Ich glaube ich muss doch mal den Gesamtzusammenhang beschreiben weil da
noch mehr Probleme zu lösen sind.
Es werden immer 2 Dioden höherer Leistung antiparallel geschaltet. Von
dieser Schaltung dann 4-8 Stück hintereinander. Die gesamte Schaltung
kommt an eine 50 Hz AC Spannung. Der Strom wird durch große
Vorwiderstände begrenzt. Es können bis zu 2000 A fließen. Der Strom wird
eingeschaltet bis die Dioden eine bestimmte Temperatur haben, dann
wieder abgeschaltet und die Dioden gekühlt. Hiermit wird die
Zyklenfestigkeit von Dioden ermittelt.
Um jetzt während des Betriebs überwachen zu können wie sich die
Durchlassspannungen verhalten und wann einzelne Dioden defekt sind wird
eine Schaltung angestrebt die die Spannungen an den Dioden
aufbearbeitet. Das ergebnis sollte dann entweder mit einem Datenlogger
(der vorhanden wäre) oder in digitaler Form an einen PC weitergegeben
werden.
Ich benötige für jedes antiparallele Diodenpäärchen eine galvanische
Trennung denke ich um die Messergebnisse auf ein Potential bezogen
auszugeben. Von daher hätte ich gerne einen Optokoppler oder Übertrager.
Die Übertragerlösung scheint mir aber vond aher nicht so sinnvoll, weil
ja die positive und die negative Halbwelle einzeln ausgewertet werden
müssen und z.B. bei Unterbrechung einer Diode am Ausgang des Übertragers
nicht nur die eine Halbwelle rauskäme, sondern sich der Nullpunkt
irgendweo etwa in die Mitte des Signals verschiebt. Wenn eine Diode eine
andere Durchlassspannung hätte als die andere, dann würde sich auch da
der Nullpunkt verschieben und man könnte nicht sagen welche Spannung nun
wirklich an welcher Stelle ist. Oder seh ich das falsch?
Eine andere Lösung wäre eine aktive Gleichrichtschaltung für jedes
Diodenpaar. Danach könnte man irgendwie das Maximum der jeweiligen
Halbwellen ermitteln, mit einem ADC in einem kleinen µC einlesen und
über einen Optokoppler an einen Steuer-µC der die Daten aller Zweige
einsammelt weitergeben. Dieser könnte dann z.B. zyklisch die Werte aller
Zweige nacheinander abfragen und über die UART auf den PC ausgeben, oder
er gibt sie wieder als analoge Werte für einen Datenlogger aus. Man
könnte auch gleich noch eine Nulldurchgangserkenung einbauen um die
Zyklen zu zählen und mit am PC abzuspeichern.
Wenn man die Stromversorgung für die Elektronik aus der Spannung über
den zu testenden Dioden abfällt nehmen könnte, würde man sich
zusätzliche Stromversorgungen für jeden Pfad sparen, deswegen meine
ursprüngliche Frage. Wenns nur um den µC ginge könnte ich ja auch nen
ATTiny43U benutzen, der läuft schon unter 0,9V. Für die
Operationsverstärker zur aktiven Gleichrichtung bräuchte ich aber höhere
Spannungen.
Eine andere sehr einfache Lösung wären einfach Schottkydioden in Reihe
zur Parallelschaltung eines Kondenstors und eines Widerstandes. Am
Kondensator könnte man dann mit einem Datenlogger mit mehreren
differentiell messenden Eingängen messen.