Hallo,
der Mega88 hat ja einen internen Temperatursenor, mit diesem möchte ich
die Raumtemperatur messen. Laut Datenblatt soll ich dem Aref pin mit
einem Kondensator bestücken. Soll das heißen es reicht den Kondensator
mit einem Pin an Aref anzuschließen und den zweiten Pin auf Masse zu
legen oder muss der Arefpin zusätzlich auf Vcc legen?
Gruß, pacer
sorry antwort vergessen! :)
wenn es wirklich ein atmega88pa ist :), reicht ein kondensator von aref
nach gnd.
>Arefpin zusätzlich auf Vcc legen?
da man über die register die 1,1volt interne referenz zuschalten muss um
den sensor zu benutzen, wäre ein anders potenzial am aref pin
schlecht(kurzschluss).
Zur Zeit habe ich den Mega88 PU im Einsatz.
Derzeit bekomme ich nur den Wert 1023 zurück. Da ich den Pin vorher auf
Vcc hatte, hoffe ich mal, dass ich das Teil nicht geschrottet habe.
Wäre denn dann die 1.1V Referenzsspannung am Aref-Pin messbar?
>Zur Zeit habe ich den Mega88 PU im Einsatz.
das ist der alte atmega88 ohne temp. sensor, das "pu" ist nur der
gehäuse typ.
>Da ich den Pin vorher auf>Vcc hatte, hoffe ich mal, dass ich das Teil nicht geschrottet habe.
habe es jetzt im datenblatt gesehen das der referenz pin einen
eingangswiderstand von ca. 32k ohm hat.
dadurch sollte eigentlich nichts passieren wenn aref 5 volt hat und die
1,1 volt interne referenz zugeschalten ist.
Na so alt ist der Mega88 nu auch nicht, ich hab ihn Ende letzten Jahres
bei Reichelt gekauft (ATMEGA 88-20 PU).
Die 1,1V liegen am Ref-Pin an. Trotzdem liefert mir mein Programm 1023
zurück.
Da es immer noch ein Fehler in der Software sein kann hier mal meine
Initroutine:
pacer schrieb:
> Na so alt ist der Mega88 nu auch nicht, ich hab ihn Ende letzten Jahres> bei Reichelt gekauft (ATMEGA 88-20 PU).
egal wann gekauft, rein von der Bezeichnung her ist es der µC ohne
TempSensor...aber was steht denn drauf?
pacer schrieb:
> Na so alt ist der Mega88 nu auch nicht, ich hab ihn Ende letzten Jahres> bei Reichelt gekauft (ATMEGA 88-20 PU).
Hinweis:
Da ein Chip nicht 'schlecht wird' wenn er länger liegt, ist mit 'altem
Prozessor' bzw. 'neuem Prozessor' NICHT die Lagerzeit gemeint :-)
stimmt schon, hätte aber nicht geglaubt, dass Reichelt die Teile für
Jahre einkauft. Bezeichnung so wie ich schon geschrieben hatte.
was anderes steht leider nicht drauf.
Also doch ohne? :-(
Gibt es den "Neuen" überhaupt schon???
Ich habe noch nichtmal das Datenblatt dazu eingekellert, so neu ist der.
Mit Tiny24 habe ich mal ein Thermometer gebaut (siehe Anhang). Die
Hardware ist hier beschrieben:
http://www.hanneslux.de/avr/divers/pm24/index.html
...
>Gibt es den "Neuen" überhaupt schon???
Habe ihn schon vor Monaten mal bei Digikey oder Mouser gekauft.
>Ähm, wo finde ich denn das Änderungsprotkoll zu den Mega88?
Nirgendwo. Muss man wohl die Datenblätter vergleichen :-)
> Habe ihn schon vor Monaten mal bei Digikey oder Mouser gekauft.
Nagut, für mich gibt es den erst, wenn er bei normal zugänglichen
Elektronik-Versendern zum fairen Preis erhältlich ist.
...
Aha, da habe ich jetzt also noch den allerersten Mega88 und ich bräuchte
einen mit der Bezeichnung Mega88PA-PU?
Kann man die Revision des Chips auch anhand der Signatur erkennen?
Was heißt normal zugänglich? Dort kann jeder bestellen. Im Gegensatz zu
den großen deutschen Distributoren ist es bei denen kein Problem auch
als Privatkunde zu bestellen. Die Lieferung erfolgt nur etwas langsamer
(ca. 3 Werktage). Und im Vergleich zu Farnell und RS finde, zumindest
ich persönlich, es dort vergleichsweise günstig.
>;Kanal 8, interne Referenzspannung 1.1V
der atmega88 hat keinen kanal 8 der ist laut datenblatt "reserved"
weshalb auch ein falsches ergebnis ausgelesen wird.
>ich bräuchte einen mit der Bezeichnung Mega88PA-PU?
so ist es.
>Kann man die Revision des Chips auch anhand der Signatur erkennen?
ja kann man.
der atmega88pa hat laut datenblatt : 1E930F
und die alte version atmega88 : 1E930A
>Ähm, wo finde ich denn das Änderungsprotkoll zu den Mega88?http://www.atmel.com/dyn/products/app_notes.asp?family_id=607#Migration_Notes
AVR512: Migration from ATmega48/88/168 to ATmega48P/88P/168P
AVR528: Migrating from ATmega48P/88P/168P to ATmega48PA/88PA/168PA
die atmega88P version gab es auch noch die wurde dann von der atmega88pa
version abgelöst.
> ... Und im Vergleich zu Farnell und RS finde, zumindest> ich persönlich, es dort vergleichsweise günstig.
Schlechter Vergleich, für mich zählt da eher reichelt, CSD, Darisus und
Ähnliche...
...
Nur mal so zur Information: Laut Datenblatt beträgt die Genauigkeit des
internen Temperatursensors +/-10°C. Ich kenne niemanden, der mit einer
auf 10 Grad genauen Temperaturmessung zufrieden wäre! Dieser Sensor ist
lediglich dazu gedacht, die Prozessortemperatur in etwa abschätzen zu
können, um ihn bei drohender Überlastung runterzutakten, Warnmeldungen
auszugeben oder andere Maßnahmen zur Abkühlung zu treffen. Einen anderen
Zweck hat dieser Sensor nicht!!!
Nachteilig ist es übrigens, dass die interne 1,1 Volt Referenzspannung
nicht genutzt werden kann, wenn man eine externe Spannung an Aref
anliegen hat, mit der man andere ADC Messungen durchführt. D.h. in
diesem Fall kann die Messung mit dem internen Temperatursensor nicht bei
1,1 Volt Referenzspannung stattfinden, sondern muss mit der Spannung an
Aref stattfinden, was aber auch geht. Die ausgelesenen
(Temperatur-)Werte sind dann "zu klein", wenn die Spannung an Aref > 1,1
Volt ist. Man muss sie daher entsprechend skalieren mit dem Faktor
(Uaref/1,1V). Bei 5 Volt an Aref beträgt dieser Faktor also 4,55. Das
bedeutet auch, dass in diesem Fall der Temperaturwert "nur" auf 4,55
Grad genau ist. Aber das ist völlig egal, weil der Sensor ja eh nur mit
einer Genauigkeit von 10 Grad misst.
Wenn ich bei meinem Atmega328P an Aref z.B. 5 Volt Referenzspannung
anliegen habe und eine Temperaturmessung durchführe, erhalte ich einen
Wert von 76-77 bei 25 Grad Chip-Temperatur. Mit dem Faktor 4,55
skaliert, ist das also ein Wert um 350 (Achtung! Das sind KEINE
Millivolt, sondern ADC-Werte, also LSB). Umgerechnet ist diese Spannung
also ca. 370 mV.
Wenn man diese Regeln beachtet, kann man auch mit 5 Volt
Referenzspannung (oder anderen Vcc) eine gute Abschätzung der
Prozessortemperatur erreichen.
Gruß, Volker