mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensator zwischen Minus und Gehäuse


Autor: Alex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
bin gerade am einem Gerät beschäftigt das mit 24V betrieben wird. Das 
Gehäuse darf keine Verbindung mit Versorgungsspannung haben, was ja 
soweit kein Problem ist. Die Ausgänge werden mit Optokopplern getrennt.
Jetzt die Frage: Bei solchen Ausführungen in anderen Geräten hab ich 
immer ein Kondensator zwischen Minus und Gehäuse(PE) gesehen. Wie gross 
muss oder darf er sein? Oder sogar müssen mehrere Kondensatoren entlang 
der Grenze bestückt sein?

Danke im Voraus.

Autor: Route_66 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das hängt von der Aufgabe ab, die der oder die Kondensatoren erfüllen 
sollen.

Autor: Alex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mich würde natürlich auch interessieren welche Aufgaben die 
Kondensatoren überhaupt erfüllen können? Ich dachte die sind immer nur 
zum einem Zweck drin: Entstörung.

Autor: Route_66 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Entstörung ist ein seeeeehr weites Feld.

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Grundsätzlich ist es bei Metallgehäusen gut, wenn man die zu 
Abschirmzwecken mit der Gerätemasse verbinden kann (dort werden ja auch 
vorzugsweise die Schirme der Verkabelung aufgelegt). Geht das nicht, 
weil diese auf "heißem" Potenzial liegt/liegen kann (z.B. bei 
Netzanschluss), so muss man entweder die Versorgung galvanisch trennen 
(Trafo, DC/DC Wandler) oder man stellt die Masseanbindung mit 
entsprechend spannungsfesten Y-Kondensatoren wenigstens für die höheren 
(Stör-)Frequenzen her.

Die notwendige Spannungsfestigkeit ergibt sich aus den für das Gerät 
geltenden einschlägigen Normen. Bei (DC-)Betriebsspannungen bis 42V sind 
es meistens 750V und darüber 1500V (Stichwort Burst/Surge zw. L/N und 
PE).

Ich sehe oft 2,2nF/2kV im 1812-er Gehäuse (wg. der Isolierabstände) vor. 
Dort kann man - falls man doch mal eine galv. getrennte Versorgung 
bekommt - zur Not auch 0R-Brücken bestücken. Das Ganze dann mit 
flächigem LÖayout, vielen Durchkontaktierungen und möglichst an jesem 
Schraubloch. Nicht-bestücken kann man immer, nachträglich 
"draufpfriemeln" ist schon schwieriger. ;-)

Autor: Alex (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Perfekt! genau so wollte ich es wissen.
Danke Stefan!!!

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.