Grundsätzlich ist es bei Metallgehäusen gut, wenn man die zu
Abschirmzwecken mit der Gerätemasse verbinden kann (dort werden ja auch
vorzugsweise die Schirme der Verkabelung aufgelegt). Geht das nicht,
weil diese auf "heißem" Potenzial liegt/liegen kann (z.B. bei
Netzanschluss), so muss man entweder die Versorgung galvanisch trennen
(Trafo, DC/DC Wandler) oder man stellt die Masseanbindung mit
entsprechend spannungsfesten Y-Kondensatoren wenigstens für die höheren
(Stör-)Frequenzen her.
Die notwendige Spannungsfestigkeit ergibt sich aus den für das Gerät
geltenden einschlägigen Normen. Bei (DC-)Betriebsspannungen bis 42V sind
es meistens 750V und darüber 1500V (Stichwort Burst/Surge zw. L/N und
PE).
Ich sehe oft 2,2nF/2kV im 1812-er Gehäuse (wg. der Isolierabstände) vor.
Dort kann man - falls man doch mal eine galv. getrennte Versorgung
bekommt - zur Not auch 0R-Brücken bestücken. Das Ganze dann mit
flächigem LÖayout, vielen Durchkontaktierungen und möglichst an jesem
Schraubloch. Nicht-bestücken kann man immer, nachträglich
"draufpfriemeln" ist schon schwieriger. ;-)