Stromverbrauch einer Zentral-Gasheizung?

OP (Firma: Q3) #1561051
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Hallo,

ich habe gerade meine Betriebskostenabrechnung für 2008 nochmal studiert 
und dabei kommt mir eine Position merkwürdig vor. Ich weiss, dass das 
hier kein Mieter-Forum ist, darum geht es auch nicht. Meine Frage geht 
eher in die Richtung, welche Leistung für eine elektrische Umwälzpumpe 
in einer Zentralheizung eigentlich üblich und plausibel ist - und das 
ist doch E-Technik :-)

Es handelt sich um ein 4-stöckiges Wohnhaus mit Seitenflügeln, gesamt 
knapp 3000 qm Wohnfläche, Vorderhaus je Etage 2 Wohnungen zu ca. 150 qm. 
Im Keller steht eine Zentralheizung mit Warmwassererzeugung.

Für den Betrieb dieser Anlage wird Strom für 722 Euro zum Anschlag 
gebracht. Ich habe recherchiert, das waren 2008 ca. 3500 kWh, was auf 
Dauerbetrieb umgerechnet eine elektrische Leistung von etwa 400 Watt 
(365/24) bedeutet. Ist das normal?

Frank
#1561326
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Vermutlich ist da auch der Stromverbrauch vom Treppenhauslicht mit drin.
Der Stromverbrauch der Heizung kann stark von der Witterung abhängen
weil die Umwälzpumpe auch abgeschaltet wird wenn keine Wärmeanforderung
stattfindet, z.B. Nachts bei der Nachtabsenkung oder wenn es draußen
wärmer wird (z.B.Witterungsgeführt).
OP (Firma: Q3) #1561486
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In den genannten 3500 kWh ist einzig und allein der Stromverbrauch 
Heizung/Warmasser enthalten, Hausstrom ist extra.
Ich bin skeptisch, weil in der Abrechnung noch eine Reihe anderer 
Ungereimtheiten steckt. Es gibt eine Nachtabsenkung und im Sommer wird 
zwar Warmwasser geboten, aber keine Heizung ... sind die 3,5 MWh nicht 
doch etwas viel?

(Zugang zum Heizungsraum habe ich leider nicht.)

Frank
#1561578
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Max M. schrieb:
> Vielleicht ist die Warmwasserversorgung elektrisch, ansonsten
> braucht man keine Pumpe bei Warmwasser. Der Netzdruck reicht da
> völlig.

Das stimmt nicht unbedingt: In großen WW-Netzen wird das Wasser im Kreis 
herumgepumpt, damit immer sofort warmes kommt, wenn man den Hahn 
aufdreht.

Dazu ist eine Pumpe notwendig.
Gast #1561588
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Bei einem Gebäude dieser Größe mit zentraler Warmwasserversorgung dürft 
wohl eine Zirkulationsleitung mit Pumpe vorhanden sein. Sonst müsste der 
am weitesten entfernte Mieter 10 Minuten den Warmwasserhahn öffnen, 
bevor die Temperatur ansteigt.

400W Dauerleistung übers Jahr gerechnet ist OK.
Ich habe schon 400W-Pumpen in 200m²-Häusern gesehen ...
#1561826
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Nette Mann schrieb:
> Kenn das nur von einer Disko + Wohnungen
>
> 2 Kessel Gas Anlage
>
> Wenn die nicht brennt und nur an ist, saugt die am Tag 80€ Strom


Bei einem angenommenen Preis von 0.22€ für die Kilowattstunde wären das 
täglich rund 363 kWh was einer Durchschnittsleistung von rund 15 kW

Ein bisken viel fürn Standbyverbrauch oder ?

Ich denek mal du meinstes 8€/Tag
#1563939
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Hast du dazu nähere Informationen?

Eine Zirkulation durch Konvektion kann doch nur bei einem hinreichend 
großen Temperaturgefälle zustande kommen - aber das will man ja gerade 
vermeiden.

Der Grund ist einerseits Bequemlichkeit - das warme Wasser soll immer 
schnell kommen -, andererseits wird damit die Vermehrung von Legionellen 
verhindert.
#1565111
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Ein Kumpel von mir ist Heizungsbauer, hat zu Hause (noch aus DDR-Zeiten) 
eine Schwerkraftheizung und schwört darauf. Einfach (Holz)-Ofen 
anschüren und sich an der Wärme erfreuen. Ok, bis es warm ist dauerts 
schon etwas :)

Ohne Stromverbrauch, ohne großartig anfällige Technik.
#1565506
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Reinhard S. schrieb:
> Ein Kumpel von mir ist Heizungsbauer, hat zu Hause (noch aus DDR-Zeiten)
> eine Schwerkraftheizung und schwört darauf.

Für Heizungen ist das ja auch völlig OK: Das warme Wasser wird ins Netz 
geleitet, um die Wärme in den Heizkörpern abzugeben.

Ein Warmwassernetz hat aber völlig andere Aufgaben: Es soll warmes 
Wasser überall im Haus schnell verfügbar machen. Deswegen sind 
Wärmeverluste im WW-Netz auch absolut unerwünscht.

Je besser das WW-Netz isoliert ist, um so schlechter funktioniert die 
Umwälzung per Konvektion. Man braucht also eine Pumpe.
Gast #1565771
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Reinhard S. schrieb:
> Ohne Stromverbrauch, ohne großartig anfällige Technik.

Mit massenhaft Verlusten, da eine Leitung mit großem Querschnitt 
verwendet werden muss und ein langsamer Durchfluss herrscht.

Die Dinger sind aus dem Mittelalter und verpesten die Umwelt, da eine 
nicht angemessen große Menge Holz verschürt wird. ;)
Gast #1565809
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Thilo M. schrieb:
>> Mit massenhaft Verlusten, da eine Leitung mit großem Querschnitt
>> verwendet werden muss und ein langsamer Durchfluss herrscht.
>
> Wenn damit die Wohnräume geheizt werden, ist der Verlust gleich Null.

Da irrst du dich aber.
Was denkst du, haben die die dicken Rohre mit ihrer großen Oberfläche, 
dem großen Volumen, der hohen Vorlauftemperatur und dem langsamen 
Durchfluss in den Wänden für Verluste? Die Wärme geht direkt durch die 
Wand nach außen. Ausnahmen sind Rohre, die nicht an oder in Außenwänden 
verlegt sind. Und Aufputz möchte ich so eine Installation sicher nicht 
haben. ;)
Gast #1565827
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Nein, leider nicht.
Diese dicken Rohre kann man nur ziemlich dick isolieren, dann haben sie 
min. 100mm Durchmesser. Unter Putz an Innemwänden fällt also aus, 
unisoliert auch Aufputz an Außenwänden sind die Verluste in die Wand 
immer noch enorm. Man sieht genau den Leitungsverlauf hinter der Wand, 
wenn man mit der IR-Kamera schaut.

Man ist von dieser Technik nicht ohne Grund abgekommen, das war damals 
eine Lösung ohne Pumpe, da Pumpen teuer und Strom nicht überall 
verfügbar war.

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