Leinöl/Firnis schneller trocknet. Schau nochmal auf die Wikipedia
Seite, vielleicht steht dort mehr.

Man sollte nur schauen, dass nicht irgendwelche Zusatzstoffe drin sind,
es sich also um reines Kolophonium handelt.

Autor: Johannes M. Richter (Gast)
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Ist das nicht das gleiche, was auch andere Kuenstler, naemlich Streicher
verwenden? :-?

Autor: Winfried (Gast)
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Ja genau, nur dort zu kaufen ist teuer. (Geigen, Cello, Klavier...)

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