Ich programmiere gerade ein "Zeichenprogramm", das evtl. mal
veröffentlicht werden soll.
Daher diese kleine Umfrage: Welche Methode findet ihr besser um ein
Rechteck zu zeichnen?
1. Linksklick am 1. Eckpunkt und nochmal Linksklick für 2. Eckpunkt
2. Linksklick und Maustaste gedrückt halten und dann am 2. Eckpunkt
loslassen
Gruß,
Thomas
Achso, ihr könnt leider keine Amazon-Gutscheine gewinnen und die
Ergebnisse dieser Umfrage werden leider nicht in einer
Sozialwissenschaft Diplomarbeit verarbeitet ;-)
Erwartungskonformität: 2. ist die übliche Methode in den gängigen
Malprogrammen.
Warum: Weil Du beim Aufziehen des Rechtecks die visuelle Kontrolle hast
(Sofern Du eine Markierung beim Aufziehen anzeigst).
Und Grafiker lieben es, Dinge visuell zu kontrollieren - sprich das
Ergebnis einer Aktion schon während der Aktion zu sehen.
> Achso, ihr könnt leider keine Amazon-Gutscheine gewinnen ...
Aber über eine Flugreise in den Harz hätte ich mich schon gefreut.
Machs konfigurierbar und füge zwei weitere Methoden hinzu:
Linksklick für den Mittelpunkt, dann Linksklick für Größe
Linksklick für den Mittelpunkt, danach "Aufziehen" mit gedrückter
Maustaste.
Thomas schrieb:
> 1. Linksklick am 1. Eckpunkt und nochmal Linksklick für 2. Eckpunkt> 2. Linksklick und Maustaste gedrückt halten und dann am 2. Eckpunkt> loslassen
1b: Linksklick am 1. Eckpunkt und nochmal Linksklick für 2. Eckpunkt.
Falls nach dem ersten Click ein Undo kommt, dann kann der User den 1.
Eckpunkt nochmal neu platzieren ;-)
Also ich tendiere ganz klar zu 1., weil: Wenn die zweite Ecke präzise
platziert werden muss, dann ist das manchmal ein 'längeres' rumgefummel
mit der Maus. Solche kleinen Verschiebungen mit gedrückter Maustaste
durchzuführen empfinde ich als anstrengend, da man die Maus mit dem
Finger gegen die Unterlage drückt und das Verschieben daher ein
ungünstiges laterales Kraft/Weg-Verhältnis erfordert.
Ich hatte allerdings mal mindestens ein Malprogramm, dass die Sache
dynamisch entschieden hat. Wird die Maus mit gedrückter LMB bewegt, dann
arbeitet das Programm nach Schema 2, ansonsten nach Schema 1. Das
Programm hatte einen Schwellwert so dass man beim Schema 2 zunächst die
Maus ein bissl mehr bewegen musste (10 Pixel?), damit die Software nicht
aus versehen eine schnelle Benutzereingabe (Click und Move überlappen)
halb falsch interpretiert.
Viel Spaß bei den Experimenten, um einen brauchbaren Schwellwert zu
finden. Irgendwelche Corner Cases machen da sicherlich immer streß. Eine
Config-Option ist ja auch denkbar, verwirrt aber möglicherweise den
Benutzer.
Stephan
Danke, das sind schon mal gute Vorschläge. Den Vorschlag "Mittelpunkt
setzen und dann ziehen" werde ich mit der mittleren Maustaste umsetzen.
Zu Nils (Gast):
Es sind durchaus beide Methoden üblich, 2. ist aber weiter verbreitet.
Eine Handvoll Programme die das so machen könnte ich aber aufzählen.
Die "visuelle Kontrolle" plane ich bei beiden Methoden, also:
1. Linksklick am 1. Eckpunkt, Maus bewegen (Rechteck wird gemalt) und
nochmal Linksklick für 2. Eckpunkt
2. Linksklick und Maustaste gedrückt halten, Maus bewegen (Rechteck wird
gemalt) und dann am 2. Eckpunkt loslassen
1b und 2b: mittlere Maustaste um Mittelpunkt und Eckpunkt zu definieren.
"konfigurierbar" wollte ich erstmal nicht und falls doch sind die
Ergebnisse dieser Umfrage immerhin für die Standardeinstellung.
Thomas
> Es sind durchaus beide Methoden üblich, 2. ist aber weiter verbreitet.
Naja. Es kommt auf die Zielgruppe an. Was Rufus beschrieben hat, gibt es
durchaus. Sich über die Sinnhaftigkeit zu verbreiten wäre echt daneben -
ich denke da spielen persönliche Vorlieben die Hauptrolle.
Was die Verbreitung angeht: Wenn ich mir Photoshop, Illustrator und
Fireworks ansehe, ist Methode 2. die Präferenz.
Wenn ich mir Grafiker ansehe (ich arbeite schon ziemlich lange im
Multimedia-Breich und sehr eng mit Grafikern zusammen; mache im
'Notfall' auch mal selbst ein Design), haben diese eine ziemliche
Ecke-Oben-Links-Affinität und dann Nichts-Wie-Auziehen. Aber vielleicht
hast Du ja andere Zielgruppen im Visier. Dann könnte ein innovativer
Ansatz (wie von Rufus aufgezeigt oder in in Kombi mit
Konfigurationsmöglichkeiten, wie bei Stephan) schon interessant sein.
Ist die Zielgruppe hingegen an Grafikern orientiert, nur dieser Hinweis:
Betrachte ich die Arbeitsweise von Grafikern und übertrage das auf die
Politik, dann ist mein Eindruck:
Guido Westerwelle ist ein Anarchist und Angela Merkel eine glühende
Aktivistin.
Will sagen: Grafiker bedienen Programme eher konservativ.
"Und dann gibt's noch vier Richtungen, in die gezogen werden kann. Macht
Autodesk bei der Auswahl von Elementen."
Verstehe ich nicht, wie funktioniert das genau? Und vorallem: ist es
praktisch?
Thomas
Mit der Maus ziehen ist nur solage schön, wie "künstlerisch" gestaltet
wird.
Für absolut genaue Maße braucht man ein zusätzliches Eingabefenster und
evtl. eine schaltbare Snap-Funktion auf Gitterraster.
Ist vorhanden (dort wo es genau sein muss). Inkl. pixelgenaues
verschieben mit Cursortasten.
Hier geht darum z.B. ein Rechteck zu zeichnen um die Objekte innerhalb
des Rechtecks zu markieren. Die Art wie man nun das Rechteck zeichnet
ist aber natürlich gleich egal ob es zum Auswählen von Objekten (=keine
allzu hohe Präzision nötig) oder zum Zeichnen von Objekten (=hohoe
Präzision notwendig) ist.
Daher hätte ich gernen noch ein paar Meinungen welche Methode bevorzugt
wird.
Hallo,
Ich würde eine kombinierte Variante vorschlagen. Ich habe sowas in einem
Programm von mir mal vereinfacht gesagt so gelöst:
1. Mousedown: Startpunkt merken
2a. Timeout (eher kurz, ca. 0,5-1 sec) oder Maus um eine gewisse Anzahl
von Pixel bewegt: Umschalten auf Drag-Modus
2b. Mouseup wenn 2a nicht eingetreten: Click Modus
3a. Mouseup: Aus Position & Startpunkt aus 1 -> fertiges Rechteck
3b. Click: Aus Position & Startpunkt aus 1 -> fertiges Rechteck
In Aktion kannst du dir die kombinierte Variante hier ansehen:
http://www.mycsharp.de/wbb2/thread.php?threadid=61638
PS: also vom Prinzip wie die von Stephan M. beschriebene dynamische
Auswahl des Modus.
>"Und dann gibt's noch vier Richtungen, in die gezogen werden kann. Macht>Autodesk bei der Auswahl von Elementen.">Verstehe ich nicht, wie funktioniert das genau? Und vorallem: ist es>praktisch?
Ich kenne es von älteren Autocad:
Links oben nach rechts unten - alle Elemente die vollständig enthalten
sind, werden markiert.
Rechts unten nach links oben - alle Elemente die vollständig enthalten
sind und alle, die geschnitten sind, werden markiert.
Weitere Varianten aus neueren Versionen kenne ich noch nicht.
Es ist sehr praktisch. Evtl. gibt es darauf ein Patent!?
Ja, klingt gut. Aber evtl. etwas zu kompliziert. Im Gegensatz zu Autocad
wird es zu meinem kleinem Programm weder Schulungen noch ein Handbuch
geben...