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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Der Anfang eines Absolventen


Autor: VHF (Gast)
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Hallo!
Da ich bald mit dem Studium (E-Technik) fertig sein werde, möchte ich in 
die Bewerbungsphase übergehen. Nachdem ich mir zig Stellenanzeige 
vorgenommen habe, bin ich leider zum Entschluss gekommen, dass ständig 
etwas gefordert wird, was ich nicht gelernt habe.
Darum die Frage an diejenigen, die KEIN Praxissemseter mit Übernahme 
hatten:
Habt ihr euch erfolgreich auf eine Stellenanzeige beworben, an denen nur 
einige Forderungen übereinstimmten!? Gibt es die Möglichkeit des 
Quereinstiegs (z.B. Nachrichtentechnik zur Qualitätssicherung?). Mich 
interessieren hier nur Erfahrungen!!!

Autor: Tobias (Gast)
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Das ist ganz normal. Die Firmen wollen halt immer Superhelden die alles 
könne, max. 25 Jahre alt sind und über langjährige Berufserfahrung 
verfügen. Da es diese Superhelden aber nicht gibt oder wenn nur in sehr 
geringem Umfang müssen die Firmen dann auch normale Leute nehmen. Also 
einfach auf ne Stelle bewerben die dich interessiert auch wenn du nicht 
alles erfüllen kannst was gefordert wird. War bei mir genauso.

Autor: Gast1 (Gast)
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"Der Anfang eines Absolventen"...

...ist der Anfang vom Ende ;-)


(SCNR)

Autor: oszi40 (Gast)
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Du mußt nur 1x zu rechten Zeit am rechten Ort sein , wo einer gebraucht 
wird.

Es ist nicht verboten, in einer Firma anzurufen, die z.B. 100 
Lokomotivführer sucht und nachzufragen ob die noch weitere Stellen wie 
... zu besetzen haben.

Schlimmstenfalls suchen sie noch eine Fachkaft mit Mikrowellenerfahrung 
und Führerschein: Bockwurstverkäufer.

Autor: Matze (Gast)
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Die Faustformel ist glaube ich, dass man mindestens 80% der Forderungen 
erfüllen sollte um eine realistische Chance zu haben. Und bei den 
Kernpunkten sollte man natürlich nicht völlig daneben liegen. (Wenn 
wirklich langjährige Berufserfahrung gefordert wird, dann hast du als 
Einsteiger meistens keine Chance).

Aber den perfekten Bewerber gibt es nur selten; doch je spezifischer die 
Stellenausschreibung, desto größer die Chance, dass die geeigneten Leute 
sich auch auf diese Stelle bewerbeben. Im Endeffekt braucht man einige 
allgemeine Basics und muss den Rest halt lernen. Es wird überall nur mit 
Wasser gekocht!

Wenn das, was du bisher so in Vertiefung, Praktikum und Diplomarbeit 
gemacht hast einigermaßen zur Stelle passt, kannst du die konkreten 
Punkte schon etwas weicher auslegen. Man kann dann davon ausgehen, dass 
du ausreichen motiviert und fähig bist, nach einer gewissen Anlernphase 
produktiv zu arbeiten.

Und als Berufserfahrung (die ja zur Zeit überall drinsteht) lässt man 
zur Not auch ein Praktikum gelten. Deine Chance hängt immer wesentlich 
davon ab, wie nötig der Arbeitgeber neues Personal hat, wie attraktiv 
die Stelle auch für Berufserfahrene ist, ergo wer sich alles darauf 
bewirbt. Das weiß man natürlich im Vorfeld nicht.

Ich hatte vor zwei Jahren mehrere konkrete Angebote, obwohl mir 
Berufserfahrung und diverse Fachkenntnisse fehlten. Das war natürlich 
auch vor der Krise. Aktuell würde ich micht nicht zu zaghaft bewerben, 
sondern ordentlich klotzen. Im Zweifel mutig eine Bewerbung mehr, kostet 
ja nichts. Und regionale Einschränkungen bei der Suche sind keine gute 
Idee, da dir so wahrscheinlich die passendsten Angebote durch die Lappen 
gehen.

Autor: VHF (Gast)
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Mich regional einschränken möchte ich  mich gar nicht. Ich komme aus dem 
Norden und möchte bloß weg hier.
Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem 
Personaler telefonisch zu melden?
Übrigens, ich habe vor dem Studium schon eine Ausbildung als 
Elektroniker gemacht und 2 Jahre gearbeitet. Aber das wird bestimmt als 
Erfahrung verfallen.
Soll ich in meinen Bewerbung nur auf das Wissen meines Studiums eingehen 
und warum ich die Firma so Toll finde, oder gibt es mehr Aspekte?
Desweiteren bin ich ein Mensch, der gerne mehr lernen möchte, darum ist 
es mir fast egal, welche Stelle ich bekomme, denn ich muss ja 
hauptsächlich Wurzel schlagen können....; oder ist diese Ansicht falsch?

Autor: Delete Me (skywalker)
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VHF schrieb:
> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?
Sagen wir es mal ganz allgemein: Je besser die sich deinen Namen merken 
können, desto besser sind deine Chancen einen Job zu bekommen. Bewerben 
sich 20 Leute auf eine Stelle und einer ist dem Personalchef schon vor 
den Bewerbungsgesprächen durch kompetente Telefonate namentlich bekannt, 
dann kann (muss aber nicht) das ein Vorteil für denjenigen sein. Manche 
nehmen so was auch gern als Beleg für ein kommunikatives Verhalten. 
Wichtig ist jedoch, dass der Anruf selbst "kompetent" sein sollte. Das 
heißt man sollte sich vorher genau im klaren darüber sein was man fragen 
möchte, wie man fragen möchte und wie man das am Telefon (oftmals landet 
man erstmal bei der Sekretärin und muss sich bis zum richtigen 
Gesprächspartner durcharbeiten) auch umsetzt. Ein positiv empfundener 
Anruf kann sich positiv auf die Bewerbung auswirken, aber ein negativ 
empfundener Anruf wird sich ebenso negativ auswirken. Auch die Fragen 
sollten durchdacht sein. Erfragt man Infos zur ausgeschriebenen Stelle 
oder der Firma, die man auch mit wenig Mühe von der Homepage hätte 
bekommen können, wirkt das weniger positiv.
Man sollte auch beachten mit wem man spricht. Der Personaler ist zwar 
wichtig für den Bewerbungsprozess und die "Rahmendetails" zu der Stelle, 
fachliche Fragen wird er aber in der Regel nicht beantworten können. 
Wichtig ist auch, dass man sich alle Namen merken sollte. Dann kann man 
sich im Bewerbungsanschreiben auch auf eine bestimmte Person beziehen 
wenn man weiß, dass diese auch die Bewerbung bekommt (dies ist aber 
nicht immer pauschal sinnvoll). Für diesen Zweck sollte man bei 
Unsicherheit auch die korrekte Schreibweise eines Namens erfragen, denn 
nichts ist schlimmer als wenn der Name des Ansprechpartners falsch 
geschrieben ist.

Autor: Matze (Gast)
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> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?

Ich denke es ist als Anfänger schwer in diesem frühen Stadium sinnvolle 
Fragen zu stellen und vor allem im Zweifel zu begründen, warum man das 
jetzt wissen will. Man will ja primär erst einmal Fuß fassen und sich 
nicht in eine bestimmte Richtung gezielt verändern. Und wirklich 
umfangreich erläutert bekommt man den Job im Vorstellungsgepräch, hier 
muss man Fragen stellen!

Wie Martin bereits erwähnte, kann ein Vorabtelefonat den ersten 
positiven Eindruck und evtl das i-Tüpfelchen für eine spätere Einladung 
bringen. Wenn durchklingt, dass die Fragen nur Vorwand zur 
Selbstpräsentation sind, geht das ganze nach hinten los, da sich weder 
Personaler noch Abteilungsleiter gerne ihre Zeit stehlen lassen.

Vorab anzurufen ist weder die Regel und noch eine inoffizielle Pflicht. 
Ich schätze mal, dass die große Mehrheit darauf verzichtet. Mir 
beispielsweise liegt es nicht besonders mit wildfremden Leuten ein 
Telefonat zu führen, bei dem ich meine Fragen anbringen und gleichzeitig 
kompetent und sympatisch rüberkommen muss. Entsprechend habe ich mich 
auf meine schriftlichen Bewerbungen konzentriert, was prima funktioniert 
hat.

Autor: dagger (Gast)
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Hans H. schrieb:
> Deshalb bieten wir doch Praktikas an.
> Für die Luschen sieht es natürlich übel aus. Die braucht kein
> Mensch.
Nur Luschen nennen andere Luschen und kennen den Pural von Praktikum 
nicht.

Ansonsten: Ganz netter Trollversuch, also in diesem und dem anderen 
Thread.

Autor: Gastino G. (gastino)
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VHF schrieb:
> Hallo!
> Da ich bald mit dem Studium (E-Technik) fertig sein werde, möchte ich in
> die Bewerbungsphase übergehen. Nachdem ich mir zig Stellenanzeige
> vorgenommen habe, bin ich leider zum Entschluss gekommen, dass ständig
> etwas gefordert wird, was ich nicht gelernt habe.

Das ist normal.

> Darum die Frage an diejenigen, die KEIN Praxissemseter mit Übernahme
> hatten:
> Habt ihr euch erfolgreich auf eine Stellenanzeige beworben, an denen nur
> einige Forderungen übereinstimmten!? Gibt es die Möglichkeit des

Ja. Du weißt ja nicht, welche der aufgeführten Anforderungen besonders 
wichtig und welche "nice to have" sind.

Autor: Gastino G. (gastino)
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VHF schrieb:
> Mich regional einschränken möchte ich  mich gar nicht. Ich komme aus dem
> Norden und möchte bloß weg hier.

Flexibilität hinsichtlich des Orts ist einer der wichtigsten Punkte, um 
erfolgreich bei der Jobsuche zu sein.

> Ist es denn nicht verkehrt oder gar gewollt als Anfänger sich bei dem
> Personaler telefonisch zu melden?

Wozu? Um den zu nerven? Bei denen klingelt oft genug das Telefon.

> Übrigens, ich habe vor dem Studium schon eine Ausbildung als
> Elektroniker gemacht und 2 Jahre gearbeitet. Aber das wird bestimmt als
> Erfahrung verfallen.

Nein, nicht zwingend. Hängt ganz von der Aufgabe ab.

> Soll ich in meinen Bewerbung nur auf das Wissen meines Studiums eingehen
> und warum ich die Firma so Toll finde, oder gibt es mehr Aspekte?

Wichtig ist, ob die Schwerpunkte Deines Studiums oder noch besser des 
Fachpraktikums mit denen der Stellenbeschreibung übereinstimmen. Du 
solltest Dein Interesse für die Aufgabe kundtun. Ob Du die Firma toll 
findest oder nicht, interessiert keinen Menschen. Irgendwelche 
Lobgesänge wirken eher lächerlich.

> Desweiteren bin ich ein Mensch, der gerne mehr lernen möchte, darum ist
> es mir fast egal, welche Stelle ich bekomme, denn ich muss ja
> hauptsächlich Wurzel schlagen können....; oder ist diese Ansicht falsch?

Du solltest schon einen Plan von dem haben, was Du beruflich mal machen 
willst. Das, was Du jetzt beginnst, wird mit sehr hoher 
Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf Deinen weiteren beruflichen Verlauf 
haben. Einfach irgendwas zu tun, ist keine gute Idee.

Autor: Andreas Fischer (chefdesigner)
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> Praktikas

Kürzlich auf Xing gefunden:

1 Praktika
2 Praktikas
3 Praktikase
4 Praktikasen
5 Praktikasens

Autor: Gastino G. (gastino)
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Matze schrieb:
> Vorab anzurufen ist weder die Regel und noch eine inoffizielle Pflicht.
> Ich schätze mal, dass die große Mehrheit darauf verzichtet. Mir
> beispielsweise liegt es nicht besonders mit wildfremden Leuten ein
> Telefonat zu führen, bei dem ich meine Fragen anbringen und gleichzeitig
> kompetent und sympatisch rüberkommen muss. Entsprechend habe ich mich
> auf meine schriftlichen Bewerbungen konzentriert, was prima funktioniert
> hat.

Ich würde auch eher von einem Anruf abraten. Selbst, wenn man den 
tollsten Anruf führt, ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr niedrig, 
dass der Gesprächspartner eher genervt ist. Bei denen klingeln dauernd 
die Telefone.

Bei solchen ausgeschriebenen Stellen sind ohnehin nicht die wirklich 
entscheidenden Personen namentlich aufgeführt, sondern nur eine 
Personaler-Tante (oder Onkel). Und die kann weder fachlich weiterhelfen 
noch trifft die die Entscheidung, wer eingeladen wird und wen man 
letztendlich einstellt.

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