Hallo Forum
Bin gerade an einer Hausbus Planung, vorallem das Anschlusssystem. Wie
wäre das mit einem USB Kabel von der Steckdose zum Atmega.
Ich habe 12 Volt und GND, und die Datenleitungen A+B.
Jetzt zieht ein Slave zB. 5 Watt. ( RGB Leds + Atmega usw.)
Meine Frage nun, ist das zuviel für ein USB Kabel. Oder anders gefragt,
wo liegt die Grenze?
Oder ist das Blödsinn.
Danke für paar Tips.
mfg bjn
rechnen!
den widerstand des kabels kannst du dir ausrechnen - dafür brauchst du
nur querschnitt (Bzw. flächeninhalt) der ader und die länge des kabels.
bei wikipedia und co. findest du entsprechende formeln zum berechnen.
aus dem widerstand kannst du direkt die leistung berechnen, welche über
das kabel abfällt. und anhand dieser leistung kannst du zum einen
ungefähr abschätzen, wie viel von deinen 12V-versorgungsspannung am
endgerät noch ankommen und zum anderen, wie viel wärme (die errechnete
leistung entspricht der wärmeentwicklung) abgeführt werden muss. und ob
das dann geht oder eben nicht, das hängt dann in erster linie davon ab,
wie gut das kabel wärme nach außen abführen kann.
generell dürften 12V mit 5W (was ja in etwa 0.6A sind) nicht schlimm
sein. normal ist usb ja für bis zu 0.5A spezifiziert, das dürfte also
ohne probleme klappen. ;)
Mir kam das Spontan in den Sinn, da bei mir überall USB Buchsen und
Kabel von PC's rumliegen die man so wieder benutzen könnte.
Toll wäre alles in einem Kabel zu sammeln.
Bei den runden Versorgungsstecker brauche ich noch ein Kabel für den
Bus.
Das mit der Kabellänge ist mir klar, da ich voraussichtlich genug
Unterputzdosen verbaut habe kommen nur 1m oder 2m Kabel in Frage.
Mit 0.60 Cent bei Reichelt sind A-A Verbindungskabel ja günstig.
@Henk
Sub-D gibt es doch erst ab 9 Pole, ein bisschen klobig. Dann doch lieber
die Mini DIN Rundstecker Stecker aber da bin ich an der Grenze mit 5
Watt.
Mit den USB-Steckern wäre ich wegen Verwechslungsgefahren
sehr vorsichtig.
Ich würde, auch wenn es keine Geiz ist geil-Lösung ist mal bei
www.lemo.de
vorbei schauen, da findest Du kleine aber feine Stecker in allen
Variationen, auch für höhere Ströme geeignet.
Ich war bisher mit diesen Steckern immer sehr zufrieden,
ebenso die Kunden.
Gast 57 schrieb:
> Mit den USB-Steckern wäre ich wegen Verwechslungsgefahren> sehr vorsichtig. [...]
Das sehe ich prinzipiell genauso, in diesem speziellen Fall (Verbindung
UP-Dose zu Sensor/Aktor) allerdings nicht. Hat man im Haushalt
tatsaechlich Personen, die an eine UP-Dose herankommen und eine Webcam
einstecken wuerden, kann man immernoch ueberlegen dosenseitig eine
B-Buchse zu benutzen. ;)
Sven J. schrieb:
> [...]normal ist usb ja für bis zu 0.5A spezifiziert[...]
Das ist nicht ganz korrekt. Die Stromaufnahme eines einzelnen
USB-Geraets ist mit 0.5A spezifiziert, wir duerfen ja nicht vergessen,
dass es sich hier um einen Bus handelt. Haengen 4 Geraete mit je 500mA
an einem passiven Hub, ist das (geraeteseitig) immernoch innerhalb der
Spezifikation, die Leitung zwischen Source und Hub muesste aber 2A
stemmen. Ob die Quelle solche Stroeme ueberhaupt liefern kann, steht
natuerlich auf einem anderen Blatt.
Und dann gibt es noch die sogenannten "USB On-The-Gos" in der
Spezifikation, Geraete deren Akku z.B. ueber USB geladen wird. Diese
duerfen bis zu 1.8A ziehen, wenn nicht gleichzeitig eine
Datenuebertragung stattfindet (mit Datenuebertragung 1.5A).
Verbindungskabel, die das offizielle Logo tragen, muessen auch damit
zurechtkommen.
Kurzum: 5W bei 12V sollten kein Problem darstellen.
Volker
> Das ist nicht ganz korrekt.
Doch, ist es.
> Die Stromaufnahme eines einzelnen> USB-Geraets ist mit 0.5A spezifiziert, wir duerfen ja nicht vergessen,> dass es sich hier um einen Bus handelt. Haengen 4 Geraete mit je 500mA> an einem passiven Hub, ist das (geraeteseitig) immernoch innerhalb der> Spezifikation, die Leitung zwischen Source und Hub muesste aber 2A> stemmen.
Nein. Ein "passiver" Hub liefert maximal 100 mA je angeschlossenes
Gerät, er selbst darf nämlich maximal 500 mA aufnehmen.
Rufus t. Firefly schrieb:
>> Das ist nicht ganz korrekt.>> Doch, ist es.>>> Die Stromaufnahme eines einzelnen>> USB-Geraets ist mit 0.5A spezifiziert, wir duerfen ja nicht vergessen,>> dass es sich hier um einen Bus handelt. Haengen 4 Geraete mit je 500mA>> an einem passiven Hub, ist das (geraeteseitig) immernoch innerhalb der>> Spezifikation, die Leitung zwischen Source und Hub muesste aber 2A>> stemmen.>> Nein. Ein "passiver" Hub liefert maximal 100 mA je angeschlossenes> Gerät, er selbst darf nämlich maximal 500 mA aufnehmen.
Da kann man drueber streiten, muss man aber nicht.. ;)
Laut Spec "sollte" ein passiver Hub nicht mehr als fuenf Unit Loads,
naemlich 500mA, insgesamt aufnehmen (bis dahin ist ja auch die Funktion
nur garantiert, da der Host ja nicht mehr liefern muss), von "darf
nicht" ist (anders als bei Devices) aber nicht die Rede. Kann auch
nicht, denn ein passiver Hub muss laut Spec ueberhaupt keine Sicherung
gegen Ueberstrom haben, diese sitzt im Host bzw. aktiven Hub und darf
auch einen Grenzwert von deutlich ueber 500mA haben (2A ist wohl eher
selten, aber durchaus noch erlaubt).
Ich selbst habe hier eine Bus-gespeiste Festplatte und einen IR-Receiver
an einem passiven Hub haengen. Vom PC werden (gemessen) knapp 820mA
verlangt, die dieser auch klaglos liefert.
Volker
Richtig interessant, Eure Meinungen zu lesen.
Wenn man die Tatsache akzeptiert, das halt 12 Volt drauf sind und
falsche Geräte Schaden nehmen. Und die Leistung der Verbindungskabel
auch Herstellerabhängig sind. Dann berücksichtigt man noch die einfache
Beschaffung und die zahlreiche Auswahl.
So ist meine Auswahl auf USB Kabel gefallen. Für meinen Zweck optimal,
schnell, einfach und vorallem in der Kiste vorhanden.
Danke Euch
Sven J. schrieb:
> generell dürften 12V mit 5W (was ja in etwa 0.6A sind) nicht schlimm> sein. [...]
Generell duerften 12V mit 5W uebrigens auch nicht 0.6A sein... ;) Bei 6W
waeren es ja gerade mal 0.5A.
bjnas schrieb:
> [...] Und die Leistung der Verbindungskabel auch> Herstellerabhängig sind. [...]
Die Leitungen im Kabel muessen AWG 24 bis AWG 20 sein. Natuerlich schon
ein erheblicher Unterschied, aber es gibt ja auch erhebliche
unterschiede in der Laenge.
Du muesstest die Leitung natuerlich noch gegen Ueberlast absichern. Aber
das gilt ja generell.
Volker
> Ich selbst habe hier eine Bus-gespeiste Festplatte und einen IR-Receiver> an einem passiven Hub haengen. Vom PC werden (gemessen) knapp 820mA> verlangt, die dieser auch klaglos liefert.
Das mag Dein PC tun, aber mit der USB-Spezifikation hat das nichts mehr
zu tun.
berner schrieb:
> Linktipp:> http://www.isnichwahr.de/r83041667-usb-mangel-.html
Hehe... Fuer den einen ist das witzig, fuer bjnas einfach nur eine
Mehrfach-Steckdose! ;)
Rufus t. Firefly schrieb:
> Das mag Dein PC tun, aber mit der USB-Spezifikation hat das nichts mehr> zu tun.
Hab fuer Dich extra nochmal in der Spec nachgeschaut: Der "Stromgeber"
(also Host / Self-Powered-Hub) MUSS MINIMAL 500mA liefern und den Strom
bei Ueberstrom von MAXIMAL 5A begrenzen. Der Bus-Powered-Hub (also der
passive) MUSS minimal 100mA pro Port bereitstellen und den Strom NICHT
selbstaendig begrenzen.
Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab, da bjnas ja ohnehin nicht
mehr als 500mA ueber die Leitung jagen will. ;)
Volker
@berner
Hoffe nicht das es soweit kommt $~}
@Volker
Leider sind die AWG Werte bei USB Kabel selten vermerkt.
Aber mit dem USB2 Standard gibt es wenigstens eine Vorgabe, und immer
möglichst kurze Kabel anschliessen.
mfg bjn
bjnas schrieb:
> [...]> @Volker> Leider sind die AWG Werte bei USB Kabel selten vermerkt.
Das stimmt, wollte Dir eigentlich nur sagen, was der worst case waere,
wenn Du tatsaechlich rechnen willst. Da die Hersteller ja im Allgemeinen
Sparfuechse sind, gehe mal davon aus, dass in den meisten Faellen der
Querschnitt nur mit der Laenge steigt. Eben immer gerade so das, was
noetig ist. Aber auch bei 1000mA wird Dir da nix abfackeln, hast halt
nur schon merkbare Verluste auf der Leitung.
Volker